Johannes: Jesus – Ich will Dich kennen! Teil 7: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ – Mario Wahnschaffe
Johannes-Evangelium: Jesus – Ich will dich kennen!
Identität Jesu: Seine 7 „Ich bin Worte“
- Ich bin die Auferstehung und das Leben (Johannes 11:25) – Mario Wahnschaffe
Verbundenes Wunder: Die Auferweckung des Lazarus (Johannes 11)
„Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.
23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe;
26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“
Johannes-Evangelium 11,21-27
Fragen zur Auferstehung:
- Auferweckt oder Auferstanden? Auferweckung oder Auferstehung?
- Auferstehung! Wann? Jetzt oder am letzten Tag?
- Leben in der Auferstehung. Was bedeutet das?
- Auferweckt oder Auferstanden?
Jesus spricht zu Martha: „Ich bin die Auferstehung und das Leben!“
Die 7 „Ich bin“- Worte des Johannes haben eine Botschaft: Jesus ist ganzer Gott!
In der Bibel gibt es „Toten-Auferweckung“!
Jesus erweckt den toten Lazarus!
Maria bemerkt in Joh.10,38, dass Lazarus nicht nur tot war, sondern der Verwesungsprozess schon eingetreten war:
„Herr, er riecht schon, denn er ist vier Tage hier.“
Das war ein Wunder!
Aber das ist nicht das Alleinstellungsmerkmal von Jesus.
Totenauferweckung wirkten in dem Namen Jesus auch seine Nachfolger.
Petrus erweckt die Tabita von den Toten, nachdem sie schon den Leichnam gewaschen hatten.
Apostelgeschichte 9,36-41
Paulus erweckt den Jüngling, der aus dem Fenster fiel in Troas.
Apostelgeschichte 20,7-12
Aber auch schon im Alten Testament haben wir Totenauferweckungen:
Elia erweckt den Sohn der libanesischen Witwe von Sidon.
„Und Elia streckte sich dreimal über das Kind hin und sprach: Herr, mein Gott, lass doch das Leben dieses Kindes wieder zu ihm zurückkehren.“
1.Könige 17,21
Was ist der Unterschied zwischen Auferweckung und Auferstehung?
Tabita, Euthychus und der Sohn der Witwe von Sidon wurden auferweckt und starben und hatten ein Grab.
Petrus, Paulus und Elia haben die Toten auferweckt, starben und haben ein Grab.
Paulus: Außerhalb von Rom
Petrus im Vatikansdom
Elia auf dem Berg Karmel
Aber wir kennen nicht das Grab von Jesus!
Manche sagen: Das Grab von Jesus ist in der Grabeskirche, manche sagen es ist im prostestantischen Gartengrab.
Wir wissen es nicht, denn das Grab ist leer!
Jesus ist nicht auferweckt. Er hat in der Kraft seines Geistes seinen sterblichen Körper auferweckt!
Die Auferweckung seines Leibes war ein Wunder des EINEN! Dreieinigen Gottes.
Der Vater weckt den Sohn auf: Römerbrief 10,9
Der Heilige Geist weckt Jesus auf: Römerbrief 8,11
Jesus erweckt seinen toten Leib:
„Niemand nimmt <mein Leben> von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen.“
Johannes 10,18
Jesus ist nicht nur auferweckt und danach wieder begraben.
Er ist die Auferstehung und das Leben und er ist Gott:
Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit!
- Auferstehung! Wann? Jetzt oder am letzten Tag?
„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe;
26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“
Johannes-Evangelium 11,25-27
Jesu Auferstehung hat die Totenwelt auf den Kopf gestellt!
Glaubst du das?: Maria sieht die Frage: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“
„Wann ist die Auferstehung aus den Toten?“
„Was ist der Sinn des Leids? Was ist der Sinn von Leben und Tod?“
Undeutlich, wie durch einen Schleier des Nebels hindurch.
Hiob fragt sich in seinem bitteren Leid und Krankheit:
„– Wenn ein Mann stirbt, wird er etwa wieder leben?“
Hiob 14,14
Elihu antwortet ihm mit der Hoffnung der Auferstehung:
„Siehe, das alles tut Gott zweimal, dreimal mit dem Mann,
30 um seine Seele von der Grube zurückzuholen, damit er vom Licht des Lebens erleuchtet wird.“
Hiob 33,30
Heman, der weiseste Mann Israels nach Salomo und Lobpreisleiter vor der Bundeslade, zweifelt in seiner größten Lebenskrise an einem Leben nach dem Tod:
„ Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen aufstehen, dich preisen? //
12 Wird von deiner Gnade erzählt werden im Grab, im Abgrund von deiner Treue?
13 Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?“
Psalm 88,11-13
David, trotz all seines Schmerzes, Ängste und Verfolgungen durch seine Todfeinde, singt:
„Denn mein Leben wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Grube sieht.
11 Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“
Psalm 16,10.11
„Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens[1], fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.
und ich kehre zurück ins[2] Haus des HERRN für immer[3].“
Psalm 23,4.6
Zwischen dem Alten und dem neuen Testament:
Herrscht ein 600 Jahre langes Schweigen des Wortes Gottes.
Es war die Zeit der griechischen Philosophen.
Die Frage: Gibt es ein Leben dem Tod?, beschäftigte die Philosophen:
Epikur: Es gibt kein Leben nach dem Tod! Der Tod macht nur Sinn, wenn man ein gutes Leben auf Erden hatte.
Platon: Jeder hat eine ewige Seele und landet normaler Weise im Reich der Schatten, es sei denn er erreicht einen außergewöhnlichen Stand an Tugend und Bildung und Erkenntnis. Der Tod macht nur Sinn, wenn man ein tugendreicher und gebildeter Mensch war.
Doch mit dem Tod Jesu, seiner Höllenfahrt und seiner Auferstehung, hat er die gesamte Welt der Toten revolutioniert!
„Darum heißt es: »Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er Gefangene[3] gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.«
9 Das Hinaufgestiegen aber, was besagt es anderes, als dass er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde?
10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte.“
Epheserbrief 4,8-10
Jakob stieg hinab in die Totenwelt, in den Sheol:
„⟨Nein,⟩ sondern in Trauer werde ich zu meinem Sohn in den Scheol hinabfahren.“
1.Mose 37,35
Nach der Auferstehung Christi, ändert sich die Perspektive der Gläubigen:
„Wir sterben nicht! Wir gehen nach Hause, um bei Christus zu sein!“
Paulus sagt in all seinen Verfolgungen und Drangsalen:
„Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;“
Philipper 1,23
Christus ist mein Leben! Sterben mein Gewinn! Phil.1,21
„Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe;“
Johannes 11,25
Es ist richtig: Unser Leib wird auferweckt am Tag, wenn Jesus wiederkommt!
1.Thessalonicher 4,16.17
„Wir sind aber getrost und begehren sehr, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.“
2.Korinther 5,8
Auferweckung des toten Leibes: Bei Jesu Wiederkunft – Zukunft
Ewiges Leben in Seele und Geist: Jetzt – Gegenwart und bis über den Tod hinaus!
- Leben in der Auferstehung. Was bedeutet das?
Nimm deinen Stand in Christus ein!
1Wenn ihr nun mit Christus auferweckt seid, dann orientiert euch nach oben, wo Christus ist! Gott hat ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gegeben.
2Richtet also eure Gedanken nach oben und nicht auf die irdischen Dinge!
3Ihr seid ja schon gestorben und euer Leben ist mit Christus bei Gott verborgen.
Kolosser 3:1-3
Die 3 Stufen der ‚Verstoffwechselung‘ eines Nachfolgers:
- Das Wort kennen
3Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?[1]
Römer 6:3
- Das Wort erkennen, das heißt aufnehmen, sich befruchten lassen
6… da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen … 18
Römer 6:6
- Das Wort leben, das heißt, das Wort denken, sprechen, umsetzen …
11So auch ihr: Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!18
Römer 6:11
Beispiel: Persönliche Heiligung
Praktisch: Lerne die Psalmen auswendig
Herausforderung: Leben in der Auferstehung geschieht im Unsichtbaren.
Paulus sagt:
„So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn;
7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
8 Wir sind aber getrost und begehren sehr, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.“
2.Korinther 5,6-8
In der Auferstehungskraft leben, heißt, eine Entscheidung zu treffen, im Glauben zu leben!
Glauben ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung!
Zeugnis: Grabeskirche. Ein Dominikaner und ein Franziskaner erklären uns:
Warum verbietet der Auferstandene Jesus Maria, ihn anzurühren?
Warum fordert Jesus Thomas auf ihn zu berühren?
Thomas war enttäuscht von Jesus.
Thomas war todesmutig, wie Petrus und die anderen und wollte mit Jesus sterben für das messianische davidische Reich, militärisch befreit von den Römern.
Johannes 11,16
Doch als sein Traum vom politischen Reich zerbrach, war er enttäuscht und entfernte sich von den Jüngern und der Nachfolge.
„Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.“
Johannes 20,24
Er wollte nicht dem Wort der Jünger glauben, er wollte nur glauben, wenn er sähe.
Er wollte glauben, wenn er fühlt und untersuchte.
„Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich’s nicht glauben.“
Johannes 20,25
Zweifel ist keine Sünde! Jesus schalt ihn dafür nicht. In seiner Liebe hilft er, unterstützt er seinen Glauben:
„Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Johannes 20,27-29
Thomas wurde Missionar und Märtyrer in Indien!
Maria sucht den Leib ihres Herrn, den sie vom Äußeren kannte.
Sie findet Jesus nicht, nur die Engel.
Dann sieht sie Jesus, den Auferstandenen und erkennt ihn nicht vom Aussehen, sondern nur durch sein WORT!: „Maria“ Johannes 20,16
Jesus, der Auferstandene spricht zu Maria:
„Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.
18 Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.“
Johannes 20,17.18
Unser Glauben kommt nicht durch Schauen oder Berühren.
Unser Glaube kommt durch die Worte Christi. Römer 10,17
Wir leben in der Kraft der Auferstehung, indem er uns mit Namen nennt!
Maria, die ehemalige Prostituierte, schaut nicht mehr zurück auf:
Den alten Christus im Fleisch
Auf ihre alte Identität
Sondern: Auf den Auferstandenen und ihre neue Identität: Die erste Missionarin!
[1] Elberfelder Übersetzung