International Ministry Training: Grundlagen Tauflehre Teil 2 Mario Wahnschaffe / Mobin Zeitler Deutsch/Farsi
Die biblischen Voraussetzungen der Taufe
1.1 Lehre
Jesus befiehlt uns, die Nationen, nicht nur zu Bekehrten zu machen, sondern zu Jüngern. Ein Jünger Jesu ist ein Schüler Jesu. Eine noch bessere Deutung des Wortes Jünger ist: ‚Lehrling‘. Ein Lehrling lernt nicht nur die Theorie, sondern er tut auch das, was er gelernt hat. Ein Jünger Jesu ist somit ein ‚praktizierender Student‘ des Wortes Gottes!
Die Taufe ist eine folgerichtige Umsetzung der Lehre Jesu Christi. Die Taufe ist ein Ergebnis meines Glaubens (Markus 16:16). Mein Glaube kommt aus dem Wort Christi, das ich zuvor gehört und verstanden habe.
17Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.
Römer 10:17
Das bedeutet, der Akt der Taufe nützt nur etwas, wenn man die geistliche Wahrheit, die hinter der Taufe steht, versteht, glaubt und ergreift. Wird einem das Wort nicht gelehrt, kann man es nicht verstehen, versteht man es nicht, kann man es nicht glauben. Ohne Glauben im Herzen ist die praktizierte Taufe ein totes religiöses Werk und wird sich nicht durchschlagend in unserem Leben auswirken. Deswegen sagt Jesus auch:
16„Wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden.“
Markus 16:16
Er sagt nicht: „Wer aber nicht gläubig und nicht getauft worden ist, wird verdammt werden“, wie man aus dem ersten Teil des Verses schließen könnte. Die Taufe ohne Glaube und schließlich ohne das Wissen der geistlichen Lehre über die Taufe ist ein totes Werk und wird keine Auswirkung auf unser geistliches Leben haben.
Bevor wir jemanden taufen, befürworten wir aus diesem Grunde eine gründliche Lehre über die Wahrheiten der Taufe und lehnen eine Säuglings- oder Kindertaufe ab. Kleinkinder können die wichtigen Inhalte der Taufe noch nicht verstehen und müssen es auch nicht.
6.1.1 Exkurs: Gibt es eine Kindertaufe im Wort Gottes?
Spätestens jetzt fragen wir uns vielleicht, ab welchem Alter eine Taufe sinnvoll wäre. Jesus z.B. war 30, als er sich taufen ließ. Dieses relativ hohe Alter hängt aber eher mit seinem hohepriesterlichen Dienst zusammen (Hebräer 8:1-2). Denn nach dem jüdischen Gesetz musste ein Priester 30 Jahre alt sein, um in diesen Dienst einzutreten (4. Mose 4:3). Und wie wir in Kapitel 2 gelesen hatten, begann der Dienst eines Priesters im Alten Testament mit einem Bad.
Wenn wir also festgestellt haben, dass die Taufe eine Glaubenshandlung aufgrund der verstandenen Botschaft und Lehre des Evangeliums ist, sollte der Täufling mindestens so alt sein, dass er auch wirklich die Botschaft und den Anspruch der Taufe versteht. Dies ist natürlich von der jeweiligen Reife und dem Entwicklungsstand des einzelnen abhängig. Wenn die Kinder im Judentum 12-13 Jahre alt waren, wurden sie damals feierlich mit dem Bar-Mizpa-Fest als vollwertige Mitglieder in den Gottesdienst aufgenommen. Man war dann religiös mündig und fähig, selbst verantwortlich vor Gott zu sein.
Dieses Alter der einsetzenden Pubertät ist eine wichtige Zeit. Hier findet meist eine Ablösung vom Elternhaus statt und man fängt an, eigene Entscheidungen zu treffen. So sollte der Entschluss, sich taufen zu lassen, auch eine eigene Entscheidung des Täuflings sein, die unabhängig von Vater und Mutter getroffen wird.
Katholische und evangelische Theologen hingegen versuchen ihre Taufpraxis biblisch abzustützen, indem sie darauf hinweisen, dass im Neuen Testament einige Stellen davon sprechen, dass ganze Familien, also alle Mitbewohner im Hause eines Neubekehrten mitgetauft wurden (Apostelgeschichte 10:48; 16:33). Dies soll ihrer Meinung nach beweisen, dass alle Familienangehörigen, somit auch alle Säuglinge und Kleinkinder, mitgetauft wurden, obwohl dies nicht ausdrücklich in der Schrift steht.
Schauen wir uns deswegen die Stellen an, die hier angeführt werden.
6.1.1.1 Die Taufe im Hauses des Kornelius
– Apostelgeschichte 10, insbesondere die Verse 44-48
Wer ist wohl gemeint, wenn in Vers 48 steht: ‚Und er (Petrus) befahl, dass sie getauft würden im Namen Jesu Christi.‚? Wir müssen verstehen, dass diese Leute, die hier getauft wurden, die ersten Heiden waren in der bis dahin noch judenchristlichen Gemeinde.
Für Petrus war die Taufe von Nichtjuden bis zu diesem Zeitpunkt etwas Unvorstellbares gewesen. Denn aus seiner Sicht war Jesus nur für die Juden gekommen, nicht für die ganze Welt. Das Einzige, was ihn dazu bewog, seine Meinung zu ändern und den Heiden ‚Das Wasser nicht mehr länger zu verwehren, dass sie nicht getauft würden‚, war die Tatsache, dass sie ‚den Heiligen Geist empfangen hatten, wie auch‚ sie selbst zu Pfingsten (Apostelgeschichte 10:47). Alle, die also im Wasser getauft wurden, waren vorher im Heiligen Geist getauft worden und ‚redeten in Sprachen und erhoben Gott‚ (Vers 46). Nun erhebt sich natürlich die Frage, wer vom Haus des Kornelius im Geist getauft wurde? Vers 44 gibt uns die Antwort: ‚Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.‘
Wir können also festhalten, dass nur diejenigen die Wassertaufe empfingen, die die Predigt des Petrus gehört hatten, ihr glaubten und daraufhin die Geistestaufe empfingen. Säuglinge sind somit also von dieser Personengruppe ausgenommen.
6.1.1.2 Die Taufe des Hauses des Kerkermeisters
– Apostelgeschichte 16:30-34
Auch hier soll die Formulierung ‚und der Kerkermeister und alle die Seinen ließen sich sogleich taufen‚ (Vers 33) die Grundlage für eine biblische Säuglingstaufe bieten. Wenn wir die Übersetzung von Luther in Vers 34 lesen, ergibt die Kommastellung den Eindruck, als hätten sich seine Hausgenossen darüber gefreut, dass er allein zum Glauben gefunden habe und sie sich einfach aus Solidarität zu ihm als Familienoberhaupt hätten mittaufen lassen. In der Revidierten Luther Übersetzung steht : ‚Und er freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war.‚ Der griechische Grundtext kennt keine Kommata. Wortwörtlich übersetzt heißt es dort, wenn auch etwas holperig:
‚Er frohlockte sein ganzes Haus mit ihm an Gott gläubig geworden.‘
Dieser etwas schwierige Wortlaut gibt eher den Eindruck, dass sein ganzes Haus mit ihm gläubig geworden war, bevor sie getauft wurden. Das kam ja auch nicht von ungefähr, denn in Vers 32 lesen wir: ‚Sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren.‚ Das bedeutet, dass die Täuflinge vorher im Wort Gottes unterwiesen worden waren, es verstanden hatten und gläubig geworden waren. Auch das würde einer Säuglingstaufe im Neuen Testament widersprechen.
6.1.2 Keine Kindertaufe, aber Kindersegnung
Wenn Säuglinge und Kleinkinder von Jesu Jüngern nicht getauft wurden, bedeutet das nicht, dass Kinder von Jesus nicht geliebt oder sogar herabgesetzt werden. Indem Jesus die Kinder gesegnet hat, zeigte er seine Liebe zu den Kindern auf deutliche Art und Weise (siehe dazu Matthäus 19:14; Markus 10:13-16; Lukas 18:15-17).
Im Gegensatz zur Segnung, bei welcher die Eltern stellvertretend für den Säugling handeln, geht es bei der Taufe um eine bewusste Antwort des Intellekts und des Willens des Täuflings selbst auf die Botschaft des Evangeliums.
1.2 Buße
Echte und wahre Buße von Herzen ist die zweite Voraussetzung für die Wassertaufe. In Apostelgeschichte 2:38 predigt Petrus: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden.“
Was bedeutet das Wort ‚Buße‘ eigentlich? Buße erinnert unweigerlich daran, dass ich für meine Sünden doch noch irgendwie büßen müsste. In früheren Zeiten geißelten sich die Menschen selbst, um ihre Schuld loszuwerden. Ist das Buße? Oder muss man vielleicht durch verschiedene Fastenübungen, Spenden oder lange Gebete versuchen, Gott gnädig zu stimmen? Nein, Buße ist nicht gleich büßen! Wir müssen erkennen, dass wir für unsere Schuld gar nicht „bezahlen“ oder im wörtlichen Sinne „büßen“ können. Das konnte allein nur Jesus durch sein Blut.
Buße-Tun beinhaltet zwei Aspekte. Dazu ist es hilfreich, uns die Geschichte vom verlorenen Sohn näher anzuschauen:
11Ein Mann hatte zwei Söhne.
12Der jüngere sagte: „Vater, gib mir den Teil der Erbschaft, der mir zusteht!“ Da teilte sein Vater den Besitz unter die beiden auf.
13Nach ein paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil zu Geld und zog weit weg in die Fremde. Dort lebte er in Saus und Braus und verjubelte alles.
14Als er nichts mehr hatte brach in jenem Land eine große Hungersnot aus; da ging es ihm schlecht.
15Er hängte sich an einen Bürger des Landes, der schickte ihn aufs Feld Schweinehüten.
16Er war so hungrig, dass er auch mit dem Schweinefutter zufrieden gewesen wäre; aber er bekam nichts davon.
17Endlich ging er in sich und sagte: Mein Vater hat so viele Arbeiter, die bekommen alle mehr, als sie essen können, und ich komme hier um vor Hunger.
18Ich will zu meinem Vater gehen und ihm sagen: „Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden;
19ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Nimm mich als einen deiner Arbeiter in Dienst!“
20So machte er sich auf zu seinem Vater. Er war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah ihn schon sein Vater kommen, und das Mitleid ergriff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen.
21„Vater“, sagte der Sohn, „ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr Wert dein Sohn zu sein“
22Aber der Vater rief seinen Dienern zu: „Schnell, holt das beste Kleid für ihn, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm Schuhe!
23Holt das Mastkalb und schlachtet es ! Wir wollen ein Fest feiern und uns freuen!
24Denn mein Sohn hier war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden.“ Und sie begannen zu feiern.
Lukas 15:11-24
Der verlorene Sohn konnte den Schaden, den er angerichtet hatte, nicht büßen. Dass heißt, er konnte dem Vater das vergeudete Erbe nicht zurückzahlen, selbst wenn er sich ihm lebenslänglich als Sklave verkauft hätte. Nein, er tat Buße, indem er zunächst erkannte, dass sein bisheriges Leben falsch war. Aber dabei blieb es nicht. Seine Umkehr war nicht nur eine Umkehr aus Einsicht, sondern auch des Willens und letztendlich der Tat. ‚Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen.‚ Als der Sohn zum Vater zurückkehrt, nimmt ihn der Vater in seine Arme! Kein Vorwurf, keine Schuldzuweisung ist aus seinem Munde zu hören. Der Vater nimmt ihn wieder mit allen Rechten eines Sohnes in seine Familie auf. Wie groß wird uns hier das Vaterherz Gottes! Wenn wir zu ihm kommen und unsere Schuld bekennen, vergibt ER uns gerne.
Fassen wir zusammen, Buße ist:
- Erkenntnis meiner Fehler und Reue darüber.
- Umkehr zu Gott, meinem Vater, mit der Bitte an ihn, mir die Kraft zu geben, meine Fehler und meine Sünden zu überwinden.
Buße-Tun heißt also nicht, gute Vorsätze zu fassen! Gute Vorsätze sind aus meiner eigenen Kraft geboren, die mich nicht erlösen wird! Wenn echte Buße vor der Taufe fehlt, fehlt damit auch eine wichtige Voraussetzung zur Taufe. Dies würde der Taufe die durchschlagende Kraft nehmen, die sich in deinem Leben entfalten soll.
Dies sehen wir sehr deutlich im Leben von Simon dem Zauberer in Samaria.
13Auch Simon kam zum Glauben. Nach seiner Taufe schloss er sich eng an Philippus an und konnte nicht genug staunen über die großen, machtvollen Wunder, die durch ihn geschahen. …
18Als Simon sah, dass die Menschen den Heiligen Geist empfingen, wenn die Apostel ihnen die Hände auflegten, bot er Petrus und Johannes Geld an
19und sagte: „Verleiht doch auch mir diese Fähigkeit! Ich möchte, dass jeder dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!“
20Aber Petrus sagte zu ihm: „Zur Hölle mit dir und deinem Geld! Meinst du vielleicht, du könntest kaufen, was Gott schenkt?
21Du gehörst nicht mehr zu uns, für dich ist kein Platz in der Gemeinde, weil du dich Gott nicht aufrichtig zuwendest.
22Tue nun Buße über diese deine Bosheit! Bete zum Herrn, dass er dir vielleicht deine bösen Absichten verzeiht!
23Ich sehe du bist voller Verkehrtheit und ganz in das Böse verstrickt!“
24Da bat Simon die Apostel: “Betet ihr für mich zum Herrn, dass die Strafen nicht über mich kommen, die ihr mir angedroht habt!“
Apostelgeschichte 8:13, 18-24
Es heißt in Vers 13, dass auch Simon glaubte und sich taufen ließ. Das Motiv seines Glaubens wird aber erkennbar, als er beobachtet, wie durch das Handauflegen der Apostel die Leute im Heilligen Geist getauft werden. Als er die Apostel bittet, ihre Gabe für Geld auf ihn zu übertragen, weist Petrus ihn scharf zurecht. Wieso glaubte Simon, warum ließ er sich taufen – aus Begeisterung über die Zeichen und Wunder, die Philippus tat. Aber eine ehrliche Buße über sein altes Leben war nicht erfolgt. Er dachte nur: „Ich sehe, dass Philippus ein größerer Zauberer ist als ich“.
1.3 Glaube
Glaube entsteht durch das ‚dauernde Hören‘ auf die Verkündigung des Wortes Christi.
17Also kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.
Römer 10:17
Die Taufe ist der aktive Ausdruck unseres Glaubens. „Wer glaubt und getauft wird soll gerettet werden“ (Markus 16:16). Die Bibel sagt, dass wir mit unserem Herzen glauben (Römer 10:10), aber dieser Glaube durch unser Bekenntnis freigesetzt wird (Römer 10:9). Die Taufe ist keine religiöse Zeremonie, sie ist ein aktives Bekenntnis unseres Glaubens. Ich habe es oft erlebt, dass Menschen gerade bei der öffentlichen Taufe Befreiung und Heilung erlebt haben, weil sie ihren Glauben vor der Öffentlichkeit bekennen. Deswegen ist die Taufe als ein Bekenntnis eine öffentliche Angelegenheit. Sie geschieht vor Gott, vor dem Teufel, vor der Gemeinde und vor unseren Freunden und Verwandten. Ich möchte dich ermutigen, zu deiner Taufe alle deine Freunde und Verwandten einzuladen.
Die Taufe ist also keine Zeremonie, in der du das Objekt bist und ‚etwas mit dir gemacht wird‘, sondern ein Akt deines Glaubens in dem du die biblischen Wahrheiten und Segnungen der Taufe für dich einlöst!
1.4 Gehorsam
Die Taufe ist auch kein Rezept oder ein wohlgemeinter Rat für unser Leben, sondern ein Befehl Jesu. Gehorsam gegenüber Gott birgt eine enorme Kraft und Autorität in sich! Lukas 7:29 sagt: ‚Sie gaben Gott Recht und ließen sich taufen.‘ Was für Möglichkeiten hat Gott, wenn wir ihm das ‚Recht‚ geben zu wirken? Es gibt keine Grenzen mehr für dich, wenn du Gott gehorsam bist!
32 … der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Apostelgeschichte 5, 32
Erinnere dich, dass Jesu mächtiger Dienst in Zeichen und Wundern mit dem Gehorsamsschritt seiner Taufe begann. Vor seiner Taufe sind uns bezeichnenderweise keine Wunder bezeugt!
آموزش خدمت بینالمللی: مبانی نظریه غسل تعمید بخش ۲ ماریو وانشافه / مبین زایتلر آلمانی/فارسی
۶. مبانی کتاب مقدسی غسل تعمید
۶.۱ تعلیم
عیسی به ما دستور میدهد که نه تنها ملتها را تغییر دهیم، بلکه شاگرد نیز بسازیم. شاگرد عیسی، شاگرد عیسی است. تعبیر بهتر کلمه شاگرد، «شاگرد» است. شاگرد نه تنها نظریه را میآموزد، بلکه آموختههای خود را در عمل نیز به کار میگیرد. بنابراین، شاگرد عیسی، «شاگرد عملی» کلام خداست!
غسل تعمید، کاربرد منطقی آموزههای عیسی مسیح است. غسل تعمید نتیجه ایمان من است (مرقس ۱۶:۱۶). ایمان من از کلام مسیح سرچشمه میگیرد، کلامی که قبلاً شنیده و درک کردهام.
۱۷ بنابراین ایمان از شنیدن میآید، و شنیدن از طریق کلام مسیح.
مرقس ۱۶:۱۶ رومیان ۱۰:۱۷
این بدان معناست که عمل غسل تعمید تنها در صورتی مفید است که فرد حقیقت معنوی پشت غسل تعمید را درک، باور و آن را بپذیرد. اگر کلام خدا آموزش داده نشود، فرد نمیتواند آن را درک کند؛ اگر آن را نفهمد، نمیتواند به آن ایمان بیاورد. بدون ایمان در قلب، غسل تعمید یک عمل مذهبی مرده است و تأثیر ماندگاری بر زندگی ما نخواهد داشت. به همین دلیل است که عیسی نیز میگوید:
۱۶ «هر که ایمان نیاورده باشد، محکوم خواهد شد.»
مرقس ۱۶:۱۶
او نمیگوید: «هر که ایمان نیاورده و غسل تعمید نگرفته باشد، محکوم خواهد شد»، همانطور که میتوان از قسمت اول آیه نتیجه گرفت. غسل تعمید بدون ایمان، و در نهایت بدون آگاهی از آموزههای معنوی در مورد غسل تعمید، عملی مرده است و هیچ تأثیری بر زندگی معنوی ما نخواهد داشت.
به همین دلیل، قبل از غسل تعمید هر کسی، ما از آموزش کامل در مورد حقایق غسل تعمید حمایت میکنیم و غسل تعمید نوزاد یا کودک را رد میکنیم. کودکان خردسال هنوز نمیتوانند معنای مهم غسل تعمید را درک کنند، و نیازی هم به آن ندارند.
۶.۱.۱ بررسی اجمالی: آیا در کلام خدا غسل تعمید نوزادان وجود دارد؟
در این مرحله، ممکن است از خود بپرسیم که غسل تعمید در چه سنی مناسب است. به عنوان مثال، عیسی در زمان غسل تعمید ۳۰ ساله بود. با این حال، این سن نسبتاً بالا، بیشتر به احتمال زیاد مربوط به خدمت کاهن اعظم او است (عبرانیان ۸: ۱-۲). طبق شریعت یهود، یک کاهن برای ورود به این خدمت باید ۳۰ ساله باشد (اعداد ۴: ۳). و همانطور که در فصل ۲ میخوانیم، خدمت یک کاهن در عهد عتیق با حمام آغاز میشد.
بنابراین، اگر ثابت کرده باشیم که غسل تعمید عملی ایمانی مبتنی بر درک پیام و آموزههای انجیل است، پس فرد تعمید شونده باید حداقل به اندازه کافی بزرگ باشد تا پیام و الزامات غسل تعمید را واقعاً درک کند. البته این به بلوغ و مرحله رشد فرد بستگی دارد. در یهودیت، کودکان به طور سنتی وقتی به سن ۱۲ یا ۱۳ سالگی میرسیدند، به عنوان اعضای کامل در جشن بار میتزوا پذیرفته میشدند. در آن زمان، آنها از نظر مذهبی بالغ و قادر به پذیرش مسئولیت در برابر خدا در نظر گرفته میشدند.
این سن شروع، بلوغ، زمان مهمی است. این دوره جدایی از خانه والدین است و فرد شروع به تصمیمگیری مستقل میکند. بنابراین، تصمیم برای غسل تعمید نیز باید توسط خود فرد گرفته شود و مستقل از والدینش گرفته شود.
با این حال، متکلمان کاتولیک و پروتستان تلاش میکنند تا با اشاره به اینکه برخی از متون عهد جدید به غسل تعمید کل خانوادهها – یعنی همه اعضای خانواده یک نوکیش – اشاره میکنند (اعمال رسولان ۱۰:۴۸؛ ۱۶:۳۳)، از اعمال غسل تعمید خود به صورت کتاب مقدسی حمایت کنند. به گفته آنها، این ثابت میکند که همه اعضای خانواده، از جمله نوزادان و کودکان خردسال، غسل تعمید میگرفتند، حتی اگر این موضوع به صراحت در کتاب مقدس ذکر نشده باشد.
بنابراین، بیایید به متون ذکر شده در اینجا نگاهی بیندازیم.
۶.۱.۱.۱ غسل تعمید در خانه کرنلیوس
– اعمال رسولان ۱۰، به ویژه آیات ۴۴-۴۸
منظور از آیه ۴۸ چیست وقتی میگوید: «و او (پطرس) دستور داد که به نام عیسی مسیح تعمید یابند»؟ باید درک کنیم که این افرادی که در اینجا تعمید یافتند، اولین غیریهودیان در جامعهای بودند که در آن زمان عمدتاً یهودی مسیحی بود.
برای پطرس، غسل تعمید غیریهودیان تا آن زمان غیرقابل تصور بود. از دیدگاه او، عیسی فقط برای یهودیان آمده بود، نه برای کل جهان. تنها چیزی که او را به تغییر نظر و «دیگر آب را از غیریهودیان برای تعمید گرفتن دریغ نکرد» سوق داد، این واقعیت بود که آنها «روح القدس را دریافت کرده بودند، همانطور که» خودشان در پنطیکاست دریافت کرده بودند (اعمال رسولان ۱۰:۴۷). بنابراین، همه کسانی که در آب تعمید یافتند، قبلاً در روح القدس تعمید یافته بودند و «به زبانها سخن میگفتند و خدا را ستایش میکردند» (آیه ۴۶). حال، طبیعتاً این سؤال پیش میآید: چه کسی از اهل خانه کرنلیوس در روح تعمید یافت؟ آیه ۴۴ به ما پاسخ میدهد: «در حالی که…»