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Glücklichsein – be happy

Glücklichsein - wie ein Kind (lizenzfreies Foto von sxc.hu)

EPHESUS: Eine starke Gemeinde der Liebe. Teil 6: GLÜCKLICHSEIN / be happy

Diese Predigt von Mario Wahnschaffe als MP3 anhören.

Glücklichsein

„Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn.Denn das ist recht.
Ehre deinen Vater und deine Mutter – das ist das erste Gebot mit Verheißung – damit es dir wohlgehe und du lange lebst auf der Erde.
Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn

Epheserbrief 6:1-4

1. Das erste Gebot mit Verheißung

Hier wird von Paulus das Grundprinzip von Glücklichsein und Erfülltsein in unserem Leben beschrieben.
Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern entscheidet prägend über unseren weiteren Verlauf im Leben.

Väter und Mütter sind immer Vorbild und Ihr Erbe prägt unser Leben:

Im Positiven:
Söhne gingen auf den guten Wegen ihrer Väter:

„Und Joschafat ging den ganzen Weg seines Vaters Asa; er wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.“ 1.Kön.22:43

Gesegnete Väter, die dem Herrn nachfolgen werfen ihren geistlichen Schatten noch über Generationen hinweg voraus:
Gott sprach zu Abraham:

„Darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen…. Und in Deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde.“
1.Mos.22:17,18

Wir sind gesegnet von Gott durch unsere Väter.
Sie haben uns nicht nur biologisches Leben geschenkt, sondern auch ein geistliches Erbe, einen Segen.
Dennoch ist kein Mensch perfekt und hat jeder von uns auch fehlerhafte Eltern, fehlerhafte Väter. Und so haben haben auch gottlose Väter ihr Erbe in ihren Söhnen hinterlassen:

So „gingen ihre Söhne“ auf den Wegen ihrer Sünde. 

„Und Ahasja tat, was böse war in den Augen des Herrn und ging auf dem Weg seines
Vaters und auf dem Weg seiner Mutter.“
1.Kön.22:53

oder „lebten in ihrer Sünde“

„Nadab ging auf dem Weg seines Vaters und lebte in den Sünden seines Vaters.“
1.Kön.15:26

Ist das nun letztendlich die Botschaft der Bibel: Wenn Du gute Eltern hattest, hast Du ein glückliches Leben, wenn Du schlechte Eltern hattest, hast Du Pech gehabt?

Ist die Bibel weltfremd, wenn sie uns befielt Eltern zu ehren, wenn sie Schuld an uns gehabt haben?
Oder sogar uns befiehlt unseren Eltern zu gehorchen?

Was ist mit Eltern die gottlose Schläger, Alkoholiker oder sogar Missbraucher und Vergewaltiger waren?

Das sind schwierige Fragen:
Aber die Bibel hat weise Antworten darauf:
Es heißt hier: „Ihr Kinder gehorcht euren Eltern im Herrn!“

Das heißt solange mein Vater im Herrn ist, ist meine Verpflichtung ihm zu gehorchen. Bestes Beispiel ist Jonathan: Er verweigerte seinem Vater Saul den Befehl David zu verraten, damit er beseitigt würde. Aber er verachtete ihn auch nicht und ehrte ihn als seinen Vater.

Geistliches Grundgesetz: „Richte nicht, auf dass Du nicht gerichtet würdest.“
Mat.7:1

Wie ehrt man schuldig gewordene Väter?

Indem man ihnen zutraut, Verantwortung zu tragen für ihre eigene Schuld.
Indem man zu ihnen sagt: Ich will Dich ehren, indem ich mich für mein Glück entscheide.
Es heißt, sich nicht nur vor dem eigenen Vater zu verneigen, sondern es heißt auch, sich vor seiner eigenen Herkunft zu verneigen, also vor sich selbst.

Wer seine Eltern ehrt, der dankt Gott für sich selbst.

Wer seinen Vater verachtet, der verachtet somit sich selbst.

2. Ein Gott aller Vaterschaft

Wir leben in einer vaterlosen Gesellschaft. Viele kennen ihren Vater nicht oder sie hatten einen Vater, der zwar körperlich aber nicht innerlich präsent war.

So wissen viele nicht, wie das eigentlich geht: Vater werden.
Volksmund: Vater werden ist nicht schwer – Vater sein dagegen sehr!
Der Epheserbrief aber führt uns zu dem, der unsere Identität definiert und der uns zu wahren Vätern machen kann:
Es ist Dein Vater im Himmel.

„Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird; er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen.“
Eph.3:14-16! !

Was ist die Aufgabe von Vätern?

Eph.6:4 sagt:
„Und ihr Väter, reizt Eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der
Zucht und Ermahnung des Herrn!“

Kol.3:21
„Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden!“
Vater spielen solch eine wichtige Rolle in dem Leben von Kindern und ganz besonders in dem Leben von Söhnen:
Nicht Kinder zu zerbrechen, sondern Kinder aufzuziehen, hoch zu bringen, stark zu machen. 

Wie wird aus einem Mann ein Vater?

5 Eigenschaften eines Vaters:

Erstens: Er ist ein Beschützer
Barnabas und Johannes Markus.
Barnabas (der Sohn des Trostes) sah in Markus das Potential und gab ihm eine zweite
Chance.

Diese Investition lohnte sich.

Philm.24
Als Paulus am Ende seines Lebens verlassen im Gefängnis sitzt ist Markus
wieder einer seiner Mitarbeiter.

2.Tim.4:11
Paulus schreibt an Timotheus:
„Nimm Markus mit dir, denn er ist mir nützlich zum Dienst.“
Markus ist in seiner Berufung wiederhergestellt und er wird der Schreiber des Markusevangeliums.

Ein Beschützer sorgt sich um Dein Wohlbefinden.
In ihm ist ein der Beschützer- Instinkt ausgelöst.

Er beschützt Dich gegen jeden Feind und Angriff: Unglück muss ihn zuerst treffen, bevor es die Familie trifft.
Er trägt alle Unannehmlichkeit, jeden Kampf, ohne zu klagen.
Er hat diese Ehrfurcht vor Gott: Alles, was Du mir anvertraut hast, das werde ich Dir, o Gott, unbeschadet zurück geben. Ich werde Dir meine Familie, die Du mir anvertraut hast, unbeschadet wieder zurück geben.

Zweitens: Er ist ein Versorger

Ein Vater ist ein Versorger. Und hier geht es um mehr als Geld:
Ein Vater liebt es, Dich zu bereichern aus seinem Reichtum.
Er liebt es, zu Deinem Leben hinzuzufügen: Weisheit, Freundschaft, Rat, Kameradschaft, Einsicht, ein gebender Geist.
Dein Leben ist erfüllter und reicher wegen ihm.

Ein liebender Vater liebt es zu geben: Jakob und Joseph.
Weil es ihn eine Freude ist zu geben. Jer.32:41

Er ist eine Reflektion des großzügigen Vaters im Himmel: Jahwe Jireh (Der Herr sieht, Der Herr ist mein Versorger)
Wenn er geizig ist, junge Ladies, geh nicht mit ihm aus, wenn er mit 20 geizig ist, ist er geizig mit 70.
Das bedeutet nicht, dass er sich ausnutzen lässt, sondern dass er einen großzügigen Geist gegenüber allen hat, die er liebt.

Drittens: Er ist ein Förderer

Paulus erkennt die geistliche Geschichte und das geistliche Erbe des Timotheus

2.Tim.1:5
Paulus hatte erkannt, dass der Glaube und das geistliche Erbe seiner Mutter und Großmutter in ihm waren.

Paulus erkannte und förderte und ermutigte die geistlichen Gaben in seinem Schützling

2.Tim.1:6
“Um dieser Ursache willen erinnere ich Dich, die Gnadengabe

(Charisma) Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände ist.”

Paulus nahm ihn in einen wichtigen Prozess der geistlichen Vaterschaft
Dieser Prozess war begleitet von

– Ermutigung und väterlicher Liebe:
2.Tim.2:1 “Du nun mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist.”

– Ermahnung:
2.Tim.2:3 “Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!”

– Rat:
2.Tim.2:2 “und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!”

Hierin fällt sicher auch die körperlich schmerzliche und theologisch schwer nachvollziehbare Anweisung des Paulus an Timotheus sich um des Gewissens der Juden willen beschneiden zu lassen.

Dieser Prozess verwandelte die Beziehung zwischen den beiden und auch die geistliche und berufliche Entwicklung des Timotheus:

– 1. Phase: Timotheus ist Assistent des Paulus Apg.16:3
– 2. Phase: Timotheus arbeitet als beauftragter Stellvertreter des Paulus in Ephesus.
1.Tim.1:3
– 3. Phase: Timotheus ist nun auch gleichgestellter Apostel neben Paulus auf Augenhöhe.
1.Thes.1:1 + 2:7

Paulus sagt hier in Phil.2:20,21
„Denn ich habe keinem ihm Gleichgesinnten, der aufrichtig für das Eure besorgt sein wird; denn alle suchen das ihre, nicht das, was Jesu Christi ist.“ 

Viertens: Ein Vater ist ein Priester und Prophet

Ein Vater ist ein Priester seiner Familie.
Niemand kann so für seine Frau und für seine Kinder beten, wie ein Vater

Noah baute erst einen Altar und dann das Zelt für seine Familie. 1.Mos.8:20

Ein Vater braucht ein Gebetsleben, indem er all die Sorgen, die auf eine Familie kommen auf den Herrn werfen kann.

Paulus sagt in 1.Tim.2:8 „Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung.“

Betende Väter sind dankende Väter, sind Männer, die ihren Jähzorn und ihren Zweifel überwinden und voller Glauben ihre Familien segnen und ermutigen können.

Denn Väter sind auch Propheten, die Fluch in Segen verwandeln:

Denn Propheten reden zur Ermutigung, Tröstung und Auferbauung. 1.Kor.14:3

So lesen wir in 1.Mos.35:18 die Geschichte, wie Rebecca, verbittert und beschwert durch die vielen Probleme ihrer Familie und die daraus folgende Flucht und ihre lebensgefährliche Frühgeburt, an der sie starb.

In ihrer Bitterkeit legt sie all ihren Frust auf ihren kleinen geborenen Sohn und nennt ihn „Sohn meines Unglücks, Sohn meines Todes“, Ben-Oni.   1.Mos.35:18
Wir dürfen niemals das Schwere unseres Lebens auf unsere Kinder legen: Du wirst mich mal ins Grab bringen!
Doch als Jakob der Vater es hörte nahm er seinen Sohn und nannte ihn „Sohn des Glücks“, Benjamin.
So reden Väter, die Priester und Propheten sind in ihrem Haus:

Du wirst es schaffen!
Du kannst alle Deine Ziele erreichen!
Du kannst alle Deine Feinde bezwingen!

Väter repräsentieren Jesus Christus in seiner Liebe und Kraft in der Familie.

(c) Mario Wahnschaffe, Bonn im Februar 2014

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