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Warum mich die Evolutionstheorie nicht mehr überzeugt   Teil 2

„Die rasche Entwicklung aller höherer Pflanzen ist ein abscheuliches Geheimnis!“ schrieb Charles Darwin in einem Brief am 22.Juli 1879 an seinen Freund J.D. Hooker.

 

Was für Darwin so schockierend ist, ist nicht die Tatsache, dass die „höheren Pflanzen“ (Gemeint sind die „Bedecktsamer“ oder auch „Angiospermae“) erst seit der Kreidezeit, seit ca. 120 Mio. Jahren, gibt und zwar ohne Vorfahren. Die „Nacktsamer“, oder auch „Gymnospermae“ gibt es zwar schon seit dem Oberperm 270 Mio. Jahre, sind aber nicht als die Vorfahren der „Angiospermae“ angesehen, da sie sich in Material und Fortpflanzung zu grundlegend unterscheiden.

 

Die Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida), kurz: Bedecktsamer, auch Angiospermen, manchmal auch im engeren Sinne als „Blütenpflanzen“ bezeichnet, bilden die größte Klasse der Samenpflanzen.

Die Nacktsamer sind Samenpflanzen (Spermatophytina), deren Samenanlagen nicht wie bei den Bedecktsamigen Pflanzen in einem Fruchtknoten eingeschlossen sind. Die Fruchtblätter sind, anders als bei Bedecktsamern (Angiospermen), nicht ganz geschlossen. Dies stellt innerhalb der Samenpflanzen den ursprünglichen Zustand dar.

Was für Darwin auch nicht schockierend ist, dass die Angiospermae praktisch mit über 300.000 Arten die ganze damalige Welt beherrschen und die Gymnospermae mit nur 800 Arten an den Rand drängen seit dieser „kurzen“ 120 Mio. Jahre.

Nein! Das schrecklichste für Darwin war, dass diese 300.000 Arten einfach „fertig“ in den Fossilien erscheinen, ohne Vorfahr, ohne langsame millionenjahre Entwicklung. Deswegen schreibt er in seinem Brief weiter an Hooker:

„Ich war so erstaunt über das offensichtlich plötzliche Entstehen der höheren Phanerogamen, dass ich mir manchmal ausgedacht habe, dass diese Entwicklung langsam über einen immens langen Zeitraum auf einem isolierten Kontinent oder einer großen Insel abgelaufen ist, vielleicht nahe dem Südpol“.

 

Der Paläobotaniker K. Mägdefrau (1968, S.355f.) fasst die Lage bezüglich der Bedecktsamer (Angiospermen) zusammen: „In der untersten Kreide lebte noch eine Flora... ohne eine Spur von Angiospermen. Und in der Oberkreide sind letztere schon zum herrschenden Bestandteil geworden... Zunächst fällt uns auf, dass die Angiospermen so plötzlich auftreten, ohne irgendwelche Vorläufer.“

Die Tatsache, dass die Bedecktsamer von Beginn ihres fossilen Vorkommens an „fertig“ sind, wird durch das folgende Lehrbuch-Zitat unterstrichen:

„Fast alle fossilen Funde lassen sich zwanglos in rezente Familien einordnen, eine große Zahl ist sogar heutigen Gattungen zugeteilt. Ausgestorbene Angiospermen-Familien sind so gut wie unbekannt.“ (Geyer 1973, S.75)

 

 

 

Die Theorie in Frage gestellt

Darwin sieht hier eine der Grundsäulen seiner Evolutionstheorie in Frage gestellt:

Neue Arten des Lebens entstanden durch zufällige Mutation und steuernde Selektion.

Alles entstand durch „Graduation“, durch eine langsame Veränderung der Arten und Veränderung und Anpassung der Organismen. Dieser Lehrsatz hieß „Natura non facit saltum“ (Die Natur macht keinen Sprung) und war schon den antiken griechischen Philosophen geläufig.

 

In seinem wichtigsten Buch „Über die Entstehung der Arten“ schreibt er:

„Obwohl es endlich in vielen Fällen sehr schwer auch nur zu mutmaßen ist, durch welche Übergänge viele Organe zu ihrer jetzigen Beschaffenheit gelangt seien, so bin ich doch in Betracht der sehr geringen Anzahl noch lebender und bekannter Formen im Vergleich mit den untergegangenen und unbekannten sehr darüber erstaunt gewesen, zu finden, wie selten ein Organ vorkommt, von dem man keine Übergangsstufen kennt, welche auf dessen jetzige Form hinführen.

Nach der Theorie der natürlichen Zuchtwahl können wir deutlich einsehen, warum sie dies nicht getan hat; denn die natürliche Zuchtwahl wirkt nur dadurch, dass sie sich kleine allmähliche Abänderungen zu Nutze macht; sie kann nie einen großen und plötzlichen Sprung machen, sondern muss mit kurzen und sicheren, aber langsamen Schritten vorschreiten.“   Charles Darwin

Aus: Schwierigkeiten der Theorie, 6.Kapitel, Über die Entstehung der Arten 

Charles Darwin 

(On the origin of species by means of natural selektion, or the preservation of favoured races in the struggle for life)

 

(1859)

Übersetzung: Julius Victor Carus, 1884.

 

Hier sammelt Charles Darwin in Kapitel 6 in seinem Buch „The origin of species“ alle Argumente, die gegen seine Theorie sprechen und zu denen er keine Antwort hat. M.E. hat die Evolutionstheorie bis heute keine Antwort darauf.
Hier die Punkte, die Darwin, als „Schwierigkeiten der Evolutions-Theorie“ aufzählt:

Schwierigkeiten der Theorie einer Deszendenz mit Modifikationen. — Abwesenheit oder Seltenheit der Übergangsvarietäten. — Übergänge in der Lebensweise. — Differenzierte Gewohnheiten bei einer und derselben Art. — Arten mit weit von denen ihrer Verwandten abweichender Lebensweise. — Organe von äußerster Vollkommenheit. — Übergangsweisen. — Schwierige Fälle. — Natura non facit saltum, — Organe von geringer Wichtigkeit. — Organe nicht in allen Fällen absolut vollkommen. — Das Gesetz von der Einheit des Typus und von den Existenzbedingungen enthalten in der Theorie der natürlichen Zuchtwahl.

Eines der schwierigsten Thesen Darwins ist: „Natura non facit saltum“ (Die Natur macht keinen Sprung).

 

 

Wie sehr ihm dies Schwierigkeiten bereitete zeigt dieser Artikel:

 

Darwins "schreckliches Mysterium", Robert Czepel, 30.01.2013

 „Darwin jedenfalls war nicht der einzige, der die rasante Entwicklung der Blütenpflanzen nicht in sein Weltbild einordnen konnte oder wollte. Auch der irische Naturforscher John Ball notierte 1879 in seinem Aufsatz "On the Origin of the Flora of the European Alps":

"Meiner Meinung nach gibt es die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder müssen wir die Doktrin der Evolution aufgeben - oder der Ursprung der Blütenpflanzen liegt viel weiter zurück." Tatsächlich hätten Darwin und Ball eine andere Doktrin aufgeben müssen. Nämlich den alten Satz: "Natura non facit saltus."

Das „schrechliche Mysterium soll nun so erklärt werden:

"Bees diversified in the age of eudicots"Proceedings of the Royal Society B (30.1.2013; doi: 10.1098/rspb.2012.2686).

Warum? Die Antwort präsentieren nun Sophie Cardinal und Bryan Danforth. Wie die beiden Biologen in den "Proceedings" der Royal Society schreiben, ging der rasche Aufstieg der Blütenpflanzen mit einer ebenso raschen Diversifizierung der Bienen einher.

Das wurde zwar schon früher vermutet, Cardinal und Danforth haben die Theorie aber nun laut Eigenaussage mit solidem Fundament ausgestattet. Ihre Stammbaumanalyse von Bienen ist demnach nicht nur die bisher umfassendste zu diesem Thema. Sie ist auch die erste, die den entscheidenden Zeitraum eingrenzt. Laut Studie nahm die Evolution der Bienen vor 123 Millionen Jahren Fahrt auf, was wiederum der Entwicklung der Blütenpflanzen Schwung verlieh.

Das Verhältnis war von Beginn an symbiontisch. Bienen erhielten schon damals von Pflanzen Nahrung und sorgten im Gegenzug für deren Bestäubung. Daran hat sich nichts geändert. Bis zu 90 Prozent aller Blütenpflanzen verlassen sich heute auf Tiere (vor allem Insekten), wenn es um die Übertragung des Pollen auf die weiblichen Pflanzenzeile geht.“

 Quelle: http://sciencev2.orf.at/stories/1711796/index.html

 

 

Evolutions-Theoretiker versuchen das „Schreckliche Mysterium“ der Entstehung der Angiospermien mit dem weiteren „Mysterium“, nämlich der raschen Diversifizierung der Bienenarten zu erklären.

 

Pamela Soltis, a curator of the laboratory of molecular systematics and evolutionary genetics at the Florida Museum of Natural History

sagt in ihrem Vortrag an der Boston University, dass die starke Diversifizierung der Bienen-Arten zur Zeit der Diversifizierung der Angiospermen nichts in beide Richtungen erklären würde.

In ihrem Vortrag „Solving Darwin's Abominable Mystery: The Origin and Diversification of Flowering Plants“, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8acyMh0_KHo

zählt Pamela Soltis weitere Erklärungsversuche des „abscheulichen Mysteriums Darwins“ auf:

  • Eine globale Erwärmung zu Beginn der Kreidezeit
  • Eine, wenn auch kurze, tektonische Stabilität
  • Die globalen Temperaturen und Meeresstände waren relativ hoch
  • Gute Möglichkeiten der geografischen Expansion
  • Aussterben anderer Pflanzenarten
  • Der Zusammenhang der schnellen Ausbreitung der Pflanzenfresser und Fleischfresser.

 

In ihrem Vortrag zitiert Prof. Pamela Soltis den wissenschaftlichen Artikel von T. Jonathan Davies und
Timothy G. Barraclough und Vincent Savolainen: „Darwin’s abominable mystery: Insights from a supertree oft he angiosperms.“

Quelle: http://www.pnas.org/content/101/7/1904.full

Prof. Pamela Soltis schließt ihren Vortrag mit dem klaren Statement gestützt auf den Artikel von Barraclough, dass das „schreckliche Mysterium Darwins“ bis heute nicht wissenschaftlich erklärt werden kann.

 

Prof. Rob Martienssen, Cold Spring Habour Laboratory, weist vorsichtig darauf hin, dass man das „Mysterium“ vielleicht durch „Transponsons“, also „springende Gene“ im DNA-Abschnitt der Angiospermae erklären könnte, führt aber aus, dass sich um einen interessanten, aber sehr spekulativen Gedanken handelt und das „Abominable Mystery Darwins“ bis heute nicht geklärt sei.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=NwBD_HRVS50

 

Warum war die Theorie der „Graduation“ so wichtig für Darwin? Warum quälte ihn das plötzliche Auftreten von 300.000 „fertigen“ Angiospermae-Arten so sehr? Weil er wusste, dass er die komplexen Transformationen, die im Genmaterial durch zufällige Mutation und steuernde Selektion stattfanden, nur durch sehr sehr lange Zeiträume würde erklären können.

 

Die Chance für die Entstehung des Menschen entspricht der Wahrscheinlichkeit, mit der man auf einer Schreibmaschine eine tausendbändige Bibliothek, gefüllt mit  sinnvollen Büchern,  produzieren könnte.

 

Wie mathematisch unwahrscheinlich diese Transformationen der Evolution im Erbgut sind beschreibt folgender Artikel:

„Zweifel an Darwins Theorie“

Mathematische Ketzerei in den heiligen Hallen der Biologie

Von  Thomas von Randon, 21. November 2012, Zeit-Online

http://www.zeit.de/1967/50/zweifel-an-darwins-theorie

 

„Scientific Research“, das amerikanische Nachrichtenmagazin für Wissenschaftler, berichtet in der Novembernummer über diese „Ketzerei in den Hallen der Biologie“, die vor zwei Jahren mit einer zwanglosen Unterhaltung zwischen vier bekannten Wissenschaftlern begonnen hat, dem MIT-Professor und ersten CERN-Direktor Victor Weisskopf, dem Mathematiker Stanislaw M. Ulam vom Kernforschungszentrum in Los Alamos, M. P. Schützenberger (Universität Paris) und Murray Eden.

 

In den Gesprächen ging es um die logischen und mathematischen Grundlagen des Darwinismus. Die vier Gelehrten zweifeln nicht an der Nützlichkeit der Evolutionstheorie und schon gar nicht an der dieser Lehre zugrundeliegenden Philosophie. Doch waren die Professoren, die dieses Thema bei einem Picknick in der Schweiz aufgriffen, der Meinung, die Evolutionstheorie sei. logisch und mathematisch nicht einwandfrei; man müsse dies systematisch untersuchen, um die Richtung einer Forschung zu präzisieren, deren Ziel sein sollte, methodologische Unstimmigkeiten zu beseitigen und offensichtliche Lücken in der Theorie zu füllen. Professor Eden, der sich diesem Programm gewidmet hat, stellt fest: Die Vielfalt und Komplexität des Lebens, wie wir es auf der Erde vorfinden, kann sich in der relativ kurzen Generationsfolge seit seinem Entstehen nicht allein aus einer natürlichen Auswahl unter Zufallsvariationen der Eigenschaften von Organismen entwickelt haben. Es muss da noch einen bislang unbekannten steuernden Einfluss geben.

 

Diese These belegt Eden mit statistischen Kalkulationen. Wachstum und Funktion der Zelle werden von Enzymen gesteuert. Enzyme sind Eiweißstoffe, Proteine, die aus Ketten von Molekülen – Aminosäuren – bestehen. Wenn nun, wie es der Darwinismus postuliert, Zufallsvariationen in der genetischen Konstitution Ursprung der evolutionären Veränderungen sind, müssen sich diese in Änderungen der Proteine ausdrücken. Denn die Zusammensetzung der Proteine aus den Aminosäuren wird von dem für die Vererbung verantwortlichen genetischen Code diktiert. Wir wissen, dass Proteine aus etwa 250 Aminosäure-Molekülen zusammengesetzt sind und kennen rund 20 verschiedene Aminosäuren, die in Proteinen vorkommen. Folglich kann es theoretisch ungefähr 20 hoch 230 – oder 10 hoch 325, eine Eins mit 325 Nullen dahinter – verschiedene Proteine geben.

 

Wäre die Erde seit Beginn des irdischen Lebens, also seit einer Milliarde Jahren, vollständig mit einer ein Zentimeter dicken Schicht aus lebenden Zellen bedeckt gewesen, dann hätten darin – der Proteingehalt einer Zelle wird hier mit 30 Prozent angenommen – maximal 10 32 verschiedene Proteine entstehen können, also nur ein unvorstellbar kleiner Bruchteil aller theoretisch möglichen.

 

Die nächste Frage lautet: Könnten alle 10 hoch 52 maximal jemals entstandenen Proteine funktionierende Einheiten in lebenden Organismen sein? Dagegen sprechen biochemische Untersuchungsergebnisse, aus denen hervorgeht, dass die für Lebensprozesse brauchbaren Proteine höchst seltene Ausnahmen in der Menge aller möglichen Eiweißstoffe darstellen.

 

Vergleicht man die Zusammensetzung der beiden Aminosäureketten Alpha und Beta des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin-A, dann wird klar, dass sie im Verlaufe der Evolution nicht unabhängig voneinander entstanden sein können, sondern entweder die eine Kette aus der anderen oder beide aus einer gemeinsamen Vorstufe hervorgegangen sein müssen.

 

Molekularbiologische Untersuchungen haben ergeben, dass zur Umbildung der Alpha-Kette in eine Beta-Kette etwa 120 Mutationen an bestimmten Stellen desjenigen DNS-Moleküls stattgefunden haben müssen, das die Produktion dieses Hämoglobinteils steuert. Etwa die gleiche Anzahl von einzelnen Veränderungen an den Gliedern des Moleküls wäre auch erforderlich gewesen, um beide Hämoglobinketten aus einem gemeinsamen Vorgänger entstehen zu lassen. Vergleicht man nun die Gesamtzahl der verschiedenen Aminosäuren in der einen Kette mit der in der anderen, dann stellt man nur eine geringfügige Differenz fest. Eine solche Übereinstimmung, so sagt Eden, schließt die Möglichkeit aus, dass der evolutionäre Prozess, der zur Bildung der Hämoglobinketten geführt hat, das Resultat von nur 120 zufälligen Veränderungen an den DNS-Molekülen sein kann. Diese Überlegung führt Eden zu dem Schluss: Die Evolution hat von allen Wegen, die sie hätte wählen können, um funktionstüchtige Proteine zu schaffen, selektiv den jeweils kürzesten eingeschlagen. Diese Selektion müsse ergründet werden.

Hätten nur zufallsbedingte Veränderungen an einzelnen Punkten der für die Vererbung verantwortlichen (DNS-)Moleküle den Anlass zur Entwicklung der Arten gegeben, dann „würde die Chance für die Entstehung des Menschen der Wahrscheinlichkeit entsprochen haben, mit der man auf einer Schreibmaschine eine tausendbändige Bibliothek sinnvoller Bücher auf folgende Weise produzieren könnte: Man beginnt mit einem grammatisch richtigen und inhaltlich verständlichen Satz. Dieser wird nunmehr wahllos durch Umstellung einiger vorhandener und Hinzufügen neuer Buchstaben verändert. Diese Prozedur, die in den weitaus meisten Fällen zu unverständlichen Texten führt, wiederholt man solange, bis nach diesem Verfahren tausend Bände sinnvoller Literatur entstanden sind“.

 

Aufgrund dieser mathematisch-theoretischer Schwierigkeiten des Tranformations-Prozesses des genetischen Erbgutes während der Evolution wird uns nun noch deutlicher warum Darwin das plötzliche Auftreten der Blumen als „abscheuliches Mysterium“ bezeichnete.

Damit war eines der Grundpfeiler der Evolutions-Theorie ins Wanken geraten: Die „Graduation“.

Ein weiterer Grund, warum mich die Evolutions-Theorie nicht mehr überzeugt.

 

Mario Wahnschaffe

 

 

 

 

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Einleitende Gedanken

Wie relevant ist der Glaube an die Evolutions-Theorie für einen Gott-gläubigen Menschen? Ist es überhaupt möglich für einen Christen an die Evolution zu glauben? Sollten nicht alle Christen an den Schöpfungsakt Gottes glauben?

Tatsächlich gab es immer wieder Christen, die sowohl ihren Glauben an die Bibel und den Glauben an die Evolution unter einen Hut bringen konnten. Sie sahen die spontane Entstehung des Lebens („The Spontaneous Generation“) aus dem Urschlamm oder dem Wasser der Erde in der Bibel belegt:

„Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.“   1.Mose 1:12

„Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so.“

1.Mose 1:24

Timothy Keller, Pastor in New York City schreibt in seinem Aufsatz. „Evolution, Creation and Christian Laypeople“: 

„Allerdings gibt es viele Christen, die die Prämisse in Frage stellen, dass Wissenschaft und Glaube unversöhnlich seien. Viele glauben, dass eine starke Treue zur Bibel nicht den Glauben an den Schöpfungsbericht verlangt. Sie argumentieren, dass wir nicht zwischen einer anti-wissenschaftlichen Religion oder einer antireligiösen Wissenschaft wählen müssen. Sie denken, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, in denen Gott die Schaffung von Lebensformen und menschlichem Leben mit evolutionären Prozessen herbeigeführt haben könnte , Und dass das Bild der Inkompatibilität zwischen orthodoxem Glauben und evolutionärer Biologie stark überzogen ist.“

Die zentrale Wahrheit des christlichen Glaubens bekennt:

„Allein Jesus rettet!“ Das ist das Zentrum unseres Glaubens, welches Paulus zusammenfasst im Römerbrief 10:9,10: „...dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst.

Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“

Allein durch den Glauben an Jesus werden wir gerettet! Alle anderen Fragen: Ob wir an Demokratie oder an Diktatur, an Evolution oder Kreation glauben, sind interessant und sehr relevant für unser Denken und für die Entscheidungen in unserem Alltag, haben aber keine Einwirkung darauf, ob wir in den Himmel oder in die Hölle kommen, ob wir Von Gott geliebt werden oder nicht!

Und ich gehe noch einen radikalen Schritt weiter: Sogar der Glaube an Gott ist ein Geschenk, dass ich mir nicht erarbeitet habe, sondern das mir geschenkt wurde. Im Hebräer-Brief 12:2 heißt es: „... indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“

Jesus schenkt jedem Menschen den Glauben und nimmt jedem Menschen damit die Möglichkeit sich zu rühmen aufgrund einer „Glaubensleistung“.

Selbst die größten so genannten „Glaubens-Helden“ erlebten Phasen des Zweifels an Gott. Ja sogar ein David, ein Mann nach dem Herzen Gottes, erlebte „atheistische Phasen“ in seinem Leben in denen er fragte:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Psalm 22:2

Selbst die Jünger zweifelten entschieden an den Auferstehungs-Berichten der Frauen, die vom Grab kamen und taten sie als Gerede von Frauen ab.

„Und diese Reden schienen ihnen wie Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht.“

Lukas-Evangelium 24:11

Das hielt Jesus nicht davon ab, seine Jünger weiter zu lieben und sie sogar als die Botschafter der guten Nachricht der Auferstehung auszuwählen, obwohl sie Zweifelnde waren.

Junge Christen gehen genauso durch Zeiten des Zweifels, in denen sie die Existenz Gottes und die Berichte der Bibel in Frage stellen. Junge Christen, die sich mit der Wissenschaft beschäftigen, stellen zunächst alles, was sie in der Bibel gelesen haben in Frage und denken, dass sie sich zwischen der Wissenschaft, also der „Wahrheit“ und der Bibel entscheiden müssten.

Dass dies nicht der Fall ist und dass man ein genialer Naturwissenschaftler und trotzdem ein Bewunderer und Anbeter des allmächtigen Gottes sein kann, zeigen diese Zitate:

"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." 
Das Zitat stammt von Werner Karl Heisenberg (* 5.12.1901 in Würzburg; †  01.02.1976 in München), aus einem unveröffentlichten Manuskript mit dem Titel: "Ordnung der Wirklichkeit". Dieses Werk wurde von Piper in den Gesammelten Werken Heisenbergs erstmals 1984 veröffentlicht. Dort ist das betroffene Zitat auf Seite 236 zu finden. 1989 erschien "Ordnung der Wirklichkeit" dann auch als Einzelband mit Zitat auf Seite 59. Heisenberg war ein deutscher Wissenschaftler und Nobelpreisträger, der zu den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts zählt.

 

 

Von Nikolaus Kopernikus, 1473-24.05.1543, Mathematiker, Astronom, Jurist, Physiker stammt das Zitat: "Wer sollte nicht durch die stete Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheit geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden?"

Auf seinen Beobachtungen fußt der „Gregorianische Kalender“

 

Meine Artikel-Reihe hat also nicht das Ziel, Christen zu beleidigen oder auszugrenzen, die an die Evolutions-Theorie glauben. Sie richtet sich an junge aufrichtige und suchende Menschen, die versuchen Wissenschaft und Glaube unter einen Hut zu bringen. Und sie ist ein Plädoyer dafür, dass dieselben harten und unerbittlichen wissenschaftlichen Standards nicht nur für die Aussagen der Bibel gelten, sondern auch für die Evolutions-Theorie.

Ein biologisches Online Fachlexikon (Lern Helfer) räumt ehrlich ein:

„Die Schwierigkeiten zum Beweisen der Evolutionstheorie bestehen darin, dass

  • Experimente zur Artneubildung wegen der langen Zeit, die es dazu braucht, nahezu ausgeschlossen sind (Ausnahme: Modellexperimente zu Bakterien, Züchtung von Tieren und Pflanzen),
  • Beobachtungen der Evolutionsvorgänge unmittelbar nicht möglich waren.“
    Wenn also die Evolution genau so eine Theorie darstellt, wie der Schöpfungsakt eines genialen Konstrukteurs, eines allmächtigen Gottes, will diese Artikel Reihe helfen, Argumente zu suchen, zu finden und darauf hin ein eigenes Urteil zu bilden.

Mario Wahnschaffe

Warum mich die Evolutions-Theorie nicht mehr überzeugt

1.Argument: „Omne vivum e vivo!“, Louis Pasteur  

Eines der wichtigsten Argumente, das der Evolution-Theorie widerspricht:

Die Theorie des spontanen Entstehens des Lebens, der ersten lebenden Zellen:

1.1. Die Theorie der "Spontanen Entstehung des Lebens" widerspricht der wissenschaftlichen Definition des Lebens:

„Leben entsteht nur durch Leben.“  „Omne vivum e vivo“,

Louis Pasteur

 

Leben, Kennzeichen des Lebens

Was ist Leben? Was ist ein Lebewesen?

Die Definitionen dessen, was "lebt" und was "nicht lebt" unterscheiden sich in der in der Literatur. Im Allgemeinen findet geht man aber davon aus, dass Lebewesen über nachstehende Fähigkeiten bzw. Eigenschaften verfügen:

Lebewesen können Informationen (Reize) aus ihrer Umwelt aufnehmen (diese wahrnehmen) und auf diese reagieren (Reizbarkeit).

Lebewesen sind in der Lage, sich fortzupflanzen und sich zu vermehren (Fortpflanzung und Vermehrung).

Lebewesen besitzen zum Aufbau und Aufrechterhaltung ihres Körpers und seiner Funktionen einen (eigenen!) Stoffwechsel.

Lebewesen wachsen und entwickeln sich (Wachstum und Entwicklung).

Lebewesen können sich selbst bewegen oder zeigen zumindest innerhalb ihres Körpers (bzw. innerhalb ihrer Zellen) Bewegungen (Bewegung, Beweglichkeit bzw. Motilität).

Quelle: http://www.biologie-lexikon.de/lexikon/leben.php

 

1.2. Die Theorie der "Spontanen Entstehung des Lebens" wurde von Louis Pasteur widerlegt

Im 19. Jahrhundert zeigten u.a. Experimente von Louis Pasteur 1861, dass auch Mikroorganismen keine Spontanzeugung zeigen. Pasteur veröffentlichte 1864 den Grundsatz „Omne vivum e vivo“ (lat. für ‚Alles Lebende entsteht aus Lebendem‘). Zur Widerlegung der Spontanzeugungshypothese trugen auch Franz Schulze, Theodor Schwann und Heinrich Schröder bei. Der englische Physiker John Tyndall (1820–1893) konnte durch seine Theorie der hitzeinstabilen und hitzestabilen Phase (Sporen) bei Bakterien endgültig alle Zweifel aus dem Weg räumen.

Der Satz „Alles Lebende entsteht aus Lebendem“ widerspricht dem allgemein anerkannten Standardmodell der Kosmologie, nach dem zu Beginn des Universums (beim Urknall) noch nicht einmal (unbelebte) Materie existierte, sondern sich erst aus Energie aufgrund der Äquivalenz von Masse und Energie bildete. Logisch fortgesetzt könnte Lebendes ja nur aus Lebendem entstanden sein, das bereits beim Urknall vorhanden gewesen sein müsste.

Die spontane Entstehung von Leben

Pasteurs Studien über die Gärung waren von entscheidender Bedeutung für eine Frage, die seit der Antike diskutiert worden war: Kann Leben unter Alltagsbedingungen spontan entstehen? („Spontanzeugung“; der in der deutschsprachigen Literatur häufig verwendete Begriff „Urzeugung“ suggeriert, es gehe um die erste Entstehung des Lebens, die hier nicht gemeint ist.) Zu Pasteurs Zeit war die Debatte bereits auf die Fragestellung reduziert worden, ob mikroskopisch kleine Lebewesen aus toter organischer Materie entstehen können. Ab 1860 veröffentlichte Pasteur dazu in kurzer Folge fünf Arbeiten, die er 1861 in einem Vortrag vor der Chemischen Gesellschaft zu Paris zusammenfasste.

In einem Experiment verwendete Pasteur Flaschen mit einem schwanenhalsartig ausgezogenen Hals. Der Inhalt der Flasche hatte weiterhin Kontakt zur Luft, blieb aber steril, nachdem er aufgekocht worden war. Brach Pasteur den Schwanenhals ab, so fing der Inhalt bald an zu gären.

Diese von Pasteur in den 1860er Jahren verwendete Flasche wurde versiegelt und ist seitdem steril.

Zu den Experimenten, die hier nicht vollständig beschrieben werden, gehören:

•       Pasteur kochte hefehaltiges Zuckerwasser auf und platzierte es in einem luftdichten Behälter. Der Inhalt blieb wochenlang steril. Brachte er Watte, durch die normale Luft gesaugt worden war, in den Behälter, fing der Inhalt innerhalb von 24 bis 36 Stunden an zu gären. Pasteur schloss daraus, dass der Staub der Luft Mikroorganismen enthielt.

•       Nach dem Vorbild von Eugène Chevreul ließ er Flaschen mit einem schwanenhalsartigen Hals anfertigen, füllte sie mit Zuckerwasser, Urin oder Milch und kochte den Inhalt auf. Obwohl die Flaschen eine offene Verbindung zur Luft hatten, blieb der Inhalt steril. In Kontrollflaschen, deren Inhalt nicht aufgekocht worden war, bildete sich in kurzer Zeit ein Schimmelrasen. Brach Pasteur die Schwanenhälse ab, so bildete sich auch in den steril gebliebenen Flaschen Schimmel oder der Inhalt fing an zu gären. Anscheinend waren Mikroorganismen von oben in die Flaschen hineingeschwebt, was der lang ausgezogene Schwanenhals zuvor verhindert hatte.

•       Pasteur kochte hefehaltiges Zuckerwasser auf, setzte es für kurze Zeit der Luft aus und verschloss die Behälter dann luftdicht. Am Fuß des Jura-Gebirges bildeten sich daraufhin in acht von 20 Fällen Lebensformen, auf 850 Meter Höhe in fünf von 20 Fällen, und auf dem Gletscher Mer de Glace in 2000 Meter Höhe veränderte sich nur in einem von 20 Fällen der Inhalt. Pasteur hatte eine Methode zur Messung der Konzentration von Keimen in der Luft erfunden.

Für den Vortrag von 1861 verlieh die Akademie der Wissenschaften Pasteur ein Preisgeld von 2500 Francs, das für denjenigen ausgelobt worden war, der wichtige Beiträge zur Frage der spontanen Entstehung von Leben leisten würde. Félix Archimède Pouchet (1800–1872) hatte 1845 nachgewiesen, dass weibliche Tiere Eizellen unabhängig vom Kontakt mit Männchen produzieren. Er vertrat eine gemäßigte Variante der Spontanzeugung (zwar entstehen nicht erwachsene Organismen spontan, wohl aber ihre Eier). Pouchet wiederholte Pasteurs Experiment in den französischen Alpen mit dem Unterschied, dass er statt hefehaltigem Zuckerwasser einen Heuaufguss verwendete. In allen acht Fällen veränderte sich der Flascheninhalt, was so wirkte, als ob nur Sauerstoff nötig wäre, um Leben entstehen zu lassen. Als Pasteur verächtlich reagierte, verlangten Pouchet und seine Mitarbeiter eine Untersuchungskommission der Akademie, die 1864 zusammentrat, allerdings mit so vielen Pasteur-Sympathisanten besetzt war, dass ein faires Verfahren nicht gesichert war. Die Kommissionssitzungen zogen sich ergebnislos hin, während sich unter französischen Wissenschaftlern der Eindruck festsetzte, dass die Frage in Pasteurs Sinne entschieden sei. 1876 entdeckten jedoch Ferdinand Cohn und John Tyndall die Tatsache, dass bestimmte Mikroorganismen eine Phase mit Endosporen – die sogar kochendes Wasser überstehen – durchlaufen, was Pouchets Ergebnisse zum Teil erklären würde. Allerdings hatten Pouchet und seine Kollegen auch Mikroorganismen beschrieben, die definitiv nicht so entstanden sein können, wie Myzelien, verschiedene Bakterien und Amöben. Das spricht dafür, dass ihre Versuche auch auf eine andere Weise kontaminiert gewesen sein müssen.

Anhänger der Spontanzeugung konnten immer noch einwenden, dass durch die Erhitzung eine „Lebenskraft“ oder eine andere wesentliche Voraussetzung für die spontane Entstehung von Leben zerstört werde. 1863 gelang es Pasteur, zwei Körperflüssigkeiten zu konservieren, ohne sie zu erhitzen: Urin und Blut. Er gewann sie direkt aus den Venen beziehungsweise der Harnblase von Tieren. Solange er sie nur keimfrei gemachter Luft aussetzte, veränderten sie sich nicht. Pasteur leistete damit einen wesentlich Beitrag zur Technik des aseptischen Arbeitens.

1877 wurde Pasteur erneut herausgefordert, diesmal von dem britischen Wissenschaftler Henry Charlton Bastian, der die spontane Entstehung von Leben in sterilem Urin beobachtet haben wollte. Diesmal war es Pasteur, der eine Untersuchungskommission der Akademie der Wissenschaften anregte. Obwohl Bastian sogar nach Paris reiste, trat die Kommission nie wie geplant zusammen und Bastian fuhr mit leeren Händen nach Hause zurück. Sein Protest führte allerdings dazu, dass Pasteurs Mitarbeiter Jules Joubert und Charles Chamberland sich die Frage noch einmal vornahmen und auf die erstaunliche Hitzeresistenz mancher Mikroorganismen stießen. Ein praktisches Ergebnis dieser Forschungen war der Autoklav.

In einer unveröffentlichten Notiz von 1878 spekulierte Pasteur darüber, dass die spontane Entstehung von Leben doch möglich sein müsse, weil sie am Anfang des Lebens gestanden haben müsse

Quelle: Die spontane Entstehung des Lebens aus „Lous Pasteur“, https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur

Pasteur hat die Theorie der „Spontanen Generation“ (Die Theorie, dass das Leben spontan entsteht) wissenschaftlich widerlegt mit seinem berühmten Lehrsatz „Leben entsteht nur durch Leben“  „Omne vivum e vivo“, den wir alle mal im Biologieuntericht gehört haben. Zum Ende seines Lebens schloß er zwar nicht die theoretische Möglichkeit einer "Spontanen Generation" (Die Urzeugung) im Archaikum aus, mahnte aber die Anhänger dieser Hypothese zur Nüchternheit: Die Urzeugung, entstanden aus kondensierenden flüssigen anorganischen Stoffen anzunehmen, bleibt unwissenschaftlich: "Wenn Ihr zu den ernsthaften Geistern der Wissenschaft gehören wollt, dann gilt es, sich von den Ideen zu distanzieren, die etwas "a priori" festlegen und in den Bereich der Spekulationen gehören!"
Quelle:  Louis Pasteur: Sur l’origine de la vie. Unvollständige Wiedergabe in Pasteur Vallery-Radot (Hrsg.): Œuvres de Pasteur. Band 7: Mélanges scientifiques et littéraires. Masson, Paris 1939, S. 30 f. Vollständigere Version in Patrice Pinet: Pasteur et la philosophie. Harmattan, Paris 2004, S. 63 f.

Gegner von Pasteur: Félix Archimède Pouchet

(* 26. August 1800 in Rouen; † 6. Dezember 1872 ebenda) war ein französischer Naturwissenschaftler. Er war ein führender Protagonist der Auffassung, dass Leben spontan aus totem Material entstehen kann, und damit Gegner der Keimtheorie Louis Pasteurs.

Pouchet studierte zunächst Medizin in Rouen. Dann wandte er sich der Botanik und Zoologie zu. 1828 wurde er Direktor des Naturkundemuseums und des Botanischen Gartens in Rouen, 1838 Professor an der Medizinischen Hochschule in Rouen. In seinem Hauptwerk Hétérogénie (1859) beschrieb Pouchet, unter welchen Bedingungen durch chemische Prozesse wie Fermentation und Fäulnis angeblich lebende Organismen entstehen. Pouchets Theorie wurde durch Pasteurs Nachweis von Mikroorganismen in der Luft widerlegt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Félix_Archimède_Pouchet

 

Friedrich Wöhler widerlegt angeblich den Vitalismus 

Am 22. Februar 1828 schrieb Wöhler einen Brief an Berzelius in dem er ihm mitteilte, dass er "Harnstoff machen kann, ohne dazu Nieren oder überhaupt ein Thier, sey es Mensch oder Hund, nöthig zu haben. Das cyansaure Ammoniak ist Harnstoff."  Am Ende des Briefes schrieb er: "Diese künstliche Bildung von Harnstoff, kann man sich als Beispiel von Bildung einer organischen Substanz aus unorganischen Stoffen betrachten." Der Harnstoff wurde durch das Eindampfen einer wässrigen Lösung aus Ammoniumcyanat gewonnen. Allerdings war dies nicht wie allgemein angenommen die erste echte organische Synthese, denn bereits im Jahre 1824 konnte Wöhler die Oxalsäure aus Dicyan ohne die Verwendung von organischen Ausgangsstoffen gewinnen. Außerdem war die Synthese des Harnstoffs zuvor schon anderen Chemiker gelungen, ohne dass diese die wahre Bedeutung erkannten. Sie bezeichneten den Stoff zunächst als cyansaures Ammoniak. Aber erst Wöhler erkannte die Zusammenhänge und widerlegte die Theorien des Vitalismus.

Quelle: http://www.seilnacht.com/chemiker/chewoe.html

 

Nur angeblich wiederlegt Wöhler die Theorie des Vitalismus, denn dieser Artikel hält dagegen:

Wöhler gilt als Pionier der organischen Chemie wegen seiner Synthese von Oxalsäure durch Hydrolyse von Dicyan 1824 und von Harnstoff aus Ammoniumcyanat im Jahre 1828. Diese Synthesen eröffneten das Feld der Biochemie, da zum ersten Mal Stoffe, die bisher nur von lebenden Organismen bekannt waren, aus „unbelebter“ Materie künstlich erzeugt werden konnten. Diese In-vitro-Synthesen wurden zunächst von den Chemikern kaum wahrgenommen, da die Zeit dafür noch nicht reif war. Mit zunehmendem Erfolg der Chemiker auf dem Gebiet der organischen Synthesechemie sah man aber Wöhlers Synthese immer mehr als Beginn dieses Zweiges der Chemie an, womit sich rund um die Harnstoffsynthese geradezu ein „Schöpfungsmythos“ der organischen Chemie entwickelte, der bis heute in vielen Chemielehrbüchern, aber auch historischen Darstellungen zu finden ist. Die damit verbundene These, Wöhler habe mit seiner Synthese die Theorie des Vitalismus widerlegt, also die Anschauung, dass eine transzendente Lebenskraft (vis vitalis) zur Erzeugung organischer Stoffe unabdingbar sei, trifft jedoch nicht zu. Richtig ist vielmehr, dass mit der Harnstoff-Synthese der Anstoß für weitere Untersuchungen gegeben wurde und so das Konzept der Lebenskraft für die Chemie zusehends bedeutungslos wurde.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wöhler

Wichtig ist zu den Behauptungen Friedrich Wöhlers den nachfolgenden Artikel zu beachten: Die Entstehung des Lebens

Quelle: http://www.oekosystem-erde.de/html/leben-01.html

Was ist Leben?

Eine Definition ist gar nicht so einfach, denn das Leben ist heute derart vielfältig, dass es für fast jede Regel eine Ausnahme gibt. Die ersten Lebensformen waren sicherlich auch viel einfacher als heutige Bakterien; diese bestehen bereits aus vielen Millionen Molekülen, darunter Proteinen, die sich aus mehr als 100.000 Atomen zusammensetzen. Früher glaubten die Naturkundler, dass das Geheimnis des Lebens in den Kohlenstoffverbindungen steckt; die „organische Chemie“ galt als grundsätzlich verschieden von der „anorganischen Chemie“. Aber seit 1828 der deutsche Chemiker Friedrich Wöhler organischen Harnstoff aus anorganischen Komponenten herstellen konnte, war diese Vermutung widerlegt. Das Leben besteht aus den gleichen chemischen Elementen wie alles andere auch; und die Chemie liefert auch die beste Annäherung an eine Definition: Leben ist ein selbstherstellendes, selbsterhaltendes und fortpflanzungsfähiges System, dass in einem chemischen Prozess aus “nicht lebendigen” Bausteinen. Die große Bedeutung des Kohlenstoffs erklärt sich mit seiner chemischen Reaktionsfreudigkeit bei gleichzeitiger Stabilität und der Fähigkeit, Moleküle in vielen verschiedenen Formen zu bilden.

Damit ist die Theorie der spontanen Generation bei Friedrich Wöhler widerlegt, trotz seines Erfolges Chemisch-organische Stoffe herzustellen.

 

Entschiedener Gegner der "Spontanen Generation" war

Rudolf Ludwig Karl Virchow (* 13.10.1821 in Schivelbein/Hinterpommern, † 5.09.1902 in Berlin).

Er war ein deutscher Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker. 

Sein Lehrsatz lautet: „Omnis cellula e cellula“, was übersetzt bedeutet: „Jede Zelle [geht] aus einer Zelle [hervor].“

Ohne auf die Arbeiten von Friedrich Günzburg (1820–1859) und vor allem von Robert Remak (1815–1865) einzugehen, publizierte er die in seiner Würzburger Zeit bereits als Aufsatz formulierte Theorie der Zellularpathologie. Sie besagt, dass Krankheiten auf Störungen der Körperzellen basieren. Dies leitete er aus seinen vor allem in Würzburg durchgeführten Untersuchungen ab, die ergaben, dass alle Zellen aus Zellen und nicht, wie zuvor angenommen, aus einem unförmigen Urschleim (Blastem) entstehen. Diese Theorie, 1858 veröffentlicht als Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre im Verlag von August Hirschwald, brachte ihm Weltruhm ein. Der Grundsatz von Virchows Zelltheorie lautet seit 1855 Omnis cellula e cellula, was übersetzt bedeutet: „Jede Zelle [geht] aus einer Zelle [hervor].“

Die Evolutionstheorie Charles Darwins sah er als interessantes Denkmodell an, insgesamt konnte er sich aber nicht dafür erwärmen.

Charles Darwin hatte keine Antwort zu der Theorie der „Spontanen Generation“, genau so wenig wie zu der Entstehung der Intelligenz im Rahmen der Evolution. 

„In welcher Weise die geistigen Kräfte zuerst in den niedrigsten Organismen entwickelt wurden, stellt eine hoffnungslose Untersuchung dar, ähnlich der, um herauszufinden wie das Leben zuerst entstand. Das sind Probleme für die ferne Zukunft, wenn sie jemals vom Menschen gelöst werden sollen.“  Charles Darwin, THE DESCENT OF MAN. PART I.

CHAPTER II., COMPARISON OF THE MENTAL POWERS OF MAN AND THE LOWER ANIMALS.  S.34ff.

Die Frage nach der spontanen Entstehung des Lebens, bzw. der Entstehung der „Urzelle“ aus anorganischer Materie ist heute noch von Vertretern der Evolutions-Theorie nicht beantwortet worden. Trotzdem ist sie die zentralste und wichtigste Frage nach der Herkunft des Lebens. Ist das Leben Zufallsprodukt chemischer Reaktionen, oder ist das Leben geplant und geschaffen von einem genialen Konstrukteur, der jedem Lebewesen eine Aufgabe und einen Sinn für seine Existenz verliehen hat?

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Vom 28.04. - 03.05. fliege ich mit einem deutschen Grundschullehrer und Mitglied unseres Video-Medienteam des CLW im Auftrag des AVC (Aktionskommitee für verfolgte Christen) in den Libanon, um unseren AVC Field Pastor George Merheb und unsere gemeinsamen Schulprojekte und Lebensmittelprojekte zu besuchen.

Der Libanon ist gleich nach der Türkei das Land, dass an Stelle Nummer 2 steht mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien und aus dem Irak. Dort tobt ein unbarmherziger Religionskrieg, der eine menschliche Katastrophe mit Millionen von Flüchtlingen nach sich zieht. Mit 1,2 Millionen offiziellen Flüchtlingen und einer Dunkelziffer von 2 Millionen ist fast jeder Zweite ein Flüchtling im Libanon. AVC (Aktionskommitee für verfolgte Christen) unterstützt schon seit einigen Jahren die christlichen Hilfsprojekte von Pastor George Merheb. In Zusammenarbeit mit "YWAM" hat er inzwischen 3 Schulen für syrische Flüchtlingskinder gegründet mit dazu gehörigen Lebensmittelprogrammen. "Denn," so sagt Pastor George, "ohne Nahrung können die Familien den Hunger nicht besiegen, denn Hilfe von der Regierung bekommen sie nicht. Und ohne etwas im Bauch, keine Bildung."

Sein neuestes Projekt ist eine Lebensmittelausgabe für verarmte Binnenflüchtlinge mitten im Kriegsgebiet in Damaskus.

Am Samstag besuchten wir einen Gottesdienst  in der neuen Planting Church in Beirut, die Pastor George gegründet hat.
3 Entscheidungen für Jesus und dieser arabische Flüchtling aus Damaskus konnte
seinen Arm nicht heben und hatte dauernd starke Schmerzen in seiner Schulter. Jesus hat ihn so berührt, dass er seinen Arm wieder voll bewegen kann und schmerzfrei ist! Nishkur Raab!
Kostenlose Verteilung meines arabischen und englischen Buches „Mit Muslimen im Gespräch“ an anwesende Muslime.

Sonntag: Heute zwei Gottesdienste in den Nazarener Gemeinden in Beirut von Pastor Andrew Salameh.

 

Ein libanesischer Gottesdienst und ein syrischer Flüchtlingsgottesdienst mit Pastor Ibrahim.

Heute wurde ich inspiriert mit einer Vision für den Nahen Osten!: Neben mir saß ein ehemaliger Sunni Muslim aus Raqqa (Die Hauptstadt von IS!!!) der mittlerweile ein begeisterter Diener Jesu ist!
Und heute öffneten mindestens 30 Muslime ihr Leben für Jesu per öffentlichen Handzeichen!
Ich träume davon, dass tausende von Muslimen Jesus finden und als Missionare der Liebe zurück in ihre Länder gehen!

Kostenlose Verteilung meines arabischen Buches „Mit Muslimen im Gespräch“ an anwesende Muslime.

Montag:  Glücklicher Tag heute im Libanon! 
Besuch unserer Schulen für syrische Flüchtlingskinder im Bekaa-Tal. Ich bin dankbar für Investment unserer Spender in die Kinder, die Zukunft von Syrien!

 

 

 

 

Heute kam rechtzeitig mein Buch "Mit Muslimen im Gespräch" in Bahdinani (Kurdisch in Arabischen
Lettern) in Beirut an! Ich durfte es heute an die Mitarbeiter der kurdischen Flüchtlingsgemeinde im Armenviertel von Beirut (Nabaa) verteilen. Neben mir mein kurdischer Übersetzer: Ehemaliger Muslim und Kämpfer gegen IS. Als sein christlicher Freund neben ihm starb gab er sein Leben Jesus!

 

 

 

 

 

Dienstag: Besuch unserer Schule in Damour. 
Es gab noch mal ein Austauschgespräch zwischen Raphael, Jihad und mir, um Entstehung, Vision, Werte und Methodik einer christlichen Flüchtlingsschule zu verstehen.

Mein Reisebegleiter, Grundschullehrer und Kameramann gestaltete mit dem Schulleiter Jihad in verschiedenen Klassen Spiele und biblische Geschichten und übergab einige Springseile als Geschenk aus Deutschland.

 

 

Deine Spende kann helfen und macht einen großen Unterschied!
Wir danken Dir für Deine Unterstützung!
Spende an:
Freie Christengemeinde Bonn
DE60 5009 2100 0001 4060 00
GENODE51BH2
Spar- und Kreditbank Bad Homburg
Stichwort: AVC Flüchtlingshilfe Mittlerer Osten

 

Mario Wahnschaffe

 

 

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 TULIP

Gibt es einen freien Willen? Oder hat Gott alles vorherbestimmt?

In Zeiten, wo Krisen oder Unglück unser Leben plagen, quälen uns die Gedanken: "Hat Gott dies in mein Leben geschickt? Hat er mich verflucht oder gar auf ewig verworfen?"

Gibt es nicht auch Beispiele dafür in der Bibel?:

  • Gott, der Pharaos Herz verhärtet hatte, so dass dieser sich nicht bekehren konnte.
  • Oder hat nicht Gott Jakob erwählt und dafür seinen Bruder Esau auf ewig gehasst?
  • Was ist, wenn ich nicht zu den Erwählten gehöre und Gott mich verworfen hat oder mich sogar hasst, da ich viele Fehler begangen habe?

 

Hat Gott vor Erschaffung der Welt bestimmt, wer in den Himmel und wer in die Hölle geht?

 Schwierige Fragen der „Doppelten Prädestination“

 Es gibt auch Christen, die daran glauben, dass Gott nicht nur als ewiger Gott unsere freien Entscheidungen zum Heil oder Unheil „voraus sieht“,

sondern dass er vor der Gründung der Erde festgelegt hat, wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt.

Diese Lehre stellt den souveränen Willen Gottes über den Willen des Menschen.

 

Das Glaubensbekenntnis der Calvinisten ist das so genannte T.U.L.I.P. (Akronym für "Tulpe"):

  • Total depravity (Sündenverderbnis und unfreier Wille des Menschen)
  • Unconditional election (Souveräne Erwählung zum Heil oder Verdammnis)
  • Limited atonement (Partikularismus)
  • Irresistable Grace (Heilszwang)
  • Perseverence of the Saints (Bewahrung der Erlösten)

Quelle: RGG I, 620 f.; ELThG I, 131 f.

 

Daraus ergeben sich aber schwierige und komplexe Fragen für radikale Calvinisten, die nach einer Antwort suchen:

 

  • Supralapsarismus

 

Die Lehre des „Supralapsarismus“ besagt, dass das Böse im Sündenfall im Paradies von Gott gewollt und vorherbestimmt war. Diese Lehre steht aber in Spannung zu Gottes Wort:

 

„Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand.“

Jakobusbrief 1: 13,14

 

  • Partikularismus

 

Die Lehre vom "begrenzten Sühneopfer" besagt, Christus sei gar nicht für alle Menschen gestorben, folglich könnten nicht alle gerettet werden. Er sei deswegen nicht für alle gestorben, weil er nicht alle vorher erwählt habe. Und sein Opfer nicht wirkungslos bleiben könnte.

Diese Lehre steht erheblich im Konflikt mit einigen Stellen der Heiligen Schrift:

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Johannes-Evangelium 3:16

 

„...welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“   1.Timotheus-Brief 2:4   (Elberfelder-Übersetzung)

 

  • Heilszwang

 

Die Lehre vom "Heilszwang" besagt, dass Gott nicht nur vorherbestimmt hat, wer verloren geht, sondern auch, wer gerettet wird. Die Lehre der "Doppelten Prädestination" (Doppelten Vorherbestimmung) degradiert die freie Entscheidungs- und Umkehrfähigkeit des Menschens. Dies steht mit etlichen Aufforderungen des Wortes Gottes in Konflikt, wo Gott an den Willen des Menschens appelliert und uns zur Umkehr und zum Glauben aufruft:

 

„Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden.“

Markus-Evangelium 16:15

 

  • Beharren der Heiligen (Einmal gerettet – immer gerettet)

 

Diese Lehre besagt, dass ein erwählter Gläubiger nicht verloren gehen kann, auch wenn er durch Zeiten des Abfalls vom Glauben gehen sollte. Diese Lehre steht auch im Konflikt mit dem Wort Gottes:

 

„ Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst und den Glauben und ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.“

  1. Timotheusbrief 1:18,19

 

„sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“

2.Korinther-Brief 9:27

 

Dieser Artikel ist inspiriert durch Fragen von jungen Menschen und durch das Buch von Pastor Matthias C. Wolff, Von Ewigkeit erwählt, Bundesunterrichtswerk des BfP, 2010, Erzhausen.

Siehe auch, was biblische Lehrer des „Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden“ dazu glauben und schreiben: http://www.bfp.de/media/PDF/Prae_ThA.pdf

 

Doppelte Vorherbestimmung in Qur’an und Bibel.

 

  1. Vorherbestimmung zur Hölle im Qur’an

 

  • Sura Had 11:118,119 "Hätte es deinem Herrn gefallen, so hätten alle Menschen nur eine Religion gehabt; aber sie sollen nicht aufhören untereinander verschiedener Ansicht zu sein, nur mit Ausnahme derer, gegen die dein Herr barmherzig ist: denn gerade dazu hat er sie erschaffen; denn das Wort deines Herrn soll erfüllt werden: Ich will die Hölle mit Teufeln und Menschen zusammen füllen. " (Rasoul)

Im Qur'an wird explizit gelehrt, dass Menschen von Allah nicht nur für die Hölle vorherbestimmt sind, sondern auch für die Hölle geschaffen sind.

 

  1. Hat Gott in der Bibel Menschen für die Hölle vorherbestimmt?

Wie war das nochmal mit Pharao und Esau? Hatte Gott sie denn nicht für die Hölle und für die Verdammnis vorher bestimmt?

 

Viele Fragen des Zweifels nagen hier:

  • Wie kann Gott so ungerecht sein?
  • Warum gibt es ein letztes Gericht über die Sünden jedes Menschen? Warum zieht uns Gott für unsere Verfehlungen zur Rechenschaft, wenn er doch vorherbestimmt, wer sündigt und wer verdammt wird?

 

Doch will Gott Menschen wirklich zur Hölle schicken?

 

Was sagt Gottes Wort dazu wirklich?

„...welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“   1.Timotheus-Brief 2:4   (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?“

Hesekiel 18:23   (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Denn sterben müssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet wird und das man nicht wieder sammeln kann. Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er hat die Absicht, dass der Verstoßene nicht auch von ihm weg verstoßen bleibt.“   2.Sam.14:14 (Elberfelder-Übersetzung)

 

„Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“

2.Petrus-Brief 3:9   (Elberfelder-Übersetzung)

 

In der Bibel steht nirgendwo, dass Gott Menschen für die Hölle vorherbestimmt hat. Die Hölle ist für den Teufel und seine Engel vorherbestimmt.

 

„Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!“

Matthäus-Evangelium 25:41

 

Von Augustin bis zu den Reformatoren wurde die Lehre einer "doppelten Prädestination" entwickelt: Manche Menschen werden durch Gottes Gnade zum ewigen Leben bestimmt, andere von Gott getrennt. Die Grundlage war ein absolutum decretum (d. h. ein Ratschluss, der unabhängig von Verdienst ohne Schuld des Menschen ergeht.) Dieser Ansicht widerspricht besonders Karl Barth mit der Lehre von Gottes Gnadenwahl: Eine Verwerfung oder Verdammnis Gottes gäbe es nicht. Alle Menschen seien vielmehr durch Christi Leiden und Auferstehung von Gott zum Heil auserwählt.

 

  1. Der Wortgebrauch „Vorher bestimmen“ im Neuen Testament

 

Das griechische Wort für „vorher bestimmen“ heißt im Griechischen: προωρισεν „proorisen“. Es kommt im Neuen Testament 6 mal vor:

 

Eine Wortstudie des Wortes „vorher bestimmen“ / προωρισεν (proorisen) im Neuen Testament ergibt, dass dieses Wort:

  • 1 x verwendet wird in dem Plan, den Gott mit Jesus gehabt hat.
  • 5 x verwendet wird, in Bezug auf die Bestimmung, die Gott mit den Gläubigen hat.
  • 0 x verwendet wird, dass Gott bestimmt hat, dass Menschen in die Hölle gehen.

 

„Denn sie, die er im Voraus erwählt hat, die hat er auch im Voraus dazu bestimmt, in Wesen und Gestalt seinem Sohn gleich zu werden, denn er sollte der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein.“

Römer 8:29 (Neue evangelistische Übersetzung)

 

„und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens.“

Epheser-Brief 1:5 (Elberfelder-Übersetzung)

 

Das Wort „Vorsatz oder Beschluss“ heißt im Griechischen προθεσισ (prothesis) und kommt im Neuen Testament 6 x vor.

 

Das Wort προθεσισ (prothesis) „Vorsatz oder Beschluss“ wird im Neuen Testament:

 

  • 1 x in Bezug auf das Erstgeburtsrecht Jakobs und Esaus
  • 5 x in Bezug auf den Heilsplan Gottes mit den Gläubigen
  • 0 x in Bezug darauf benutzt, dass Gott Menschen in die Hölle bringen wolle.

 

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

Römer-Brief 8:28 (Luther 1912)

 

„durch welchen wir auch zum Erbteil [seines Heils] gekommen sind, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirkt nach dem Rat seines Willens.“

Epheser-Brief 1:11   (Luther 1912)

Fazit: Gott hat uns zum Heil vorherbestimmt und ja es kommen Anfechtungen und Widrigkeiten, aber nicht kann uns trennen von Gottes Liebe!

„Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.“   1.Tim.1:15

 

Wenn er Teufel Dich an Deine Vergangenheit erinnert, erinnere Du ihn an seine Zukunft!

 

  1. Hat Gott Pharao für die Hölle vorherbestimmt?

 

In Röm.9:17,18 heißt es:

„Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Ebendarum habe ich dich erweckt, dass ich an dir meine Macht erzeige, auf dass mein Name verkündigt werde in allen Landen. Also nun: Wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er.“

 

Hier ist nicht die Rede davon, dass Gott ihn vorherbestimmt hat für die Hölle, sondern nur, dass er Pharaos Macht und Halsstarrigkeit gebrauchen wird für seine eigene Herrlichkeit.

Dennoch! Lesen wir nicht davon, dass Gott selbst das Herz des Pharaos „verstockt" hat in 2.Mose?

 

Das Wort „verstocken“ heißt im Hebräischen: חזק (chazaq) „hart sein / machen, schwer oder stark machen“

oder כְבֵד (kabed) „schwer machen, stumpf, unempfindlich machen“.

 

Folgende Stellen im 2. Mose berichten 10x, dass Gott das Herz des Pharaos härter und unempfindlicher machte:

4:21; 7:13; 8:28; 9:12; 10:20; 10:27; 14:8; 10:1; 11:10; 14:4; 5.Mos.2:30

Dagegen: Diese Stelle berichten 7x darüber, dass der Pharao selbst! sein Herz verhärtete und unempfindlich gegenüber Gott machte:

7:14; 7:22; 8:11; 8:15; 9:7; 9:34; 9:35.

 

Hier geht es wohlgemerkt nicht darum, dass Gott Pharao für die Hölle vorherbestimmt, sondern hier wird berichtet, dass Pharao sehr wohl sein Herz selbst hart machte, Gottes Anweisungen zu gehorchen und dass Gott diesen Verhärtungsprozess beschleunigte und verstärkte. Es ist also beides: Man kann nicht sagen, dass es Gottes alleiniges Werk war, das Herz des Pharaos zu verhärten und dass Pharao überhaupt keine Verantwortung für seinen Ungehorsam gegenüber Gott trug. Gott aber beschleunigte den Verhärtungsprozess, um auch sein Gericht über ihn zu beschleunigen.

Gleiches gilt für den Verhärtungs- oder „Verstockungsprozess“ von Esau, israelischer Könige oder des Volkes Israels.

 

Letztendlich legt 2.Mose 3:19 dar, dass dieser Verhärtungsprozess in dem ungehorsamen Herzen von Pharao seinen Ursprung und Beginn hatte:

 

„ Aber ich weiß wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand gezwungen.“

 

Wenn der Verhärtungsprozess durch die freie Willensentscheidung bei Pharao begann, warum beschleunigte Gott diesen Prozess, indem er Pharaos Herz weiter verhärtete?

 

Vielleicht bist Du auf einem Weg der Mühsal. Du erntest das, was Du gesät hast:

  • Untreue erntet Untreue
  • Betrug erntet Betrug
  • Lüge erntet Lüge

Dann möchte ich Dich ermutigen: Halte diese Zeit der Wüste aus und kehre Dich ab, von den fremden Göttern und Sicherheiten und wende Dich hin zu dem alleinigen und wahren Gott.

Sein Zorn währt nur kurze Zeit, aber seine Gnade eine Ewigkeit.

Gott nimmt in Zeiten unseres bewussten Ungehorsams gegen seinen guten Willen, vorübergehend seine bewahrenden und beschützenden Hände von uns, um den Verhärtungsprozess in unserem Herzen zu beschleunigen, damit wir früher mit den harten Konsequenzen unserer falschen Entscheidungen konfrontiert werden und somit hoffentlich schneller zu Gott und seinem Heil umkehren.

Es ist also Gottes Liebesbeweis, wenn Gott das Herz der Ungehorsamen verhärtet und nicht ein Zeichen dafür, dass er uns verworfen hat.

 

  1. "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst."    Röm.9:11-13

 

„ehe die Kinder (Jakob und Esau) geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, auf dass der Vorsatz Gottes bestünde nach der Wahl. nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden -, wurde zu ihr gesagt: "Der Ältere wird dem Jüngeren dienen"; wie geschrieben steht: "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst."“

Römer-Brief 9:11-13 (Luther 1912)

Ist hier nicht der eindeutigste Beweis dafür, dass Gott sogar vor der Geburt eines Menschen festlegt, wenn er liebt und wen er hasst, wen er für den Himmel und wen er für die Hölle bestimmt?

Es ist wichtig bei dieser zweifellos schwierigen Stelle zu beachten, dass Paulus ein genialer jüdischer Theologe war, der gedanklich voll in der Welt der jüdischen Bibel lebte. Deswegen ist es entscheidend, dass wir solche, für uns rätselhaft erscheinenden Bibelstellen, immer wieder in der jüdischen Bibel nachschlagen und reflektieren, damit sie sich uns erschliessen:

Erstes Zitat aus 1.Mos.25:23:

„Der HERR aber sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Volksstämme scheiden sich aus deinem Innern; und ein Volksstamm wird stärker sein als der andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“

Es geht hier nicht um das individuelle Heil von zwei Personen, sondern um die Voraussage über zwei Nationen. Beweis: 1.Mos.36:6-8

„Und Esau nahm seine Frauen, seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und seine Herden und all sein Vieh und all sein Besitztum, das er im Land Kanaan erworben hatte, und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg. Denn ihre Habe war zu groß, um beieinander zu wohnen, und das Land ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen der Menge ihrer Herden nicht tragen. So ließ sich Esau auf dem Gebirge Seïr nieder; Esau, das ist Edom.“

Es geht nicht um das Individuum Esau, sondern, um die Nation, die aus ihm hervorgegangen ist, denn Gott segnete ihn am Ende seines Lebens als Individuum.

 

Die Zusammenfassung von Römer 9 finden wir in Röm.9:30-32. Hier geht es nicht um Prädestination sondern um Erlösung durch Glaube oder durch Rühmen in seiner nationalen Abstammung und Werken:

 

„ Was sollen wir nun hierzu sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht nach der Gerechtigkeit trachteten, haben die Gerechtigkeit erlangt; ich rede aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat nach dem Gesetz der Gerechtigkeit getrachtet und hat es doch nicht erreicht. Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus dem Glauben sucht, sondern als komme sie aus den Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes,“

 

In den Kapiteln 9-11 betont Paulus immer wieder den freien Willen, nicht die Verherbestimmung Gottes:

 

„Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!“   Röm.11:20

 

Fazit: Eigentlich gehören wir zu dem Volk Esaus, zu dem Volk der "Nicht-Juden", nämlich der Heiden, von dem Gott sagt: „nicht mein Volk“, „nicht erwählt“

Durch Jesus sind wir würdig, sind wir erwählt und es ist wunderbar, dass wir uns so sehen dürfen, wir Gott uns sieht.

Wir sehen also dass diese zunächst so negativ erscheinende Stelle, dass Gott Esau  oder besser gesagt, die Nation der Heiden hasst, völlig anders erscheint im Licht des Erlösers:

"Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erweisen und seine Macht zu erkennen zu geben, mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zubereitet sind, und wenn er handelte, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen des Erbarmens zu erkennen gebe, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat, nämlich an uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. Wie er auch in Hosea sagt: "Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte." "Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden."

Römer 9:22-26

Das Volk der Nationen (Esau) war zwar verworfen und wurde "Nicht mein Volk" und "Nicht-Geliebte" genannt, durch Jesus, unseren Erlöser, sind wir, die Heiden, die wir verworfen waren, erwählt zum Heil und sind erwählt durch Gott "Mein Volk" und "Geliebte" genannt zu werden.

Mario Wahnschaffe

 

 

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„Codices recentiores – non deteriores“ (Jüngere Schriften müssen nicht schlechter sein als Ältere)

Damit beschrieb Giorgio Pasquali folgendes Phänomen:

Jahrhunderte lang war die älteste vollständige Bibel des Alten Testamentes der „Codex Leningradensis“ (1008 n.Chr.) Auf ihn fußt der sogenannte „Masoretische Text“.

Codex Leningradensis

Er ist die Grundlage des Alten Testamentes, den sowohl die Biblia Hebraica Stuttgartensia (Grundlage der christlichen Bibel) als auch die Rabbinerbibel des Jakob ben Chajim verwenden.

Warum gab keine ältere vollständige Bibel vor 1008?

Die Juden beerdigten feierlich Bibeln die durch Alter und Gebrauch beschädigt waren und somit nicht mehr perfekt waren.

Lange wurde das junge Alter der ältesten vollständigen Bibel des ATs kritisiert, bis ihre Richtigkeit und wort- und sinngetreue Übertragung durch drei Funde bestätigt wurde:

 

  1. Der Fund in der Geniza der Synagoge von Alt-Kairo 1890.
Geniza Ost Kairo

Dort wurden zahlreiche alte Fragmente des ATs gefunden aus der Zeit des 6.-8. Jahrhunderts. Also hunderte von Jahren vor der Abschrift des „Codex Leningradensis“!!!

Die Schätze einer „Geniza“ (Rumpelkammer einer Synagoge) wurden von Zeit zu Zeit zeremoniell in der Erde vergraben. Nur ein Zufall bewahrte die Handschriften von Kairo vor diesem Schicksal. Die Geniza wurde einmal zugemauert und geriet in Vergessenheit.

 

  1. Noch zufälliger waren die Schrift-Funde von Qumran am Toten Meer in Israel!
isaiah-scroll

Sie umfassen rund 15.000 Fragmente von etwa 850 Rollen aus dem antiken Judentum, die von mindestens 500 verschiedenen Schreibern zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. beschriftet wurden. Darunter sind etwa 200 Texte des späteren Tanach, die bislang ältesten bekannten Bibelhandschriften. Darunter die komplette Schrift des Propheten Jesajas 1000 Jahre älter als die Codex Leningradensis!!!

„So weist z.B. die zweite Jesajarolle aus Höhle 1 von Qumran (1 Q Isb) nicht wesentlich größere Abweichungen vom masoretischen Text auf, als sie in der spätmittelalterlichen Tradition begegnen.“

Quelle: Ernst Würthwein, Der Text des Alten Testamentes, Eine Einführung in die Biblia Hebraica, 5. Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1988, S. 14,17

3. Die Funde von Murabba'atmasada

 

Neben den Qumramtexten, die nach dem archäologischen Befund vor 70 n.Chr. zu datieren sind, verdienen die Funde von Murabba'at mit biblischen Texten aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. besondere Hervorhebung.

Wichtig sind auch die Reste von 14 Schriftrollen mit biblischen Texten aus der Zeit vor 73 n.Chr., die bei der Ausgrabung der Felgenburg Masada in der judäischen Wüste 1963/65 gefunden wurden. Sie stimmen weithin mit dem traditionellen Texten überein; lediglich im Text Ezechiel sind einige geringfügige Abweichungen.

Murabbaat

Quelle: Ernst Würthwein, Der Text des Alten Testamentes, Eine Einführung in die Biblia Hebraica, 5. Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1988, S. 38,39

 

Diese drei Funde zeigen in beeindruckender Weise, wie genau die Masoreten, die das Alte Testament über viele Jahrhunderte kopiert und übertragen haben in genauester Weise ihre Arbeit getan haben und wir nun den gleichen Text in Händen halten wie vor mehr als 2000 Jahren!

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Wie ist eigentlich unser Verhältnis als Christen zu den Juden?IMG_3837

Wie ist unser Verhältnis zu Israel?

 

In unserer heutigen Zeit in Deutschland wird Israel für seine Politik immer schärfer kritisiert.

Im letzten Jahr wurde auf deutschen Strassen gerufen: "Kindermörder Israel! Juden ins Gas!"

So gibt es auch unter Christen zum Teil Abneigung gegenüber Juden und gegenüber dem Staat Israel. Letztens nach einer Predigt wurde mir freundlich der Hinweis gegeben: "Ihre Predigt heute fanden wir gut. Nur, dass Sie dreimal den Begriff "Der Gott Israels" verwendet haben, fanden wir unglücklich, denn die meisten unserer Gemeindemitglieder mögen Israel nicht....

 

Was denkt der durchschnittliche Bürger in München, Deutschland über folgende Fragen:

  • „Was assoziieren sie mit dem Wort Jude?“
  • Wie viele Juden leben heute in Deutschland?
  • Woher stammen die Juden, die heute in Deutschland leben?
  • Was waren die jüdischen Kontingent-Flüchtlinge?

In einem Youtube-Video, in dem deutsche Bürger in München interviewt wurden, herrschte große Unwissenheit, bis sogar offener Antisemitismus. So antworteten manche Schülerinnen sogar, dass sie glaubten, dass die Hälfte der deutschen Bevölkerung Juden seien.

Woher stammen die Juden, die heute in Deutschland leben?

Wie viele Juden lebten in Deutschland vor der Shoa?

1933   - 502.799 Juden (70.000 in der „Central Vereinigung deutscher Juden“)

1939   - 215.000 Juden nach der Vertreibung der "Ost-Juden" und Massen-Emmigrationen

1941   - 163.696 zu Beginn der Deportationen in die Vernichtungslager

1943   -   31.897 bei Ende der großen Deportationen

1945   -   15.000 bei Kriegsende (33 % im Untergrund)

1990   -   29.000 durch Zuwanderung aus der Sowjet-Union.

2007   - 107.233 durch Zuwanderung der jüdischen Kontingentflüchtlinge aus der EX-Sowjet-Union

2014   - 100.300 Zahl der Juden nimmt ab durch Überalterung und nachlassenden Zuzug aus der Ex-SU

 

Seitdem in Berlin vor zwei Jahren ein Rabbi, der offen seine Kippa getragen hatte, vor den Augen seiner Tochter auf offener Straße zusammen geschlagen wurde, ist Deutschland für Juden ein immer unfreundlicheres Land geworden.

 

  1. Ist Israel ein „Unrechtsstaat“?

 

Einmal fragte mich eine Schülerin unserer Gemeinde: "Warum segnen wir gerade Israel jeden Sonntag?

Ist Israel nicht ein faschistischer Staat, der die Araber unterdrückt?"

Dies ist ein harter Vorwurf und kann nur von Menschen kommen, die noch nie zu Besuch in Israel waren und dort noch nie den Alltag von Juden und Arabern erlebt haben, die dort Tür an Tür leben.

Es gibt 1.271.000 arabische Einwohner in Israel (ohne besetzte Gebiete).  Araber machen 20% der Israelis aus, die den israelischen Pass und Wahlrecht besitzen.

 

Es sitzen 4 arabische Abgeordnete der „Vereinten arabischen Liste“ im Parlament der Knesset in Jerusalem, sie wurden 2013 von 138.000 Wählern gewählt und setzen sich für ein unabhängiges Palästina ein, mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Es gibt meines Erachtens weder eine demokratische Regierung in den arabischen Ländern, geschweige denn jüdische Vertreter darin.

Warum ist es historisch und politisch unwissenschaftlich, gerade als Deutscher, Israel mit einem faschistischen Staat zu vergleichen?

Vergleich:

In Deutschland leben heute 100.000 Juden das sind 0,1%

In Israel leben heute 20% Araber als gleichberechtigte Staatsbürger.

Ist das ein faschistischer Staat?

In der Gegenwart, wo viel über die Fehlerhaftigkeit des Staates Israels und seiner zweifelhaften Entscheidungen diskutiert wird, wollen wir als Christen aber ein biblisch fundiertes Verhältnis zu Israel finden:

Gott rettet und segnet sein Volk nicht aufgrund seiner Vorzüglichkeit oder seiner religiösen Gerechtigkeit oder Leistung, sondern aufgrund seiner Gnade und seines Bundes mit Abraham willen.

„Nicht weil ihr mehr wäret, hat sich der Herr euch zugeneigt, sondern wegen seiner Liebe und dem Eid, den er den Vätern geschworen hat.

Er ist der treue Gott (el nääman), der seinen Bund auf tausend Generationen bewahrt.“

5.Mose 7:6-9

Wir dürfen nicht den Fehler machen und Israel heilig sprechen in allem, was sie tun. Natürlich ist Israel kein perfekter Staat, in dem es keine Verfehlungen gibt. Israel ist ein fehlerhafter Staat, wie jeder andere Staat auch.

Trotzdem sind sie geliebt und berufen von Gott aufgrund seines Bündnisses und Versprechens zu Abraham.

 

Simon Wiesenthal spricht in seinem Buch „Recht nicht Rache“ von einem neuen Antisemitismus im  Nachkriegs-Deutschland: Wenn Deutsche über die Fehler des Staates Israel urteilen, indem sie sagen: ‚Wie kann Israel Verbrechen begehen, wo sie doch Auschwitz erlebt haben?’, dann sprechen sie damit dem Staat Israel die Existenzberechtigung ab, indem sie ihm nicht zugestehen auch Fehler zu machen, wie jedes Land auf der Erde dies auch getan hat.

 

 

  1. Warum segnen wir Israel?

 

Das "Centrum Lebendiges Wort Bonn" ist eine internationale Gemeinde.

Wir segnen jedes Land.

Vor Gott sind alle Länder gleich.

Dadurch, dass wir Israel segnen, ziehen wir Israel nicht den arabischen Nationen vor.

Im "CLW" hat uns Gottes Geist folgende Richtlinie geschenkt: "Wir segnen Israel, und wir vergessen nicht auch Ismael zu segnen und zu trösten." Denn auch Ismael ist ein Sohn Abrahams. Und obwohl er tragischer Weise von Abraham verstossen wurde, hat Gott ihm doch eine mächtige Verheissung gegeben. 1.Mose 17:20 + 21:18

Allein schon von den Menschenrechten sind wir verpflichtet alle Nationen und alle Menschen jeder nationaler Herkunft gleich zu behandeln.

Artikel 2 der Menschenrechte

Dies aber in rechtsradikalen Kreisen zu sagen, kann Dich schon eine Debatte kosten:

Der Jude hat Unglück über die ganze Welt gebracht, warum sollten wir ihn auch noch segnen?

 

2.1. Weil es Gottes Gebot an uns ist.

 

 

„Ich will Dich segnen und du wirst ein Segen sein.

Ich will segnen, die dich segnen.

Und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.

Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“

1.Mose 12:1-3

„Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben.“

Psalm 122:6

Haben doch diese Verse viel mit unserer deutschen Geschichte und unserem Verhältnis zum jüdischen Volk zu tun. Wie bitter mussten wir den Preis bezahlen, indem nationalsozialistische Banner überall in Nazi-Deutschland hingen: "Die Juden sind unser Unglück." 1938 brannten alle Synagogen in Deutschland, doch sieben Jahre später erntete Deutschland den harten Preis für seine Taten. Deutschland lag in Trümmern nach dem Bombenkrieg.

Wir sind dankbar für die Kanzler unseres Landes, wie Konrad Adenauer, der mit Ben Gurion die ersten Schritte der Versöhnung ging in den Verträgen der sogenannten "Wiedergutmachung" am 10. September 1952. Wir denken an unseren Bundeskanzler Helmut Schmidt, von dem wir am 10.11. diesen Jahres Abschied nehmen mussten, der als erster Bundeskanzler der BRD das Konzentrationslager Auschwitz besuchte. Es war diese Politik, die sie verfolgten, die sich an biblischen Werten und an der Verantwortung vor der Geschichte orientierte, die Segen auf unser Land brachte und Gott uns aus unseren Trümmern erhob.

 

2.2.   Das Heil kommt aus den Juden!

 

Das habe nicht ich gesagt. Das ist ein Zitat aus dem Johannes-Evangelium 4:22. Tatsächlich hat Jesus das selber gesagt!

 

Es gibt mindestens drei Gründe, warum wir das jüdische Volk segnen können und dankbar für sie sein dürfen:

  • Wir sind dankbar für Gottes Wort. Wir haben es aus den Händen des jüdischen Volkes erhalten.
  • Wir sind dankbar für Jesus Christus. Er ist aus dem Stamm Juda!
  • Wir sind dankbar für den Segen des jüdischen Volkes in Europa. Viele Wissenschaftler und Künstler haben unser Land über die Jahrhunderte bereichert. Wir denken an Albert Einstein, Fritz Haber, Lise Meitner und Paul Ehrlich.
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2.3. Die Replacement- oder Ersatz-Theologie

 

Die Ersatz-Theologie ist die Theologie, die lehrt, dass Gott die Juden verworfen hat, aufgrund ihres Ungehorsams und dafür die Kirche erwählt hat.

 

Erschaudernd erkennen wir, welche Kraft die falsche Interpretation der Schrift hat:

  • Schon die ersten Kirchenväter lehrten, dass Gott sein Volk der Juden verworfen habe.

 

Schon im Jahre 387 steht endgültige Urteil über die Juden fest, so wie es einer der größten Kirchenlehrer der Zeit formulierte, Johannes Chrysostomus, Bischof von Antiochien: „Wie ein gemästetes und arbeitsunfähiges Tier taugen sie (die Juden) nur noch für den Schlächter.“

 

Die Reichskristallnacht war das Ergebnis von 2000 Jahren antisemitischen Predigten von christlichen Kanzeln.

Der führende evangelische Bischof Martin Sasse aus Thüringen begrüßte mit seinem Kompendium lutherischer antisemitischer Schriften die Reichskristallnacht: „Am 10.November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen.“ Sasse charakterisiert Luther als den „größten Antisemiten seiner Zeit und Warner des deutschen Volkes gegen die Juden“. (Quelle: Schoeps: Leiden an Deutschland, S.60)

Tatsächlich war der 10.11.1938 der 455. Geburtstag Martin Luthers. Hatte er doch in seinen letzten Schriften „Gegen die Juden und ihre Lügen“ die Niederbrennung der Synagogen gefordert, da die Juden sämtlichen Missionsbemühungen widerstanden.

 

Entspricht dies doch nicht der Schrift.

Sagt doch Röm.11:1,2 „Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen! Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat.“

 

2.4.   Muslimische Ressentiments

 

Tatsächlich existieren auch Verse, die die Animosität zwischen Mohammed und den Juden reflektieren.

 

Um so mehr erstaunt und überrascht es, dass wir im Qur’an Verse finden, die klar darlegen, dass das Land Israel durch Allahs eigenen Befehl dem jüdischen Volk als Besitz und Heimstätte zugewiesen wird und sogar dass Allah die „Kinder Isra’ils“ in der Endzeit in ihr Land zurückbringen wird.

Musa spricht: „O mein Volk, tretet in das geheiligte Land ein, dass Allah für euch bestimmt hat.“

Sura al-Ma’ida 5:20-21

 

„Und Wir sagten zu den Kindern Isra’ils: ‚Bewohnt das Land. Wenn dann das Versprechen vom letzten Mal eintrifft, bringen Wir euch in buntgemischten Gruppen herbei’.“

Sura al-Isra 17:104

 

Die meisten Muslime, denen ich diese Surat vorgelesen habe, hörten diese zum ersten Mal und dachten bis dato, der Qur’an sei ein rein antisemitisches Buch.

 

  1. Israel ist ein Spiegel für jeden Menschen

 

An Israel wird offenbar, mit welcher Art Liebe, Gott Dich liebt.

 

5.Mos.7:6-9

„Nicht weil ihr mehr wäret, hat sich der Herr euch zugeneigt, sondern wegen seiner Liebe.“

 

Gottes Liebe zu Dir, ist nicht weil Du so toll bist, sondern trotzdem er Dich liebt.

 

„Christus ist, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben!“   Röm.5:8

 

 

Gott rettet sein Volk durch einen Retter und erinnert dadurch immer wieder an sein rettendes Opfer.

Richt.3:15 Immer wenn Israel sich abwandte von seinem bösen Lebensstil und sie zum Herrn riefen, weil die Nöte oder Feinde übermächtig wurden, schickte er ihnen einen Retter!

 

Gott ist ein Gott der rettet. Auch als Adam und Eva sündigten, er bekleidete sie mit Fellen von dem ersten Opfer, das er selbst brachte.   1.Mos.3:21

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“   Joh.3:16

 

Gott macht aus unserem Minus ein Plus!

 

Gott wendet sich seinem Volk zu, die keine Hoffnung haben und die als Sklaven unter Pharao nur eine Perspektive haben: Nämlich zu sterben,

 

erwählt er sie und schenkt ihnen ein Land der Verheißung. So sagt es Bibel und Qur’an.

 

Er gibt ihnen eine edle Berufung:

2.Mose 22,20: „Den Fremden sollst du weder unterdrücken, noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen seid.“

 

Jes.60:3   „Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs.“

 

Auch wir sind berufen durch Gottes Gnade hinein in eine herrliche Berufung.

„Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“   Eph.2:10

 

Israel ist ein Vorbild der Liebe Gottes zu uns Menschen, eine Botschaft der Hoffnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Essensausgabe Beeka

„Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden; indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.

Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“

Apostelgeschichte 4:29-31

 

Viele Menschen in Deutschland und Europa blicken zur Stunde fragend auf die große Zahl von Flüchtlingen, die zu uns kommen. Unsicherheit bis hin zu Angst breitet sich aus, mancher fühlt sich ratlos: Was bringt die Zukunft?

Die schwer kontrollierbaren Ströme von Flüchtlingen, die derzeit zu hundert Tausenden unser Land erreichen, lösen auch bei Christen und mittlerweile auch bei geistlichen Leitern Gefühle von Ratlosigkeit und Hilfslosigkeit aus. Die Furcht vor einer Islamisierung Deutschlands durch die vielen gläubigen Muslime, die in unser Land kommen, macht auch vor Pastoren nicht halt.

 

Doch Angst war noch nie ein guter Ratgeber.

“Die Angst des Menschen führt ihn in die Falle; wer auf den Herrn vertraut, ist gesichert.”

Sprüche 29:25 (Einheitsübersetzung)

 

Wenn ich die momentane „Flüchtlingskrise“ aus der Perspektive des Auftrags Jesu betrachte, dann sehe ich eine große Chance für die Gemeinde Jesu. Die Geschichte lehrt uns, dass derlei Einschnitte neue Möglichkeiten mit sich bringen. Entweder wir beugen uns der allgemeinen Angst vor dem Islam oder wir lassen uns erfüllen mit der Kühnheit und dem Mut des Heiligen Geistes und bitten Gott um eine Erweckungs- und Evangelisationsbewegung unter Muslimen in Deutschland!

 

Dass Gott ganze Völker bewegen und Länder verändern kann, das haben unsere staunenden Augen mit dem Fall des eisernen Vorhangs gesehen und mit der Hinwendung von Millionen Menschen zu Christus seitdem.

 

Viele wissen vielleicht auch, dass nach der islamischen Revolution in Persien unter Ajatollah Chomeini hundert Tausende von persischen Muslimen dort zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kommen. In unserer Gemeinde in Bonn vergeht kein Monat, dass sich nicht ein persischer Muslim für Jesus entscheidet. Gerade letzte Woche im Gottesdienst beim Aufruf, entschied sich ein schiitischer Muslim aus Persien für Jesus. Er war das erste Mal bei uns im Gottesdienst.

Gott ist der Herr über die Völker und über die Geschichte!

 

Ich bin überzeugt, dass Jesus auch das letzte Wort über die radikalen sunnitischen Terroraktivitäten des IS hat. Wir brauchen uns nicht zu fürchten, sondern können diese einmalige Chance nutzen, um ohne Furcht das Evangelium zu verkünden.

 

Anfang September hatte ich das Vorrecht in Begleitung von zwei arabischen Übersetzern eine große Gemeinde in Jordanien zu besuchen. Sie versorgt jede Woche 600 irakische und syrische Flüchtlingsfamilien mit Hilfsgütern. Unsere Gemeinde in Bonn hat für diese Hilfsgüteraktion 23.000,-€ gesammelt. Ich hatte das Privileg, vor jeder Hilfsgüterverteilung Hunderten von Flüchtlingen die frohe Botschaft von Jesus zu verkündigen. Der Hunger nach Jesus unter den Völkern im Nahen Osten ist riesengroß!

Am zweiten Tag durfte ich zu 230 verschleierten Muslimas predigen. Sie gehörten zu Flüchtlingsfamilien aus Syrien, die zur sunnitischen Muslimbruderschaft gehören, die gegen Assad für die Scharia gekämpft hatten. Mittlerweile werden diese von der noch radikaleren IS Bewegung, von ihren eigenen Glaubensbrüdern abgeschlachtet und vertrieben.

Ich predigte ihnen aus Lk.13: Jesus heilt die Frau mit dem Geist der Schwäche. Diese Muslimas schauten mich während der ganzen Predigt lächelnd an! Am Ende bot ich ihnen an: Wer eine Berührung von Isa Masih möchte, um Heilung und Hilfe zu empfangen, darf aufstehen und seine Hände öffnen.

Der ganze Saal stand und einige dieser verschleierten Frauen hoben sogar ihre Arme in die Luft, um eine Berührung von Jesus zu empfangen! Leider darf ich aus Sicherheitsgründen die Fotos nicht veröffentlichen. Mir kommen jedes Mal die Tränen, wenn ich diese Fotos betrachte. Ich habe Gottes Kraft an diesem Tag erlebt.

Gott liebt Muslime und möchte ihnen Erlösung in Jesus Christen anbieten. Viele von ihnen kommen in diesen Tagen in unser Land, in unsere Nachbarschaft!

 

Damit das Ziel unseres Gottes realisiert werden kann, ist eine Gemeinde erforderlich, die vorbereitet ist. Eine Gemeinde, die nicht von Angst und Ablehnung erfüllt ist, sondern von der Furchtlosigkeit und Freundlichkeit des Heiligen Geistes, mit einem brennenden Herzen der Liebe und der praktischen Gastfreundschaft.

Auf diese Weise können wir Muslime einladen, von der Liebe der Christen zu hören und in unsere Gottesdienste zu kommen.

 

Seit einem Monat kommen drei muslimische Familien aus Syrien und besuchen unsere Gottesdienste. Sie sind enttäuscht von der Scharia des IS, aber fürchten sich gleichzeitig vor klassischen christlichen Missionierungs-Versuchen. Wir wollen geduldig sein und brauchen nichts weiter zu tun als Freundschaft mit ihnen zu schließen, ihnen zu dienen und sie zu lieben. Vor drei Wochen hat ein sunnitischer Muslim aus Syrien vorn am Altar sein Leben Jesus geschenkt!

 

In unserer Gemeinde durften wir in den letzten 3 Jahren 32 Muslime taufen, darunter einen Imam aus Togo! Diese Menschen sind unsere besten Missionare. Sie sprechen kein oder wenig Deutsch, aber sie bringen ihre Freunde aus den Asylantenheimen mit und führen sie zu Jesus!

Wir haben einen Konvertiten aus Persien, den wir im Januar diesen Jahres getauft haben. Ich habe ihn auf eine Evangelisationsreise in eine Stadt nahe bei Berlin mitgenommen. Er hat dort mit 10 Muslimen Freundschaft geschlossen und der Pastor dort zahlt ihm das Ticket für 10 Reisen von Bonn dorthin, damit er diese 10 Muslime im Alphakurs über 10 Wochenenden begleitet. Die Konvertiten sind unsere Missionare der Zukunft! Sie kennen den Islam und haben eine Unerschrockenheit, die ich mir für die deutsche Gemeinde von Gott erbitte! Unsere persische Leiterin unserer persischen Hausgemeinde steht jeden Samstag neben den Salafisten in unserer Innenstadt und verteilt die Bibel trotz Anfeindungen durch Islamisten!

 

Der Pastor in Amman, den ich dort besuchen durfte, kam gerade zurück von einer Erweckungsveranstaltung in Bagdad im Irak! Sie hatten zusammen 5 Gemeinden das Evangelium gepredigt und viele Muslime getauft – trotz der Angst vor Bombenanschlägen und Entführung! Der Pastor traf dort einen jungen Diakon, der schon einmal vom IS entführt worden war und dem Tode knapp entronnen war. Auf die Frage des Pastors, warum er nicht, wie so viele Christen, nach Europa auswandere, antwortete er: „Jemand muss ein Licht für Jesus in Bagdad sein!“

 

Was für ein Mut! Christen in Bagdad sind bereit den höchsten Preis für die Verkündigung des Evangeliums zu zahlen! Das hat mich angespornt! Ich bitte Gott um Kühnheit und Mut für seine Gemeinde in Deutschland! Gott hat Großes mit der Gemeinde vor. Bereiten wir uns vor: Lassen wir alle Angst hinter uns und gehen mit Kühnheit und Liebe vorwärts für die große Ernte, die vor uns steht!

„Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“   Markus-Evangelium 16:20

 

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Eine Stellungnahme zu Prof. Dr. Siegfried Zimmers

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VLf-umCdAkg

Siegfried Zimmer

Einleitung:
Zunächst möchte ich mich bei Prof. Dr. Siegfried Zimmer bedanken, für seinen emphatischen und sehr engagierten Apell an die Kirchen und Freikirchen, Schuld einzugestehen für Jahrhunderte von furchtbarer Gewalt und psychischer Diskriminierung von Schwulen und Lesben, nicht nur in unseren Kirchengemeinden, sondern auch in unserer Gesellschaft. Für uns als Christen ist es dringend an der Zeit, Schwulen und Lesben ohne Vorurteile, sondern mit der selben Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, so wie Jesus es uns vorgelebt hat. Gemeinde muss ein Ort der Liebe und Annahme für alle Menschen werden, wo sie gerade durch das Verhalten der Gläubigen Gottes Liebe verstehen können. Für Christen ist dieses Video ein reicher Fundus an geschichtlichen Details unserer kirchlichen und freikirchlichen Vergangenheit in Bezug auf unsere Ablehnung von Schwulen und Lesben. Es ist eine Gelegenheit für uns, uns zu schämen für unsere Vergangenheit und eine Chance, unser Verhalten gegenüber Schwulen und Lesben zu korrigieren und ihnen ohne Vorurteile und mit Liebe zu begegnen.

Prof. Dr. Siegfried Zimmer geht aber noch einen Schritt weiter. Eine Sache ist es, zu sagen, wir als Christen akzeptieren Schwule und Lesben. Eine Gemeinde kann sich auch dazu entschließen, in der heutigen Zeit Homo-Ehen zu segnen, Schwulen und Lesben als Mitglieder in die Gemeinde aufzunehmen oder in der Mitarbeit oder als Pastoren oder Pastorinnen mitarbeiten zu lassen. Dies obliegt der jeweiligen individuellen Überzeugung einer Kirchengemeinde oder –organisation.
Ein weiterer Schritt aber ist es, darlegen zu wollen, dass die Bibel homosexuelle Beziehungen nicht verbieten, sondern legitimieren würde. Dies ist letztendlich das Plädoyer von Prof. Dr. Siegfried Zimmer, erklären zu wollen, dass alle 5 Bibelstellen, die angeblich gegen Homosexualität gerichtet sind, überhaupt nichts mit gleichberechtigten, liebevollen und monogamen homosexuellen Beziehungsmodellen unserer modernen Zeit zu tun hätten. Somit könnte man sie nicht zitieren oder verwenden gegen modern gelebte Homo-Beziehungen, da es dieses Konzept in der Antike angeblich nicht gegeben hätte.

1. Kein heutiges Konzept der Homosexualität in der Antike?

Prof Zimmer führt aus, dass die biblischen Verbote gegen „Homosexualität“ in der Bibel:

3.Mos.18:22 „Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt; ein Greuel ist es.“

3.Mos.20:13 „Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide einen Greuel verübt. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.“

Röm.2:26,27 "Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst."

1.Kor.6:9,10 „Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben (Weichlinge: Gemeint sind Männer, die sich sexuell missbrauchen lassen), noch Knabenschänder, noch Diebe...

1.Tim.1:10 "Das Gesetz ist bestimmt für Gesetzlose, und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder... Unzüchtige, Knabenschänder...“

nichts mit dem homosexuellen Konzept der heutigen Zeit zu tun hat, da die Bibel dieses in der antiken Kultur nicht gekannt hätte.
Welches Konzept meint Prof. Zimmer?:
- gleichaltrige schwule Männer
- die nur schwul sind und nicht bisexuell oder parallel hetero verheiratet.

Die antike Kultur hingegen kannte angeblich nach Zimmer keine:
- Homosexualität zwischen Gleichaltrigen sondern nur das Konzept der Knabenliebe zwischen einem älteren Mann und einem Knaben.
- Homosexualität unter rein Homosexuellen, sondern nur unter Bi-Sexuellen.

In [46:14] behauptet Prof. Zimmer, dass die Antike, gleichberechtigte, liebevolle, von beiden Seiten bejahte homosexuelle Beziehungen nicht kannte.

Somit lassen sich die Verse der Bibel, die gegen Homosexualität sprechen, nur auf gewalttätige und päderastische (Sex mit minderjährigen Knaben) beziehen und nicht auf heutige freiwillige homosexuelle Beziehungen.

Wo sind die Quellen für diese Postulate?

Dagegen lässt sich Folgendes lesen über gleichaltrige, homosexuelle Beziehungen in der Antike:

„Hingegen waren gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen erwachsenen und mit dem [athenischen] Bürgerrecht ausgestatteten Männern während der klassischen Epoche Griechenlands gesellschaftlich verpönt und galten für die betreffenden Männer als ‚unehrenhaft‘“; sie scheinen jedoch nicht strafrechtlich verfolgt worden zu sein.“
Quelle: Andreas Mohr: Eheleute, Männerbünde, Kulttransvestiten, S. 89.

Sich sexuell passiv verhaltende, freie, erwachsene und mit dem athenischen Bürgerrecht versehene Männer wurden – analog zur Situation in anderen griechischen Städten – als kinaidoi bezeichnet, was in ethisch negativ wertender Form die sexuelle Passivität Freigeborener bezeichnet, und zwar im Sinne der Adjektive „weibisch“, „schandhaft“ und/oder „schamlos“. Elke Hartmann führt hierzu aus: „Wer Männer begehrte, die dem Alter eines eromenos entwachsen waren, wurde als weibisch verspottet.“
Quelle: Thomas K. Hubbard: Homosexuality in Greece and Rome. A Sourcebook on basic Documents in Translation. Los Angeles 2003, S. 6–7.
Quelle: John J. Winkler: The Constraints of Desire: The Anthropology of Sex and Gender in Ancient Greece. New York 1990.
Quelle: Elke Hartmann: Art. Homosexualität, in: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 5. Stuttgart/Weimar 1998, Sp. 704.

In Theben wurde um 378 v. Chr. die Heilige Schar formiert. Es handelte sich um eine militärische Elitetruppe, die ausschließlich aus männlichen Liebespaaren bestand.
Quelle: Kenneth Dover: Homosexualität in der griechischen Antike, S. 192.

In der Ilias spielen Achilles und Patroklos eine besondere Rolle. Obwohl in dem Werk nicht explizit ausgesprochen wird, dass die Beziehung beider sexueller Natur war, bestand zwischen beiden doch eine tiefe emotionale Beziehung. Platon war der erste, der sie als Liebespaar ansprach. In der homerischen Dichtung werden sie als gleichberechtigt dargestellt.

Viele gleichgeschlechtliche Paare sind aus der Zeit des antiken Griechenlands überliefert. Unter ihnen befinden sich Euripides und Agathon sowie Alexander der Große und Hephaistion.
Agathon wird wegen seiner Homosexualität verspottet von den Frauen. Quelle: Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft im archaischen und klassischen Griechenland, Winfried Schmitz, S.342
Hephaistion war ein makedonischer Adeliger, der engste Freund, General, Leibwächter und möglicherweise auch der Geliebte Alexanders des Großen. Aufgrund seiner besonderen Loyalität zu Alexander und dessen politischem Programm der Aussöhnung und Verschmelzung der verschiedenen Völker seines Reiches konnte er zum zweiten Mann des Reiches aufsteigen.

Juvenal verurteilt zahlreiche Formen männlicher Homosexualität und klagt vor allem römische Männer hoher Geburt an, die sich nach außen hin moralisch geben, im heimlichen aber weibliches Verhalten zu Tage legen. Er findet Männer, die weibliches Verhalten offen zur Schau tragen, zwar bemitleidenswert, aber ehrlicher und preist zum Schluss als wirklich wahre Liebe die eines Mannes zu einem Knaben. Öffentliche Reden verurteilen in der Regel alle Formen von Homosexualität unter römischen Bürgern bzw. freigeborenen Männern. Als Julius Caesar in Bithynien war, wurde ihm ein Verhältnis zum dortigen König Nikomedes nachgesagt, was ihm einen schlechten Ruf einbrachte, aber offensichtlich keinerlei rechtliche Folgen hatte. Kaiser Hadrian hatte eine Beziehung zu dem jüngeren Antinoos, ohne dass dies weiter kritisiert wurde.
Quelle: Juvenal: Satire 2
Quelle: Sueton: Gaius Iulius Caesar, 2

In [46:30] gehört es laut Prof. Zimmer zum ABC der Kenntnis der Antike, zu wissen, dass jeder Mann ein Patriarch einer großen Sippe war und somit keine „neuzeitig klassische homosexuelle“ Beziehung führen konnte. Die vorigen Quellen zeichnen ein differenziertes Bild.
Damit wird deutlich, dass der Bibel sowohl in der jüdischen Bibel als auch im Neuen Testament alle Formen der Homosexualität bekannt war und hier keine Differenzierung vornimmt, so wie sie Prof. Zimmer vorzunehmen versucht.

2. In Gefängnissen geschieht homosexuelle Gewalt durch heterosexuelle Männer?

Prof. Zimmer führt in seinem Video aus [15:30], dass die versuchte Tat in Sodom,
1.Mose 19, nichts mit heutiger Homosexualität zu tun hätte, da es sich um eine versuchte Vergewaltigungstat heterosexueller Männer handelte, um Männer psychisch zu erniedrigen und zu vernichten, ähnlich wie heute in Gefängnissen homosexuelle Vergewaltigungen und Gewalttaten durch Heterosexuelle geschehen würde. [19:48]

Das impliziert unausgesprochen, durch Homosexuelle würde keine Gewalt und Vergewaltigung in Gefängnissen ausgehen, sondern nur durch heterosexuelle Gewalttäter.

Was sagt dazu der Forschungsbericht von Nicola Döring, Sexualität im Gefängnis: Forschungsstand und –perspektiven?
Quelle: http://www.nicola-doering.de/wp-content/uploads/2014/08/Döring-2006-Sexualität-im-Gefängnis.pdf, letzter Zugriff am 28.04.2015

Gemäß dem Deprivations-Modell (vgl. Sykes 1958) lassen sich heterosexuell identifizierte Männer und Frauen während der Haftzeit mangels Alternativen auf gleichgeschlechtliche Kontakte zu Mitgefangenen ein. Das Konzept der haftbedingten temporären homosexuellen Aktivität wird sowohl im wissenschaftlichen Diskurs vertreten („situational homosexua- lity“; vgl. Hensley et al. 2002b) als auch von Gefangenen selbst („knast- schwul“; vgl. Heuer 1978: 85). Das Deprivations-Modell betont, dass der Entzug heterosexueller Kontaktmöglichkeiten sowie das Erleben (freiwilliger oder erzwungener) homosexueller Ersatzhandlungen die heterosexuelle Identität stark bedrohen können. Damit einher geht oft auch eine Verunsicherung der Geschlechtsidentität, etwa wenn Gefangene sich nicht mehr als „richtige Männer“ fühlen.
Sexualität im Gefängnis: Forschungsstand und -perspektiven Z Sexualforsch 2006; 19, S. 321

Christopher Hensley führt aus in seinem Buch „Prison Sex: Practise and Policy“, S.16, dass es verschiedene Gruppen im Gefängnis gibt bezüglich der sexuellen Gewalt dort. Die erste Gruppe sind die sog. „Daddies“ oder „wolves“, die die aggressive, männliche Rolle in den homosexuellen Beziehungen im Gefängnis spielen. Durch ihr agressives Verhalten, das sie an den Tag legen, können sie sich sogar dem Stigma der Homosexualität entledigen, obwohl ihre sexuellen Gewalttaten homosexueller Natur sind.

3. Keine lesbische Homosexualität in der Antike?

In [25:06] führt Prof. Zimmer aus, dass es im alten Orient keine lesbische Sexualität gegeben hätte und dass man so etwas nicht gekannt hätte.

Was sagt die antike Literatur dazu?
Es gibt nur wenige Quellen zur weiblichen Homosexualität. Für Sparta sind immerhin erotische Beziehungen älterer zu jüngeren Frauen belegt, die im Rahmen des Erziehungssystems eine der Agoge der männlichen Jugendlichen vergleichbare Rolle mit Blick auf weibliche Heranwachsende gespielt haben könnten, während das Thema in Athen anscheinend eher ignoriert wurde bzw. möglicherweise sogar tabuisiert war.
Allerdings gibt es in der Dichtung von Sappho (630 v.Chr.), der Lyrikerin von der Insel Lesbos, zahlreiche Belege für gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen, wobei es auch hier um die Liebe einer etwas älteren Frau zu jüngeren ging. Diese Beziehungen wurden offensichtlich akzeptiert. Sie wurde anscheinend erst in klassischer Zeit unter athenischem Einfluss in einem eher negativen Licht dargestellt.
Quelle: Ernst Baltrusch: Sparta, S. 68: „Auch für die jungen Mädchen sind besonders enge Beziehungen zu ihren ‚Lehrerinnen‘ überliefert.“
Quelle: Einen Überblick über die Lieder der Sappho bietet Max Treu: Sappho: Lieder. Griechisch und deutsch. 6. Auflage. München 1979.

Ihre Lieder, in denen sie die Schönheit ihrer Freundinnen, Schülerinnen und vor allem auch ihrer Tochter besingt, sind im Anschluss an ein Scholion zu Martials Epigramm 7,67 seit Domizio Calderino (1474) auf die Liebe Sapphos zu Frauen bezogen worden; von dieser Auffassung schreibt sich die Bezeichnung „lesbische“ oder „sapphische“ Liebe für weibliche Homosexualität her.

4. In der Antike gab es keine Chance als homosexuelles Paar zu leben?

In [42:45] führt Prof. Zimmer aus, dass dadurch, dass jeder in einer patriarchalischen Rolle in einer Großsippe lebte, niemand wusste, ob er homosexuell war oder nicht.

Auch hier spiegelt der Vortrag nicht die ganze historische Wirklichkeit der homosexuellen Lebensweise z.B. der griechischen Antike:

Nur am Rande sei hier auch eine Militäreinheit der besonderen Art erwähnt, die sogenannte „Heilige Schar“ der Thebaner, die 378 v.Chr. von Gorgidas eingeführt und in der Folgezeit von Pelopidas zu einer Spezialeinheit geformt wurde. Sie bestand angeblich aus 150 Liebhabern und ihren 150 Geliebten.  Allgemein waren sexuelle Kontakte in den Armeen der Antike nicht unüblich, so dass einige Soldaten sogar ihre Geliebten mit zum Kriegsdienst nahmen.
Quelle: Vgl. Crompton, Louis: Homosexuality and Civilization. London: Havard UP 2003, 4. Dover, Kenneth J.: Greek Homosexuality. London: Duckworth 1978, S.69

In [58:16] sagt er, dass Röm.1:24-27, sich nur auf die römische, dekadente Oberschicht bezogen hat, da neuzeitliche Schwule und Lesben nicht ihren homosexuellen Wandel verlassen würden, da man homosexuell „geboren“ würde und dies sogar eine Schöpfungsordnung Gottes darstelle.

Ist das wirklich so?
"Für die alten Griechen und Römer war es noch eine Selbstverständlichkeit, dass Männer sowohl für männliche als auch für weibliche Reize empfänglich waren", sagt Sexualwissenschaftler Haeberle. In ihrem Buch "Die Vielfalt des Begehrens - Bisexualität von der Antike bis heute" öffnet die Harvard-Professorin Marjorie Garber ein opulentes Album bisexueller Persönlichkeiten, von Oscar Wilde bis Virginia Woolf.
Quelle: http://www.stern.de/wissen/mensch/2-bisexualitaet-sexuelle-grenzgaenger-521965.html

Zusammenfassung:

Prof. Dr. Siegfried Zimmers Versuch, zu beweisen, moderne homosexuelle Beziehungskonzepte wären in der Antike und somit der Bibel nicht bekannt gewesen und damit wären alle 5 Schriftstellen der Bibel nichtig, die normaler Weise von Christen  gegen die Praxis von Homosexualität zitiert werden, da sie nicht gegen die heutige Praxis von beiderseitig gewollter Homosexualität gerichtet wären, ist nicht überzeugend.
Er kann der Überzeugung sein, so wie viele Kirchenleute der heutigen Zeit, dass Schwule und Lesben ein vitaler Bestandteil der Gemeinde Jesu sein sollen und auch Amtsträger der Kirche sein sollen, es aber durch die Bibel begründen oder gar legitimieren zu wollen ist meines Erachtens nicht gelungen.

Mario Wahnschaffe

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1.Rechtliche Grundlage in der Bundesrepublik Deutschland

 Eines der Ergebnisse des Kirchenkampfes Otto von Bismarks war die Abschaffung der Staatskirche und die Gleichstellung der Religionsgesellschaften untereinander und die klare Abgrenzung vom Staat.

Die Bestimmung der „Weimarer Reichsverfassung“ Art.137 sagt wie folgt:

„Es besteht keine Staatskirche.

Die Freiheit der Vereinigung der Religionsgesellschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluss von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebietes unterliegt keinen Beschränkungen.

Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.

Religionsgesellschaften erwerben die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechtes.“

Der Art. 137 der "Weimarer Reichsverfassung" regelt rechtlich das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaft:

  • Vor dem Staat gibt es eine rechtliche Gleichberechtigung aller Religionsgemeinschaften in Deutschland, die klassische Staatskirche mit ihrer ursprünglichen Macht und ihren damaligen Privilegien existiert rechtlich nicht mehr.
  • Der Staat nimmt keinen Einfluss auf die inneren Angelegenheiten, ihrer Organisation, Lehre oder Verleihung von Ämtern einer Kirche oder auch Freikirche.
  • Für jede Kirche und Freikirche gelten die Privilegien der „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ nur wenn sie die Schranken des geltenden Rechtes bejahen und sich auch innerhalb dieses Rechtes bewegen.
  • Auch eine Freikirche, die „KdöR“ ist, ist ein integraler Teil unserer Gesellschaft mit allen Rechten und Pflichten und repräsentiert mit anderen Organisationen unsere Gesellschaft.

2.Biblische Anweisungen an die Gemeinde Jesu im Verhältnis zum Staat.

  • Die Gemeinde ordnet sich prinzipiell dem Recht des Staates unter.

Die Gemeinde ist prinzipiell kein rechtsfreier Raum.

Sie ist verpflichtet sich der Gesetzgebung und auch der Rechtsausübung des Staates zu unterordnen.

Klassische Bibelstelle dazu ist der Römerbrief 13:1-7 worin Gottes Wort klare Anforderungen an die Gläubigen der Gemeinde stellt:

  1. a) Klare Unterordnung den staatlichen Gewalten. Vers 1
  2. b) Die bestehende staatliche Macht ist von Gott gesetzt. Vers 1
  3. c) Wer sich der der staatlichen Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes. Vers 2
  4. d) Die staatliche Macht ist Gottes Dienerin. Vers 4
  5. e) Sie ist eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut. Vers 4
  6. f) Wir sind verpflichtet zu Steuern, Zoll, Ehrfurcht und Ehrerbietung. Verse 6,7

Dem entgegengesetzt und nur scheinbar widersprechend stehen die Bibelstellen, wo Gläubige ihrem Glauben und ihrem Gewissen verpflichtet, den Anordnungen und Gesetzen der jeweiligen Machthaber ungehorsam waren und sich auch unter Androhungen der Todesstrafe entschlossen, dem Willen Gottes mehr Gehorsam zu zollen als den Verboten der jeweiligen Staatsmacht.

Dieser Konflikt, den Gläubige immer wieder lösen mussten, begegnete ihnen gerade dann, wenn sie in einem Staat lebten, der geprägt war, durch eine antigöttliche oder antichristliche Kultur und Gesetzgebung.

Die typischen biblischen Beispiele finden wir in:

Esther:

Einforderung gottähnlicher Ehrerbietung durch staatliche Machtträger

Esther 3:2   „Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und warfen sich nieder vor Haman, denn so hatte der König es in bezug auf ihn befohlen. Aber Mordechai beugte seine Knie nicht warf sich nicht nieder.“

Daniel:

Einforderung von Ehrerbietung anderer Götter und Götzen durch staatliche Mächte:

Daniel 3:10-13   Schadrach, Meschach und Abed-Nego, drei jüdische Gläubige weigern sich das goldene Götzenbild des Königs Nebukadnezar anzubeten und werden deswegen vom König mit der Todesstrafe bedroht.

Apostelgeschichte:

Grundsätzliches Verbot der Evangelisation durch religiöse Machtsysteme.

Apostelgeschichte 4:19,20   „Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt ihr! Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.“

Dies ist eigentlich die beste und klassischste Stelle, für den Konflikt, den Gläubige erleiden, wenn sie in einem antigöttlichen oder antichristlichen Staats-System leben.

Wo endet der Gehorsam gegen den Staat?

Wo fängt der Ungehorsam gegen den Staat an, um Gott mehr Gehorsam zu sein?

Dies sind schwierige Gewissensfragen.

Und der Verirrungen und Mißinterpretationen dieser Bibelstelle gibt es in der Kirchengeschichte die Fülle.

So ist die Erschießung von Abtreibungsdoktoren durch gläubige Abtreibungsgegner ein schlimmer Missbrauch dieser Stelle.

Aber war das Attentat von Stauffenberg, das Hitler töten sollte, ein Akt, der von einem christlichen Gewissen eingegeben wurde? Das sind schwierige ethische und theologische Fragen.

Diese Fragen beschäftigten die Kirchen besonders im Nationalsozialismus und in der DDR, wo sie sich mit einem radikal säkularisiertem und antigöttlichem Staat auseinander setzen mussten.

Diese Spannung versucht die „Zwei Reiche / Regimenter Lehre“ zu erklären und aufzulösen, was aber nie ganz gelingen kann. Luther, der diesen Begriff nie verwendet hat, hat sich in seiner Schrift „Von weltlicher Obrigkeit“ intensiv damit auseinander gesetzt.

Zitat aus dem Wikipedia Artikel zur „Zwei Reiche Lehre“:

In „Von weltlicher Obrigkeit...“ unterscheidet Luther zu Beginn das Reich Gottes vom Reich der Welt. Er ordnet beiden Reichen bestimmte Menschengruppen zu: Im Reich Gottes leben die „rechtgläubigen“ Christen, im Reich der Welt alle übrigen Menschen. Demnach kann jeder Mensch nur Bürger eines der beiden Reiche sein, entweder als Christ im Reich Gottes oder als Nichtgläubiger im Reich der Welt.

Zu diesen beiden Reichen treten nun die beiden Regimente Gottes, mit denen Gott allerdings nur das Reich der Welt regiert. Das Reich Gottes existiert unabhängig von den Regimenten: Er unterscheidet einerseits das geistliche, welches „fromm macht“, d.h. den Glauben durch das Predigtamt der Kirche in Wort und Sakrament „durch den heiligen Geist und unter Christus“ weckt, und das weltliche, welches durch das Schwertamt der Obrigkeit dem Bösen, den Unchristen, d.h. zum Schutz der Frommen, und dem Krieg wehrt, d.h. Frieden schafft.

Diese Unterscheidung von zwei Reichen und zwei Regimenten darf nicht vermischt werden. Der Mensch findet sich nun entweder im Reich Gottes durch die Rechtfertigung allein aus Glauben vor, in dem es keine Regimente braucht, weil aus dem Glauben automatisch die guten Werke fließen, oder aber im Reich der Welt, des Unglaubens, indem er durch das Predigt- und Schwertamt konfrontiert und regiert wird. Christen unterwerfen sich aber aus Nächstenliebe der Obrigkeit, bzw. dem weltlichen Regiment, obwohl sie es eigentlich nicht nötig hätten.

So ergibt sich für die Christen das Problem, inwieweit sie berechtigt sind, sich politisch in Staat/Welt zu aktivieren: Luther sagt dazu, dass im Reich Gottes die Bergpredigt und das Liebesgebot gelten und die Menschen sich einander nicht richten sollen (These). Andererseits sind die Christen aber gerade im Reich der Welt, dem sie freilich nicht als Bürger angehören, aufgefordert, das Schwert zu führen. Denn das Böse und das Unrecht müssen gestraft werden (Antithese):

Konkret, „mit dem einen [d.i. im Reich Gottes] siehst du auf dich und das Deine, mit dem andern [d.i. das Reich der Welt] auf den Nächsten und auf das Seine. An dir und an dem Deinen hältst du dich nach dem Evangelium und leidest Unrecht für deinen Nächsten. An dem andern und an dem Seinen hältst du dich nach der Liebe und leidest kein Unrecht für deinen Nächsten - was das Evangelium nicht verbietet, ja vielmehr an anderer Stelle gebietet.

Nun besteht die Synthese also darin, dass Christen für sich freiwillig Unrecht unter der Obrigkeit erleiden, aber für die/den andere/n Unrecht verhindern. Das trifft besonders für das gewaltlose passive Widerstandsrecht gegen einen ungerechten Fürsten zu: An dieser Stelle gilt als verbindliche Verhaltensregel: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.

3.Schlußfolgerung

 Als Freikirche sind wir dankbar, in einem Staat zu leben, der immer noch erkennbare Grundzüge von gottesfürchtiger Gesetzgebung behalten hat, so wie 1949 im Grundgesetz niedergelegt. Es war eine Zeit, in der man die Schrecken und Konsequenzen eines gottlosen Systems vor Augen hatte.

Als Freikirche sind wir dankbar, dass wir die Rechte und Privilegien einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen bekommen haben und fühlen uns den Gesetzen des Rechtstaates verpflichtet und sehen uns vom Wort Gottes gedrungen einen sozialen und karitativen und konstruktiven Beitrag in unsere Gesellschaft einzubringen, statt uns hinter „Kirchenmauern“ unserer Gesellschaft zu entziehen.

Dennoch leben wir in der Spannung und Trauer damit, dass der demokratische Prozess der Werteänderung Themen in unser Recht integriert hat, die mit dem Wort Gottes in Spannung stehen: z.B. Abtreibung, Homoehe, geschäftsoffener Sonntag, etc.

Dies abzuwägen im Sinne der „Zwei Reiche Lehre“, wie oben erwähnt, bleibt ein ständiger Prozess in der Reflektion des lebendigen Wortes Gottes, unseres göttlichen Gewissens und der aktiven Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft, die sich ständig im Wertwandel befindet.

Mario Wahnschaffe, Freie Christengemeinde Bonn, 03.09.2009

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Eine Gemeinde der Liebe..... begleitet den Einzelnen.

 

„Als sie (Jesus und die Jünger) nun gefrühstückt hatten spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“

Erster Vers eines persönlichen Gespräches zwischen Jesus und Petrus, nach der Auferstehung Jesu und nachdem Petrus ihn verleugnet hatte. Joh.21:15-18

 

Jesu Dienst bestand aus zwei Teilen:

Der öffentliche Lehr- Predigtdienst vor tausenden von Menschen.

Sein nichtöffentliches Investment in eine kleine abgegrenzte Gruppe von 12 Jüngern.

 

Jesus lehrte die Massen, er coachte die Zwölf - den Einzelnen.

Für beides nahm er sich ausreichend Zeit.

Betrachtet man die Ergebnisse von Apostelgeschichte 1 + 2, hat man fast den Eindruck, dass sein Coaching-Dienst an den Wenigen erfolgreicher war, als sein Dienst an den Massen:

Die Gemeinde nach Jesu Auferstehung zählte gerade mal 120 Personen und die, die die Welt aus den Angeln hoben waren die transformierten Jünger.

 

Andy Stanley und Marc Driscoll sind Pastoren und Lehrer und treten ein für ein neues Bild eines Hirten. Ein Hirte, der sich um den Einzelnen kümmert und so das Wachstum der Gemeinde fördert, sowohl geistlich und zahlenmäßig.

 

Ihre Frage an Leiter von heute ist:

„Willst Du eine Aussage machen oder willst Du einen Unterschied machen?“

Pastoren und Leiter lieben es Aussagen zu machen!

Sie halten gern Predigten, schreiben gern Artikel, Bücher, Posts.

Diese Art der Kommunikation zu Ihrer Gemeinde oder Hauskreis oder Kleingruppe ist herrlich einfach, denn es ist eine Einbahnstraßen-Kommunikation, niemand kann sie unterbrechen, Fragen stellen oder eine Diskussion mit ihnen beginnen.

 

Man braucht die Leute, zu denen man spricht, nicht zu kennen,

nicht zu lieben,

nicht zu verstehen, woher sie kommen

oder wer sie sind.

 

Es ist viel einfacher eine Aussage zu machen, als einen Unterschied zu machen in dem Leben eines Einzelnen.

 

Jesus kümmerte sich um den Einzelnen und er tat es auf besondere Art und Weise. Bei dem Gespräch mit Petrus, der ihn verleugnete, schwang viel Verletzung mit: schließlich hatte dieser Jünger seinen Meister dreimal verraten.

Aber nicht die Verletzung von Jesus steht im Mittelpunkt dieses Gespräches, sondern die Veränderung von Petrus.

 

Es ist leichter für uns Leiter eine Diskussion zu gewinnen, als Herzen zu gewinnen.

Es ist leichter Mitarbeiter zu „besiegen“, als ihnen zu dienen und weiter zu helfen.

 

Wo sind die Leiter, die ihren Arm um die Mitarbeiter legen und zu ihren Herzen sprechen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Wo sind die Leiter, die sich um den Einzelnen kümmern?

Vielleicht kannst Du in den kommenden Tagen mit einem guten Freund/Freundin folgende Fragen gemeinsam im Austausch beantworten:

Was ist meine persönliche Definition von Coaching?

Wenn Coaching meine Aufgabe in der Zukunft wäre, was wäre meine größte Herausforderung dabei, die ich bewältigen müsste?

Was wäre der nächste praktische Schritt für mich, um Coaching in meinem Dienst umzusetzen und zu praktizieren?

Es würde mir total Freude machen, wenn Ihr Eure Antworten, Eure Bedenken, Ängste, negative Erfahrungen aus der Vergangenheit oder andere Dinge, die Dich davon abhalten, Dich um einen Einzelnen zu kümmern unten in den Kommentarbereich schreibst. Du kannst auch ehrlich schreiben, warum Du Dich zum Beispiel nicht öffnen kannst für das Thema Coaching. Wir alle können so von einander lernen und wissen, dass wir mit unseren Erfahrungen und Ängsten nicht allein sind.

 

Unser Gebetsanliegen für heute:

-       Gibt es negative Erfahrungen der Vergangenheit, die mich davon abhalten, mich als Leiter um den Einzelnen zu kümmern und für den Einzelnen Verantwortung zu nehmen, der meine Erfahrung und Rat braucht?

-       Ich möchte gern Gott bitten, mir ein biblisches Bild von Leiterschaft zu geben.

-       Ich möchte Gott bitten, dass er mir zeigt, wo ich jemanden in meinem Umfeld ermutigen und begleiten und fördern kann.

 

Mario Wahnschaffe