ICB International Ministry Training: Segnungs- und Heilungsdienst – Das Salben der Kranken mit Öl – Christine Gräbnitz
ICB International Ministry Training: Segnungs- und Heilungsdienst – Das Salben der Kranken mit Öl – Christine Gräbnitz
Segnungs- und Heilungsdienst
Das Salben der Kranken mit Öl
Einleitung
Es gibt Augenblicke im Leben, in denen ein Mensch spürt, wie zerbrechlich alles
geworden ist:
• Diagnose plötzlich
• Schmerzen rauben Kraft
• Krankenhauszimmer neuer Lebensraum.
• Seele wird müde von Sorgen, Angst und innerer Erschöpfung.
Krankheit betrifft nie nur den Körper. Sie berührt den ganzen Menschen:
• seine Hoffnung,
• seine Beziehungen,
• seinen Glauben,
• seine Zukunft.
„Wo ist Gott in meinem Leid?“
Bibel antwortet nicht mit Theorie – Nähe.
Psalm 23, 4
Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten,
so fürchte ich kein Unglück,
denn du bist bei mir;
dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.
Erste Botschaft des Heilungsdienstes:
Gott bleibt gegenwärtig — auch im finsteren Tal.
1. Jesus sendet seine Jünger zu den Verwundeten
Markus 6, 12 +13
Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun, 13und trieben viele
Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
• Jesus sendet Jünger
• nicht zuerst zu den Mächtigen und Erfolgreichen. Er sendet sie zu den
Leidenden.
• Dort zeigt sich das Reich Gottes.
Die Jünger sollen: predigen, Menschen aufrichten, Kranke salben, Hoffnung
bringen.
• Der Auftrag gilt uns!
• Jesus sieht immer den ganzen Menschen.
Körper. Er richtet Menschen innerlich auf, schenkt Würde zurück und führt in
Gemeinschaft hinein.
Markus 2, 3-12
Und etliche kamen zu ihm und brachten einen Gelähmten, der von vier Leuten
getragen wurde. 4Und da sie wegen der Menge nicht zu ihm herankommen
konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab, und nachdem sie es
aufgebrochen hatten, ließen sie die Liegematte herab, auf welcher der
Gelähmte lag. 5Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten:
Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
6Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren
Herzen: 7Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als
nur Gott allein? 8Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, dass sie so bei
sich dachten, und sprach zu ihnen: Warum denkt ihr dies in euren
Herzen? 9Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind die
Sünden vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und nimm deine Liegematte und
geh umher? 10Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen
Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben — sprach er zu dem
Gelähmten: 11Ich sage dir, steh auf und nimm deine Liegematte und geh
heim! 12Und er stand sogleich auf, nahm seine Liegematte und ging vor aller
Augen hinaus, sodass sie alle erstaunten, Gott priesen und sprachen: So etwas
haben wir noch nie gesehen!
• Noch bevor Jesus den Gelähmten körperlich heilt, sagt er:
„Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“
• Überrascht viele.
• Jesus: Der Mensch braucht mehr als körperliche Gesundheit. Er braucht
Heil für seine Seele.
2. Das Öl – Zeichen der Gegenwart Gottes
Warum Öl?
In der Bibel ist Öl ein Zeichen von:
• Stärkung,
• Heilung,
• Freude,
• Erwählung durch Gott.
Könige und Priester wurden gesalbt. Die Salbung bedeutete:
Gottes Geist begleitet dich.
Wenn ein Kranker gesalbt wird, sagt die Gemeinde:
Du bist nicht vergessen.
Gott ist dir nahe.
Öl nicht magisch. Die Kraft liegt nicht im Stoff, sondern in Gottes Gegenwart
und im Gebet.
Aber wir Menschen brauchen Zeichen.
• Darum legt Jesus die Hände auf.
Darum segnet die Gemeinde.
Darum wird gesalbt.
• Gott begegnet uns nicht nur in Gedanken, sondern oft durch sichtbare
und spürbare Zeichen.
Jesaja 43,1
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen
gerufen; du bist mein.“
Kranke brauchen:
Du bist nicht allein.
3. Heilung und die Spannung des Glaubens
Schwere Frage:
Warum werden manche gesund — und andere nicht?
Spannung:
Wir beten.
Wir hoffen.
Und manchmal bleibt die Krankheit.
falsch und grausam: „Dann war dein Glaube zu schwach.“
So spricht Jesus nie.
Jesus begegnet Kranken nicht mit Schuldzuweisungen, sondern mit Erbarmen.
• Heilung bitten.
• Gott kann heilen.
Aber christlicher Glaube bedeutet nicht:
„Gläubige werden nie krank.“
Sogar Paulus
2. Korintherbrief 12,9
„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen
mächtig.“
Nicht Stärke ist der Ort, an dem Gott besonders wirkt —
sondern oft gerade unsere Zerbrechlichkeit.
4. Heilung bedeutet mehr als Gesundwerden
• Heilung: Wiederherstellung körperlicher Gesundheit.
• Die Bibel sieht tiefer:
Ein Mensch kann äußerlich gesund sein — und innerlich zerbrechen.
Und ein Mensch kann schwer krank sein — und dennoch Frieden finden.
Psalm 147, 3:
„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“
• Heilung: Leib und Seele.
Luk 3, 42-48
Unterwegs wurde er beinahe erdrückt, weil sich so viele Menschen um ihn
drängten.
43Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an starken
Blutungen litt. Niemand hatte ihr helfen können, obwohl sie schon von vielen
Ärzten behandelt worden war und dafür ihr ganzes Geld ausgegeben hatte.
44Diese Frau zwängte sich durch die vielen Menschen hindurch und berührte
heimlich von hinten ein Stück seines Gewandes. Im selben Augenblick hörten
die Blutungen auf.
45»Wer hat mich angefasst?«, fragte Jesus. Aber niemand wollte es gewesen
sein, und Petrus meinte: »Herr, die Leute drücken und bedrängen dich von allen
Seiten, und da fragst du, wer dich angefasst hat?« 46Jesus erwiderte: »Jemand
hat mich ganz bewusst berührt. Ich habe gespürt, wie heilende Kraft von mir
ausgegangen ist!« 47Als die Frau erkannte, dass Jesus alles bemerkt hatte, kam
sie zitternd zu ihm und fiel vor ihm nieder. Vor allen Leuten erzählte sie,
weshalb sie ihn berührt hatte und wie sie sofort gesund geworden war.
48»Meine Tochter«, sagte Jesus zu ihr, »dein Glaube hat dich geheilt. Geh in
Frieden!«
• Er nennt sie „Tochter“.
Er gibt ihr Würde zurück.
Er holt sie zurück in die Gemeinschaft.
• Das ist biblische Heilung:
Der Mensch findet zurück ins Leben.
5. Die Gemeinde trägt die Kranken
Jak 3, 14-15
Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen
lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des
Herrn. 15Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr
wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm
vergeben werden.
• Krankheit macht einsam.
• Wenn nicht mehr leistungsfähig sind, zieht sich die Welt zurück.
• Gemeinde darf niemals eine Gemeinschaft der Starken allein sein.
Erster Korintherbrief 12,26
„Leidet ein Glied, so leiden alle Glieder mit.“
Galaterbrief 6,2
„Einer trage des andern Last.“
Auftrag der Gemeinde:
• besuchen,
• zuhören,
• beten,
• segnen,
• mittragen.
Heilung: „Ich bin nicht vergessen.“
6. Christus – der Verwundete und Heilende
• Das Zentrum aller christlichen Heilung ist Jesus Christus selbst.
• Er heilt nicht aus sicherer Distanz: weint. leidet. trägt Schmerzen.
Er stirbt am Kreuz.
Darum kann kein leidender Mensch sagen:
„Gott versteht meinen Schmerz nicht.“
Jesus kennt dich
Hoffnung:
Röm 8,38
Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, 39weder
Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der
Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.
Tiefste Hoffnung des Glaubens:
Keine Krankheit, kein Leid,
nicht einmal der Tod
kann uns aus Gottes Hand reißen!
7. Die große Hoffnung Gottes
Die Bibel endet nicht mit Krankheit und Tod.
Off 21, 4
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.“
• Das ist die endgültige Heilung:
die Vollendung bei Gott.
• Darauf gehen wir zu.
• Darum ist jede Krankensalbung,
jedes Gebet,
jeder Segen
ein Zeichen dieser kommenden Hoffnung.
Schluss
• Gott kommt den Verwundeten nahe.
• Wenn Menschen gesalbt werden,
wenn Hände aufgelegt werden,
wenn gebetet wird,
dann geschieht etwas Heiliges:
• Ein Mensch erfährt:
Ich bin getragen.
Ich bin nicht allein.
Christus ist bei mir.
• Und vielleicht ist genau das manchmal das größte Wunder.