Silvester ICB 25: Erneuerte Kindheit – Gott spricht: „Siehe! Ich mache alles neu!“ Mario Wahnschaffe

Mario Wahnschaffe

1. Januar 2026
41 Minuten

Silvester Gottesdienst 31.12.25

Erneuerte Kindheit

 

Gott spricht: „Siehe! Ich mache alles neu!“  Offenbarung 21,5

 

  1. Wie war Dein Jahr?

 

Was impliziert gefragt wird:

  • Was hat Du erreicht?
  • Warst Du erfolgreich?

 

Niemand würde antworten: Ich hab das ganz Jahr auf der Coach gelegen und nichts gemacht.

 

Wir als Christen fragen natürlich nicht solche weltlichen Fragen. Wir erzählen dann am Silvesterabend unsere Gebetserhörungen.

 

Aber ich habe noch nie jemanden gehört am Silvester: Gott hat meine Gebete nicht erhört.

 

Silvester erinnert uns daran: Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende!

 

Silvester erinnert mich daran: So wie das Jahr einen Anfang und ein Ende hat:

 

So hat auch mein Leben einen Anfang und ein Ende:

 

Graphik: Meine Chronology: I——————————-I

 

Mein kleines und flüchtiges Leben: Das ist alles was ich habe!

Und eine Frage, die mich von Kindheit auf beschäftigt ist: „Wer bin ich?“

 

Ich bin: Was ich tue!  – Ich habe Gutes getan. Aber in 100 Jahren wird niemand mehr an mich denken oder an das, was ich getan habe.

 

Ich bin: Was andere über mich sagen! – Eine böse Nachrede zerstört mein Herz!

 

Ich bin: Was ich habe! – Doch wie gehe ich mit Verlust um?

 

Doch Jesus sagt: Alle diese Antworten sind eine Lüge!

 

Denn wenn ich meine Identität von diesen Definitionen abhängig mache, ist mein ganzes Leben ein „Auf- und Ab“ eine Zick-Zack Linie mit Ups and Downs.

 

Nein! dem Satan, der zu ihm sprach in der Wüste:

„Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.

4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.«[1]“

Lukas 4,3.4

 

Wir sind nicht das, was wir tun! Wir sind die von Gott „Geliebten“!

 

„und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“

Lukas 3,22

 

  1. Die Geschichte vom verlorenen Sohn – von der verlorenen Identität

 

„Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.

12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.

13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.

14 Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben

15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.

16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.

17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!

18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.

19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich einem deiner Tagelöhner gleich!

20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.

22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße

23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; lasst uns essen und fröhlich sein!

24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Lukas-Evangelium 15,11-24

 

Was war die Identität, der Wert, den der Sohn in seinem Leben sah?

 

Der verlorene Sohn sah seine Identität in:

  • Seinem Reichtum: Vom Vater geschenkt
  • Seiner Begabung/Erbe : Vom Vater geschenkt

 

Der Sohn nahm alles, worin er seinen Wert sah, und erlebte, wie die Menschen ihn liebten und Aufmerksamkeit schenkten:

 

  • So lange er reich war
  • So lange er begabt war (sein Erbe vorhanden war)

Alles investierte er für die Liebe und Anerkennung von Menschen,

bis er herausfand,

dass alle Menschen ihn verließen und im Stich ließen, als er alles verloren hatte:

 

Niemand liebte ihn oder half ihm:

Um seiner Selbst willen!

 

Spät! – kehrte er zu seinem Vater zurück, erst als er ganz am Boden oder bei den Schweinen war:

Selbst seine Arbeitskraft, seine Arbeitszeit, war dem Schweinehirten nichts wert!

 

Absolute Wertlosigkeit – absoluter Identitätsverlust!

 

Rückkehr zum Vater!

 

Er kehrt zu seinem Vater zurück, in der Hoffnung, dass der Vater ihn nicht ablehnt!

Er hofft, dass der Vater ihn annimmt in seiner Identität als Sklave.

Hoffentlich liebt mein Vater mich, wenn ich etwas für ihn leiste, wenn ich wie ein Sklave für ihn arbeite.

 

„Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir;

19 ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner!“

Lukas Evangelium 15,18.19

 

Seine Identität versuchte er „aufzuwerten“:

 

Ich bin wertvoll, weil ich:

  • leiste
  • weil ich arbeite (Beispiel: Angestellte beim Supermarkt)

 

Der liebende Vater macht alles neu!

 

„Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn[3].

21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.

22 Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße;

23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!

24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Lukas Evangelium 15,20-24

 

 

 

Erneuerung der Sohnschaft durch Umkehr und Begegnung mit dem liebenden Vater!

 

Als der verlorene Sohn in sein Vaterhaus zurückkehrt wird seine Identität, seine Sohnschaft erneuert!

 

Nicht durch die Leistung des Sohnes!

Sondern durch die Taten des Vaters!

  • Der Vater wartet Tag für Tag auf ihn
  • Der Vater umarmt ihn
  • Der Vater freut sich über ihn
  • Der Vater erneuert seine Sohnschaft, seine Stellung als rechtmäßiger Sohn:

Neue Kleider

Neuer Siegelring

Bestes Opfer!

 

Der Vater lädt mich ein zu einer erneuerten Kindheit – einer Neugeburt!

 

Ohne eine Erneuerung meiner Kindheit, kann ich sein Reich nicht betreten:

 

„Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich[2] der Himmel hineinkommen.“

Matthäus 18,3

 

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem[3] geboren wird, kann er das Reich[4] Gottes nicht sehen.“

Johannes 3,3

 

Das Wort „erneuert“ – im Griechischen: annaneo

 

Das Wort beinhaltet zwei Dimensionen, zwei Ereignisse:

  • Das innere Sterben und die Freiheit von alten Mustern und altem Denken
  • Eine Transformation durch den Geist Gottes in das Ebenbild Christi.

 

Eine erneuerte Liebe:

  • Befreit von der alten phileo-Liebe: Ich liebe Dich, weil Du leistest – bedingte Liebe
  • Die agape-Liebe – Der Sohn liebt bedingungslos! Eine „Trotzdem -Liebe“

 

„dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet,

23 dagegen erneuert werdet in dem[16] Geist eurer Gesinnung[17]

24 und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit[18].“

Epheser 4,22-24

 

 

 

 

Erneuerte Kindheit: Ich bin befähigt zu vergeben, wie der Vater mit vergeben hat.

 

„Seid[24] aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander[25], so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!“

Epheser 4,32

 

Erneuerte Kindheit: Ich kann trösten, wie der Vater mich getröstet hat.

 

„der uns tröstet[3] in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“

2.Korinther Brief 1,4



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