Geschrieben am

Gottes bester Freund sein

Freundschaft

1. Reiseziel – Aus der Serie “Wozu lebe ich überhaupt? Das Ziel meiner Lebensreise”

Predigt von Mario Wahnschaffe am 03.12.2013

–> Das Manuskript dieser Predigt erhalten Sie auf Anfrage.
–> Diese Predigt von Mario Wahnschaffe als MP3 Datei anhören.

  1. Freundschaft

    Freundschaft Foto: Sanja Gjenero
    Freundschaft Foto: Sanja Gjenero

Was ist Freundschaft und was bedeutet sie eigentlich für Dich?

Definition Wiki: Eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zeigt.

Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.

Die Psychologie und die Philosophie unterscheidet unter:

  • Nutzfreundschaften
  • Zweckfreundschaften
  • Freundschaft

Nutzfreundschaften und Zweckfreundschaften, halten nur so lange wie man einen gemeinsamen Nutzen und Gewinn verfolgt hat:

 Beispiele: Adolf Hitler und Ernst Röhm

Schröder und Lafontaine

Echte Freundschaft sind von Zweck und Nutzen befreit. Man ist aus selbstlosen Gründen zusammen, Gewinner und Verlierer spielt keine Rolle mehr sondern gegenseitige Wertschätzung.

Freundschaft in der Romantik: Schiller – Die Bürgschaft

Der Tyrann spricht zu den zwei Freunden, die gemeinsam das Leben lassen wollen um treu ihr Wort und ihre Treue zueinander zu halten:

Ich sei, gewährt mir diese Bitte, in Eurem Bund der Dritte!“

Die Bibel weiß von der schönsten Freundschaft zu erzählen, der zwischen David und Jonathan.

Und David und Jonathan schlossen einen Bund, weil er ihn liebhatte, wie seine eigene Seele.“ 1.Sam.18:3

Über alles lieb warst du mir. Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe.“ 2.Sam.1:26

  1. Der Sinn des Lebens: Liebe und Freundschaft

Du wurdest geschaffen zur Freude Gottes

Gott hat uns nicht als Sklaven geschaffen oder geplant.

Er hat uns geschaffen in seinem Ebenbild, ihm ähnlich.

Er hat uns vor allen Dingen als Gegenüber geschaffen.

Seine Lieblingsbeschäftigung mit Eva und Adam war: Spazieren gehen!

Gott hatte den Mensch nicht zum Sklaven geplant.

Selbst sein Auftrag an Adam, im Garten Eden zu arbeiten und ihn zu erhalten, hatte einen anderen Zweck: nämlich Gottes Herrschaft und Regentschaft darzustellen.

Arbeit war vor dem Fluch ein Ausdruck göttlicher Kreativität und Autorität.

Doch in erster Linie wurden wir zur Freude Gottes geschaffen um Freunde Gottes zu sein.

Gott genießt es in unserer Gegenwart zu sein.

In Eph.1:6 heißt es:

zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten“ wörtlich: „angenehm gemacht hat“

Gott empfindet es angenehm in Deiner Gegenwart zu sein.

Das war nicht immer so, denn die Sündhaftigkeit des Menschen, hat ihn von uns getrennt.

Aber Christus hat die „Zwischenwand der Umzäunung, die Feindscaft in seinem Fleisch abgebrochen.“ Eph.2:14

Durch den Geliebten, durch Jesus Christus empfindet er es angenehm, wenn Du in seiner Nähe bist.

Gott liebt Dich nicht nur. – Weil er muss – Nein, er mag Dich auch!

 In Jes.62:2 lesen wir:

Und Du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Mund des Herrn bestimmen wird. Und Du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des Herrn und ein köstliches Diadem in der Hand Deines Gottes.

Nicht länger wird man ‘Entlassene’ zu Dir sagen, sondern man wird Dich nennen ‘mein Gefallen an ihr’“

Gott hat Freude und Wohlgefallen, wenn er bei uns ist.

Ps.149:4 „Der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk.“

Gott ist kein griesgrämiger Gott der mit Mißgunst auf uns schaut und nur darauf wartet, dass Du einen Fehler machst.

Lev.6:25 „Der Herr blicke euch freundlich an!“

  1. Gott hat uns geschaffen Anbeter zu sein

Menschen sind von Gott geschaffen zur Anbetung.

Wenn der Mensch es ablehnt Gott anzubeten, dann sucht er andere Dinge, die er verehrt.

Menschen tendieren dazu sich selbst anzubeten.  Einen anderen Menschen anzubeten. Geld, Macht, Sex zu verherrlichen.

Drogen und Zigaretten über sein Leben und sein Denken zu stellen. Das nennt man auch Anbetung.

Und immer nur mit Neid und Hass über eine Person zu denken. Das nennt man Götzendienst und Du machst Dich zum Sklaven von diesen Menschen, die Dich verletzt haben.

Anbetung aber ist mehr noch als Lieder im Gottesdienst zu singen.

Anbetung bedeutet mit seinem ganzen Leben Gott zu ehren.

Luther sagte: Selbst eine Bäuerin, die ihre Kuh melkt, kann damit Gott ehren und anbeten.

Das ist ungefähr so, wie ein junger Mann, der über beide Ohren verliebt ist, bei jeder Tätigkeit, die er tut, Tanken, Brote schmieren, Arbeiten, Rasen mähen, immer nur an die Geliebte denken muss.

Bruder Lorenz beschreibt in seinem Buch „Allzeit in Gottes Gegenwart“, wie man selbst beim Wäschewaschen und Kartoffeln schälen, allezeit Gott im Herzen Ehren kann und mit ihm vereint sein kann in seiner Gegenwart.

Wahre Anbetung bringt Gott zum Lächeln über Dich.

Hos.6:6 „Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht an Brandopfern.“

Mat.22:37 „Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“

Wenn wir als Freunde Gottes anbeten, dann brauchen wir dies nicht in hohlen und frommen liturgischen Ritualen zu tun. Wir können dabei ehrlich sein und tatsächlich zu Gott sprechen wie zu einem Freund.

Tatsächlich taten das seine Freunde im Alten Bund auch:

Abraham hat mit Gott gehandelt.  1.Mos.18:16-33

David hat vor Gott geklagt Ps.142:2,3

Jeremia hat Gott angeklagt  Klagelieder 3:1-10

Hiob goss vor Gott seine Bitterkeit aus.  Hiob 33:10 + 34:9

Mose sagte Gott ganz klar seine Bedürfnisse 2.Mos.33:12-17

Dies ist nicht Dreistigkeit gegen Gott, sondern das ist die Echtheit der Gefühle einer Freundschaft. Und Gott lässt dies nicht nur zu, er freut sich darüber.

  1. Göttliche Freundschaft 

Freundschaft zu Gott ist ähnlich wie eine irdische Freundschaft, geprägt davon, dass man seine Herzen miteinander teilt.

Gott möchte seine Gedanken, ja seine Gefühle mit uns teilen.

Ps.25:14 „Der Herr zieht die Menschen, die ihn ernst nehmen ins Vertrauen.“

Spr.3:32 „Die Rechtschaffenen macht er zu seinen Vertrauten.“

Abraham wird dreimal in der Bibel Freund Gottes genannt. Jak.2:23 Einfach weil er Gott vertraut hat, nicht weil er ein perfekter Mensch war.

David wird von Gott genannt: Ein Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.  Apg.13:22

Nun David war ein Ehebrecher und ein Mörder.

Warum nannte Gott ihn so?

David war jemand, der bereit war Buße zu tun, denn ihm war eins das Wichtigste. Die Gegenwart Gottes und seine Anbetung.

Er holte die Bundeslade nach Jerusalem.

Echte Freundschaft zu Gott macht uns stark!

Jesus spricht:

“Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.”
Joh.15:15

Jesus lädt seine Nachfolger ein auf ein neues Level der Beziehung mit Jesus zu steigen.

Von der Ebene des Sklaven zur Ebene des Freundes!

Was ist der Unterschied zwischen einem Sklaven und einem Freund Gottes?

Das fängt beim Denken an:

Es gibt eine Sklaven-mentalität
und es gibt eine Freunschafts-Mentalität.

Auch den Kontext von Joh.15:9-17 könnte man mit verschiedenen Brillen völlig anders für sich interpretieren, verinnerlichen und dann dementsprechend darauf reagieren:

Da stehen zum Beispiel Verse drin wie:

“Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben.” Vers 10
oder: “Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.” Vers 11
oder: “Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich Euch gebiete.” Vers 14

Wenn man diese Verse mit der Brille der Sklavenmentalität liest, dann könnte man verstehen:

– Wenn Du alle Gebote brav hälst: dann wird Jesus Dich auch lieben (sonst nicht!)

– Ich befehle Euch!: Liebt einander! Aber bitteschön: So wie ich Euch geliebt habe!
– Meine Freunde seid ihr nur, wenn ihr es Euch auch verdient: und meine Gebote haltet!

Tatsächlich kann man diese Verse auch durch die Brille der Freundschaft Gottes sehen und das ist eine kleine Offenbarung!:

– Wie kann man erst fähig werden, Gottes menschlich unerfüllbare Gebote zu halten? Indem man in seiner starken und stärkenden Liebe sich beständig badet und befähigt wird!

– Wie kann man den Nächsten lieben, der es einem unmöglich macht, ihn zu lieben? indem man beständig die Liebe Jesu empfängt und seine Worte und zwar nicht als Gebote im Sinne eines herzlosen Apells, sondern als göttliche Downloads!

– Als seine Freunde können wir beständig in seinen Geboten wandeln, weil seine liebevollen Worte uns befähigen, stärken unser Download ist!

Mario Wahnschaffe

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.