ICB Int. Ministry Training: Bedenke im Anfang was am Ende zählt! – Mario Wahnschaffe

Mario Wahnschaffe

13. Dezember 2025
45 Minuten

Curriculum Herbst 25

ICB Ministry Training   Leitung und Weisheit

Das Buch der Sprüche

Das eigene Herz erkennen.

 

Die richtige Hierarchie der Wünsche Teil 2: Bedenke im Anfang, was am Ende zählt!

13.12.25 Mario Wahnschaffe

 

Als Leiter kann ich lernen, meine Wünsche neu zu ordnen. Wie kann ich die Liebe zu Gott, über die irdischen Dinge setzen, an die ich mein Herz hänge? Was sind die Dinge, die Bestand in der Ewigkeit haben? (Spr.13,19; 23,17.18 – Tim K. S.106)

 

„Armut und Schande dem, der Züchtigung unbeachtet lässt; wer aber Zurechtweisung beachtet, wird geehrt.

19 Ein erfüllter Wunsch tut der Seele gut, aber ein Gräuel ist es den Toren, vom Bösen zu weichen.

20 Wer mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer sich mit Toren einlässt, dem wird es schlecht gehen.“

Sprüche 13,19

 

„Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern um die Furcht des HERRN jeden Tag!

18 Denn wahrlich, es gibt ⟨noch⟩ ein Ende[8], und dann wird deine Hoffnung nicht zerstört.

19 Höre du, mein Sohn, und werde weise und leite dein Herz den ⟨geraden⟩ Weg!

20 Sei nicht unter Weinsäufern, ⟨noch⟩ unter denen, die Fleisch verprassen!

21 Denn ein Säufer und Schlemmer verarmt, und Schläfrigkeit kleidet in Lumpen.

22 Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist!“

Sprüche 23,17-22

 

  1. Spannungsfeld Erziehung

 

„Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth.

40 Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.“

Lukas 2,39.40

 

Kindererziehung war für Jesus ein Spannungsfeld, so wie für uns alle.

 

Es ist ein Spannungsfeld zwischen Erziehung und Brechen eines Kindes.

Antiautoritärer Erziehung – Der Wille des Kindes regiert über die Eltern.

Autoritärer Erziehung: Ein Kind brechen und in eine Schablone pressen!

 

„Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn!“

Epheser 6,4

 

  • Individualität

 

Jedes Kind ist verschieden, ein Original, hat seine eigene Berufung von Gott.

 

„Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er älter wird.“

Sprüche 22,6

 

Nicht: Mache das Kind zu Deiner Kopie!

Kinder werden als Original geboren und sterben als Kopie!

 

Jesus wusste schon früh wer sein Vater im Himmel war – Trotzdem ordnete er sich der Erziehung der Eltern unter: Eltern geben OrIentierung.

  • Ordnung der Natur: Mann oder Frau
  • Ordnung der Beschneidung: Du gehörst zum Volk Gottes
  • Ordnung des Gesetzes Mose: Gut und Böse – 10 Gebote

 

  • Freiheit

Erziehung zur Mündigkeit

Selbstständigkeit

Nicht mit Gewalt den Glauben vermitteln, sondern durch Vorbild und Freude am Leben und Glauben.

Ehe: Also wird der Mensch Vater und Mutter verlassen

Berufung folgen.

Als Partner Gottes Heil in die Erde zu Bringen.

Ja zum Leben und zu der individuellen Berufung zu sagen.

Ein Licht für die Völker zu sein durch Jesus!

 

  1. Hintergrund Familie

Hat das Leben unserer Eltern einen geistlichen Einfluss auf uns?

Haben ihre guten oder schlechten Lebensgewohnheiten einen entscheidenden Einfluss auf unser gegenwärtiges Leben?

Haben wir einen freien Willen? Ist unsere Willensentscheidung unabhängig, von den gesegneten oder sündigen Lebensentscheidungen unserer Eltern?

Die Antwort ist Nein und Ja zugleich, wenn man das Wort Gottes näher betrachtet.

 

Gibt es einen Generationsfluch und familiären Bindungen?

 

In der Bibel finden wir oft wiederkehrende Begriffe, die uns zunächst die Antwort  bejahen lassen, dass jeder Mensch in der Linie von guten und bösen Taten vergangener Generationen steht.

  • Lebensstil: „In den Wegen des Vaters wandeln“

Dieser Begriff wird sowohl für einen segensreichen oder auch sündigen Lebenswandel benutzt.

Segensreich:

„Und Joschafat ging den ganzen Weg seines Vaters Asa; er wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.“

1.Könige 22:43

Wenn Eltern sich für die Wege Gottes entscheiden, dann hat das automatisch auch segensreiche Auswirkungen auf seine Kinder:

Die Kinder sind gesegnet durch den Glauben von Vater und Mutter.

 

„Denn der ungläubige Mann ist durch die6 Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.“

1.Korintherbrief 7:14

 

Durch den Glauben Abrahams waren seine nachfolgenden Generationen gesegnet.

 

„Darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde.“

1.Mose 22:17,18

 

  • Lebensstil: „In den sündigen Wegen des Vaters wandeln“

Die Bibel spricht aber auch, dass Kinder in den sündigen Wegen ihrer Eltern gewandelt sind.

„Und Ahasja tat, was böse war in den Augen des Herrn und ging auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, der Israel zur Sünde verführt hatte.“

1.Könige 22:53

  • „In den Sünden seines Vaters leben“

„Nadab ging auf dem Weg seines Vaters und lebte in den Sünden seines Vaters.“

1.Könige 15:26

 

Diese Formulierungen der Bibel deuten sehr stark darauf hin, dass der heilige oder sündige Lebensstil der Eltern einen starken geistlichen Einfluss auf die Kinder hat.

 

Die Bibel gibt sogar Hinweis darauf, dass die Zeit der Schwangerschaft für ein Baby so eindrücklich sein kann, dass es einen prägenden Einfluss auf die Charakterentwicklung haben kann.

  • Im Positiven Sinne: Johannes der Täufer, als er noch im Mutterleib war, wird erfüllt mit Freude, denn er spürt, dass seine Mutter erfüllt wird mit Heiligem Geist und Gott verherrlicht, weil der ungeborene Jesus in ihrer Nähe ist. Kinder sind gesegnet, wenn ihre Eltern sich vom Heiligen Geist erfüllen lassen:

„Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Lukasevangelium 1:41

 

  • Die Bibel deutet an, dass Ungeborene beeinflusst werden in ihrem späteren Lebenslauf:

„Abgewichen sind die Gottlosen von Mutterschoße an, es irren von Mutterleibe an die Lügenredner.“

Psalm 58:4

 

Gerade in diesen Stellen wird die Wichtigkeit unterstrichen, wie sehr die ungeborenen Kinder, Liebe, Annahme und Segen und Zuspruch der Eltern brauchen, sogar dann schon, wenn sie noch im Mutterleib sind.[1]

 

 

 

 

 

Die Lehre des Neuen Testaments zu „Generationslinien“

Den deutlichsten Beleg dafür, dass das Erlösungswerk Jesu uns erlöst von verderblichen familiären Fluchlinien bietet der Erste Petrusbrief.

„Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel.“

1.Petrusbrief 1:18

 

Die Stelle offenbart, dass Christi Blut uns erlöst hat von der verderblichen Kraft des Erbes unserer Väter: „euren eitlen (vergeblichen) Wandel, von den Vätern überliefert.“

Hier wird am deutlichsten offenbar, dass ohne die Erlösung von Jesus Christus, Nachfahren verurteilt sind in dem eitlen und vergeblichen und eben sündigen Wandel zu gehen und sich damit sündige Gewohnheiten und deren Geister auf nachfolgende Generationen übertragen können. So lehrt es in differenzierter Art und Weise die Thora.

 

„Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation, von denen, die mich hassen.“

2.Mose 20:5

Und an dieser Stelle sehen wir, wie Flüche und auch Schuld der vorigen Generationen ohne die Vergebung die in Christus ist, sich weiter auf folgende Generationen legen können.

 

Eine Beispielsfamilie wo Segen und auch gleichzeitig eine sündige Verhaltenslinie weiter fortpflanzt ist die Familie Abrahams

  • Jakob

Er war ein Betrüger und betrog seinen Bruder Esau um das Erstgeburtsrecht. Um an den Segen des Erstgeborenen zu kommen täuschte und betrog er auch seinen Vater Isaak.   1.Mose 27

Er erntete später in seiner Familie die Konsequenzen seines betrügerischen Handelns und wurde von seinem Schwiegervater Laban um seine angetraute Braut Rahel betrogen, indem er statt ihrer, deren Schwester Lea bekam.  1.Mose 29:25

  • Er aber hatte sich nicht ausgedacht seinen Vater und seine Mutter zu betrügen, denn seine Mutter Rebecca, die Schwester Labans, stiftete ihn dazu an. 1.Mose 27:5-17
  • Betrug schien sich in seiner Familie wie eine Linie durch die vorherigen Generationen zu ziehen.

 

  • Jakobs Vater Isaak

Isaak verleitete seine Frau zum gemeinsamen Betrug gegenüber dem König Abimelech und seinem Volk. Sie behaupteten gemeinsam, sie wären mit verheiratet, sondern Geschwister, da sie sich aus diesem Vorwand Schutz und Vorteil erhofften. 1.Mose 26:7-11

 

  • Jakobs Großvater Abraham

Auch Abraham verleitete seine Frau Sarah zum gemeinsamen Betrug, da er sich vor Pharao fürchtete, der ihn um seiner Frau willen umbringen hätte können, weil Pharao schöne Frauen liebte.

Er täuschte Pharao gemeinsam mit seiner Frau, dass sie nicht verheiratet, sondern Geschwister wären. Durch diese Lüge hätte Pharao beinah Sarah zur Frau genommen und damit hätte Abraham die Verheißung Gottes auf seinem Leben zunichte gemacht, denn Gott hatte ihnen gemeinsam einen Nachkommen versprochen. 1.Mose 20

 

Anhand der Geschichte dieser drei Generationen sehen wir, wie sich eine Generationslinie des Betruges durch Familien-Generationen ziehen kann.

1.Petrus 1:18 zeigt uns vor diesem Hintergrund der mächtigen Kraft einer Generationslinie, wie stark die Erlösungskraft des Blutes Jesu ist.

So wie es die Realität der Generationslinie im Negativen Sinne gibt, so verheißt uns das Wort Gottes, dass Gott zwar den Fluch bis in die dritte oder vierte Generation verfolgt, 2.Mos.20:5;   aber  „der aber Gnade erweist an tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten“.   2.Mose 20:6

Die Segenslinien in einer Generation sind also nach dem Wort Gottes hunderte Male stärker als die Fluchlinien.

Das sehen wir auch sehr schön in der Familie des Timotheus:

Paulus bezeugt diese Segenslinie bis hin in die dritte Generation in dem Leben von Timotheus, seinem Jünger:

„Denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin überzeugt, auch in Dir.“

2.Timotheusbrief 1:5

 

Hier sehen wir, dass sogar der Geist des Glaubens sich durch mehrere Generationen weitervererben kann.

 

 

 

 

 

 

[1] In seinem wohl bekanntesten Werk Das Trauma der Geburt von 1924 entwickelte Otto Rank die Konzeption eines universellen, psychischen Geburtstraumas. Rank beschäftigte sich mit den psychischen Folgewirkungen der Geburt und ebenso mit Überlegungen zum pränatalen Erleben des Fötus. Er ging davon aus, dass jede Geburt zu einem überwältigenden Angsterlebnis des Fötus führe. Er vermutete, dass dieses Trauma der Auslöser für zahlreiche spätere Ängste u. a. die Angst vor dem weiblichen Genitale werden könne, und dass sich in Träumen, Symbolen, Mythen und Kunstwerken die Geburtsthematik nachweisen lasse. Einige Ängste führte Rank auf Erinnerungen an den Mutterleib zurück, etwa die Angst vor dem Allein-Sein in einem dunklen Raum. Er nahm weiter an, dass zumindest die späte pränatale Zeit in bestimmten Aspekten erinnert werden kann. Somit hatte Rank eine Pränatalpsychologie entwickelt, die er auf kulturelle Aspekte anwandte. Quelle: Otto Rank: Das Trauma der Geburt und seine Bedeutung für die Psychoanalyse. 1924. (Nachdruck: Frankfurt 1988, S. 61,98)

 

 



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