metanoia – Erneuertes Denken Teil 4: Die richtige Ernährung – Philipper 4,7-9 Christine Gräbnitz

Mario Wahnschaffe

26. Januar 2026
20 Minuten

metanoia – Erneuertes Denken Teil 4: Die richtige Ernährung – Philipper 4,7-9

Christine Gräbnitz

Erneuertes Denken – Die richtige Ernährung der Seele

Philipper 4,7–9

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und

eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

8Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was

rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas

Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! 9Was ihr auch gelernt und empfangen

und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird

mit euch sein.

1. Einstieg

Mein Körper meldet sich Hunger hat.

Was möchte ich essen, Gesundes oder Ungesundes?

McDonald’s.

Schokolade

Konsequenzen

Ich habe gemerkt: Auch meine Seele, aber subtiler

schlecht gelaunt, gereizt, innerlich müde,

nicht immer Umstände

womit ich mein Denken tagelang gefüttert habe:

Sorgen. Schlagzeilen. Inneres Meckern.

Gedankliches Fast Food.

Und dann wundere ich mich, warum mir innerlich schlecht wird.

Paulus schreibt in diese Erfahrung hinein – und das Bemerkenswerte ist:

Er tut es nicht aus einer Komfortzone heraus,

sondern aus dem Gefängnis.

Um ganz praktisch zu verstehen, wie wichtig es ist, mit was wir uns

beschäftigen, habe ich Aspekte aus der Lernpsychologie mitgebracht.

2. Lernen im Gehirn – und was das mit unserem Glauben zu tun hat

Unser Gehirn besteht aus

Nervenzellen (Neuronen). Diese

sind über Verbindungen

miteinander verknüpft.

Wenn du etwas Neues

lernst, zum Beispiel ein

Wort oder eine Bewegung:

Bestimmte Nervenzellen werden aktiv.

Sie schicken sich Signale hin und her.

Je öfter du etwas wiederholst:

Werden die Verbindungen zwischen diesen Nervenzellen stärker.

Das Gehirn merkt sich: „Das ist wichtig!“

Das ist wie ein Trampelpfad:

Am Anfang kaum sichtbar.

Je öfter man darüber läuft, desto breiter und fester wird er.

Schließlich Nervenautobahn

Lernen bedeutet also:

Verbindungen im Gehirn verändern sich und verstärken sich.

Wir bauen Nervenautobahnen.

Das ist großartig.

Aber hier liegt auch eine Gefahr.

Denn wir bauen nicht nur gute Autobahnen.

Wir bauen auch negative.

Autobahnen der Angst.

Der Sorge.

Des Zynismus.

Der Hoffnungslosigkeit.

Darum schreibt Paulus – ganz bewusst – diesen Satz:

Vers 8

„Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und

gerecht ist,

was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat.

Beschäftigt euch mit dem, was Lob verdient.“

Beschäftige dich mit guten Dingen

Was einen guten Ruf hat

Achte darauf, womit du deine Seele

fütterst.

Wie beim Essen: Du kannst

entscheiden: Burger von MC oder

Salat?

Konsequenzen

Kein Wunder:

Horrorfilme erzeugen Angst und Albträume.

Horrorfilm, als ich Kind war.

Pornografie zerstört Beziehungen und Nähe.

Dauernde Sorgen rauben Lebensfreude. Sorgenkreise lösen Problem

nicht

Paulus wusste, wovon er spricht.

Für ihn war diese Gedankenhygiene überlebenswichtig.

Wie resilient war er!!!

Für uns ist sie es auch.

Entscheidung!

3. Jeremia 29 – Wenn sich das eigene Leben wie Exil anfühlt

Jeremia schreibt an Menschen im Exil.

Babylon.

hoffen verzweifelt:

Das kann doch nicht lange dauern. Bald ist alles vorbei. (Propheten)

Betrübt und bedrückt

Jeremia 29, 4-6

Jeremia schrieb:

So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggeführten,

die ich von Jerusalem nach Babel weggeführt habe: 5Baut Häuser und wohnt

darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; 6nehmt Frauen und zeugt Söhne

und Töchter; Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe,

und betet für sie zum Herrn; denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden

haben!

Exil – das ist nicht nur ein historischer Ort.

Es ist ein geistlicher Zustand, den viele von uns kennen.

Mir fällt auf: viele Menschen sind berückt, sehen wenig Hoffnung

Wir leben mit:

schlechten Nachrichten

Kriegen

wirtschaftlicher Unsicherheit

steigenden Preisen

technologischem Wandel, KI, der uns überholt

babylonischen System“.

Und manchmal fühlen wir uns darin gefangen.

Damals: falsche Propheten

„Keine Sorge. Das ist alles bald vorbei.“

Heute heißen sie vielleicht:

YouTube

Sozialmedia

(Junge Frauen: Selfies Filter)

Schnelle Endzeit-Erklärungen.

Oder die Botschaft: Glaube richtig, dann hast du keine Probleme.

Ganz wichtig: Nicht positiv Denken, man will durch eigene Kraft

erzwingen, dass meine Probleme verschwinden.

Zeugnis „Wenn ich nur das richtige sage, werde ich geheilt.“Seit

Irrweg. Mit eigener Kraft.

Aber Gott spricht anders.

4. Häuser bauen und Gärten

pflanzen

Gott lässt Jeremia schreiben:

„Baut Häuser und wohnt darin.

Pflanzt Gärten und esst ihre

Früchte.“

Gott sagt nicht:

Haltet irgendwie durch, bald ist alles

vorbei.

Er sagt:

Richtet euch ein. Lebt. Gestaltet euer

Leben – hier und jetzt.

Nicht Zelte, sondern Häuser.

Nicht nur überleben, sondern pflanzen.

Nicht warten, sondern leben.

Gott fordert zuerst zum Leben auf – nicht zum Rückzug.

Genieße dein Leben, auch in schwierigen Umständen

Drehe dich nicht um Sorgen

Um das, was du verpasst hast

Freude an Beziehungen.

An Ehen.

An Kindern.

Am Alltag.

Leben genießen – selbst im Babylon.

5. Sucht den Frieden der Stadt

Und dann geht Gott noch weiter:

„Sucht den Frieden der Stadt,

in die ich euch weggeführt habe,

und betet für sie.“

Nicht kämpfen.

Nicht verfluchen.

Nicht verhärten.

Beten.

Auch für die, die uns das Leben schwer machen.

1. Tim 2, 1-2

1So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete,

Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, 2für

Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und

stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; 3denn

dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, 4welcher will, dass

alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit

kommen.

Christlicher Glaube heißt nicht Rückzug.

Er heißt Verantwortung übernehmen –

für eine unvollkommene Welt.

Für Babylon zu beten bedeutet:

sich nicht vom Hass bestimmen zu lassen

nicht vom Wunsch nach Vergeltung

nicht vom Zynismus

Beten – Gedanken auf Jesus richten. Mit seinen Augen sehen.

Seele ernähren

Jesus legt dir vor: Hamburger oder frischer Salat für die Seele!! Du

entscheidest.

Wie Michel

6. Lasst euch nicht von falschen Propheten täuschen

Luk 21, 8

Jesus antwortete: »Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen!

Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich behaupten:

›Ich bin es – der Retter, auf den ihr wartet!‹ Und sie werden verkünden: ›Jetzt

ist die Zeit gekommen!‹ Lauft ihnen nicht nach! 9Ihr werdet von Kriegen und

Unruhen hören. Aber lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das alles muss

geschehen, aber das Ende kommt noch nicht sofort danach.«

Gottes Hoffnung ist keine billige Vertröstung.

Sie ist eine Hoffnung mit langem Atem.

Vers 11

„Ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe –

Gedanken des Friedens und nicht des Unheils,

um euch Zukunft und Hoffnung zu geben.“

Keine Garantie für ein problemloses Leben.

Aber die Verheißung:

Euer Leben ist nicht sinnlos.

Eure Zeit ist nicht verloren.

Eure Geschichte ist nicht aus Gottes Hand gefallen.

7. Dankbarkeit – mein Trainingsplan für Freude

Ein praktischer Tipp

Positive Gedankenautobahnen:

Ich schreibe jeden Abend 3 Dinge auf, für die ich dankbar bin.

Manche Tage sind sehr geistlich:

Gebet. Gespräch. Hoffnung.

An anderen Tagen sind es kleine Dinge:

Kaffee. Warme Socken..

Dankbarkeit schärft den Blick.

Und Freude folgt oft hinterher.

Psalm 68, 4

Die Gerechten aber werden sich freuen

und fröhlich sein vor Gottes Angesicht

und jubeln vor Freude.

5 Singt Gott, lobsingt seinem Namen!

Macht Bahn dem, der durch die Steppen fährt,

Herr ist sein Name,

und frohlockt vor ihm!

6Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen

ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt;

7ein Gott, der Vereinsamten ein Heim gibt,

der Gefangene hinausführt ins Glück

8. Wie kann ich meine Seele richtig ernähren?

Entscheidung

Bete auch für Babylon

Bepflanze deinen Garten und genieße die Früchte!

Schreibe dir auf, wofür du dankbar bist

Pflege deine Beziehung zum Herrn

Phil 4, 7

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und

eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

Gebet eines Kindes

„Lieber Vater im Himmel, ich komme jetzt zu Dir!

Vergib mir meine Schuld! Lieber Herr Jesus,

Du bist für mich gestorben und auferstanden!

Ich wähle Dich heute als meinen Retter und Herrn!

Dir will ich gehören! Dir will ich folgen.“



Audio

Audio herunterladen