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Eine Gemeinde der Liebe..... begleitet den Einzelnen.

 

„Als sie (Jesus und die Jünger) nun gefrühstückt hatten spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“

Erster Vers eines persönlichen Gespräches zwischen Jesus und Petrus, nach der Auferstehung Jesu und nachdem Petrus ihn verleugnet hatte. Joh.21:15-18

 

Jesu Dienst bestand aus zwei Teilen:

Der öffentliche Lehr- Predigtdienst vor tausenden von Menschen.

Sein nichtöffentliches Investment in eine kleine abgegrenzte Gruppe von 12 Jüngern.

 

Jesus lehrte die Massen, er coachte die Zwölf - den Einzelnen.

Für beides nahm er sich ausreichend Zeit.

Betrachtet man die Ergebnisse von Apostelgeschichte 1 + 2, hat man fast den Eindruck, dass sein Coaching-Dienst an den Wenigen erfolgreicher war, als sein Dienst an den Massen:

Die Gemeinde nach Jesu Auferstehung zählte gerade mal 120 Personen und die, die die Welt aus den Angeln hoben waren die transformierten Jünger.

 

Andy Stanley und Marc Driscoll sind Pastoren und Lehrer und treten ein für ein neues Bild eines Hirten. Ein Hirte, der sich um den Einzelnen kümmert und so das Wachstum der Gemeinde fördert, sowohl geistlich und zahlenmäßig.

 

Ihre Frage an Leiter von heute ist:

„Willst Du eine Aussage machen oder willst Du einen Unterschied machen?“

Pastoren und Leiter lieben es Aussagen zu machen!

Sie halten gern Predigten, schreiben gern Artikel, Bücher, Posts.

Diese Art der Kommunikation zu Ihrer Gemeinde oder Hauskreis oder Kleingruppe ist herrlich einfach, denn es ist eine Einbahnstraßen-Kommunikation, niemand kann sie unterbrechen, Fragen stellen oder eine Diskussion mit ihnen beginnen.

 

Man braucht die Leute, zu denen man spricht, nicht zu kennen,

nicht zu lieben,

nicht zu verstehen, woher sie kommen

oder wer sie sind.

 

Es ist viel einfacher eine Aussage zu machen, als einen Unterschied zu machen in dem Leben eines Einzelnen.

 

Jesus kümmerte sich um den Einzelnen und er tat es auf besondere Art und Weise. Bei dem Gespräch mit Petrus, der ihn verleugnete, schwang viel Verletzung mit: schließlich hatte dieser Jünger seinen Meister dreimal verraten.

Aber nicht die Verletzung von Jesus steht im Mittelpunkt dieses Gespräches, sondern die Veränderung von Petrus.

 

Es ist leichter für uns Leiter eine Diskussion zu gewinnen, als Herzen zu gewinnen.

Es ist leichter Mitarbeiter zu „besiegen“, als ihnen zu dienen und weiter zu helfen.

 

Wo sind die Leiter, die ihren Arm um die Mitarbeiter legen und zu ihren Herzen sprechen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Wo sind die Leiter, die sich um den Einzelnen kümmern?

Vielleicht kannst Du in den kommenden Tagen mit einem guten Freund/Freundin folgende Fragen gemeinsam im Austausch beantworten:

Was ist meine persönliche Definition von Coaching?

Wenn Coaching meine Aufgabe in der Zukunft wäre, was wäre meine größte Herausforderung dabei, die ich bewältigen müsste?

Was wäre der nächste praktische Schritt für mich, um Coaching in meinem Dienst umzusetzen und zu praktizieren?

Es würde mir total Freude machen, wenn Ihr Eure Antworten, Eure Bedenken, Ängste, negative Erfahrungen aus der Vergangenheit oder andere Dinge, die Dich davon abhalten, Dich um einen Einzelnen zu kümmern unten in den Kommentarbereich schreibst. Du kannst auch ehrlich schreiben, warum Du Dich zum Beispiel nicht öffnen kannst für das Thema Coaching. Wir alle können so von einander lernen und wissen, dass wir mit unseren Erfahrungen und Ängsten nicht allein sind.

 

Unser Gebetsanliegen für heute:

-       Gibt es negative Erfahrungen der Vergangenheit, die mich davon abhalten, mich als Leiter um den Einzelnen zu kümmern und für den Einzelnen Verantwortung zu nehmen, der meine Erfahrung und Rat braucht?

-       Ich möchte gern Gott bitten, mir ein biblisches Bild von Leiterschaft zu geben.

-       Ich möchte Gott bitten, dass er mir zeigt, wo ich jemanden in meinem Umfeld ermutigen und begleiten und fördern kann.

 

Mario Wahnschaffe

 

4 thoughts on “Möchtest Du eine Aussage machen oder einen Unterschied machen?

  1. Meine Freunde schreiben:
    Was ist meine persönliche.Defintion von Coaching:
    Coaching ist zielgerichtet. Mentoring ist eher begleitend. Spiegeln der Sitiation.
    Das was man dass, was man tun will, besser tun kann. Coaching hat einen Freiwiligkeitscharacter
    Stärken finden und fördern, Ansprechpartner sein, fördern
    Was hat Jesus getan: Anleiten, fördern, teilen
    Ziele setzen, aufschreiben, nachfragen

    Wenn Coaching. meine Aufgabe der Zukunft wäre, was wäre meine größte Herausforderung dabei, die ich bewältigen muß:

    dass ich dabei ausgesaugt werde, Grenzen setzen
    auf Menschen zugehen. Ernüchterung in der Vergangenheit bei Menschen erlebt. Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Nutzen nicht gewahrt
    Menschen in den Fokus nehmen. Menschen integrieren
    Nicht zuviel (falsches) Mitgefühl zu haben, sondern Menschen zu Herausforderungen ermuntern, Zurückstehen und andere machen lassen, Zieldefinition finden. Wünsche der Menschen nach Veränderung aufspüren
    Zeitpunkt finden, Personenkreis finden, Wer coacht mich, wo kann ich ansetzen damit eine Veränderung passiert. Mit dem heil. Geist arbeiten,
    Mensch einschätzen, wieviel ist für den einzelnen zuviel,
    Ziele definieren, Terminer umstellen, keine Seelsorge

    Was wäre der nächste praktische Schritt für mich, um Coaching in meinem Dienst umzusetzen und zu praktizieren

    Jünger finden und Ziele definieren
    Basic wissen, Zeitpunkte setzen

  2. Coaching hat für mich in erster Linie mit Wertschätzung und gegenseitigem Vertrauen zu tun.
    Dann kannst Du Dich öffnen, Deine Schwächen zugeben, ohne dass der andere Dich fallen lässt.

    Echtes Interesse und Einfühlungsvermögen helfen dem Coach nah und betend am anderen dran zu bleiben. Fürsorge gehört auch dazu, das hat mich immer wieder gestärkt, wenn ich kein Land mehr gesehen hab.

    Du kannst Deine Gaben immer mehr einsetzen und vielleicht mehr Verantwortung übernehmen und damit anderen dienen. Hört irgendwie nie auf.

    Auf jeden Fall sollte der Coach nie eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen. Das wird schief gehen und Du bist enttäuscht.

    Aber es ist schön zu sehen, wenn Menschen mit Ermutigung, Beratung und Begleitung wachsen.

    Authentisch bleiben ist auch wichtig. Was Du selbst nicht lebst, kannst du auch nicht weitergeben …das kauft Dir keiner ab:-) Nicht leicht…:-)

    Auch der Coach braucht den Coach:-)

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