Veröffentlicht am

Ein wichtiges Update von Pastor Mario

Pastor Mario wendet sich mit einem persönlichen Update zu seiner gesundheitlichen Situation an dich:

https://vimeo.com/325853253

 

Liebe Freunde, 

heute wende ich mich mit einer persönlichen Information über meinen Gesundheitszustand an Dich.

Seit vielen Jahren wurde bei mir eine Chromosomen-Veränderung des Knochenmarks festgestellt, die keine Auswirkungen auf mein Wohlbefinden oder meine Leistungskraft in meinem Beruf hatte. Am 21. Dezember 2018 erhielt ich von meinem behandelnden Arzt einen Anruf, dass mein Blutbild sich verändert hätte. Ich hätte die Wahl zwischen Weiterleben wie bisher mit 3 Jahren Lebenserwartung oder einer Stammzelltransplantation mit einer Aussicht auf Heilung.
Natürlich war das für mich erst mal ein Schock, sich mit dem Thema „Tod“ und einer komplizierten und nicht ungefährlichen „Therapie“ auseinander zu setzen.
Das erste Mal in meinem Leben habe ich Angst zum „Anfassen“ erlebt für ca. 2 Wochen über die Weihnachts- und Neujahrszeit.
Der Geist Gottes und das Wort Gottes haben mich aber unterstützt, meine Ängste zu verarbeiten, so dass ich heute absolut angstfrei leben darf:
Ich habe von Gott ein neues Ziel für mein Leben und für meine Zukunft erhalten und einen persönlichen Zuspruch aus dem Philipperbrief:

„Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Das wäre das Allerbeste! Andererseits habe ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass ich weiterleben werde und euch allen erhalten bleibe. Dann will ich euch helfen, damit euer Glaube wächst und eure Freude auf diese Weise noch größer wird.“
Philipperbrief 1:23-25

Gott hat mir eine neue und starke Vision für mein Leben gegeben und ich bin nun stärker fokussiert auf meine Lebensvision als je zuvor und darauf schöpfe ich Kraft.

Ich habe gelernt: Angst zu haben, ist normal. Jeder Mensch hat Ängste. Sogar Jesus hatte Angst in Gethsemane. Aber Angst regiert mich nicht mehr, wenn ich mich auf Jesus und auf seinen Plan konzentriere.

 

Natürlich könnte ich den ganzen Tag darüber nachdenken, ob eine SZT risikoreich ist, aber ich konzentriere mich auf Jesus, seinen Auftrag und seine Heilung für mich.
Ich habe die letzten zwei Monate genutzt, um mich intensiv mit Stammzelltransplantation zu beschäftigen und werde nun bei dem erfahrensten Professor in Europa diese Transplantation durchführen lassen. Bei meinem Besuch in seiner Klinik sagte er mir: „Herr Wahnschaffe! Legen Sie Ihr Leben nicht in die Hände von Menschen, sondern in Gottes Hand!“

Danken möchte ich an dieser Stelle auch meinem mir unbekannten Spender, den ich seit 3 Jahren habe und damit allen Menschen, die freiwillig Organspender oder Knochenmarks-Spender geworden sind. Ihr rettet Leben! Danke dafür!
Ich habe in den letzten Wochen intensiv und hart zusammen mit den Leitungsgremien der Gemeinde gearbeitet, damit die Gemeinde auch in der Zeit meiner Abwesenheit gut geführt wird, gut versorgt wird und weiter nach Innen und nach Außen wachsen kann.

Gott hat mir in diesem Zusammenhang einen weiteren Zuspruch aus dem Philipperbrief für die Gemeinde gegeben:

„Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder, dass meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind, so dass meine Fesseln in Christus im ganzen Prätorium und bei allen anderen offenbar geworden sind und dass die meisten der Brüder im Herrn Vertrauen gewonnen haben durch meine Fesselnund viel mehr wagen, das Wort Gottes ohne Furcht zu reden.“
Philipperbrief 1:12-14

 

Genauso wie Paulus, weiß ich zwar nicht das „Warum?“ dieses Kontrollverlusts, den ich erleide, aber Gott offenbart mir das „Wozu?“ meiner Wüstenzeit: Diese scheinbare Krise und meine Abwesenheit wird dazu dienen, dass:

  • Die Leitungsgremien noch intensiver zusammenrücken und in Einheit die Gemeinde exzellent versorgen und führen werden.
  • Die Mitglieder der Gemeinde noch kühner das Evangelium fördern werden und sich von Gott gebrauchen lassen.
  • Und dass die Gemeinde in dieser Wüstenerfahrung charakterlich und äußerlich wachsen wird, denn wir werden zusammen lernen, nicht menschenorientiert, sondern „Christus-fokussiert“ Gottes Reich zu bauen. – Gemeinsam sind wir stark!

Meine Zukunft:

Ich habe ein klares Ziel vor Augen und das ist ein Come Back!

Ich habe Frieden von Gott bekommen zu meiner Situation und gehe positiv durch die kommenden Phasen durch.

Ich bin davon überzeugt, dass die aktuellen Ereignisse, unsere Gemeinde zum positiven verändern werden, dass Gemeinde strukturell sehr gut vorbereitet ist und dass alle zusammen rücken werden. Wenn ich wieder zurück bin, werden wir eine richtige „Jesus-Gemeinde“ sein und ich werde nicht mehr so im Fokus stehen.

Ich brauche kein Mitleid und keinen übertriebenen Schutz, ich schaue voller Vertrauen und mit Freude auf die Zukunft.

Ich setze mir Ziele für die nächsten zwei Jahre: Buchprojekte, Videoprojekte, Blogprojekte, Selbst- und  Fernstudium, Weiterbildung.

Nach 3-6 Monaten werde ich wieder teilweise ins Arbeitsleben zurückkehren.

Nach 9-12 Monaten Rückkehr in den vollzeitigen Gemeinde- und Reisedienst.

Phase 1: Arbeitsunfähigkeit 08.07.- 08.10.19
Phase 2: Computergestützte Gespräche: 09.10.- 31.12.19
Phase 3: Bürogestützte Gespräche mit Auflagen: 07.01.20 – 31.03.20
Phase 4: Predigten im Saal mit hohen Auflagen: Ab 1.04.20

Was bedeutet das für die Gemeinde?

Was bedeutet das für die Gemeinde? Wie geht es weiter?
Die Leitungsgremien sind gut und stark aufgestellt. Die Gemeinde hat eine starke Leitung.

Innerhalb der Struktur ändert sich nichts, alle Bereiche und Arbeitskreise sind unverändert durch ihre Leiter geführt und versorgt (Siehe Organigramm Eingangsbereich Erdgeschoss). Wenn du Fragen hast kannst du dich an deinen nächsten Arbeitsbereichs- oder Kleingruppenleiter wenden.

Ansonsten steht ein Vertretungsteam bestehend aus en Pastor Jimmy Hong als Sprecher der Ältesten und Pastor Matthias Reinartz als Vertretungsteam Sprecher der Gemeindeleitung für spezielle Fragen bereit. Der Zeitraum der Vertretung erstreckt sich vom 08.07.19 bis zum 01.04.2020.

Gemeinsam mit mir entwickelt die Gemeindeleitung in Abstimmung mit den Ältesten einen Prozess für eine Nachfolgeregelung für den Fall eines dauernden Wegfalls. .

Was bedeutet das für Dich als Mitglied?

Wir erkennen, dass diese Phase des Wegfalls unseres Seniorpastors eine Chance ist, für uns als Gemeinde zu wachsen und eine Chance für uns darstellt noch mutiger zu werden und unser Bestes zu geben in der Fürbitte, in der Hingabe und im Dienst für den Herrn.

Du kannst Gott noch kühner fragen, was deine natürlichen und geistlichen Gaben sind und damit Gott und den Menschen dienen. Wir haben tolle Mentoren, die Dich dabei gern dabei unterstützen (Kontakt: mentoring@clwbonn.de). Falls Du Dich in einem Dienst im CLW einbringen möchtest, wende Dich einfach an mitarbeit@clwbonn.de.

An wen kannst Du Dich in der Vertretungszeit wenden?

Ich danke Dir für alle Gebete und besonders für Dein Herz und für Dein Engagement für unsere Kirche. Ich möchte Dich einladen, Dich noch mehr und kühner für das Evangelium einzusetzen, damit noch mehr Menschen mit der Hoffnung des Evangeliums erreicht werden und für immer verändert werden.

 

„Wie kostbar ist deine Güte, o Gott: Bei dir finden Menschen Schutz und Sicherheit. 
Aus dem Reichtum deines Hauses schenkst du ihnen mehr als genug, mit Freude und Glück überschüttest du sie. Denn du bist die Quelle – alles Leben strömt aus dir. In deinem Licht sehen wir das wahre Licht. Erhalte deine Liebe denen, die dich kennen, und erweise deine Treue allen, die dir aufrichtig dienen!"
Psalm 36:8-11

 

In der Liebe Jesu verbunden,

Euer Mario Wahnschaffe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.