Dr. Martin Grabe: Homosexualität und christlicher Glaube: Ein Beziehungsdrama

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Homosexualität und christlicher Glaube: Ein Beziehungsdrama. Von Dr. Martin Grabe
Buchbesprechung und Zusammenfassung von
Mario Wahnschaffe 

 

Schwulsein und Christsein – Geht das?

Ist Gott homophob und anti-Gay?

 Ein für viele Kirchen unlösbarer Konflikt. Für andere Kirchen ist es schon lang kein Problem mehr und zum modernen Alltag geworden.

Dr. Martin Grabe steht zwischen den Fronten. Er bekommt Ärger von Christen, die Schwule aus Kirche und Gesellschaft ausschließen. Er bekommt Anfeindungen von linksautonomen Splittergruppen, die ihn und seine christlich orientierte Organisation „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge – APS“ zum „homophoben“ und bösen Objekt stilisieren.

Mit seinem Buch (Grabe, Martin 2020. Homosexualität und christlicher Glaube: Ein Beziehungsdrama. Marburg: Francke Verlag) versucht Grabe homosexuellen Jüngerinnen und Jüngern Jesu endlich ihren Platz in unseren Gemeinden zu schaffen. Sein Wunsch ist es, dass sie dort als Geschwister akzeptiert und in Liebe aufgenommen werden.

Dr. Martin Grabe ist Ärztlicher Direktor der Klinik Hohe Mark in Oberursel und Chefarzt der dortigen Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik. Außerdem leitet er die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS), hat Lehraufträge in Masterstudiengängen im Fach Praktische Theologie und gibt die Zeitschrift „P6S – Magazin für Psychotherapie und Seelsorge“ mit heraus. Er ist verheiratet und hat hier Kinder.

 Grabe stellt sein Buch unter drei Fragestellungen:

  • Warum entstehen in christlichen Gemeinden gerade im Bereich Homosexualität diese massiven Aversionen, Schuld- und Versündigungsängste?
  • Handelt es sich um neurotische Fehlhaltungen oder gibt es aus Sicht des christlichen Glaubens berechtigte Gründe?
  • Was ist aus historischer, was aus psychotherapeutischer und was aus theologischer Sicht dazu zu sagen?
  1. Warum hat unsere Gesellschaft eigentlich immer etwas gegen Schwule gehabt?

Bei Platon in der griechischen Antike sei die Homoerotik sogar als die reifste Form menschlicher Sexualität beschrieben.

Die Homophobie habe an anderer Stelle, als in der Theologie seine Wurzel. Grabe vermutet diese in der nordeuropäischen militarisierten Sozialkultur.

  1. Wie gehen Christen mit dem Thema Homosexualität um?

 

In dem neuerlichen Bestreben der vollständigen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften in der evangelischen Kirche, würden Pfarrer, die aufgrund ihres Gewissens immer noch nicht mitziehen, sanktioniert.

In der großen katholischen Kirche würde insgesamt wenig über das Thema Homosexualität gesprochen. In der „Persona Humana“ 1975 bezeichnete die vatikanische Glaubenskongregation homosexuelle Handlungen als „nicht in Ordnung“.

In evangelischen Landeskirchen sei eine Gleichstellung Homosexueller erwünscht.

In evangelikal-freikirchlichen Gemeinden werde neuerdings zugestanden; dass eine homosexuelle Neigung an sich nicht sündig sei, eine homosexuelle Lebenspraxis schon. Innerhalb der Gemeinde ist somit nur ein zölibatäres Leben für „homosexuell empfindende“ Menschen möglich. Sam Allberry (Is God anti-gay?:2015) bezeichnet sich als „SSA“: „Same Sex attracted” people.

  1. Homosexualität aus therapeutischer Sicht

 

Bei wissenschaftlicher Betrachtung zeigten insb. Zwillingsstudien, dass es offensichtlich eine genetische Disposition gebe, aber keine Erblichkeit.

In einer schwedischen Studie würde der genetische Einfluss auf die Homosexualität bei Männern auf ca.35% eingeschätzt gegenüber ca.65% Umwelteinflüssen und bei Frauen auf knapp 20% genetischen Einflüssen gegenüber 80% Umwelteinflüssen. Man sei sich heute darüber einig, dass die Entstehung der sexuellen Orientierung ein komplexes multifaktorielles Geschehen sei.

Menschen litten allerdings auch durchaus manchmal an ihrer homosexuellen Orientierung und würden therapeutische Hilfe suchen, so Grabe.

  1. Was sagt die Bibel zu Homosexualität?

 

Die beiden AT-Stellen in 3.Mose 18,22 und 3.Mose 20,13 seien, laut Grabe, nicht relevant für heutige moderne gleichberechtigte, monogame, treue und langfristig angelegte  homosexuelle Beziehungen, da damals jeder jüdische Mann verheiratet gewesen sei.   

Beide Bibel-Stellen stünden im Kontext der Ehebruchsverbote und seien im Sinn eines Ehebruchsverbotes für heterosexuelle Männer einzuordnen, die neben ihrer Ehe homoerotische Liebschaften pflegen würden. Eine liebevolle, gleichberechtigte und dauerhaft homosexuelle Partnerschaft wäre zu Mose Zeiten nicht denkbar gewesen.

„Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: Ein Gräuel ist es.“

  1. Mose 18,22

„Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, ⟨dann⟩ haben beide einen Gräuel verübt. Sie müssen getötet werden; ihr Blut ist auf ihnen.“

3.Mose 20,13

Ist die Argumentation Grabes widerspruchslos? Gab es wirklich nur verheiratete Männer im AT? Gab es denn keine Singles im Alten Testament?

Jeremia war Single durch Gottes persönlichen Auftrag: „Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort.“ Jeremia 16:2

Naomi, Joseph und Simson waren für die längste Zeit ihres Lebens Singles.

Das Neue Testament stellt sogar als erste antike Religion das Singlesein als gesegneten Stand gleich neben die göttliche Institution der Ehe. Jesus, Johannes der Täufer und Paulus leben erfülltes Singlesein attraktiv als geistlich erfüllte und zufriedene Vorbilder.

Grabe findet es unredlich, die beiden Stellen heute noch als relevante Gebote für die moderne Zeit anzuwenden, aber andere zahlreiche Reinheitsgebote als unrelevant auszufiltern.

Wesley Hill verweist aber auf die Argumentation Jesu in Matthäus 19,4-6 und seinen Verweis auf die Schöpfungsordnung in 1.Mose 1,27 u. 2,24, wodurch man auch ohne die 5 Bibelzitate, die homosexuelle Handlungen verbieten, durch die positive Darstellung der gottgewollten Sexualität zwischen Frau und Mann in einem göttlichen Ehebund als Konstante darstellen kann, an der sich jede andere Form der Sexualität messen lassen kann.

„Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an ⟨als⟩ Mann und Frau schuf und sprach: »Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein « –

sodass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll ⟨der⟩ Mensch nicht scheiden.“

Matthäus 19,4-6

Die beiden NT-Verbote in 1.Korinther 6,9-10 und 1. Timotheus 1,8-10 versucht Grabe in den Kontext des pädophilen und päderastischen Kontext der ausbeutenden Sklaverei von minderjährigen männlichen Jugendlichen und verbotenen Ehebruchs zu stellen.

Dabei leitet er seine Argumentation von den griechischen Worten „malakoi“ Lustknaben (Prostitution Minderjähriger mit promiskuitiven heterosexuell verheirateten Männern) und „arsenokotai“ Knabenschänder nach Luther 2017 ab. Er stellt seine anfängliche Argumentation selbst aber durch folgende Bemerkung in Frage: Dieses Wort würde der wahrscheinlichsten Bedeutung nach übersetzt werden: „Männer, die Männer penetrieren, also eine gewohnheitsmäßige aktive Nutzung sexueller Angebote.“   

„Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge [sich prostituiernde minderjährige Jungen] noch mit Männern Schlafende.“ 1. Korinther 6,9

„Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzgemäß gebraucht,

indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Mörder, Unzüchtige, mit Männern Schlafende, Menschenhändler, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes der gesunden Lehre entgegensteht,“

  1. Timotheus 1,8-10

Römer 1,26,27 versucht Grabe aus dem Kontext der Homosexualität zu heben und meint, dass diese Verse keine spezifische Aussagen über Homosexualität machen, sondern deutliche Aussagen über promiskuitiven Lebensstil und wiederholt vor Ehebruch warnen.

Dennoch weist er auf die Formulierungen des Paulus hin, die Homosexualität als „unnatürlich“ im Kontrast zu „natürlicher“ Sexualität darstellen.

„Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt,

und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst.

  1. Und was ist mit der Schöpfungsordnung?

 

Grabe weist darauf hin, dass die jüdische Bibel Vertreter der Vielehe zu Glaubensvorbildern vorstelle, die selbst nicht nach der Schöpfungsordnung des 1.Mose lebten.

Dennoch hat Gott mit der polygamen Verkrümmung dieser Menschen etwas Segensreiches geschaffen, so wie Gott Menschen eine homosexuelle Neigung schenkt, die ihre Empfänger zunächst nicht als Begabung annehmen können und nicht den Ort bestimmen können, wo sie diese Begabung leben können.

  1. Wie darf ein homosexuelles Leben in der Gemeinde aussehen?

 

Zuletzt fasst Grabe die Haupt-Thesen seines Buches zusammen:

  • Diskriminierung Homosexueller sei nicht nur ein christliches, sondern ein gesellschaftliches Thema.
  • Das neuere Zugeständnis vieler evangelikaler Gemeinden, dass homosexuell zu empfinden, keine Sünde sei, erscheine ihm als eine ungewollte Anpassung an den gesellschaftlichen Mainstream.
  • Therapeutische Versuche Homosexualität zu heilen blieben bisher erfolglos.
  • Die 5 Bibelstellen die sich scheinbar auf ein Verbot von Homosexualität beziehen würden, stünden in keinem Zusammenhang mit heutiger modern monogam und gleichberechtigter Homosexualität.
  • Homosexualität entspriche einerseits nicht der Schöpfungsordnung in 1.Mose und Römer 1. Wenn Menschen aber an die Souveränität Gottes glaubten, dann sei die homosexuelle Persönlichkeit ein göttlicher Schöpfungsakt.
  • Die Forderung von evangelikalen Gemeinden an homosexuell empfindende Menschen erscheint Grabe als ein pharisäisches und unbarmherziges Auferlegen von religiösen Lasten.
  • Grabe wünscht sich eine Kirche mit einer Kompromissformel in Analogie nach dem Apostelkonzil in Jerusalem nach Apg.15: Zölibatär lebende Singles, die genauso wie homosexuell verheiratete nebeneinander einen Platz in der Kirche finden könnten.
  • Doch Grabe fragt sich auch, ob der christliche Anspruch an eine monogame, treue und dauerhafte homosexuelle Ehe realistisch sei, in Hinblick auf die klinisch erwiesene Kurzlebigkeit, bzw. Promiskuität homosexueller Beziehungen. „Das ist tatsächlich derzeit so. Sowohl dass nur ein geringer Anteil homosexueller Menschen eine Heirat möchte, als auch, dass Beziehungen, besonders bei Männern oft nicht von langer Dauer sind und auch nicht ausschließlich.“

Grabes Buch ist professionell geschrieben und schöpft aus der reichen klinischen Erfahrung des Autors, Therapeuten und Direktors einer Klinik, die den besten Ruf im christlichen Bereich Deutschlands hat. Das Buch spiegelt die Spannungen wider, die in der christlichen Gemeindelandschaft in der Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität und Glaube besteht. Es rüttelt die Kirche auf, wo sie Schwule aus ihrem Gemeindeleben lieblos ausgrenzen oder die Thematik tabuisieren. Dennoch zeigt das Buch, durch seine widersprüchlichen Auslegungsmöglichkeiten der biblischen Textbefunde die Schwierigkeit der biblischen Rechtfertigung kirchlich sanktionierter Homo-Ehen. Auch die von Grabe vorgeschlagene Alternative von monogamen und langfristig angelegten Homo-Ehen im Gegensatz zur freikirchlichen Akzeptanz von homosexuell empfindenden und zölibatär lebenden Nachfolgern Jesu, wird von ihm selbst in Frage gestellt.

Für mich war es ein Gewinn, dieses Buch zu lesen. Ist dieses Buch doch eine Ermutigung für die moderne Kirche, Homosexualität nicht als Problem zu sehen, das tabuisiert werden sollte, sondern eine Chance für die Kirche, Ehe und Kleinfamilie nicht als die einzig von Gott gesegnete Institution zu sehen. Kirche sollte das biblische Konzept von erfülltem Leben als Single wieder neu entdecken und tiefe spirituelle und wertvolle Freundschaften zwischen Singles fördern. Christen sollten aufhören, Schwule auszugrenzen oder Witze über sie zu machen und den Ansporn haben, dass Schwule in der Kirche mehr Liebe und Akzeptanz und wertvollere und tiefere Freundschaften finden, als in der Gay-Szene. Neben dem Single-sein und dem zölibatären Leben ist auch eine Veränderung hin zu einer heterosexuellen Ehe nicht ausgeschlossen, diese kann jedoch nicht immer in Aussicht gestellt werden.         

Mario Wahnschaffe

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Ist der Himmel nur eine Erfindung der Kirche?

nachzusehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=FRLcAQk_6Bs

 

„Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. Der Tod ist durch die Schuld eines einzigen Menschen in die Welt gekommen. Ebenso kommt auch durch einen Einzigen die Auferstehung. Wir alle müssen sterben, weil wir Nachkommen von Adam sind. Ebenso werden wir alle zu neuem Leben auferweckt, weil wir mit Christus verbunden sind.“

1.Korintherbrief 15:20-22

 

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst[1] in ihrer Mitte leben.“

Offenbarung 21:1-3

01 Imagine!

John Lennon hat 1971 seinen Welthit „Imagine“ rausgebracht, in dem es heißt: „Imagine there’s no heaven!“ In dem Song träumt er von einer Gesellschaft, die frei von Religionen und Glaube ist. Er schrieb diesen Song, da die Religionen so viel Tod und Verderben über die Welt gebracht hatten.

 

Christopher Hitchens, ein bekannter Atheist, hat über den Himmel folgendes geschrieben:

„Der Himmel ist ein ewiges Gefangenenlager, eines herrschsüchtigen Gottes, wo wir gezwungen sind zur ewigen Anbetung.“

 

Neben Hitchens gibt es weitere Vorstellungen vom Himmel:

    • Wir werden ewig auf einer Wolke schweben
    • Wir werden Harfe spielen

 

Karl Marx schrieb:

„Es gibt keine bessere Welt. Es gibt nur diese. Wenn wir nicht erkennen, werden wir nichts gegen die gegenwärtige Ungerechtigkeit tun.

 

Lenin schrieb:

"Lasst uns im heute leben! Lasst uns diese Welt zu einem besseren Ort machen. Himmlisch gesinnte Menschen zerstören diese Welt."

 

02 Jesus, der Erste aus den Toten

Jesus ist von den Toten auferstanden! Damit feiern wir an Ostern die machtvollste Tat der gesamten Geschichte! Dennoch berichtet und prophezeit 1.Kor.15:20, das Jesus Christus der Erste ist! In der Elberfelder Übersetzung heißt es: „der Erstling der Entschlafenen“. Der Begriff Erstling stammt ursprünglich aus der jüdischen Bibel. Seine Bedeutung zielt auf die ersten Früchte der Ernte ab. Die damaligen Bauern brachten die Erstlinge aus Dankbarkeit zu Gott, in der Hoffnung auf eine reiche Ernte! Das Großartige ist also die Auferstehung, aber Paulus sagt, dass dies erst der Anfang von etwas noch Größerem ist! Jesus ist der Erste von Milliarden von Menschen, die ihm nachfolgen und ein Auferstehungsleben leben.

Das Auferstehungsleben in Christus hat zwei Dimensionen: Wir werden alle körperlich sterben, aber unsere Seele, unser Geist wird bei Gott sein und ewig leben.

„Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser.“ Philipperbrief 1:23

 

Doch das Beste kommt noch: Wenn Jesus wiederkommt wird auch dein Körper wieder von den Toten auferweckt.

„Der Herr selbst wird herab kommen vom Himmel und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen!“   1.Thessalonicher 4:16

 

Und wir die wir noch leben, werden entrückt und allezeit beim Herrn sein.

Doch was machen wir denn eine Ewigkeit lang im Himmel?  Was werden wir in Ewigkeit tun?

    • Liebevolle Gemeinschaft untereinander
    • Leckeres Essen
    • Zusammen wohnen
    • Kein spirituelles oder digitales illusionäres Happening, sondern Live!

 

„Dann befahl mir der Engel: »Schreib: ›Glücklich, wer zum Hochzeitsfest des Lammes eingeladen ist!‹«“  Offenbarung 19:9

„Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben.“  Offenbarung 21:3

„Nun zeigte mir der Engel den Fluss, in dem das Wasser des Lebens fließt. Er entspringt am Thron Gottes und des Lammes, und sein Wasser ist so klar wie Kristall. An beiden Ufern des Flusses, der neben der Hauptstraße der Stadt fließt, wachsen Bäume des Lebens. Sie tragen zwölfmal im Jahr Früchte, jeden Monat aufs Neue. Die Blätter dieser Bäume dienen den Völkern zur Heilung.“   Offenbarung 22:1,2

 

Der auferstandene Jesus ermutigt die hoffnungslosen Jünger und hat mit ihnen Gemeinschaft und isst mit ihnen.

Hast Du schon mal Urlaub mit Deiner Familie oder guten Freunden gehabt, das beste Essen gegessen und glückliche Stunden verbracht? Heilung erlebt und Trost für alle Deine inneren oder äußeren Wunden? Und Dir dabei ganz still gewünscht, dass die Zeit stehen bleiben möge und dieser Moment nicht vergeht, sondern ewig weitergehen möge? Dieses Gefühl ist die leise Musik des Himmels, von der C.S. Lewis schreibt. Einer fernen Musik, die eine tiefe Sehnsucht in uns erweckt. Das ist der Himmel!

 

03 Der Himmel will auf die Erde! 

Viele Menschen werfen den Christen folgende Dinge vor:

    • Ihr seid weltfremd
    • Ihr interessiert Euch nicht für die Nöte dieser Welt
    • Ihr lebt in Eurer Parallelwelt, die ihr Himmel nennt

 

Doch das Gegenteil ist der Fall:

„Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.“ Offenbarung 21:2-4

 

Der Himmel will diese Erde mit seinem Strom des Lebendigen Wassers, des Friedens und der Heilung. durchfluten.

 

Warum ist das Christentum durch alle Jahrhunderte hindurch von Anbeginn an so rasant gewachsen? Und das in einer antichristlichen Atmosphäre?

Rodney Stark ist in seinem Buch „The Rise of Christianity“ dieser Frage nach gegangen. Dort beschreibt Er die Situation in Rom. Zwei Pandemien haben Rom im Jahre 165 und 251 n.Chr. heimgesucht. Sie überschatteten die große Metropole Rom. Die reichen Bürger konnten aus der Stadt fliehen. Väter ließen die eigenen Kinder und Familien zurück, um ihr eigenes Leben zu retten. Selbst der große Begründer der klassisch europäischen Medizin verlässt aus Furcht, Schrecken und aufgrund der hohen Todesrate die Stadt. Nur eine Gruppe blieb zurück um zu helfen: Die Nachfolger Jesu, die sogenannten Christen. Sie pflegten die schwachen Christen, wie die alleingelassenen Heiden (Nicht-Christen). Dabei nahmen sie viele Risiken auf sich, steckten sich an und starben. Umso mehr erschien ihr Licht, wenn Menschen geheilt wurden. Durch ihr großes Engagement waren sie mit Abstand die beliebtesten Bürger in ganz Rom. Außerdem fanden unglaublich viele Menschen durch ihre Liebe, Hilfsbereitschaft und ihren Mut zum Glauben an Jesus Christus. Damit waren sie Menschen, die den Himmel im Herzen trugen und diesen in eine leidende Welt hineintrugen. John Lennon singt: Imagine, there is no Heaven! So würde die Welt ein besserer Platz sein.

Warum sollte ich mein Leben riskieren für andere Menschen, statt es zu retten? Die Himmelsgesinnung der Christen war ihr kostbarstes Gut! Das Wissen um den Himmel gab ihnen den Grund, ihr Leben zu riskieren für wildfremde Menschen, für Heiden, die sie hassten und verfolgten. Warum sollte ich alles hingeben für meinen Nachbarn, den ich nicht kenne? Es ist das Wissen um eine kommende Herrlichkeit, die schwerer ist, als jedes irdisches Leid.

 

Warum sprechen wir heute am Auferstehungssonntag über den Himmel? Was ist Dein Bild der Zukunft? Wie sieht Dein Leben nach dem Tod aus? Für viele ist dieses Leben alles, was es auf Erden gibt. Aus diesem Grund halte ich krampfhaft an allem fest, will an meinem Recht festhalten und kann nicht loslassen. Ich will und muss mich rächen.

 

Wenn Du voller Erwartung auf den Himmel bist, trägst Du diesen Strom des lebendigen Wassers schon in Dir. Du interessierst Dich mehr um das Wohl der anderen als um Dein eigenes Wohl. Die Gesinnung des Himmels nimmt Dir den Druck, für dein eigenes Wohlbefinden einzustehen. Du kannst einen perfekten Partner haben, einen perfekten Job, Du kannst vollständig gesund sein, usw. und doch bist du unzufrieden, undankbar und mürrisch.

 

Johannes schrieb sein Buch (die sogenannte „Offenbarung“) an die verfolgten Christen unter Kaiser Domitian. Sie wurden während seiner Herrschaft zu Hunderten gekreuzigt und als brennende Fackeln in den Kollossäen gefoltert und ermordet. Die Christen erlebten unbeschreibliches Leid. Doch was schrieb Johannes um sie in ihrem Leid zu ermutigen, dass sie diese schreckliche Zeit überleben und durchstehen? Er gab ihnen die Vision und die Hoffnung des Himmels!

Menschen gehen verschieden durch Zeiten des Leides:

    • Manche zerbrechen daran
    • Andere gehen voller Hoffnung und voller Glauben hindurch.

 

Was war an den Christen in Rom anders als bei den vielen anderen römischen Staatsbürgern, die geflohen waren? Die Sicht auf die Zukunft!

Was glaubst Du über Deine Zukunft?

    • Dass alles in Zerstörung und Vergessenheit versinkt?
    • Oder an den Himmel? Ein neues Leben in Ewigkeit?
    • Alles was Du jetzt tust, zählt für die Ewigkeit

 

Fragen:

Was ist Dein Bild von der Zukunft?

Wofür lohnt es sich zu leben und zu sterben?

Was gibt Dir Kraft in Zeiten des Leidens?

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Wie kann ein guter Gott, Menschen in die Hölle werfen?

nachzusehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=bRSUjFr2ly4

 

„Gegen drei Uhr schrie Jesus laut: »Eli, Eli, lema sabachtani?« Das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Einige von den Umstehenden aber meinten: »Der ruft den Propheten Elia.« Einer von ihnen holte schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Essigwasser und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. Aber die anderen sagten: »Lass doch! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihm hilft.« Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb. Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten.“

Matthäus-Evangelium 27:46-51

01 Fragen von jungen Menschen zur Hölle

„Ich verliere meinen Glauben an Gott. Wie kann Gott Liebe sein und Milliarden von Menschen in die Hölle werfen?“ (Marty Sampson)

Ein bekannter Atheist (Christopher Hitchens) sagt: „Gott ist brutaler als der Diktator Kim-Yon-un. Wenn Du im Arbeitslager von Nordkorea als Gefangener stirbst, dann bist Du frei. Wenn Du als Sünder stirbst, wird dieser Gott Dich noch eine Ewigkeit quälen.“

 

Viele Christen haben versucht, die Bibel zu zähmen und haben versucht, Gott „liebenswürdiger“ zu machen, indem sie sagen:

    • Es gibt keine Hölle
    • Niemand kommt in die Hölle, sondern alle kommen in den Himmel

 

Doch diese Christen bekommen nicht viel von dem heutigen Lebensgefühl nicht viel. Besonders die junge Generation hat mit dem Thema Berührungspunkte:

    • Tausende von jungen Menschen die begeistert mit ACDC singen: Take me to hell / Hells bells.
    • Oder der Skin Head, der es auf den Punkt brachte: Im Himmel wartet keiner auf mich, meine Freunde sind alle in der Hölle.

 

02 Warum ist es wichtig, sich mit der Hölle zu beschäftigen?

Da Jesus mehr über die Hölle gesprochen hat als alle Propheten in der Bibel!

„So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.“   Matthäus 13:49,50

 

Solche Worte kommen aus dem Mund von dem netten  und gewaltlosen Jesus,  der keiner Fliege was zur Leide tut. Was soll uns das sagen?

    • Es zeigt uns wie unendlich abhängig wir von Gott sind in allem. Es macht uns demütig vor allen Menschen. Es lehrt uns, nicht zu urteilen über andere Menschen.
    • Es zeigt uns die Ernsthaftigkeit und Gefahr des Bösen. Es lehrt uns mit Achtsamkeit zu leben.
    • Es hilft uns ewigkeitsorientiert zu leben und unsere Entscheidungen zu überdenken. Es bewahrt uns vor unüberlegten Entscheidungen.

 

03 Das Missverständnis der Hölle

Marty Sampson sagt, dass Gott Menschen in die Hölle wirft. C.S. Lewis, ein irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler (Verfasser der „Chroniken von Narnia“), spricht wiederum ganz anders über die Hölle: „Die Hölle beginnt nicht mit dem Tod. Sie bedeutet Abwesenheit und Trennung von Gott.Die Hölle kann schon hier auf Erden beginnen.“ Sinngemäß schreibt Lewis folgendes weiter: Himmel und Hölle sind nicht Orte, die Gott für uns entscheidet oder er vorher entschieden hat. Hölle ist einfach die ewige Weiterentwicklung unserer traurigen Entscheidungen. Damit sind die Entscheidung gemeint, die darauf abzielen ein Leben ohne Gott zu verbringen.

Unsere Entscheidungen Gott durch andere Dinge zu ersetzen, von denen ich mir Frieden,Sicherheit, Glück, Sinn im Leben und Bedeutung erhoffe. Die Lateiner (Seneca) nannten das: „Summum Bonum“ - Der höchste Wert, das höchste Ziel im Leben.

Hölle lässt sich nach Lewis als die Summe meiner „millionenfacher falschen Entscheidungen“ definieren, die unendlich bis in alle Ewigkeit anhalten. Somit ist die Hölle eine ewig weitergehende Haltung und Entscheidung sich selbst, statt Gott in den Mittelpunkt zu stellen. Meine eigene Selbstbezogenheit zieht mich in die Hölle. Das ist der Charakter der Hölle.

Derselbe Autor schreibt in seinem Buch „Die große Scheidung“, 9. Kapitel

„Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: »Dein Wille geschehe«, und jene, zu denen Gott sagt: »Dein Wille geschehe«. Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt.“

 

Das ist der Charakter der Hölle. Jeder Mensch geht freiwillig dorthin. Als Gott am Anfang alles geschaffen hatte, inklusive Hölle, sagte er „Und es war alles gut!“ Gott schuf die Hölle, weil er er die Wahlmöglichkeit geschaffen und somit die Freiheit des Menschen erst möglich gemacht hat. Niemand muss mit Gott leben. Gott gab uns den freien Willen auch ohne ihn zu leben.

Doch das Wesen Jesu und sein Charakter zeigt sich in seiner Geduld und Vergebungsbereitschaft: Jesus vergibt dem Mörder am Kreuz (nachzulesen im Lukasevangelium 23:42-43). Der Mörder hatte immens viele falsche Entscheidungen getroffen. Doch er signalisiert seine Bedürftigkeit, dass er Jesus braucht! Das paradoxe und erstaunliche ist, dass Jesus diesem Mann tatsächlich vergibt. Seine Vergebungsbereitschaft ist damit sehr konträr zu dem, wie wir mit diesem Mann umgehen würden.

 

In 2.Mose 34:3-7 lesen wir über den Charakter Gottes:

„Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, 7 der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand.“   Luther Übersetzung

 

Luther übersetzt hier: „Gott ist geduldig“. Elberfelder übersetzt: „Gott ist langsam zum Zorn“. Im hebräischen Text heißt es: „erek appayim“ -  "Gott hat lange Nasenlöcher". Wenn du dich über deine Kinder ärgerst und zornig wirst, dann lasse deinem Zorn und Atem keinen freien Lauf. Hole ganz langsam Luft, presse deine Lippen zusammen, halte an und atme ganz langsam aus. Dann bist du „erek appayim“

 

Gott ist zornig über unsere falschen Entscheidungen – das stimmt! Aber er ist nicht zornig, weil sein Ego gekränkt ist, sondern weil wir ihm wichtig sind. Er ist voller Leidenschaft und ist hoch engagiert, weil wir seine geliebten Kinder sind. Es ist ganz verständlich, dass ihm einige unserer Taten missfallen und Gott darüber zornig wird. Doch sein Zorn hat nicht das Ziel uns zu vernichten.

Dies wird am Beispiel der Stadt Ninive deutlich: Die Menschen dort waren eine der brutalsten Nationen. Sie töteten, vergewaltigten und deportierten Tausende von Menschen. Unsere erste Reaktion auf diese Menschen wäre ohne groß nachzudenken mit Sicherheit immense Abneigung. Als Jude konnte man diese Menschen der Stadt Ninive nur hassen. So auch der Prophet Jona. Sein Hass war offensichtlich, denn seine Predigt beinhaltete nur Zerstörung statt der Möglichkeit von Rettung, wenn sie umkehren würden.

„Noch 40 Tage und Ninive ist zerstört!“  Jona 3:4

Doch Ninive kehrte um zu Gott (heb.: schawu). Und Gott ließ sich das Unheil gereuen – Denn Du bist ein gnädiger, barmherziger Gott und langsam zum Zorn („erek appayim“). Somit zitiert Jona im vierten Kapitel, Vers 2,  aus dem zweiten Buch Mose 34,6.

Was lernen wir daraus? Gott will niemanden einfach in seinem Zorn zerstören. Wenn er zürnt, dann weil er engagiert ist um uns, weil er uns retten will!

„welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“   1.Timotheus 2:4

„Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht der Herr, HERR. So kehrt um, damit ihr lebt!“  Hesekiel 18:32

 

04 Gott ist langmütig, aber er lässt niemanden ungestraft!

Es wird sehr deutlich, dass Gott kein Laissez-faire Papa ist, dem alles gleichgültig wäre. Sein Wesen ist von Gerechtigkeit geprägt, d.h unsere falschen Entscheidungen haben einen materiellen (z.B. bei Diebstahl), wie geistlichen Preis (wir verletzen Gottes Herz). Du hast Probleme das nachzuvollziehen? Mit falschen Entscheidungen kannst du das Vertrauen Deines Partners zerstören und nicht direkt etwas machen, um dies wieder in Ordnung zu bringen.

 

Am Karfreitag denken wir an das Geheimnis und an die Kraft des Kreuzes. Am Kreuz treffen zwei riesige Kräfte Gottes zusammen und werden durch Jesus erfüllt. Die Gnade, wie Langmut Gottes und der Zorn, wie die Gerechtigkeit Gottes. Unser Kernvers lautet:

»Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«   Matthäus 27:46

 

Jesus erlitt für uns am Kreuz unsagbare Schmerzen. Körperlich, seelisch und spirituell. Doch sein größter Schmerz war nicht der Körperliche: Die Schläge, die Geißelung, das Kreuz zu tragen, unter dem er zusammenbrach oder die Kreuzigung an sich. Nein, der körperliche Schmerz war nicht das größte Leid, welches von Jesus getragen wurde! Sein größter Schmerz war auch nicht die Verhöhnung durch die Volksmengen ("Kreuzige Ihn"), die am Palmsonntag noch Hosianna zu dem einreitenden König gesungen hatten.

Er wurde von seinen Jüngern verlassen, von Petrus verleugnet und von Judas verraten. Das waren alles Freunde, die drei Jahre mit ihm gelebt hatten und seine Wunder gesehen hatten. Was für eine seelische Enttäuschung! Trotzdem war nicht der seelische Schmerz das größte Leid, das von Jesus getragen wurde.

Es war die Trennung von seinem geliebten Vater im Himmel! Jeder weiß, wie die Trennung von einem geliebten Menschen uns bis ins Mark treffen kann. Menschen leiden unendliches Leid durch den Verlust einer Beziehung, manchmal auch Ihr Leben lang. Sie gehen darunter kaputt und werden krank. Aber die innige Verbindung zwischen Jesus und seinem Vater im Himmel war viel inniger, als man sich das auf menschlicher Ebene vorstellen kann. Dies wird deutlich an Jesu Ausspruch in Johannes 10:30: „Ich und der Vater sind eins.“ Diese Einheit bestand auch nicht erst seit zwanzig Ehejahren, sondern von Ewigkeit an. Genau hier hilft uns die Definition von Hölle von C.S.Lewis; der die Hölle als einen Ort beschreibt, wo Gott abwesend ist.

Jesus als Mensch ertrug die schlimmste Strafe in der Hölle zu sein, getrennt von Gott um Deine 1 Million falschen Entscheidungen zu tragen.

„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“   2.Korintherbrief 5:21

 

Timothy Keller sagt: Menschen versuchen Gott „liebevoller“ zu machen, indem sie die Hölle leugnen. Doch das Verständnis der Grausamkeit der Hölle und was Jesus erlitten hat und welchen hohen Preis er bezahlt hat, wird Dir erst wirklich offenbaren wie groß die Liebe Jesu zu Dir ist!

 

Praktische Anwendung:

Denke daran: Kein Mensch kann beurteilen, wer in die Hölle gehört. Nur Gott weiß das allein. Der reiche Mann von Lk.16 war in Purpur und feiner Leinwand gekleidet und sah aus wie ein Frommer. Doch er hatte nicht Gott zur Quelle seiner Identität und Selbstbestätigung gewählt, sondern Reichtum und Geld.

    • Was gibt Deinem Leben Sinn, Bedeutung und Identität?
    • Was ist der Fokus und das Ziel Deines Lebens?

Durch Jesus bist Du verbunden mit einem erfüllten und kraftvollen und ewigen Leben, das heute schon beginnt.

 

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Ein liebender Gott, der Richter ist?

nachzusehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=Vl_qJeV15oc 

 

„Dann brachten sie den jungen Esel zu Jesus. Sie legten dem Tier ihre Mäntel auf den Rücken und ließen Jesus aufsteigen. So zog er weiter, und die Menschen breiteten ihre Kleider als Teppich vor ihm aus. Als Jesus sich schon der Stelle näherte, wo der Weg vom Ölberg nach Jerusalem hinunterführt, brach die ganze Menge der Jünger in Jubel aus. Sie dankten Gott für die vielen Wunder, die sie miterlebt hatten. Laut sangen sie: »Gepriesen sei der König, der im Auftrag des Herrn kommt! Gott hat Frieden mit uns geschlossen. Lob und Ehre sei Gott hoch im Himmel!«

Lukas 19:35-38

 

„So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“

2.Timotheus 4:1,2

 

Das Sicherste in Deinem Leben ist Dein Tod!

Die meisten von uns sind Mega vorbereitet auf Studium, Beruf, Ehe, Rente aber am wenigsten auf das Leben nach dem Tod.

 

01 Statements von bekannten Atheisten

Christopher Hitchens einer der bekanntesten Vertreter des „Neuen Atheismus“:

„Die Sterne schauen vom Himmel herab und kümmern sich nicht darum, ob wir kommen oder gehen.“

„Die Evolution weiß nichts von uns, ob wir da sind oder wieder verschwunden sind.“

„Gott ist ein grausamer Herrscher, der begehrt, jeder meiner Schritte zu kontrollieren, mich bis in meine Träume verfolgt und mich sogar zwingt, ihn bis in alle Ewigkeit anzubeten. Der Himmel ähnelt einem nordkoreanischen Arbeitslager unter Kim Jon-un.

 

Richard Dawkins in seinem Buch „Der Gotteswahn“: „Gott ist ein Monster im Alten Testament.“

 

Wie kann ein liebender Gott Menschen bestrafen im Gericht? Sind alle Christen schwachsinnig geworden? Glauben sie wirklich, dass irgendein Gott alle Menschen richten wird? Ein Richtergott passt nicht mehr in unsere moderne Zeit! Ein liebender Gott würde allen Menschen vergeben. Hier widerspricht sich doch die Bibel selbst!

 

02 Wer ist Jesus?

Ist Jesus der Liebende, Sanfte und Vergebende? Ja!

 

Wir haben gelesen: Jesus ist der König!

Aber er ist kein brutaler König, der mit dem Schwert reinschlägt, sondern der Sanftmütige und Demütige. Anstatt auf einem Schlachtross richterlich und prächtig in die Stadt einzuziehen, kommt er tatsächlich auf einem jungen Esel nach Jerusalem geritten. Das Eselfohlen ist ein Symbol des Friedens. Somit wird uns Jesus als dienender König präsentiert.

 

Dieses Bild steht in der krassen Spannung zu dem Bild in 2. Timotheus 4:1,2, wo Christus als Richter aller Lebenden und Toten beschrieben wird.

Der Gedanke an einen Richter flößt uns kein gutes Gefühl ein, besonders, wenn es um uns selbst geht. Wir haben Angst davor bestraft zu werden. Das Gefühl wird nicht nicht besser, wenn wir erkennen, das wir alle eine Strafe verdient haben. Denn die Bibel berichtet korrekt, dass es keinen Menschen gibt der 100% gerecht lebt.

Wir haben Angst vor Willkür eines cholerischen und herrschsüchtigen Richters, eines Unrechtsregimes. (Freisler)

 

Jesus ist beides: Er ist der sanfte und barmherzige König der bereit ist zu vergeben und er ist der gerechte Richter.

 

03 Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit 

Jesus wird bei seiner Erscheinung die Lebenden und die Toten richten. Wow! Ich bleibe verwundert zurück. War Jesus nicht voller Liebe und Toleranz gegenüber anderen Menschen?

Doch die Bibel scheint sogar noch einen obendrauf zu setzen: Gott kann auch zornig handeln.

„Versuch mich jetzt nicht aufzuhalten, denn ich will meinem Zorn freien Lauf lassen und sie vernichten!“  2. Mose 32:10

 

Neben dem göttlichen Zorn wird Gott auch mit dem Verb "hassen" in Verbindung gebracht:

„Er sieht sich jeden ganz genau an, den, der Gott liebt, und den, der ihn verachtet. Der HERR hasst den Gewalttätigen aus tiefster Seele.“   Psalm 11:5

 

Dieses Bild von Gott erscheint nicht sehr attraktiv. Schnell schießt es uns durch den Kopf: Warum solle ich an einen Gott glauben, wenn ich mich besser verhalten kann und mehr Vergebung und Toleranz übe als er? Doch entspricht deine Reaktion, dass Gott toleranter und den Menschen wohlgesinnter handeln sollte tatsächlich der Wahrheit?

Sagst Du das dann auch, wenn ein Lehrer oder Geistlicher Deinen kleinen Sohn sexuell missbraucht hat, und nur auf Bewährung verurteilt wird wegen Verjährung? Fühlst Du das auch, wenn Deine kleine Tochter vergewaltigt und verkauft wird in die Darknet Kinderpornoszene? Und die Schuldigen nie gefasst werden? Willst Du das den Menschen sagen, die aus Kriegsgebieten kommen und hundertfache Vergewaltigung und Missbrauch an Kindern gesehen haben? Wir müssen nur tolerant sein. So wie Gott? Wir werden alle mal im Himmel vereint sein und uns umarmen, wie unter Drogen die Ungerechtigkeit weggekifft?

 

Die einfache Wahrheit ist, dass Gott die Gewalttätigen hasst. Und es wird einmal einen Tag der Gerechtigkeit geben für alle, die im Geheimen Kinder verkauft, ermordet und entsorgt haben. Auch wenn kein Mensch um ihre Identität weiß.

Viele sagen: Was für ein ungerechter Gott, wie kann er das zulassen? Ja er lässt den Bösen ihren freien Willen hier auf Erden, aber „Gottes Mühlen mahlen langsam“. Entweder geschieht die Verurteilung schon hier auf Erden - z.B. Die Verurteilung von Adolf Eichmann - oder spätestens in Gottes gerechten Gericht.

 

Wir alle sehnen uns nach Gerechtigkeit auf Erden! Wenn es jedoch darum geht, dass ich gerichtet werden soll für meine Taten, dann will ich Gerechtigkeit nicht mehr wahrhaben. Nur wenn es darum geht, dass der andere für seine Fehler büßen muss ist mir die Gerechtigkeit recht. Unsere Grundfrage lautet: Wer wird für meine Gerechtigkeit sorgen?  Das liegt daran, dass Gott jedem Menschen den Wunsch nach Gerechtigkeit ins Herz gelegt.

„Glücklich sind, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit haben, denn sie sollen satt werden.“   Matthäus 5:6

 

Ein Kind, das sich ungerecht behandelt fühlt, flippt aus! Wir wünschen uns alle, dass Gott gerecht ist.

 

04 Gott ist gerecht!

Ist Gott gerecht? Was ist mit den Millionen und Millionen von Menschen, die hunderte von Jahren vor Jesus geboren sind und nichts von ihm wussten? Was ist mit den Chinesen oder den Südsee-Bewohnern, die zur Zeit Jesu nicht die Möglichkeit hatten, das Evangelium zu hören?

 

Gott richtet Dich nicht aufgrund Deiner Taten!

Der Satz: „Die Guten lässt Gott in den Himmel, die Schlechten wirft er in die Hölle!“ stimmt so nicht. Die Botschaft der jüdischen Bibel und das Evangelium ist keine Leistungs-Religion.

 

4.1. Gott richtet Dich aufgrund Deines Herzens!

 „Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“  1.Samuel 16:7b

 

Geht es Gott nicht nur um gute Taten? Denke an den Mörder am Kreuz.

„Durch ihr Handeln beweisen sie, dass die Forderungen des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben sind. Das wird ihnen durch ihr Gewissen und auch durch ihre Gedanken bestätigt, die sie entweder anklagen oder freisprechen. All dies ist den Menschen jetzt noch verborgen, aber es wird einmal sichtbar und offenkundig werden, und zwar an dem Tag, an dem Gott durch Jesus Christus die Menschen richten wird.“ Römerbrief 2:15,16

 

4.2. Gott richtet Dich aufgrund Deines Wissens

„Doch wer mich und meine Botschaft ablehnt, wird am Tag des Gerichts durch meine Worte, die ich gesprochen habe, gerichtet werden.“  Johannesevangelium 12:48

 

Was ist mit den Milliarden von Menschen, die in einem religiösen, vielleicht sogar christlichen System aufgewachsen sind? Was ist mit denen, deren Glaube durch religiösen Missbrauch und Gewalt zerstört wurde? Oder die den Glaubenssatz verinnerlich haben: Sei ein fehlerloser Mensch, dann kommst Du vielleicht in den Himmel.

Dorthinein schneidet die Wahrheit des Evangeliums: Wir sind alle schuldig vor Gott! Es gibt niemanden der gerecht ist oder fehlerlos durchs Leben gehen kann. Wir werden alle einmal vor Gott stehen. Wie wirst Du vor ihm stehen? Wie Adolf Eichmann? Oder wirst du dir deine Schuld eingestehen und einsehen, dass du Gottes gnädige Annahme benötigst? Wie z.B.  der Büßer im Tempel

Noch interessanter: Wie urteilst Du über andere Menschen?

 

05 Der Richter ist unsere Gerechtigkeit

Gottes Charakter hat mehrere Seiten:

    • Er ist barmherzig, gnädig und geduldig
    • dennoch lässt er niemanden ungestraft! Mose 34:4-7

 

Das Hebräische Wort, das Luther mit „geduldig“ übersetzt Elberfelder mit „langsam zum Zorn“. In der jüdischen Bibel heißt das hebräische Wort „aphaym aerek“ : „Lange Nüstern“ oder „lange Nasenlöcher“ haben. Gott ist langsam darin seinen Zorn in die Tat umzusetzen. Ganz im Gegenteil zu uns. Wenn wir zornig werden, geht das ganz schnell: Wir holen einmal tief Luft und ergießen unseren Zorn über jedes Objekt unseres Zorns wie ein Flammenwerfer.

 

Miroslav Wolf, Theologe der Yale Universität:

„Nichtglaube an einen Gott der Vergeltung und des Gerichts ist der Nährboden für Gewalt und Selbstjustiz.“

 

Wenn Du langsam zum Zorn bist, dann schließt Du den Mund, presst die Lippen zusammen und atmest ganz langsam durch die Nase. Dann bist Du ein „aerek aphaym“!

„Geduld zu haben ist besser, als ein Held zu sein; und sich selbst beherrschen ist besser, als Städte zu erobern!“   Sprüche 16:32

 

Es braucht richtig lange, um Gott zornig zu machen. Gott Natur zeichnet sich nicht durch einen cholerischer Charakter aus, der bei jedem Konflikt laut wird und die Türen hinter sich zuknallt. Ebenfalls hat Gott keine falsche Toleranz oder ist dir gegenüber gleichgültig. Die echte Liebe eines Vaters, dem etwas an seinen Kindern liegt, ringt leidenschaftlich um das Beste für seine Kinder. Es ist nur verständlich, dass derselbe liebende Vater zornig gegenüber dem Drogendealer wird, der seine Kinder mit zerstörerischen Drogen versorgt hat.

Unser Zorn und unser Gericht ist „Ego-basiert“ und zerstört oft mehr, weil er im Affekt geschieht, ohne dass wir alle Fakten haben. Gottes Zorn wartet hingegen ab und hält sich mit einer Reaktion zurück bis es tatsächlich an der Zeit ist zu handeln. Gott ist „aerek aphaym“ langsam zum Zorn, d.h. geduldig. Wenn er zornig wird, geht es ihm nicht um sein „Ego“, es geht ihm um uns, weil er sich um uns kümmert.

 

Deshalb bleibt Gott derselbe und hat sein Wesen nicht verändert:

    •  Barmherzig, gnädig und geduldig
    • Aber ungestraft lässt er Niemanden! Mose 34:4-7

 

Wenn Gott barmherzig ist, heißt das nicht, dass er ungerecht ist und Schuld verdrängt, auch nicht die Schuld, die Du begangen hast. Deswegen ist Jesus unsere Hoffnung! Das Kreuz ist unsere Hoffnung!

„Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riss treten könnte, damit ich es nicht verheeren müsste; aber ich fand keinen.“  Hesekiel 22:30

 

Am Kreuz machte er sich eins mit all Deiner Schuld und trug den Zorn und die Gerechtigkeit Gottes des Richters.

„Wegen des Vergehens seines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist. Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen.“  Jesaja 53:8-10

 

Das Evangelium prägt nicht nur unser Denken, sondern auch unser Verhalten. Unser Verhältnis zu Gott prägt unser Verhalten zu unseren Kindern, Partner, Kollegen. Wenn Dein Verhältnis zu anderen Menschen von Zorn geprägt ist, könnte es sein, dass Dein Gottesbild einseitig geprägt ist?

 

 

Was wirst Du mit Deiner Schuld tun?

Was wirst Du tun mit der Schuld Deines Bruders an Dir?

Was wirst Du mit Deinem Zorn tun?

Welche Schritte kannst du gehen in Beziehung zu Deinen Kindern um langsam zum Zorn zu werden?

 

 

 

 

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Dunkle Zeiten bestehen

nachzusehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=WD5nz0VW1ko

 

Die Frage, die uns quält: Warum müssen die Guten leiden? 

Da war Hiob, der ohne, dass er Schuld hatte litt.

„Der HERR erwiderte: »Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen. Ich kenne keinen Zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen lässt.«“   Hiob 1:8

 

Dunkle Zeiten bewältigen – Das können wir am Besten, wenn wir Gottes Herz kennen – Und was er vor hat mit Dir in dunklen Zeiten! Psalm 88 lehrt uns 4 Dinge über finstere Zeiten:

1. Auch Gläubige erleben Dunkle Zeiten!

So wie Hiob, war er ein Gläubiger, den Dunkelheit, Einsamkeit und Unglück getroffen hatte.

„HERR, mein Gott, du allein kannst mir noch helfen! Tag und Nacht schreie ich zu dir!“   Psalm 88:1

 

Er erlebt äußere Dunkelheit durch Umstände:

    • Er verliert alle seine Freunde  Vers 9
    • Er begegnet der Realität des Todes   Vers 11,12

Er erlebt innere Dunkelheit:

Alle Klagepsalmen enden mit einem Lob Gottes. Nur Psalm 88 und Psalm 39 nicht!

„Du hast erreicht, dass mir alle den Rücken kehren, Freunde und Nachbarn gehen mir aus dem Weg. Mein einziger Begleiter ist die Finsternis.“   Psalm 88:19

 

Manche Gläubige akzeptieren nicht den Gedanken, dass Gläubige krank werden oder dass sie von Unglück getroffen werden. Du kannst ein Gläubiger sein und jeden tag beten, aber Deine Dunkelheit hebt sich nicht. Im Gegenteil sie dauert eine lange Zeit. Viele Gläubige sind enttäuscht von Gott und bitter gegen ihn, so wie Heman, so wie Hiob, weil sie unreif sind, weil sie unrealistische Erwartungen vom Leben haben. Doch sie kennen nicht die Worte Jesu:

„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!   Johannes 16:33

2. In Dunklen Zeiten können wir am Besten die Gnade Gottes verstehen

Psalm 88 ist kein schönes Gebet. Es ist nicht wohllautend. Kein Lobpreisleiter würde daraus einen Song machen! Es ähnelt einer Anklage gegen Gott und ist voller sarkastischer Sätze:

„Wirst du an den Toten noch ein Wunder tun? Kommen sie etwa aus ihren Gräbern, um dich zu loben? Erzählt man im Totenreich von deiner Gnade oder in der Gruft von deiner Treue?“   Psalm 88:11,12

 

Es endet mit einer Anklage gegen Gott:

„Mein einziger Begleiter ist die Finsternis.“   Psalm 88:19

„Lass ab von mir, dass ich mich erquicke, ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin.“ Psalm 39:14

 

Warum hat Gott erlaubt, dass Psalm 88 in der Bibel bleibt? Weil er ein Gott der Gnade ist, weil er weiß, wie wir fühlen und leiden.

3. Dunkle Zeiten sind die beste Gelegenheit, um Größe zu entwickeln

Hiob klagt und sagt bittere Worte gegen Gott. Doch am Ende seines Leids, lobt Gott ihn. Gott ehrt Hiob vor seinen Freunden. Warum tut Gott das, obwohl Hiob so viele Anklagen vor ihn gebracht hat?

Gott ehrt Hiob, weil er zwar geklagt hat, aber hat Gott nie verlassen. Er hat sich in der ganzen Zeit seines Leides an Gott gewandt, obwohl er keine Gegenleistung davon hatte. Satan ist besiegt in meinem Leben, wenn ich innerlich einen Charakter entwickele, der an Gott festhält, auch wenn ich scheinbar nichts davon habe. In Dunklen Zeiten wird unser Charakter transformiert, wenn wir an Gott festhalten. Wir werden verändert von einer egoistischen Person in eine selbstlose Person, voller Stabilität, voller Ausharren, der Stärke und der Größe.

4. Dunkelheit ist immer relativ

Heman und Hiob dachten, dass ihre Dunkelheit endgültig wäre und ewig anhielte. Doch Heman und Hiob sind großartige Lyriker gewesen und haben Literatur geschrieben, in denen sie ihre Not und ihre Gefühle beschrieben, die nach 3600 Jahren millionenfach gelesen wurde. Millionen und Milliarden von Menschen wurden durch ihre Geschichte gesegnet und verändert. Lass uns gemeinsam bitten:

 

Jesus erfülle mich!

Lass die dunklen Zeiten, lass den Druck, den ich erlebe dazu dienen,

dass in mir der Charakter Jesu in diesen Zeiten sichtbar wird:

Selbstlosigkeit: Ich bin dankbar für alle Politiker, Polizisten, Ärzte, Pfleger, Angestellten

in Supermärkten und zeige ihnen das.

Ich interessiere mich für meine Nachbarn, die Alt sind

oder unter Quarantäne sind und kaufe ein für sie.

Beim Einkaufen denke ich nicht zuerst an mich und nehme Rücksicht.

Bei sozialen Kontakten bin ich voller Liebe: Ich bleibe zu Hause und rette leben

und schreibe Briefe, emails, Whatsapp, telefoniere.

Ich kümmere mich um Projekte meiner Church: Flüchtlingskinder 

 

Fragen:

    • Können Gläubige durch dunkle Zeiten gehen?
    • Warum wird in dunklen Zeiten Gottes Gnade für uns sichtbar?
    • Wie könntest Du in dieser herausfordernden Zeit zu einer Person mit Charakter werden?
    • Was ist Dein nächster Schritt?
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Update von Pastor Mario Wahnschaffe (08.12.201)

 

Ein Updatevideo von Pastor Mario Wahnschaffe:

https://www.instagram.com/p/B50PEq1nbAF/

 

2. Advent:

Jesus, der Gott, der im unzugänglichen Licht wohnt, wird sichtbar, um Gott verstehbar zu machen! Sei eine Inkarnation Gottes jeden Tag!

 

 

Euer Pastor Mario Wahnschaffe

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Update von Pastor Mario Wahnschaffe (24.10.19)

 

Ein Updatevideo von Pastor Mario Wahnschaffe:

https://www.instagram.com/p/B4AlMkCnmt2/

Wichtige Lektion:

 

Kämpfe nicht gegen Gott sondern gegen den richtigen Feind: Furcht Angst Lügen.

Da entbrannte des HERRN Zorn über Usa, und Gott schlug ihn dort, weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte, sodass er dort starb bei der Lade Gottes. Da ergrimmte David, dass der HERR den Usa so wegriss, und man nannte die Stätte »Perez-Usa« bis auf diesen Tag.

 (2. Samuel 6:7-8)

 

David kämpfte gegen den falschen Feind: Gegen Gott.

 

Er war erzürnt, weil er nicht verstand, warum Gott den Usa gerichtet hatte.
Erst später erkannte David: Er versuchte eine geistliche Sache auf die Denke der Philister zu lösen und nicht nach der Vorschrift der Schrift

(3.Buch Mose)

 

Nicht Gott ist unser Feind, sondern die weltlichen Gedanken der Lüge, die uns in der Finsternis halten. „Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.“

(Römer 8:26)

 

  1. 1. Kämpfe nicht gegen Gott
  2. 2. Kämpfe im Gebet gegen Deine richtigen Feinde

 

 

Pastor Mario Wahnschaffe

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Update von Pastor Mario Wahnschaffe (07.10.19)

 

Ein Updatevideo von Pastor Mario Wahnschaffe:

https://www.instagram.com/p/B3Uw7PznvXJ/

 

„Vertraust Du dem Timing Gottes 100%?“

 

Jesus aber schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Da weckten ihn die Jünger und riefen: »Lehrer, wir gehen unter! Kümmert dich das denn gar nicht?« (Markusevangelium 4,38)

 

Gottes Timing ist manchmal anders als unser Timing, weil er höhere Ziele hat mit unserem Leben als wir! Er möchte, dass wir erkennen, wer er wirklich ist, damit wir uns wirklich tief verändern können und transformiert werden in sein Bild! Vertraue dem Timing Gottes, auch wenn Du es nicht verstehst, da Du seine wirklichen Pläne mit Dir noch nicht völlig kennst!

 

 

 

Pastor Mario Wahnschaffe

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Update von Pastor Mario Wahnschaffe (04.09.19)

 

Ein Updatevideo von Pastor Mario Wahnschaffe:

https://www.instagram.com/tv/B1_jBTLHCIL/?utm_source=ig_web_button_native_share

Die Vision unserer Internationalen Church Family in Bonn:
Eine Kirche für alle Nationen und Generationen, in der Menschen Jesus nachfolgen und ein zu Hause finden!

 

Dazu passend die Tageslosung von heute:

"Was wir gehört haben und wissen und unsre Väter uns erzählt haben, das wollen wir nicht verschweigen ihren Kindern."

Psalm 78,3-4

 

"Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind."

Matthäus 5,15

 

 

Pastor Mario Wahnschaffe

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Ein wichtiges Update von Pastor Mario

Pastor Mario wendet sich mit einem persönlichen Update zu seiner gesundheitlichen Situation an dich:

https://vimeo.com/325853253

 

Liebe Freunde, 

heute wende ich mich mit einer persönlichen Information über meinen Gesundheitszustand an Dich.

Seit vielen Jahren wurde bei mir eine Chromosomen-Veränderung des Knochenmarks festgestellt, die keine Auswirkungen auf mein Wohlbefinden oder meine Leistungskraft in meinem Beruf hatte. Am 21. Dezember 2018 erhielt ich von meinem behandelnden Arzt einen Anruf, dass mein Blutbild sich verändert hätte. Ich hätte die Wahl zwischen Weiterleben wie bisher mit 3 Jahren Lebenserwartung oder einer Stammzelltransplantation mit einer Aussicht auf Heilung.
Natürlich war das für mich erst mal ein Schock, sich mit dem Thema „Tod“ und einer komplizierten und nicht ungefährlichen „Therapie“ auseinander zu setzen.
Das erste Mal in meinem Leben habe ich Angst zum „Anfassen“ erlebt für ca. 2 Wochen über die Weihnachts- und Neujahrszeit.
Der Geist Gottes und das Wort Gottes haben mich aber unterstützt, meine Ängste zu verarbeiten, so dass ich heute absolut angstfrei leben darf:
Ich habe von Gott ein neues Ziel für mein Leben und für meine Zukunft erhalten und einen persönlichen Zuspruch aus dem Philipperbrief:

„Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Das wäre das Allerbeste! Andererseits habe ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass ich weiterleben werde und euch allen erhalten bleibe. Dann will ich euch helfen, damit euer Glaube wächst und eure Freude auf diese Weise noch größer wird.“
Philipperbrief 1:23-25

Gott hat mir eine neue und starke Vision für mein Leben gegeben und ich bin nun stärker fokussiert auf meine Lebensvision als je zuvor und darauf schöpfe ich Kraft.

Ich habe gelernt: Angst zu haben, ist normal. Jeder Mensch hat Ängste. Sogar Jesus hatte Angst in Gethsemane. Aber Angst regiert mich nicht mehr, wenn ich mich auf Jesus und auf seinen Plan konzentriere.

 

Natürlich könnte ich den ganzen Tag darüber nachdenken, ob eine SZT risikoreich ist, aber ich konzentriere mich auf Jesus, seinen Auftrag und seine Heilung für mich.
Ich habe die letzten zwei Monate genutzt, um mich intensiv mit Stammzelltransplantation zu beschäftigen und werde nun bei dem erfahrensten Professor in Europa diese Transplantation durchführen lassen. Bei meinem Besuch in seiner Klinik sagte er mir: „Herr Wahnschaffe! Legen Sie Ihr Leben nicht in die Hände von Menschen, sondern in Gottes Hand!“

Danken möchte ich an dieser Stelle auch meinem mir unbekannten Spender, den ich seit 3 Jahren habe und damit allen Menschen, die freiwillig Organspender oder Knochenmarks-Spender geworden sind. Ihr rettet Leben! Danke dafür!
Ich habe in den letzten Wochen intensiv und hart zusammen mit den Leitungsgremien der Gemeinde gearbeitet, damit die Gemeinde auch in der Zeit meiner Abwesenheit gut geführt wird, gut versorgt wird und weiter nach Innen und nach Außen wachsen kann.

Gott hat mir in diesem Zusammenhang einen weiteren Zuspruch aus dem Philipperbrief für die Gemeinde gegeben:

„Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder, dass meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind, so dass meine Fesseln in Christus im ganzen Prätorium und bei allen anderen offenbar geworden sind und dass die meisten der Brüder im Herrn Vertrauen gewonnen haben durch meine Fesselnund viel mehr wagen, das Wort Gottes ohne Furcht zu reden.“
Philipperbrief 1:12-14

 

Genauso wie Paulus, weiß ich zwar nicht das „Warum?“ dieses Kontrollverlusts, den ich erleide, aber Gott offenbart mir das „Wozu?“ meiner Wüstenzeit: Diese scheinbare Krise und meine Abwesenheit wird dazu dienen, dass:

  • Die Leitungsgremien noch intensiver zusammenrücken und in Einheit die Gemeinde exzellent versorgen und führen werden.
  • Die Mitglieder der Gemeinde noch kühner das Evangelium fördern werden und sich von Gott gebrauchen lassen.
  • Und dass die Gemeinde in dieser Wüstenerfahrung charakterlich und äußerlich wachsen wird, denn wir werden zusammen lernen, nicht menschenorientiert, sondern „Christus-fokussiert“ Gottes Reich zu bauen. – Gemeinsam sind wir stark!

Meine Zukunft:

Ich habe ein klares Ziel vor Augen und das ist ein Come Back!

Ich habe Frieden von Gott bekommen zu meiner Situation und gehe positiv durch die kommenden Phasen durch.

Ich bin davon überzeugt, dass die aktuellen Ereignisse, unsere Gemeinde zum positiven verändern werden, dass Gemeinde strukturell sehr gut vorbereitet ist und dass alle zusammen rücken werden. Wenn ich wieder zurück bin, werden wir eine richtige „Jesus-Gemeinde“ sein und ich werde nicht mehr so im Fokus stehen.

Ich brauche kein Mitleid und keinen übertriebenen Schutz, ich schaue voller Vertrauen und mit Freude auf die Zukunft.

Ich setze mir Ziele für die nächsten zwei Jahre: Buchprojekte, Videoprojekte, Blogprojekte, Selbst- und  Fernstudium, Weiterbildung.

Nach 3-6 Monaten werde ich wieder teilweise ins Arbeitsleben zurückkehren.

Nach 9-12 Monaten Rückkehr in den vollzeitigen Gemeinde- und Reisedienst.

Phase 1: Arbeitsunfähigkeit 08.07.- 08.10.19
Phase 2: Computergestützte Gespräche: 09.10.- 31.12.19
Phase 3: Bürogestützte Gespräche mit Auflagen: 07.01.20 – 31.03.20
Phase 4: Predigten im Saal mit hohen Auflagen: Ab 1.04.20

Was bedeutet das für die Gemeinde?

Was bedeutet das für die Gemeinde? Wie geht es weiter?
Die Leitungsgremien sind gut und stark aufgestellt. Die Gemeinde hat eine starke Leitung.

Innerhalb der Struktur ändert sich nichts, alle Bereiche und Arbeitskreise sind unverändert durch ihre Leiter geführt und versorgt (Siehe Organigramm Eingangsbereich Erdgeschoss). Wenn du Fragen hast kannst du dich an deinen nächsten Arbeitsbereichs- oder Kleingruppenleiter wenden.

Ansonsten steht ein Vertretungsteam bestehend aus en Pastor Jimmy Hong als Sprecher der Ältesten und Pastor Matthias Reinartz als Vertretungsteam Sprecher der Gemeindeleitung für spezielle Fragen bereit. Der Zeitraum der Vertretung erstreckt sich vom 08.07.19 bis zum 01.04.2020.

Gemeinsam mit mir entwickelt die Gemeindeleitung in Abstimmung mit den Ältesten einen Prozess für eine Nachfolgeregelung für den Fall eines dauernden Wegfalls. .

Was bedeutet das für Dich als Mitglied?

Wir erkennen, dass diese Phase des Wegfalls unseres Seniorpastors eine Chance ist, für uns als Gemeinde zu wachsen und eine Chance für uns darstellt noch mutiger zu werden und unser Bestes zu geben in der Fürbitte, in der Hingabe und im Dienst für den Herrn.

Du kannst Gott noch kühner fragen, was deine natürlichen und geistlichen Gaben sind und damit Gott und den Menschen dienen. Wir haben tolle Mentoren, die Dich dabei gern dabei unterstützen (Kontakt: mentoring@clwbonn.de). Falls Du Dich in einem Dienst im CLW einbringen möchtest, wende Dich einfach an mitarbeit@clwbonn.de.

An wen kannst Du Dich in der Vertretungszeit wenden?

Ich danke Dir für alle Gebete und besonders für Dein Herz und für Dein Engagement für unsere Kirche. Ich möchte Dich einladen, Dich noch mehr und kühner für das Evangelium einzusetzen, damit noch mehr Menschen mit der Hoffnung des Evangeliums erreicht werden und für immer verändert werden.

 

„Wie kostbar ist deine Güte, o Gott: Bei dir finden Menschen Schutz und Sicherheit. 
Aus dem Reichtum deines Hauses schenkst du ihnen mehr als genug, mit Freude und Glück überschüttest du sie. Denn du bist die Quelle – alles Leben strömt aus dir. In deinem Licht sehen wir das wahre Licht. Erhalte deine Liebe denen, die dich kennen, und erweise deine Treue allen, die dir aufrichtig dienen!"
Psalm 36:8-11

 

In der Liebe Jesu verbunden,

Euer Mario Wahnschaffe