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5. Hat die Wissenschaft Gott widerlegt?

Aus der Serie “Acht schwierige Fragen an die Kirche”

Predigt von Mario Wahnschaffe am 02.12.2012.

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 1. Wissenschaft und Glaube ein ewiger Widerspruch?

Hat die Wissenschaft Gott widerlegt? Foto: sxc.hu
Hat die Wissenschaft Gott widerlegt? Foto: sxc.hu

Gibt ein Christ seinen Verstand an der Garderobe ab?

Ist Wissenschaft das Gegenteil von Glaube?
Kann ein Christ Wissenschaftler sein?
Kann die Wissenschaft Aussagen über Gott machen?

 Scheinbar unversöhnliche Standpunkte:

Wissenschaft und Glaube sollen in Ewigkeit als Feinde einander gegenüber stehen!?

 Ist das wirklich so?

 Wer sagt das?

Vertreter der fundamentalen Christen sagen manchmal:

  • Wissenschaft ist Zweifel an Gottes Wort.

  • Wissenschaft ist Teufels Werk und Versuchung.

  • Ein wahrer Christ soll sich nicht zu sehr mit Wissenschaft beschäftigen, da sonst die Gefahr bestehe, dass er zum Atheisten werden könne.

Von populären Wissenschaftlern kommen ähnlich abgrenzende Aussagen über den Glauben an Gott:

  • Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das Hohelied der Intelligenz gesungen.“

Bertrand Russell, engl. Philosoph + Sozialkritiker

  • Glaube heißt, nicht wissen wollen, was wahr ist.“

Aus der „Antichrist“, Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph 1844-1900

  • Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker selten gläubig.“

Hans Daibler, Deutscher Orientalist

  • Was mich an der Religion stört, ist dass sie den Menschen beibringt, zufrieden zu sein, ohne zu verstehen.“

Richard Dawkins, Author und Evolutionist

In seinen Büchern führt er aus, dass es sich bei den Religionen um einen Gotteswahn, also um eine Geisteskrankheit handelt, die auf auf ein mangelndes und versagendes Bildungssystem zurückzuführen ist.

Die Kirche erscheint den Menschen auf den ersten Blick unwissenschaftlich oder sogar wissenschaftsfeindlich.gallilei

Berühmteste Episode des Prozesses gegen Gallileo Gallilei.

1633 wurde er durch die römische Inquisition zu lebenslangen Hausarrest verurteilt.

1611 ließ die Inquisition der Kirche in Rom verkünden, dass Bücher, die das geozentrische Weltbild der Kirche in Frage stellten, verboten seien.

Diese dunkle Geschichte der Kirche gab es eindeutig und ihre Vertreter.

Dennoch gibt es auch ein anderes Gesicht der Kirche:

Es gab eine unzählbare Mehrheit von katholischen Wissenschaftlern, die die Wissenschaft gefördert haben und ohne die wir heute noch in Unwissenheit leben würden:

  • Nikolaus Kopernikus, 1473-24.05.1543, Mathematiker, Astronom, Jurist, Physiker, Übersetzer, katholischer Geistlicher, Diplomat

hat in seinem Werk „De revolutionibus orbium coelestium das heliozentrische Weltbild des Sonnensystems beschrieben.

Zitat: “Wer sollte nicht durch die stete Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheit geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden?”

  • Auf seinen Beobachtungen fußt der „Gregorianische Kalender“, der 1582 den alten fehlerhaften „Julianischen Kalender“ ablöste.

Bild von Christopherus Clavius 1582

  • Entgegen der allgemeinen Überzeugung, dass die Kirche eine flache Erde lehrte, glaubten die meisten katholischen Wissenschaftler, schon seit dem 3.Jh., dass die Erde eine Kugel sei.

Jeffrey Russell hat diesen Irrtum bearbeitet in seinem Buch: „The myth of the flat earth“

  • Kopernikus oder später Christopher Kolumbus konnten ohne Mühe ihre Theorie aus der Bibel belegen:

1.Chr.16:30 „Auch steht der „Erdkreis“ fest, er wird nicht wanken.“

Hiob 26:7 „Er spannt den Norden aus über der Leere und hängt die Erde über dem Nichts auf.“

Jes.40:22 „Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront.“

Wenn man Hiob 38:18-20 und Luk.17:30-36 studiert, dann erscheinen hier scheinbar widersprüchliche Bibelstellen, die  von einer Grenze zwischen Licht und Finsternis und von der Entrückung die gleichzeitig Tag und Nachts geschieht  erzählen und  die man kinderleicht durch die Kugelform der Erde erklären kann.

2. Kann die Wissenschaft Aussagen über Gott machen?

Die Antwort lautet: Nein und Ja zur gleichen Zeit!

Nein!, denn die ureigenste Aufgabe der Wissenschaft, ist es gar nicht Aussagen für oder gegen die Existenz Gottes zu machen.

Sie hat sich zum Diener und Beobachter der Natur und ihrer in Versuchsreihen messbaren Phänomene gemacht.

Ihre unzähligen Messinstrumente sind begrenzt auf die materielle Welt, die wir durch unsere 5 Sinne wahrnehmen können.

Selbst übereifrige Christen, die behaupten, man könne Gott durch die Wissenschaft „beweisen“ irren, denn es gibt keine wissenschaftliche Versuchsreihe oder ein wissenschaftliches Messinstrument, mit dem man Gott messen könnte. In welcher physikalischen Einheit?: In Kilogramm?, Ampere?, Watt? Oder Joule?

Gott ist nicht Materie, er ist kein Mensch, er ist nicht begrenzt durch Raum oder Zeit, so dass man ihn messen oder beweisen könnte,  er ist Geist!  Wenn man das könnte, hätte man das Gegenteil bewiesen, nämlich, dass er nicht Gott ist.

Auch theologische Konstruktionen können nicht seine Existenz beweisen:

  • Es gibt ihn, weil alle Christen reich sind

  • Es gibt ihn, weil man keine Probleme mehr hat, wenn man Christ wird.

  • Es gibt ihn, weil Gott im Krieg mit den Christen ist, usw.

Dennoch sagt die Heilige Schrift, dass die Natur, die von Gott gemachte Schöpfung auf ihn hinweist, so wie ein Hinweisschild:

Die Himmel verkündeten seine Gerechtigkeit und alle Völker sahen seine Herrlichkeit.“ Ps.97:6

Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien.“ Röm.1:20

Beispiele: Calvin Zyklus der Photosynthese

Das menschliche Gehirn bzw das Kollektive Bewusstsein der Ameisen

Die Wissenschaft kann Gott weder beweisen noch widerlegen,

die Werke seiner Schöpfung sind aber Hinweisschilder auf ihn hin.

Beispiel: Mein Gesellenstück.

3. Gottes Natur und Wesen

Viele Wissenschaftler und auch Menschen gehen so weit in ihrem Urteil, dass sie sagen,

nur weil wir Gott mit unseren wissenschaftlichen Instrumenten und Versuchsreihen nicht messen, nicht bestimmen können, deswegen, gibt es Gott nicht.

Bild: Zweidimensionale Landkarte möchte die Dreidimensionalität der Gebirge abbilden.

Dies bleibt aber ohne die reale Erfahrung immer eine Andeutung oder ungefähre Vorstellung.

Paulus sagt: Wir schauen in einen Spiegel (poliertes Kupfer oder Bronze)

Früher hat man gesagt, dass Fische stumm sind.

Raubfische erzeugen oft auch Infraschall-Laute – also sehr niedrige Frequenzen, die für den Menschen nicht mehr wahrnehmbar sind, oder Ultraschall – Töne oberhalb der menschlichen Hörschwelle. Mit Themen wie diesen beschäftigt sich die Hydro-Bioakustik. Mittels eines Hydrophons, eines Unterwasser-Mikrophons, nehmen Meeresbiologen die Geräusche unter der Oberfläche wahr. Das Gerät wandelt den Wasserschall in eine elektrische Spannung um, die dem Schalldruck entspricht. Die geheimnisvolle Unterwasserwelt, die uns so “beruhigend” und “still” erscheint, ist nämlich alles andere als leise…

 Gott ist Geist, so lehrt es uns Jesus,

 „und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“ Joh.4:24

Das bedeutet zwei Dinge:

Der westliche Mensch ist darauf ausgerichtet, seine Welt auf zwei Ebenen zu erkunden:

Durch seinen Körper – Die Materielle Welt

Durch seine Seele – Die intellektuell-emotionale Welt

Doch Gott hat uns auch einen Geist gegeben.

Die Bibel sagt: Dass unser Geist durch die Trennung von Gott tot ist. Eph.2:1

 „Eine Leuchte des Herrn ist der Geist des Menschens.“ Spr.20:27

 Bild: Costa Concordia hat ein Echolot, das der Kapitän ignoriert hat und hat Schiffbruch erlitten.

 In der Finsternis kann eine Leuchte uns den Weg leuchten.

 Jesus ist das Licht der Welt. Joh.1:4 „In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“

Durch Jesus Christus, können wir das Instrument empfangen, unseren Geist, mit dem wir Gottes Natur erkennen können:  Seine Liebe, seine Gerechtigkeit und seine Vergebung.

 Mario Wahnschaffe

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