Veröffentlicht am

 TULIP

Gibt es einen freien Willen? Oder hat Gott alles vorherbestimmt?

In Zeiten, wo Krisen oder Unglück unser Leben plagen, quälen uns die Gedanken: "Hat Gott dies in mein Leben geschickt? Hat er mich verflucht oder gar auf ewig verworfen?"

Gibt es nicht auch Beispiele dafür in der Bibel?:

  • Gott, der Pharaos Herz verhärtet hatte, so dass dieser sich nicht bekehren konnte.
  • Oder hat nicht Gott Jakob erwählt und dafür seinen Bruder Esau auf ewig gehasst?
  • Was ist, wenn ich nicht zu den Erwählten gehöre und Gott mich verworfen hat oder mich sogar hasst, da ich viele Fehler begangen habe?

 

Hat Gott vor Erschaffung der Welt bestimmt, wer in den Himmel und wer in die Hölle geht?

 Schwierige Fragen der „Doppelten Prädestination“

 Es gibt auch Christen, die daran glauben, dass Gott nicht nur als ewiger Gott unsere freien Entscheidungen zum Heil oder Unheil „voraus sieht“,

sondern dass er vor der Gründung der Erde festgelegt hat, wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt.

Diese Lehre stellt den souveränen Willen Gottes über den Willen des Menschen.

 

Das Glaubensbekenntnis der Calvinisten ist das so genannte T.U.L.I.P. (Akronym für "Tulpe"):

  • Total depravity (Sündenverderbnis und unfreier Wille des Menschen)
  • Unconditional election (Souveräne Erwählung zum Heil oder Verdammnis)
  • Limited atonement (Partikularismus)
  • Irresistable Grace (Heilszwang)
  • Perseverence of the Saints (Bewahrung der Erlösten)

Quelle: RGG I, 620 f.; ELThG I, 131 f.

 

Daraus ergeben sich aber schwierige und komplexe Fragen für radikale Calvinisten, die nach einer Antwort suchen:

 

  • Supralapsarismus

 

Die Lehre des „Supralapsarismus“ besagt, dass das Böse im Sündenfall im Paradies von Gott gewollt und vorherbestimmt war. Diese Lehre steht aber in Spannung zu Gottes Wort:

 

„Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand.“

Jakobusbrief 1: 13,14

 

  • Partikularismus

 

Die Lehre vom "begrenzten Sühneopfer" besagt, Christus sei gar nicht für alle Menschen gestorben, folglich könnten nicht alle gerettet werden. Er sei deswegen nicht für alle gestorben, weil er nicht alle vorher erwählt habe. Und sein Opfer nicht wirkungslos bleiben könnte.

Diese Lehre steht erheblich im Konflikt mit einigen Stellen der Heiligen Schrift:

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Johannes-Evangelium 3:16

 

„...welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“   1.Timotheus-Brief 2:4   (Elberfelder-Übersetzung)

 

  • Heilszwang

 

Die Lehre vom "Heilszwang" besagt, dass Gott nicht nur vorherbestimmt hat, wer verloren geht, sondern auch, wer gerettet wird. Die Lehre der "Doppelten Prädestination" (Doppelten Vorherbestimmung) degradiert die freie Entscheidungs- und Umkehrfähigkeit des Menschens. Dies steht mit etlichen Aufforderungen des Wortes Gottes in Konflikt, wo Gott an den Willen des Menschens appelliert und uns zur Umkehr und zum Glauben aufruft:

 

„Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden.“

Markus-Evangelium 16:15

 

  • Beharren der Heiligen (Einmal gerettet – immer gerettet)

 

Diese Lehre besagt, dass ein erwählter Gläubiger nicht verloren gehen kann, auch wenn er durch Zeiten des Abfalls vom Glauben gehen sollte. Diese Lehre steht auch im Konflikt mit dem Wort Gottes:

 

„ Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst und den Glauben und ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.“

  1. Timotheusbrief 1:18,19

 

„sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“

2.Korinther-Brief 9:27

 

Dieser Artikel ist inspiriert durch Fragen von jungen Menschen und durch das Buch von Pastor Matthias C. Wolff, Von Ewigkeit erwählt, Bundesunterrichtswerk des BfP, 2010, Erzhausen.

Siehe auch, was biblische Lehrer des „Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden“ dazu glauben und schreiben: http://www.bfp.de/media/PDF/Prae_ThA.pdf

 

Doppelte Vorherbestimmung in Qur’an und Bibel.

 

  1. Vorherbestimmung zur Hölle im Qur’an

 

  • Sura Had 11:118,119 "Hätte es deinem Herrn gefallen, so hätten alle Menschen nur eine Religion gehabt; aber sie sollen nicht aufhören untereinander verschiedener Ansicht zu sein, nur mit Ausnahme derer, gegen die dein Herr barmherzig ist: denn gerade dazu hat er sie erschaffen; denn das Wort deines Herrn soll erfüllt werden: Ich will die Hölle mit Teufeln und Menschen zusammen füllen. " (Rasoul)

Im Qur'an wird explizit gelehrt, dass Menschen von Allah nicht nur für die Hölle vorherbestimmt sind, sondern auch für die Hölle geschaffen sind.

 

  1. Hat Gott in der Bibel Menschen für die Hölle vorherbestimmt?

Wie war das nochmal mit Pharao und Esau? Hatte Gott sie denn nicht für die Hölle und für die Verdammnis vorher bestimmt?

 

Viele Fragen des Zweifels nagen hier:

  • Wie kann Gott so ungerecht sein?
  • Warum gibt es ein letztes Gericht über die Sünden jedes Menschen? Warum zieht uns Gott für unsere Verfehlungen zur Rechenschaft, wenn er doch vorherbestimmt, wer sündigt und wer verdammt wird?

 

Doch will Gott Menschen wirklich zur Hölle schicken?

 

Was sagt Gottes Wort dazu wirklich?

„...welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“   1.Timotheus-Brief 2:4   (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?“

Hesekiel 18:23   (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Denn sterben müssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet wird und das man nicht wieder sammeln kann. Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er hat die Absicht, dass der Verstoßene nicht auch von ihm weg verstoßen bleibt.“   2.Sam.14:14 (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“

2.Petrus-Brief 3:9   (Elberfelder-Übersetzung)

 

In der Bibel steht nirgendwo, dass Gott Menschen für die Hölle vorherbestimmt hat. Die Hölle ist für den Teufel und seine Engel vorherbestimmt.

 

„Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!“

Matthäus-Evangelium 25:41

 

Von Augustin bis zu den Reformatoren wurde die Lehre einer "doppelten Prädestination" entwickelt: Manche Menschen werden durch Gottes Gnade zum ewigen Leben bestimmt, andere von Gott getrennt. Die Grundlage war ein absolutum decretum (d. h. ein Ratschluss, der unabhängig von Verdienst ohne Schuld des Menschen ergeht.) Dieser Ansicht widerspricht besonders Karl Barth mit der Lehre von Gottes Gnadenwahl: Eine Verwerfung oder Verdammnis Gottes gäbe es nicht. Alle Menschen seien vielmehr durch Christi Leiden und Auferstehung von Gott zum Heil auserwählt.

 

  1. Der Wortgebrauch „Vorher bestimmen“ im Neuen Testament

 

Das griechische Wort für „vorher bestimmen“ heißt im Griechischen: προωρισεν „proorisen“. Es kommt im Neuen Testament 6 mal vor:

 

Eine Wortstudie des Wortes „vorher bestimmen“ / προωρισεν (proorisen) im Neuen Testament ergibt, dass dieses Wort:

  • 1 x verwendet wird in dem Plan, den Gott mit Jesus gehabt hat.
  • 5 x verwendet wird, in Bezug auf die Bestimmung, die Gott mit den Gläubigen hat.
  • 0 x verwendet wird, dass Gott bestimmt hat, dass Menschen in die Hölle gehen.

 

„Denn sie, die er im Voraus erwählt hat, die hat er auch im Voraus dazu bestimmt, in Wesen und Gestalt seinem Sohn gleich zu werden, denn er sollte der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein.“

Römer 8:29 (Neue evangelistische Übersetzung)

 

„und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens.“

Epheser-Brief 1:5 (Elberfelder-Übersetzung)

 

Das Wort „Vorsatz oder Beschluss“ heißt im Griechischen προθεσισ (prothesis) und kommt im Neuen Testament 6 x vor.

 

Das Wort προθεσισ (prothesis) „Vorsatz oder Beschluss“ wird im Neuen Testament:

 

  • 1 x in Bezug auf das Erstgeburtsrecht Jakobs und Esaus
  • 5 x in Bezug auf den Heilsplan Gottes mit den Gläubigen
  • 0 x in Bezug darauf benutzt, dass Gott Menschen in die Hölle bringen wolle.

 

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

Römer-Brief 8:28 (Luther 1912)

 

„durch welchen wir auch zum Erbteil [seines Heils] gekommen sind, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirkt nach dem Rat seines Willens.“

Epheser-Brief 1:11   (Luther 1912)

Fazit: Gott hat uns zum Heil vorherbestimmt und ja es kommen Anfechtungen und Widrigkeiten, aber nicht kann uns trennen von Gottes Liebe!

„Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.“   1.Tim.1:15

 

Wenn er Teufel Dich an Deine Vergangenheit erinnert, erinnere Du ihn an seine Zukunft!

 

  1. Hat Gott Pharao für die Hölle vorherbestimmt?

 

In Röm.9:17,18 heißt es:

„Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Ebendarum habe ich dich erweckt, dass ich an dir meine Macht erzeige, auf dass mein Name verkündigt werde in allen Landen. Also nun: Wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er.“

 

Hier ist nicht die Rede davon, dass Gott ihn vorherbestimmt hat für die Hölle, sondern nur, dass er Pharaos Macht und Halsstarrigkeit gebrauchen wird für seine eigene Herrlichkeit.

Dennoch! Lesen wir nicht davon, dass Gott selbst das Herz des Pharaos „verstockt" hat in 2.Mose?

 

Das Wort „verstocken“ heißt im Hebräischen: חזק (chazaq) „hart sein / machen, schwer oder stark machen“

oder כְבֵד (kabed) „schwer machen, stumpf, unempfindlich machen“.

 

Folgende Stellen im 2. Mose berichten 10x, dass Gott das Herz des Pharaos härter und unempfindlicher machte:

4:21; 7:13; 8:28; 9:12; 10:20; 10:27; 14:8; 10:1; 11:10; 14:4; 5.Mos.2:30

Dagegen: Diese Stelle berichten 7x darüber, dass der Pharao selbst! sein Herz verhärtete und unempfindlich gegenüber Gott machte:

7:14; 7:22; 8:11; 8:15; 9:7; 9:34; 9:35.

 

Hier geht es wohlgemerkt nicht darum, dass Gott Pharao für die Hölle vorherbestimmt, sondern hier wird berichtet, dass Pharao sehr wohl sein Herz selbst hart machte, Gottes Anweisungen zu gehorchen und dass Gott diesen Verhärtungsprozess beschleunigte und verstärkte. Es ist also beides: Man kann nicht sagen, dass es Gottes alleiniges Werk war, das Herz des Pharaos zu verhärten und dass Pharao überhaupt keine Verantwortung für seinen Ungehorsam gegenüber Gott trug. Gott aber beschleunigte den Verhärtungsprozess, um auch sein Gericht über ihn zu beschleunigen.

Gleiches gilt für den Verhärtungs- oder „Verstockungsprozess“ von Esau, israelischer Könige oder des Volkes Israels.

 

Letztendlich legt 2.Mose 3:19 dar, dass dieser Verhärtungsprozess in dem ungehorsamen Herzen von Pharao seinen Ursprung und Beginn hatte:

 

„ Aber ich weiß wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand gezwungen.“

 

Wenn der Verhärtungsprozess durch die freie Willensentscheidung bei Pharao begann, warum beschleunigte Gott diesen Prozess, indem er Pharaos Herz weiter verhärtete?

 

Vielleicht bist Du auf einem Weg der Mühsal. Du erntest das, was Du gesät hast:

  • Untreue erntet Untreue
  • Betrug erntet Betrug
  • Lüge erntet Lüge

Dann möchte ich Dich ermutigen: Halte diese Zeit der Wüste aus und kehre Dich ab, von den fremden Göttern und Sicherheiten und wende Dich hin zu dem alleinigen und wahren Gott.

Sein Zorn währt nur kurze Zeit, aber seine Gnade eine Ewigkeit.

Gott nimmt in Zeiten unseres bewussten Ungehorsams gegen seinen guten Willen, vorübergehend seine bewahrenden und beschützenden Hände von uns, um den Verhärtungsprozess in unserem Herzen zu beschleunigen, damit wir früher mit den harten Konsequenzen unserer falschen Entscheidungen konfrontiert werden und somit hoffentlich schneller zu Gott und seinem Heil umkehren.

Es ist also Gottes Liebesbeweis, wenn Gott das Herz der Ungehorsamen verhärtet und nicht ein Zeichen dafür, dass er uns verworfen hat.

 

  1. "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst."    Röm.9:11-13

 

„ehe die Kinder (Jakob und Esau) geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, auf dass der Vorsatz Gottes bestünde nach der Wahl. nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden -, wurde zu ihr gesagt: "Der Ältere wird dem Jüngeren dienen"; wie geschrieben steht: "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst."“

Römer-Brief 9:11-13 (Luther 1912)

Ist hier nicht der eindeutigste Beweis dafür, dass Gott sogar vor der Geburt eines Menschen festlegt, wenn er liebt und wen er hasst, wen er für den Himmel und wen er für die Hölle bestimmt?

Es ist wichtig bei dieser zweifellos schwierigen Stelle zu beachten, dass Paulus ein genialer jüdischer Theologe war, der gedanklich voll in der Welt der jüdischen Bibel lebte. Deswegen ist es entscheidend, dass wir solche, für uns rätselhaft erscheinenden Bibelstellen, immer wieder in der jüdischen Bibel nachschlagen und reflektieren, damit sie sich uns erschliessen:

Erstes Zitat aus 1.Mos.25:23:

„Der HERR aber sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Volksstämme scheiden sich aus deinem Innern; und ein Volksstamm wird stärker sein als der andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“

Es geht hier nicht um das individuelle Heil von zwei Personen, sondern um die Voraussage über zwei Nationen. Beweis: 1.Mos.36:6-8

„Und Esau nahm seine Frauen, seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und seine Herden und all sein Vieh und all sein Besitztum, das er im Land Kanaan erworben hatte, und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg. Denn ihre Habe war zu groß, um beieinander zu wohnen, und das Land ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen der Menge ihrer Herden nicht tragen. So ließ sich Esau auf dem Gebirge Seïr nieder; Esau, das ist Edom.“

Es geht nicht um das Individuum Esau, sondern, um die Nation, die aus ihm hervorgegangen ist, denn Gott segnete ihn am Ende seines Lebens als Individuum.

 

Die Zusammenfassung von Römer 9 finden wir in Röm.9:30-32. Hier geht es nicht um Prädestination sondern um Erlösung durch Glaube oder durch Rühmen in seiner nationalen Abstammung und Werken:

 

„ Was sollen wir nun hierzu sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht nach der Gerechtigkeit trachteten, haben die Gerechtigkeit erlangt; ich rede aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat nach dem Gesetz der Gerechtigkeit getrachtet und hat es doch nicht erreicht. Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus dem Glauben sucht, sondern als komme sie aus den Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes,“

 

In den Kapiteln 9-11 betont Paulus immer wieder den freien Willen, nicht die Verherbestimmung Gottes:

 

„Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!“   Röm.11:20

 

Fazit: Eigentlich gehören wir zu dem Volk Esaus, zu dem Volk der "Nicht-Juden", nämlich der Heiden, von dem Gott sagt: „nicht mein Volk“, „nicht erwählt“

Durch Jesus sind wir würdig, sind wir erwählt und es ist wunderbar, dass wir uns so sehen dürfen, wir Gott uns sieht.

Wir sehen also dass diese zunächst so negativ erscheinende Stelle, dass Gott Esau  oder besser gesagt, die Nation der Heiden hasst, völlig anders erscheint im Licht des Erlösers:

"Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erweisen und seine Macht zu erkennen zu geben, mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zubereitet sind, und wenn er handelte, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen des Erbarmens zu erkennen gebe, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat, nämlich an uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. Wie er auch in Hosea sagt: "Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte." "Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden."

Römer 9:22-26

Das Volk der Nationen (Esau) war zwar verworfen und wurde "Nicht mein Volk" und "Nicht-Geliebte" genannt, durch Jesus, unseren Erlöser, sind wir, die Heiden, die wir verworfen waren, erwählt zum Heil und sind erwählt durch Gott "Mein Volk" und "Geliebte" genannt zu werden.

Mario Wahnschaffe

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.