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Was glaubst Du, wer du bist? Teil 4: Ich bin in Christus

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Foto: sxc.hu

1. Christus anziehen

Diese Predigt als MP3 hier anhören.

Was hat Taufe mit Identität zu tun?

Gal.3:27 „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen.“

Die Taufe ist das äußere Bekenntnis für ein radikales Werk, das Christus in uns getan hat.

Die Taufe ist weder ein „Silvester-Versprechen“, noch ein „christliches Abitur“, in welchem wir verkünden, das wir perfekt sind oder wir es geschafft haben.

Wir bekennen mit der Taufe, dass Christus ein übernatürliches Werk in uns getan hat, das tiefer geht als die Vergebung von Schuld.

Vergebung von Schuld, heißt nicht unbedingt, dass unser Charakter oder unsere Identität verändert worden ist.
Beispiel: Vorurteile in unserer Gesellschaft/Gemeinde gegenüber Straftätern.

Christus berührt das innerste unserer Identität:

„Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2.Kor.5:17

Gott hat uns durch die Taufe mit den Eigenschaften von Christus bekleidet.

Viele wissen nicht, dass Adam und Eva im Paradies zwar keine Kleider aus Stoff hatten, aber sie waren bekleidet mit der Herrlichkeit Gottes.

Ps.8:6 „Denn du hast ihn [den Menschen] wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit krönst du ihn.“

Durch Verführung und Sünde verloren sie ihre „herrliche Kleidung“ und Identität und wurden entblößt und erkannten, dass sie nackt waren.

Es war die Geburtsstunde der Scham:
Man versuchte sich voreinander zu schützen, mit behelfsmäßigen Blätter von Feigenbäumen.

Scham ist etwas, was nicht von Anfang an da war.
Es entstand nach dem Sündenfall und nach dem Wegfall von Vertrauen und Glauben. Es ist uns gegeben zum Schutz vor der Bosheit der Menschen.

So gibt es ein aktuelles Beispiel für die Wichtigkeit von Scham in unserer modernen Internetgesellschaft:

In unserer Facebook und Twitterwelt gibt es eine dunkle Schattenseite:

Amanda Todd
Amanda Todd

Sie hat einen Namen: Amanda Todd
Amanda Todd hat sich mit 15 Jahren das Leben genommen, weil sie einer neuen Krankheit der Internetwelt nicht entkommen konnte: Das Internetmobbing.

Amanda hatte schon mit 12 Jahren viel von Ihrer Persönlichkeit und von ihrer Gesangskunst im Internet geteilt.

Bis sie auf jemanden traf, von dem sie emotional abhängig wurde, und der sie mit ihren 12 Jahren überredete, ein Nacktfoto ins Netz zu stellen.

Diese Entscheidung sollte der größte Fluch in ihrem Leben werden. In der Schule wurde sie gemieden und verachtet und sie wechselte oft die Schule, nur um herauszufinden, dass das Internet niemals vergisst!

Wenige Stunden vor ihrem Selbstmord veröffentlichte sie noch einen Hilferuf per Youtube, aber niemand reagierte. Das Video können Sie hier sehen.

Es war ein Aufschrei für alle Eltern, sich mehr zu interessieren, was ihre minderjährigen Kinder im Internet erleben.

Werner Ebner, Internet-Mobbing-Berater für Schulen und Eltern sagt auf seiner Homepage:
Dass die verletzte Scham und Demütigung ein nicht enden wollender Kreislauf der Destruktion ist:

Bei Scham befindet sich unser „Ich“ im Zustand existenzieller Angst und Verteidigungshaltung.

Man versucht Scham abzuwehren durch:
– Flucht
– Im Boden versinken
– Angriff: Denn Scham ist so schmerzhaft, dass sie mit allen Mitteln abgewehrt werden muss, weil die betroffene Person um ihr Überleben kömpft.

Schamabwehr:
– Andere lächerlich machen
– Macht und Unterdrückung
– Zynismus
– Über andere Gerüchte verbreiten.

Als Adam und Eva durch die Täuschung Satans entkleidet wurden,
hat Gott ihre Scham bekleidet mit einem Fell.
Denn nicht Kain und Abel waren die ersten, die ein Opfer brachten, sondern Gott selbst.

Jesus ist unser perfektes Opfer: Nackt und entblößt und voller Scham und Beschämung starb er am Kreuz.
Er wurde zur Schande für uns gemacht, damit wir von Gott mit Würde bekleidet werden.

Sach.3:1-5 Die Geschichte vom Hohepriester Josua, der mit befleckten Kleidern vom Satan verklagt wurde. Aber der Engel des Herrn verteidigte ihn und bekleidete ihn mit reinen Kleidern.

2. Gott bekleidet uns mit Kraft!

Jes.52:1 Wach auf, wach auf! Kleide Dich, Zion, in deine Kraft!

Wenn wir getauft werden, werden wir mit Christus bekleidet und gleichzeitig mit seinen Fähigkeiten.

Wenn wir bestimmte Spezialkleidung anziehen, wird uns eine bestimmte Fähigkeit verliehen, die wir vorher nicht hatten oder erzeugen konnten:

– Regenkleidung
– Feuer-feste Kleidung
– Winterkleidung

Apg.1:8 Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.

Vater Dick und Sohn Rick Hoyt (Celebrale Lähmung) haben gemeinsam an mehreren Marathons und Triathlons teilgenommen.

Team Hoyt
Team Hoyt

Jos.6:36 „Aber der Geist des Herrn umkleidete Gideon!“

Er glaubte zunächst nicht an die Kraft, die Gott in ihn gelegt hatte.
Gott sprach zu ihm: Geh hin in dieser Deiner Kraft!
Gottes Geist umkleidet uns und setzt unsere persönliche Berufung frei!

2.Tim.1:7 „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und Selbstbeherrschung.“

3. Kleider machen Leute!

Gott bekleidet uns durch die Taufe mit Christus:
Aber nicht nur mit Kraft und Fähigkeiten,
er bekleidet uns auch mit seinem Charakter!

Phil.2:10 Habt die gleiche Gesinnung: Jesus entkleidete sich und legte die Eigenschaften Gottes ab
Und nahm Knechtsgestalt an und erniedrigte sich selbst, um uns zu retten!

Kol.3:12-14
Zieht nun an als Auserwählte:

– Erbarmen
– Milde
– Langmut
– Vergebung
– Liebe

Röm.6:4 sagt, dass wir durch die Taufe auferweckt sind mit ihm.

Raoul Wallenberg
Raoul Wallenberg

Jesus ist das Gegenteil von Religion. Religion berührt nur unser Verhalten. Jesus berührt uns so tief, dass er unsere wahre Identität erweckt.

Die Geschichte von Raoul Wallenberg, der durch seinen mutigen Einsatz und Auftreten 70.000 Juden in Ungarn das Leben rettete.

Pastor Mario Wahnschaffe, Bonn 2014

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