metanoia – Erneuertes Denken Teil 4: Die richtige Ernährung – Philipper 4,7-9 Christine Gräbnitz
metanoia – Erneuertes Denken Teil 4: Die richtige Ernährung – Philipper 4,7-9
Christine Gräbnitz
Erneuertes Denken – Die richtige Ernährung der Seele
Philipper 4,7–9
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und
eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!
8Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was
rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas
Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! 9Was ihr auch gelernt und empfangen
und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird
mit euch sein.
1. Einstieg
• Mein Körper meldet sich Hunger hat.
• Was möchte ich essen, Gesundes oder Ungesundes?
• McDonald’s.
• Schokolade
• Konsequenzen
• Ich habe gemerkt: Auch meine Seele, aber subtiler
schlecht gelaunt, gereizt, innerlich müde,
nicht immer Umstände
womit ich mein Denken tagelang gefüttert habe:
Sorgen. Schlagzeilen. Inneres Meckern.
• Gedankliches Fast Food.
Und dann wundere ich mich, warum mir innerlich schlecht wird.
Paulus schreibt in diese Erfahrung hinein – und das Bemerkenswerte ist:
Er tut es nicht aus einer Komfortzone heraus,
sondern aus dem Gefängnis.
Um ganz praktisch zu verstehen, wie wichtig es ist, mit was wir uns
beschäftigen, habe ich Aspekte aus der Lernpsychologie mitgebracht.
2. Lernen im Gehirn – und was das mit unserem Glauben zu tun hat
Unser Gehirn besteht aus
Nervenzellen (Neuronen). Diese
sind über Verbindungen
miteinander verknüpft.
• Wenn du etwas Neues
lernst, zum Beispiel ein
Wort oder eine Bewegung:
• Bestimmte Nervenzellen werden aktiv.
• Sie schicken sich Signale hin und her.
• Je öfter du etwas wiederholst:
• Werden die Verbindungen zwischen diesen Nervenzellen stärker.
• Das Gehirn merkt sich: „Das ist wichtig!“
• Das ist wie ein Trampelpfad:
• Am Anfang kaum sichtbar.
• Je öfter man darüber läuft, desto breiter und fester wird er.
• Schließlich Nervenautobahn
Lernen bedeutet also:
Verbindungen im Gehirn verändern sich und verstärken sich.
Wir bauen Nervenautobahnen.
Das ist großartig.
Aber hier liegt auch eine Gefahr.
Denn wir bauen nicht nur gute Autobahnen.
Wir bauen auch negative.
Autobahnen der Angst.
Der Sorge.
Des Zynismus.
Der Hoffnungslosigkeit.
Darum schreibt Paulus – ganz bewusst – diesen Satz:
Vers 8
„Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und
gerecht ist,
was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat.
Beschäftigt euch mit dem, was Lob verdient.“
• Beschäftige dich mit guten Dingen
• Was einen guten Ruf hat
Achte darauf, womit du deine Seele
fütterst.
• Wie beim Essen: Du kannst
entscheiden: Burger von MC oder
Salat?
• Konsequenzen
Kein Wunder:
• Horrorfilme erzeugen Angst und Albträume.
• Horrorfilm, als ich Kind war.
• Pornografie zerstört Beziehungen und Nähe.
• Dauernde Sorgen rauben Lebensfreude. Sorgenkreise lösen Problem
nicht
Paulus wusste, wovon er spricht.
Für ihn war diese Gedankenhygiene überlebenswichtig.
Wie resilient war er!!!
Für uns ist sie es auch.
Entscheidung!
3. Jeremia 29 – Wenn sich das eigene Leben wie Exil anfühlt
• Jeremia schreibt an Menschen im Exil.
• Babylon.
• hoffen verzweifelt:
Das kann doch nicht lange dauern. Bald ist alles vorbei. (Propheten)
• Betrübt und bedrückt
Jeremia 29, 4-6
Jeremia schrieb:
So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggeführten,
die ich von Jerusalem nach Babel weggeführt habe: 5Baut Häuser und wohnt
darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; 6nehmt Frauen und zeugt Söhne
und Töchter; Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe,
und betet für sie zum Herrn; denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden
haben!
• Exil – das ist nicht nur ein historischer Ort.
Es ist ein geistlicher Zustand, den viele von uns kennen.
Mir fällt auf: viele Menschen sind berückt, sehen wenig Hoffnung
Wir leben mit:
• schlechten Nachrichten
• Kriegen
• wirtschaftlicher Unsicherheit
• steigenden Preisen
• technologischem Wandel, KI, der uns überholt
• „babylonischen System“.
Und manchmal fühlen wir uns darin gefangen.
• Damals: falsche Propheten
„Keine Sorge. Das ist alles bald vorbei.“
• Heute heißen sie vielleicht:
YouTube
Sozialmedia
(Junge Frauen: Selfies Filter)
Schnelle Endzeit-Erklärungen.
Oder die Botschaft: Glaube richtig, dann hast du keine Probleme.
Ganz wichtig: Nicht positiv Denken, man will durch eigene Kraft
erzwingen, dass meine Probleme verschwinden.
• Zeugnis „Wenn ich nur das richtige sage, werde ich geheilt.“Seit
• Irrweg. Mit eigener Kraft.
Aber Gott spricht anders.
4. Häuser bauen und Gärten
pflanzen
Gott lässt Jeremia schreiben:
„Baut Häuser und wohnt darin.
Pflanzt Gärten und esst ihre
Früchte.“
Gott sagt nicht:
Haltet irgendwie durch, bald ist alles
vorbei.
Er sagt:
Richtet euch ein. Lebt. Gestaltet euer
Leben – hier und jetzt.
• Nicht Zelte, sondern Häuser.
Nicht nur überleben, sondern pflanzen.
Nicht warten, sondern leben.
• Gott fordert zuerst zum Leben auf – nicht zum Rückzug.
• Genieße dein Leben, auch in schwierigen Umständen
Drehe dich nicht um Sorgen
Um das, was du verpasst hast
Freude an Beziehungen.
An Ehen.
An Kindern.
Am Alltag.
Leben genießen – selbst im Babylon.
5. Sucht den Frieden der Stadt
Und dann geht Gott noch weiter:
„Sucht den Frieden der Stadt,
in die ich euch weggeführt habe,
und betet für sie.“
Nicht kämpfen.
Nicht verfluchen.
Nicht verhärten.
Beten.
Auch für die, die uns das Leben schwer machen.
1. Tim 2, 1-2
1So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete,
Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, 2für
Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und
stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; 3denn
dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, 4welcher will, dass
alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit
kommen.
Christlicher Glaube heißt nicht Rückzug.
Er heißt Verantwortung übernehmen –
für eine unvollkommene Welt.
Für Babylon zu beten bedeutet:
• sich nicht vom Hass bestimmen zu lassen
• nicht vom Wunsch nach Vergeltung
• nicht vom Zynismus
Beten – Gedanken auf Jesus richten. Mit seinen Augen sehen.
Seele ernähren
• Jesus legt dir vor: Hamburger oder frischer Salat für die Seele!! Du
entscheidest.
• Wie Michel
•
6. Lasst euch nicht von falschen Propheten täuschen
Luk 21, 8
Jesus antwortete: »Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen!
Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich behaupten:
›Ich bin es – der Retter, auf den ihr wartet!‹ Und sie werden verkünden: ›Jetzt
ist die Zeit gekommen!‹ Lauft ihnen nicht nach! 9Ihr werdet von Kriegen und
Unruhen hören. Aber lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das alles muss
geschehen, aber das Ende kommt noch nicht sofort danach.«
Gottes Hoffnung ist keine billige Vertröstung.
Sie ist eine Hoffnung mit langem Atem.
Vers 11
„Ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe –
Gedanken des Friedens und nicht des Unheils,
um euch Zukunft und Hoffnung zu geben.“
Keine Garantie für ein problemloses Leben.
Aber die Verheißung:
• Euer Leben ist nicht sinnlos.
• Eure Zeit ist nicht verloren.
• Eure Geschichte ist nicht aus Gottes Hand gefallen.
7. Dankbarkeit – mein Trainingsplan für Freude
Ein praktischer Tipp
Positive Gedankenautobahnen:
Ich schreibe jeden Abend 3 Dinge auf, für die ich dankbar bin.
• Manche Tage sind sehr geistlich:
Gebet. Gespräch. Hoffnung.
• An anderen Tagen sind es kleine Dinge:
Kaffee. Warme Socken..
Dankbarkeit schärft den Blick.
Und Freude folgt oft hinterher.
Psalm 68, 4
Die Gerechten aber werden sich freuen
und fröhlich sein vor Gottes Angesicht
und jubeln vor Freude.
5 Singt Gott, lobsingt seinem Namen!
Macht Bahn dem, der durch die Steppen fährt,
Herr ist sein Name,
und frohlockt vor ihm!
6Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen
ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt;
7ein Gott, der Vereinsamten ein Heim gibt,
der Gefangene hinausführt ins Glück
8. Wie kann ich meine Seele richtig ernähren?
• Entscheidung
• Bete auch für Babylon
• Bepflanze deinen Garten und genieße die Früchte!
• Schreibe dir auf, wofür du dankbar bist
• Pflege deine Beziehung zum Herrn
Phil 4, 7
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und
eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!
Gebet eines Kindes
„Lieber Vater im Himmel, ich komme jetzt zu Dir!
Vergib mir meine Schuld! Lieber Herr Jesus,
Du bist für mich gestorben und auferstanden!
Ich wähle Dich heute als meinen Retter und Herrn!
Dir will ich gehören! Dir will ich folgen.“