7 „Ich bin“-Worte von Jesus – Teil 6: Ich bin der wahre Weinstock – Christine Gräbnitz

Mario Wahnschaffe

27. Oktober 2025
25 Minuten

Predigtreihe die 7 Ich bin-Worte von Jesus

  1. Ich bin der wahre Weinstock

Johannes 15, 1-5

 

Der Weinstock und die Reben

1»Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2Alle Reben am Weinstock, die keine Trauben tragen, schneidet er ab. Aber die Frucht tragenden Reben beschneidet er sorgfältig, damit sie noch mehr Frucht bringen. 3Ihr seid schon gute Reben, weil ihr meine Botschaft gehört habt. 4Bleibt fest mit mir verbunden, und ich werde ebenso mit euch verbunden bleiben! Denn eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Früchte tragen, sondern nur, wenn sie am Weinstock hängt. Ebenso werdet auch ihr nur Frucht bringen, wenn ihr mit mir verbunden bleibt.

5Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten

 

  1. Das Bild Vom Weinstock und den Reben

 

 

 

 

 

 

  • Weinstock: Wurzeln und Stamm
  • Reben: Kleine Äste
  • Weingärtner beschneidet, bindet hoch
  • Kunst
  • Veredelung
  • Kleine Triebe kann man bei Ebay kaufen
  • Kindheit: Herbstferien auf dem Weingut Tante (Riesige Fässer, steile Weinberge, sehr gut gepflegt, sie achtete auf den genau richtigen Schnitt, Weinproben.

 

  • Besuch Apfelhof

 

  • Apfelgärtnerin

 

 

 

  1. Bild vom Weinstock und den Reben bezogen auf uns

 

1»Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.

5Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben.

  • Anschauliches, vertrautes Bild damals in Israel
  • Heute auch
  • Rebe ist völlig abhängig vom Weinstock
  • Gott ist der Weingärtner, der Reben pflegt

 

  1. Jesus, der wahre Weinstock

„Ich bin der wahre Weinstock“, sagt Jesus.

  • Warum der wahre? – Ursprung allen Lebens, aller Dinge
  • Was für ein Bild! Nicht: Kontrolleur eures Lebens“, oder: „Ich bin euer Richter“.
    Nein ich bin der Weinstock.

 

  • Er ist der, aus dem Leben fließt.
    Er ist verwurzelt – fest, treu, stark.
    Er ist die Quelle, nicht die Forderung.
  • Das ist Evangelium:

nicht selbst produzieren.
empfangen.
Nicht deine Aufgabe, dich zu retten – sondern seine Aufgabe, dich zu halten.

  • Zeugnis: Beerdigung
  • Jesus liebt bedingungslos
  • Der Weinstock versorgt die Reben mit allem, was sie brauchen:
  • mit Saft,
  • mit Kraft,
  • mit innerem Leben.

 

  • Jesus versorgt uns mit dem, was wir selbst nicht herstellen können:
  • Gnade, wenn wir gefallen sind.
  • Frieden, wenn wir zerrissen sind.
  • Hoffnung, wenn wir resigniert haben.
  • Liebe, wenn unser Herz kalt geworden ist.

 

 

 

  1. Wir sind die Reben

Wir leben in einer Zeit, in der alles fließt – alles ändert sich, oft schneller, als uns lieb ist:

  • Menschen wechseln Beziehungen, Berufe, Orte, Meinungen.
  • Was heute trägt, kann morgen schon wanken.
  • Selbst der eigene Glaube ist manchmal nicht fest, sondern fragil, angefochten, angezweifelt.

In diese Unsicherheit hinein sagt Jesus:

„Bleibt in mir.“

Nicht: Werdet stärker.
Nicht: Leistet mehr.
Nicht: Beweist euren Glauben.

Zeugnis: Papa Physik – Liebe durch Leistung

Sondern: Bleibt.
Ein einfaches Wort – aber es meint etwas ganz Tiefes:

Bleiben heißt: Vertrauen, auch wenn man nicht versteht.
Bleiben heißt: Dasein, auch wenn es dunkel ist.
Bleiben heißt: Verbunden sein – nicht perfekt, aber ehrlich.

 

  1. Der Weingärtner – Gott, der auch schneidet

Aber dann kommt etwas Schmerzhaftes:

„Jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt (beschneidet) er, damit sie mehr Frucht bringt.“

  • Das tut weh.
  • Garten im Herbst

 

 

  • Man versteht nicht, warum Gott Dinge nimmt, die doch gut waren:
  • eine Freundschaft,
  • eine Aufgabe,
  • eine Gesundheit,
  • eine Lebensplanung.
  • Geliebten Menschen

 

Aber der Vater ist nicht ein willkürlicher Zerstörer, sondern ein liebevoller Gärtner.
Er schneidet nicht, um zu verletzen, sondern um das Leben zu fördern.
Er nimmt nicht weg, um dich klein zu machen – sondern damit das Wahre wachsen kann.

Joh 12, 24+25

Ich sage euch die Wahrheit: Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, obwohl es selbst dabei stirbt. 25Wer an seinem Leben festhält, wird es verlieren. Wer aber sein Leben in dieser Welt loslässt, wird es für alle Ewigkeit gewinnen.

  • Bild auf Jesus
  • Loslassen
  • Vielleicht bist du gerade in so einer Zeit des „Beschneidens“
  • Vielleicht hast du einen Verlust erlitten
  • Oft öffnet sich eine neue Tür
  • Elisabeth

 

  1. Frucht – aus der Verbundenheit mit Gott

Was ist eigentlich diese „Frucht“, von der Jesus spricht?

Gal 5, 22

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

 

  • Nicht fromme Leistung
  • Nicht Erfolg
  • Nicht glänzen zu müssen.
  • Es geht in erster Linie um Charakter!

Die Frucht, die Gott sucht, ist oft unsichtbar für die Welt – aber sichtbar für ihn:

  • Geduld in einer Situation, die dich zermürbt.
  • Treue im Kleinen, die niemand sieht.
  • Ein gutes Wort, gesprochen im richtigen Moment.
  • Liebe zu jemandem, der schwer zu lieben ist.
  • Vergebung, wo du verletzt wurdest.
  • Hoffnung, da wo andere nur noch resignieren.

 

Frucht ist das, was aus Christus heraus in dir wächst.
Nicht aus deiner eigenen Kraft, sondern aus deiner Verbindung zu ihm.

 

Kol 3, 12 und 13

So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; 13ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. 14Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist. 15Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen;

 

  • Bild: Kleidungsstück
  • Charakterstärke
  • Einfluss auf unsere Welt an deinem Platz!

 

 

 

  1. Ohne Jesus – nichts. Mit ihm – alles.

Jesus sagt:

„Ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Das ist keine Drohung. Es ist die Befreiung von einem tödlichen Irrtum:
dem Irrtum, dass wir unser Leben allein meistern könnten.

Fühlst du dich manchmal

  • Ausgebrannt.
  • Glaubensmüde.
  • Innerlich hohl.
  • Funktionierend, aber nicht mehr lebendig.

 

Genau dann brauchen wir diesen Satz – als Erinnerung und Einladung:

Ohne Christus verdorrt die Seele.
Mit ihm lebt sie auf.

 

  1. Die Freude, in der göttlichen Berufung zu leben

 

  • Bei aller Ernsthaftigkeit – bei aller Rede von Beschneidung, Frucht und Abhängigkeit vom Weinstock – dürfen wir eines nicht übersehen:
  • Wir alle haben Grund zu einer riesengroßen Freude
  • wir leben am Weinstock für alle Ewigkeit!
    Gott meint dich und mich
  • er hat uns berufen!
  • Gott wollte dich und mich, mit all unsere Schwächen, aber auch unseren tollen Stärken

 

 

 

Luk 10, 17-20

Die Rückkehr der zweiundsiebzig Jünger

17Als die zweiundsiebzig Jünger zurückgekehrt waren, berichteten sie voller Freude: »Herr, sogar die Dämonen mussten uns gehorchen, wenn wir uns auf deinen Namen beriefen!«

18Jesus antwortete: »Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. 19Ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die Gewalt des Feindes zu brechen. Nichts wird euch schaden. 20Doch freut euch nicht so sehr, dass euch die bösen Geister gehorchen müssen; freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind!«

  • Christus beruft uns nicht, weil wir etwas Besonderes leisten könnten,
    sondern weil er uns zu sich ziehen will – ins Leben, in seine Nähe, in seine Liebe.
  • Weil er mit uns zusammen sein Reich bauen möchte

Johannes 15,16

„Ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt.“

  • Du bist berufen, mit deinem Leben Teil dieses lebendigen Weinstocks zu sein.
    Mit deinen Gaben.
    Mit deiner Geschichte.
    Mit deiner Unvollkommenheit.
  • Du bist berufen, Frucht zu bringen, die bleibt.
  • Und diese Berufung zeigt sich nicht nur im Gottesdienst oder in spirituellen Momenten, sondern mitten im Alltag:
  • Wenn du einem Menschen mit Liebe begegnest.
  • Wenn du etwas Kleines treu tust.
  • Wenn du loslässt, was dich bindet.
  • Wenn du spürst: Ich bin Teil von etwas Größerem.
  • Wenn du merkst: Ich wachse – langsam, aber ehrlich.

Dann wird deutlich:

Unsere Berufung ist nicht eine Last – sie ist ein Geschenk.
Sie ist nicht etwas, das wir schaffen müssen – sondern etwas, das wir empfangen dürfen.
Und sie bringt Frucht – Frucht, die bleibt.

 

Joh 15,11

Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird.

 

 

 

Zusammenfassung

 

  • Jesus ist der wahre Weinstock, wir sind die Reben. Der Vater ist der Weingärtner.
  • Unsere Aufgabe ist es, zu bleiben, mit Jesus verbunden zu bleiben.
  • Dann bringen wir viel Frucht.
  • Dann bringen wir Frucht, die ewig bleibt

 

  1. Gebet eines Kindes

„Lieber Vater im Himmel, ich komme jetzt zu Dir!
Vergib mir meine Schuld!  Lieber Herr Jesus, 
Du bist für mich gestorben und auferstanden!
Ich wähle Dich heute als meinen Retter und Herrn!
Dir will ich gehören! Dir will ich folgen.“

 

 

 

 

 

 

 

 



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