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Ich bin gekreuzigt in IHM

Kreuz, Foto: sxc.hu

„In IHM“   Predigtreihe Teil 1, ich bin in IHM

Kreuz, Foto: sxc.hu
Kreuz, Foto: sxc.hu

Diese Predigt können Sie hier als MP3 anhören.

„Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus, nahe geworden.

In seinem Fleisch hat er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu machen.“

Epheserbrief 2:13

„Wie die Wahrheit in Jesus ist: Ihr habt den alten Menschen ausgezogen und den neuen Menschen angezogen, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“

Epheserbrief 4:21-24

Allein diese Verse sollten uns aus den Stühlen reissen:

Dadurch dass wir in Christus sind!,

sind uns viele Verheissungen schon geschenkt worden und wir haben sie schon:

– Ich bin Gott nahe
– Ich bin ein völlig neuer Mensch
– Dieser Mensch ist Gott ähnlich: Ich bin ok, völlig gerecht und heilig!

Wow, wenn ich diesen Vers frommen Christen in einer Kirche vorlesen würde, dann würden alle Amen sagen. Dennoch würde es keine Begeisterung auslösen, weil man diesen Wahrheiten nur intellektuell zustimmen würde, aber nicht wirklich danach handeln würde.

Wenn man Schwierigkeiten hat oder sich schlecht fühlt, sagt man sofort:

– Gott hat mich verlassen
– Ich bin kein guter Christ

Wir leben in einer für Gläubigen schwierigen Welt:

Wir sind von der Schule und Uni trainiert, alles zu hinterfragen und in Zweifel zu ziehen, so sind wir zu Gotteszweiflern geworden.  Und auch zu Selbstzweiflern und wir verlieren auch immer mehr das Vertrauen in andere Menschen. So lebt diese Gesellschaft einsam ohne Gott, ohne Vertrauen in sich selbst und oft getrennt von geliebten Menschen.

Entweder bietet uns diese Welt ein leistungsorientiertes Denken an:

Wenn Du leistest, wenn Du erfolgreich bist, dann bist Du wertvoll und anerkannt. Oder sie bietet uns das religiöse System an: Wenn Du die Religion einhälst und gehorchst, dann wirst Du von Gott geliebt. Christsein ist genau das Gegenteil von Religion.

„Christ“ heißt auf deutsch „gesalbt“
Das bedeutet:

– Beschenkt zu sein.
– Ausgestattet zu sein.
– Befähigt zu sein: Von einer höheren Macht und Autorität beauftragt zu sein.

Christ zu sein, bedeutet nicht etwas zu verdienen, es bedeutet, ich bin mit einer Salbe gesalbt, die duftet, die heilt, von der ein angenehmer Geruch ausgeht.

Es bedeutet, ich bin mit etwas bekleidet. Ich bin in etwas hineingetaucht.

Die Arche des Alten Testamentes ist ein Bild auf den rettenden Christus: Alle Gläubigen, die in der Arche waren, waren gerettet vom Tod.

Der Film “Apollo 13” handelt von der spannenden Rettung der drei Astronauten, die dazu verurteilt waren in dem todbringenden Weltall zu sterben. Solange die Astronauten von Apollo 13, in der Kapsel waren, waren sie geschützt von dem Hitzeschild, versorgt durch den Sauerstoff und haben in dem todbringenden Weltraum überlebt.

Houston sagte: Wir werden sie alle retten und heil auf die Erde zurückbringen und Versagen ist keine Option!

2. Wir haben in IHM eine neue Identität

Wir sind bekleidet mit Ihm.Man sagt Kleider machen Leute: Wir sind heilig, weil wir mit dem Heiligen bekleidet sind. Eine Uniform verleiht Macht: Wir sind stark, weil der Starke in uns wohnt.

So wie Prinz mit blauen Blut geboren wird, bleibt er Teil der königlichen Familie, auch wenn er in seiner Jugend dumme Sachen macht, doch wird er, je mehr er seiner Herkunft vertraut, königlich handeln.

So auch wir, sind Töchter und Söhne Gottes und je mehr wir uns so sehen, werden wir uns auch so verhalten, weil wir glauben, dass wir in Ihm sind.  Es alles eine Sache des Glaubens und der Identität.

Wenn ich glaube, dass ich durch Rauchen mich entspanne, dann werde ich rauchen.
Wenn ich dem Wort Gottes vertraue, dann wird der Geist Gottes mich an stille Wasser des Geistes führen und mich erquicken.

Wenn ein Mann glaubt, dass ihm besser geht, wenn er ins Bordell geht, statt schwierige Zeiten mit seiner Frau zu durchstehen, so wird er danach handeln. Wenn er stattdessen dem Wort Gottes vertrauen wird, wird er treu bei seiner Frau bleiben in guten und in schlechten Zeiten, weil er Gottes Wort Glauben schenkt.

Und wenn jemand anfängt, Gottes Wort zu glauben, nicht nur gedanklich übereinzustimmen, sondern auch danach zu handeln, wird er die Verheissungen von Gottes Wort erleben.

Joh.17:26   „Und ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit Du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.“

Wenn wir wirklich glauben, dass Jesus und die Liebe des Vaters in uns ist, dann handeln wir auch in seiner Liebe.

Wir identifizieren uns mit seiner Identität, mit seiner Tugend.

3. Er hat sich mit Dir identifiziert

Warum können wir uns „in IHM“ identifizieren?
Weil er sich mit uns zuerst identifiziert hat.
Die Geschichte der Bibel ist eine leidenschaftliche Geschichte der Liebe Gottes zu dem Menschen.
Schon in den ersten Seiten der Bibel sehen wir, wie stark Gott sich mit dem Menschen vereinen und identifizieren will:

1.Mos.1:27   „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn.”

1.Mos.1:26   „Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich.“

So nah will der heilige und allmächtige Gott dem Menschen kommen, dass er seinen Odem, den Atem des Lebens in ihn haucht, so wurde der Mensch eine lebende Seele.   1.Mos.2:7

So sehr will Gott mit dem Menschen verbunden sein, dass er ihn ihm ähnlich schafft. Lukas sagt sogar in dem Stammbaum Jesu, dass Adam der Sohn Gottes war, von Gott abstammte.

So sehr verlangte es Gott danach, sich mit dem Menschen zu identifizieren, dass er Adam seinen Sohn nennt, ihm ähnlich.

Und diese Einheit, diese Identifizierung zerbrach durch die Hässlichkeit der Sünde.
Die Macht der Sünde machte uns zu Feinden Gottes.
Sünde bedeutet totale Entfremdung, Trennung, Aufhebung jeder Identifikation, Verfeindung.
Aber Christus kam, um die Trennung aufzuheben durch sein Opfer.
Durch sein Opfer hat er uns wieder eins gemacht, wieder identifiziert mit Gott.
Sein ewiger und unbegrenzter Geist identifizierte sich mit dem ersten Menschen.

Aber Adams Leib war herrlich gemacht. Ps.8:6, wenig geringer als die Engel.
Doch Christus kam und identifizierte sich sogar mit unserer Sündigkeit.

Nicht dass er Sünde beging!

Doch er identifizierte sich mit unserer Schwachheit.
Er wurde geboren als ein schwaches Baby.
Er wurde in jeder Weise versucht wie wir, aber ohne Sünde. Heb.4:15, er hat Mitleid mit unseren Schwächen.
Er lernte Gehorsam durch Leiden. Heb.5:7

Und er schreckte nicht davor zurück völlig identifiziert zu werden mit unserer Sünde, damit wir völlig gereinigt und gerecht gemacht würden.   2.Kor.5:21

Und nun lebt er in Dir und Du bist ein Tempel des Heiligen Geistes!   1.Kor.3:16

Joh.17:26  Jesus ist in Dir und die Liebe des Vaters
Seine Liebe und seine Tugend wohnt in Dir.

Gegenteil von Religion!

Durch ihn bist Du der Macht der Sünde gestorben! Röm.6:11

Der verlorene Sohn, er wollte sich zum Sklaven machen, um seine Sünde abzubezahlen, aber durch die Worte seines Vaters wurde er wieder zum Sohn.

Durch die Worte des Vaters werden in der Gemeinde Jesu:

– Hasser zu Liebenden
– Abhängige zu Freien
– Sünder zu Heiligen
– Zornige zu Sanftmütigen

Jesus ist der Perfekte für die Unperfekten.

 Und in ihm bin ich der Macht der Sünde gestorben und bin ein Diener der Liebe Gottes geworden.

Pastor Mario Wahnschaffe, Bonn im April 2014

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