Neuer Wein in neuen Schläuchen zu Pfingsten! „Ihr werdet Kraft empfangen!“ – Mario Wahnschaffe
Gott spricht: Ich mache alles neu!
Neuer Wein in neuen Schläuchen zu Pfingsten!
„Ihr werdet Kraft empfangen!“
„Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“
Apostelgeschichte 1,8
- Was bedeutet eigentlich „Pfingsten“?
Jesus: Die Gemeinde braucht Kraft!
Nachfolger Jesu brauchen Kraft!
- Kraft nach aussen!: Für den Missionsauftrag!
- Kraft nach innen!: Für den Gemeindeaufbau! (Jüngerschaft, Seelsorge)
Dies lag Jesus so brennend auf dem Herzen, dass er seinen Jüngern, denen er den Missionsbefehl gegeben hatte, strengstens befahl, nicht loszulegen, sondern abzuwarten!
„Bis Ihr die Kraft aus der Höhe empfangen habt!“
„Jesus sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten 47 und in seinem Namen Buße zur[13] Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem. 48 Ihr seid Zeugen hiervon; 49 und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe!“
Lukas 24,46-49
Herausforderung Nr.1: Keiner kennt mehr die Bedeutung von Pfingsten!
Umfrage bei „katholisch.de“ 19.05.26
in Deutschland:
„Kennen Sie die Bedeutung von Pfingsten?“
12 % „sehr gut“
21 % „eher gut“
Mehr als 2 Drittel der Deutschen kennen
die Bedeutung von Pfingsten nicht.
Kleiner Überblick: Christliche Feste in Zeit und Kontext
- Weihnachten: Jesu Geburt von einer Jungfrau! – Ohne Sünde! Lk.1,31-35
- Ostern: Karfreitag: Jesus starb für unsere Sünde am Kreuz stellvertretend!
Oster-Sonntag: Jesu Auferstehung – Sieg über den Tod! Röm.10,8-10
Jüdisches Fest: „Pessach“ (Der Todesengel geht ‚vorrüber‘)
- 40 Tage lehrte Jesus seine Jünger über das Reich Gottes – Apg.1,3
- Christi Himmelfahrt: Jesu Missionsbefehl – Apg.1,8-11
- 10 Tage warten und beten für den Heiligen Geist – Apg.1,13-15
- Pfingsten „Pentecost“ – 50 : Apg.2,1-4
Die Ausgießung des Heiligen Geistes
Geistesgaben: Sie sprachen in anderen Sprachen
Geburtstag der ersten Gemeinde: 3000 Menschen wurden getauft!
Jüdisches Fest: Shavout „Wochenfest“ 7 x 7 Wochen= 49 + 1 = 50 Tage nach Pessach
Herausforderung Nr.2: Zungenrede und Wunder sind vorbei!
Dies lehren nicht irgendwelche christlichen Lehrer!
Pastor Olaf Latzel: Es gebe einen Unterschied zwischen:
- Sprachenrede (Verständliche Sprachen) – Göttlich
- Zungenrede (Unverständliche Sprachen) – Teuflisch
Roger Liebi: Zu Pfingsten gab es eine Konzentration von Wundern und Zeichen zur Bestätigung der neuen Gemeinde.
Diese Wunder und Zeichen haben aber nach der Stabilisierung der ersten Kirche aufgehört.
- Es gibt kein unverständliches Zungenreden, sondern nur das Sprachenreden: Missionare übersetzen die Bibel in verständliche Sprachen.
- Es gibt keine Wunder mehr, da das Vollkommene gekommen ist:
Der Kanon des „Neuen Testamentes“ (Osterbrief des Athanasius 367)
„Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen[7], sie werden weggetan werden; seien es Sprachen[8], sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen[9] stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“
1.Korintherbrief 13,8.9
Paulus sagt in 1. Korintherbrief 14,1
„Strebt nach der Liebe;
eifert (zeleo) aber nach den geistlichen ⟨Gaben⟩,
besonders aber, dass ihr weissagt!“
und:
„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“
1.Korinther 14,4
und:
„Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle. Aber in der Gemeinde will ich ⟨lieber⟩ fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache.“
1.Korinther 14,18.19
und:
„Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht! Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.“
1.Korinther 14,39.40
Warum lag es Paulus, genauso wie Jesus, so brennend auf dem Herzen, dass die Geistesgaben, insbesondere Prophetie und Zungenrede lebendig gelebt wurden in der Gemeinde?
Diesen scheinbaren Widerspruch zu Kritikern der Charismen, kann man nur verstehen, wenn versteht, worum es Paulus bei den Charismen wirklich geht.
Vision und Ziele der Charismen:
Gottes Charakter darstellen und verherrlichen:
„Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber ⟨es ist⟩ derselbe Geist;
und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und ⟨es ist⟩ derselbe Herr;
und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber ⟨es ist⟩ derselbe Gott,
der alles in allen wirkt.“
1.Korinther 12,4-6
Charismen, Dienstgaben, Wunderwirkungen sind eine Verherrlichung des trinitarischen Wesens Gottes und ein Loblied auf Ihn!
Die 9 Charismen in 1.Korinterbrief 12,8-10 sind ein Highlight und Sichtbarmachung der Kraftwirkungen und Wesensarten des trinitarischen Gottes:
- Dreier-Gruppe:
Wort der Weisheit
Wort der Erkenntnis
Gabe der Geisterunterscheidung
Sichtbarwerden der Allwissenheit Gottes
- Dreier-Gruppe:
Gabe des Glaubens
Gnadengaben der Heilungen
Wunderwirkungen
Sichtbarwerden der Allmacht Gottes
- Dreier-Gruppe:
Prophetie
Verschiedene Arten von Sprachen (Zungen / glossoon)
Auslegung (Übersetzung / Hermeneia) der Sprachen (Zungen / glossoon)
Sichtbarwerden der Allgegenwart Gottes
„Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkommt und alle in Sprachen[24] reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid? 24 Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; 25 das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.“
1.Korintherbrief 14,23-25
Ziele der Charismen sind:
- Gott sichtbar machen und verherrlichen
- Die Gemeinde auferbauen
„So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben[15] eifert, so strebt danach, dass ihr überreich seid zur Erbauung[16] der Gemeinde. 13 Darum, wer in einer Sprache[17] redet, bete, dass er ⟨es auch⟩ auslegt! 14 Denn wenn ich in einer Sprache[18] bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtlos. 15 Was ist nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.“
1.Korintherbrief 14,12-15
Lektion 1: Charismen sind ein Werkzeug Gottes, dass Gemeinde auferbaut, tröstet und stärkt! Das ist dringend notwendig!
Das heißt auch: Geistesgaben und Geistestaufe sind nicht heilsnotwendig!
Das heißt: Niemand darf sagen, weil Du keine Geistestaufe und Charismen besitzt, hast Du nicht den Heiligen Geist! Nein!
Allein durch den Heiligen Geist können wir erkennen, dass wir Sünder sind und Jesus brauchen! Joh.16,8.9
Allein durch den Heiligen Geist wissen wir, dass wir Gottes Kinder sind! Röm.8,16
Olaf Latzel: Ist Zungenrede, unverständliche Sprachen teuflisch oder unbiblisch?
Es gibt Zungenrede, die übersetzt werden muss, damit andere sie verstehen und auferbaut werden.
„Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen[8] redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung[9] empfängt.“
1.Korinther 14,5
Es gibt Zungenrede, die niemand versteht, da sie Geheimnisse reden, die ein Gebet sind zur Selbstauferbauung. Apg.2,13 „Sie sind voll süßen Weines“
„Denn wer in einer Sprache[1] redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht[2] es, im Geist aber redet er Geheimnisse. 4 Wer in einer Sprache[5] redet, erbaut sich selbst.“
1.Korinther 14,2.4
Die 2 „Richtungen“ der Zungenrede:
1.Korinther 14,5
Zungenrede von „oben nach unten“:
Gott schenkt dem Gabenträger eine Zungenrede als „Botschaft für die Gemeinde“
Der Gabenträger muss sie Übersetzen
Damit die Gemeinde die Botschaft versteht und erbaut und gestärkt wird.
Ziel: Erbauung der Gemeinde!
1.Korinther 14,2.4
Zungenrede von „unten nach oben“
Gott schenkt dem Gabenträger eine Zungenrede als „Gebet zu Gott“
Er redet in Zungen Geheimnisse. Er redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott!
Der Betende erbaut sich selbst!
Ziel: Selbstauferbauung!
Ist Selbstauferbauung nicht egoistisch und selbstzentriert?
Nein! Die Schrift ermuntert uns sogar, uns selbst zu stärken und auferbaut zu sein!
„Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich[15] ⟨für uns⟩ in unaussprechlichen Seufzern.“
Römerbrief 8,26
„Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist!“
Judasbrief 20
„Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache⟨nrede⟩[25], hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung[26]. 27 Wenn nun jemand in einer Sprache[27] redet, ⟨so sei es⟩ zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus. 28 Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Gemeinde[28], rede aber für sich und für Gott.“
1.Korinther 14,26-28
Warum hindert Paulus das Reden in Sprachen nicht, wenn der Gläubige für sich und für Gott redet?
Auferbauung für die anderen und Auferbauung für sich selbst hat den größten Stellenwert!
Das Ziel:
Das Evangelium zu verkünden!
Die Gemeinde innerlich zu bauen und zu stärken!
Dazu werden wir Kraft empfangen! Apg.1,8