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Gott kennen

himmelEphesus – Die Predigtreihe Teil 1 – Eine starke Gemeinde der Liebe

MP3 der Predigt hier anhören.

„KENNEN / know“

„Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.“ Eph.1:17

1. Ein Schreiber in Ketten und voller Liebe

Paulus schreibt diesen Brief aus dem Gefängnis in Rom in der Herbstphase seines
Lebens: Er sitzt in Ketten in einem Verlies in Rom. Und doch hat er mit dem Epheserbrief,
einen der schönsten und inspirierendsten Briefe des Neuen Testamentes geschrieben.
Und allein das zeigt: Du kannst in den schlimmsten und schwächsten und begrenzten
Situationen Deines Lebens sein: In Christus bist Du eine freie Frau ein freier Mann und
Du kannst Dich selbst im Gefängnis entscheiden: Selbst im Leid bin ich nicht verbittert,
sondern voller Liebe und Freiheit.

Eph.6:20 „Ich bin für das Evangelium ein Gesandter in Ketten. Betet für mich, damit ich
freimütig rede.“

Theologen vermuten, dass dieser Brief nicht nur ein Brief für die Gemeinde in Ephesus
war, sondern ein Rundbrief, der durch alle Gemeinden reiste, die damals entstanden durch
die internationale Bibelschule in Ephesus in der Schule des Tyrannus. Apg.19:10

Der Anlass des Briefes: Die zu Jesus bekehrten Juden neigten dazu ihre
heidenchristlichen Geschwister zu verachten, weil sie die jüdischen Gesetze nicht
beachteten.

Ein gefährlicher Streit droht die erste Gemeinde Jesu auseinander zu reissen!
und in lieblose Gesetzlichkeit zu stossen.

Letzte Woche war das unser Thema: „Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe
verlassen hast.“ Off.2:4

Paulus ruft die zwei Parteien der Christen zur Einheit in Christus:

Eph.2:14 „Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die
Zwischenwand der Umzäunung der Umzäunung die Feindschaft in seinem Fleisch
abgebrochen.“

Diese Einheit ist begründet „in ihm“, „in Christus Jesus“.

Eph.1:10 „alles ist zusammengefasst in ihm“

Eph.4:13 „Bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens.“

Eph.4:15,16 „Lasst uns in allem hin wachsen zu ihm, der das Haupt ist, zusammengefügt
und verbunden als ein Leib.

In Christus zu sein, Christus zu kennen führt zu wirklicher Einheit und Liebe.

2. Gott kennenlernen

Wenn wir in ihm sind, dann lernen wir ihn kennen, wie er wirklich ist.

Paulus betet für die Christen in Ephesus, dass sie den Geist der Weisheit und
Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst empfangen.

Denn nur der Geist Gottes kann die Tiefen Gottes erforschen. 1.Kor.2:10

Nur der Geist Gottes kann Dir helfen, die Dinge zu erkennen, die uns aus Gott geschenkt
sind. 1.Kor.2:12

Wenn wir über das Thema „Gott kennen“ sprechen, kommen viele verschiedene
Vorstellungen in den Menschen hoch:

– Manche sehen Gott als einen fernen und unpersönlichen Gott, der diese Welt allein
gelassen hat.

– Manche sehen Gott als eine formale und kalte Person, der man nur durch Zeremonien
und einstudierte Sätze nahen könnte.

– Andere sehen Gott, als einen Polizisten, der dich beobachtet und nur darauf wartet, dich
zu erwischen oder zu bestrafen.

– oder sogar als einen jähzorniges oder sogar willkürliches Monster, der uns schaden will
und dabei noch seinen Spaß hat.

Jesus stellt uns Gott in dem „Gebet des Herrn“ vor. Mat.6:9

Er stellt ihn uns nicht vor:

– als den mächtigen König der Könige oder starken Herrn aller Herren
– oder großen heiligen Gott

sondern er präsentiert ihn uns als: „Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt
werde dein Name.“

Das heißt, Jesus stellt uns Gott als einen liebenden Vater, als „unseren“ Vater.

Und hier beginnen schon die Herausforderungen der Vorstellungen für manche:

– Vielleicht hattest Du einen Vater, der die Familie verlassen hat und den Du nicht mal
kennst.

– Vielleicht hattest Du aber auch einen Vater, der hart und lieblos war und der nie ein Wort
des Lobes und der Ermutigung hatte.

– Oder sogar einen gewalttätigen oder sogar missbrauchenden Vater.

Dann ist unser Vaterbild zu stark besetzt von negativen Erfahrungen.

Und gerade deswegen brauchen wir eine Offenbarung von unserem Vater Gott:

Eph.1:3 „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus
Er hat uns gesegnet mit jedem geistlichen Segen in der Himmelswelt in Christus.“

Eph.1:4 „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und
tadellos seien in Liebe.“

Diese Aussage ist phantastisch:

* Gott hat an dich gedacht bevor überhaupt das Universum und die Welt waren.!
* Er hat sich Gedanken über dich gemacht, noch bevor er sich Gedanken machte, wie er
die Welt schuf.

Das ist gewaltig! Du bist ihm wichtiger als die ganze Schöpfung.

Das ist so wie ein junges Paar, die ein Kind erwarten und sich eine größere Wohnung
mieten oder ein Haus kaufen.

Aber es geht nicht um das Haus, sondern um das Kind.
Kurz: Gott hat diese ganze Welt das Universum für Dich geschaffen, um dir zu zeigen, wie
wichtig und kostbar Du ihm bist.

In Hiob 2:3 gibt Gott an mit seinem Sohn Hiob:
„Und der Herr sprach Satan: Hast Du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt
keinen wie ihn auf Erden – ein Mann so rechtschaffen und redlich.“
Gott ist stolz auf Dich, ja er ist verrückt vor Glück wegen Dir.

Jes.63:3 „Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand Deines Herrn und ein
königliches Diadem in der Hand deines Gottes.“
Gott lächelt, wenn Du zu ihm kommst.

Viele wollen nicht direkt zu Gott, sondern gehen den Umweg: Pastor, bete Du für mich, Du
hast einen guten Draht zu Gott.
Aber Gott macht es sogar Freude uns Gutes zu tun! Jer.32:41

Seine Liebe ist der Motor für unsere Heiligung und dass wir ihm gefallen wollen:
„…dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.“ Eph.1:4!
„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen nach dem
Reichtum seiner Gnade.“ Eph.1:7

Wir haben einen liebenden Vater im Himmel

3. Wir sehen uns im Spiegel seiner Liebe

Wenn wir ihn kennen, wie er wirklich ist, dann wissen wir auch, wer wir sind.
Paulus betet drei Dinge im apostolischen Gebet. Apg.1:17-19:

* Gott selbst zu erkennen
* Die Hoffnung seiner Berufung zu erkennen
* und die überragende Größe seiner Kraft an uns.

Niemand kann Dir sagen, wer Du bist oder was Du kannst oder nicht kannst.

Nur einer kann das: Dein Vater im Himmel
„Er hat Dich vorherbestimmt zur Sohnschaft“ Vers 5
„Er hat uns angenehm gemacht in dem Geliebten“ Vers 6
„Er erleuchte die Augen eures Herzen, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung
ist.

Da ist eine Hoffnung der Berufung über jedes seiner Kinder. Er freut sich auf die Zukunft
auf Dich: Denn das Beste kommt noch.
Wenn wir ihn erkennen und damit seine unendliche Macht, dann wissen wir auch welche
Kraft an uns wirkt.

Paulus betet für die Christen in Ephesus, dass die Augen ihres Herzens geöffnet werden,
zu erkennen was die überragende Größe seiner Kraft an uns den Glaubenden ist.
Eph.1:19

Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht Phil.4:13

Mario Wahnschaffe, Bonn 2014

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