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Möchtest Du eine Aussage machen oder einen Unterschied machen?

mario_ephesus

Möchtest Du eine Aussage machen oder einen Unterschied machen?

Eine Gemeinde der Liebe….. begleitet den Einzelnen.

 

„Als sie (Jesus und die Jünger) nun gefrühstückt hatten spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“

Erster Vers eines persönlichen Gespräches zwischen Jesus und Petrus, nach der Auferstehung Jesu und nachdem Petrus ihn verleugnet hatte. Joh.21:15-18

 

Jesu Dienst bestand aus zwei Teilen:

Der öffentliche Lehr- Predigtdienst vor tausenden von Menschen.

Sein nichtöffentliches Investment in eine kleine abgegrenzte Gruppe von 12 Jüngern.

 

Jesus lehrte die Massen, er coachte die Zwölf – den Einzelnen.

Für beides nahm er sich ausreichend Zeit.

Betrachtet man die Ergebnisse von Apostelgeschichte 1 + 2, hat man fast den Eindruck, dass sein Coaching-Dienst an den Wenigen erfolgreicher war, als sein Dienst an den Massen:

Die Gemeinde nach Jesu Auferstehung zählte gerade mal 120 Personen und die, die die Welt aus den Angeln hoben waren die transformierten Jünger.

 

Andy Stanley und Marc Driscoll sind Pastoren und Lehrer und treten ein für ein neues Bild eines Hirten. Ein Hirte, der sich um den Einzelnen kümmert und so das Wachstum der Gemeinde fördert, sowohl geistlich und zahlenmäßig.

 

Ihre Frage an Leiter von heute ist:

„Willst Du eine Aussage machen oder willst Du einen Unterschied machen?“

Pastoren und Leiter lieben es Aussagen zu machen!

Sie halten gern Predigten, schreiben gern Artikel, Bücher, Posts.

Diese Art der Kommunikation zu Ihrer Gemeinde oder Hauskreis oder Kleingruppe ist herrlich einfach, denn es ist eine Einbahnstraßen-Kommunikation, niemand kann sie unterbrechen, Fragen stellen oder eine Diskussion mit ihnen beginnen.

 

Man braucht die Leute, zu denen man spricht, nicht zu kennen,

nicht zu lieben,

nicht zu verstehen, woher sie kommen

oder wer sie sind.

 

Es ist viel einfacher eine Aussage zu machen, als einen Unterschied zu machen in dem Leben eines Einzelnen.

 

Jesus kümmerte sich um den Einzelnen und er tat es auf besondere Art und Weise. Bei dem Gespräch mit Petrus, der ihn verleugnete, schwang viel Verletzung mit: schließlich hatte dieser Jünger seinen Meister dreimal verraten.

Aber nicht die Verletzung von Jesus steht im Mittelpunkt dieses Gespräches, sondern die Veränderung von Petrus.

 

Es ist leichter für uns Leiter eine Diskussion zu gewinnen, als Herzen zu gewinnen.

Es ist leichter Mitarbeiter zu „besiegen“, als ihnen zu dienen und weiter zu helfen.

 

Wo sind die Leiter, die ihren Arm um die Mitarbeiter legen und zu ihren Herzen sprechen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Wo sind die Leiter, die sich um den Einzelnen kümmern?

Vielleicht kannst Du in den kommenden Tagen mit einem guten Freund/Freundin folgende Fragen gemeinsam im Austausch beantworten:

Was ist meine persönliche Definition von Coaching?

Wenn Coaching meine Aufgabe in der Zukunft wäre, was wäre meine größte Herausforderung dabei, die ich bewältigen müsste?

Was wäre der nächste praktische Schritt für mich, um Coaching in meinem Dienst umzusetzen und zu praktizieren?

Es würde mir total Freude machen, wenn Ihr Eure Antworten, Eure Bedenken, Ängste, negative Erfahrungen aus der Vergangenheit oder andere Dinge, die Dich davon abhalten, Dich um einen Einzelnen zu kümmern unten in den Kommentarbereich schreibst. Du kannst auch ehrlich schreiben, warum Du Dich zum Beispiel nicht öffnen kannst für das Thema Coaching. Wir alle können so von einander lernen und wissen, dass wir mit unseren Erfahrungen und Ängsten nicht allein sind.

 

Unser Gebetsanliegen für heute:

–       Gibt es negative Erfahrungen der Vergangenheit, die mich davon abhalten, mich als Leiter um den Einzelnen zu kümmern und für den Einzelnen Verantwortung zu nehmen, der meine Erfahrung und Rat braucht?

–       Ich möchte gern Gott bitten, mir ein biblisches Bild von Leiterschaft zu geben.

–       Ich möchte Gott bitten, dass er mir zeigt, wo ich jemanden in meinem Umfeld ermutigen und begleiten und fördern kann.

 

Mario Wahnschaffe

 

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David – in der Sonnenhitze des Lebens

Foto: Musiker (c) sxc.hu
Foto: Musiker (c) sxc.hu

Lobpreis in den Krisen des Lebens

Lobpreis überwindet die Furcht vor der Herausforderung

Die Predigt als MP3 können Sie hier anhören

Bevor Gott David benutzen konnte und ihn als König für sein Königreich einsetzen konnte, musste er noch zwei Tests bestehen.

Das eine war eine Herausforderung, die größer war, als er selbst.

Seine erste große Herausforderung heißt Goliath.

Saul und Israel konnten Goliath nicht überwinden.

Warum, weil sie nicht stark genug waren?

Nein, das war nicht der Grund, sondern weil sie nicht glaubten, daß Gott ihnen die Kraft geben würde ihn zu überwinden.

Gott führt uns bewußt in Herausforderungen, die größer sind als wir selbst, damit wir auf Gottes Kraft vertrauen lernen und nicht auf unsere eigene.

Saul konnte Goliath nicht überwinden, weil er voller Furcht war.

 1.Samuel 17:24  „Als aber alle Männer von Israel den Mann sahen, flohen sie vor ihm und fürchteten sich sehr.“

Sorge und Furcht sind das Gegenstück zum Lobpreis Gottes.

Es ist Nachsinnen und eigentlich die Anbetung der  Lügen über unserem Leben.

So wie Lobpreis uns schön macht und stärkt,

so macht Furcht uns hässlich und schwach.

Der Feind operiert nur durch Lügen und Flüche, die in uns Furcht erregen soll.  1.Samuel 17:43,44

Saul und Israel hörten ihm zu und fürchteten sich.  1.Samuel 17:11

Und dann sprach Saul dieselben Lügen weiter aus über David. 1.Samuel 17:33

„Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen. Denn Du bist ein junger Mann, aber er ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf.“

David aber überwand seine Furcht und allen Fluch und Drohung durch das Lob Gottes.  1.Samuel 17:45-47

–       Ich komme zu dir mit dem Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels

–       Heute wird der Herr Dich mir ausliefern.

–       Die ganze Erde soll erkennen, daß Israel einen Gott hat

–       Die ganze Versammlung soll erkennen, daß der Herr nicht durch Speer oder Schwert errettet

–       Denn der Kampf ist des Herrn

David proklamierte im Lobpreis die Wahrheit und den Charakter Gottes und gewann Kraft zum Kampf!

Lobpreis überwindet die Mächte der Finsternis  Psalm 149:3-8

Die Gemeinde ist dazu berufen selbst den Mächten und Gewalten der Himmelswelt.   Epheserbrief 3:10

Lobpreis bringt uns in die Gegenwart Gottes und offenbart uns seine Möglichkeiten.

Der der in uns ist ist stärker, als der in der Welt!  1.Johannesbrief 4:4

 

  1. Lobpreis überwindet Schmerz und Enttäuschung

David war durch seine Heldentaten, durch seine Treue zu Saul und durch seine Dienstbereitschaft beliebt und geehrt am Hof.

Er liebte Saul von ganzem Herzen und diente ihm.

Er ahnte nicht, dass Saul mit Neid und Hass auf ihn blickte.

So wurde Saul zum größten Feind in Davids Leben und zur Quelle aller tiefster Verletzung und Demütigung. Lüge, Betrug, Mordabsichten, Verleumdung.

Wie reagieren wir als Christen heute auf Verletzungen?

Die einen von uns fallen in Depression, die anderen in Zorn und Hass.

Wir als Christen haben im Lobpreis eine wunderbare Medizin der inneren Heilung.

Oft sind es gerade die kleinen Anlässe, die uns so tödlich verwunden, von den Menschen, die wir am meisten lieben.

Wie viele Ehen, Familien, Geschäfte und Gemeinden sind zerbrochen aufgrund von Lapalien, unbedachten Worten, die nicht so gemeint waren. Aber weil Menschen eben leicht verletzt sind verursachen sie tiefe Risse in Beziehungen. weil ein verletztes Herz eben so viel Kraft hat. Kraft zur Zerstörung.

David wäre nie König geworden, wenn er sich seiner Todessehnsucht und Depression, oder seinem Hass und Rache hingegeben hätte. Der gleiche böse Geist Sauls wäre auf ihn gekommen.

David aber fand Trost in Verletzung und Enttäuschung im Lobpreis.

Psalm 13:4  David hatte tiefe Sorge und Kummer und er hegte sie in seinem Herzen.

David war gedemütigt aufgrund des Hochmuts seiner Feinde.

„Mach hell meine Augen, dass ich nicht zum Tode entschlafe.“

Verletzung führt zur Depression, Todes oder Schlafsehnsucht. Drogen und Alkohol ist nur der Wunsch, aus dem Schmerz herauszutreten.

Heilung ist im Lobpreis Gottes:

„Ich aber habe auf die Gnade vertraut, mein Herz soll frohlocken über deine Rettung. Ich will dem Herrn singen, denn er hat wohlgetan an mir.“   Psalm 13:6

Lobpreis heilt von der Knechtschaft des Hasses und des Zorns.

Psalm 37:1-11

Entrüste Dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht die, die Böses tun.

Laß ab vom Zorn und laß den Grimm! Entrüste Dich nicht! Es führt nur zum Bösen.

Der Zorn und die Rache bringt nur Fluch und Zerstörung, die Verheißung gilt den Sanftmütigen, sie werden das Land besitzen.

 

Wie?

Indem wir einen weiteren Aspekt von Lobpreis entdecken.

Gott loben ist gleich sich entschließen, dass Gott Dinge besser lösen kann als ich.

Heißt das, dass ich keine Verantwortung mehr tragen muss?

Nein das heißt, ich gebe ihm die Dinge ab, die ich nicht ändern kann und über die ich mich vorher geärgert habe.

„Vertraue auf den Herrn und tue Gutes.“   Psalm 37:3

Im Zorn denkt man, man sollte Böses mit noch mehr Bösem zurückzahlen.

Gott aber sagt, dass wir das Böse durch Gutes überwinden werden.

Römerbrief 12:21  „Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde Böses mit Gutem.“

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn und er wird handeln.

Wenn ich in der Versuchung stehe, voller Hass zu richten, werde ich frei, wenn ich mich einer größeren Autorität unterordne, die besser richtet als ich.

 „Habe Deine Lust an dem Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.”   Psalm 37:4

“Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil.“   Psalm 37:11

Wenn ich gefüllt bin mit Gottes Gnade und seinem Heil kann ich besser mit Demütigungen umgehen und sie besser einordnen. Weil ich gewertschätzt und geliebt bin von Gott.

 

  1. Lobpreis in Zeiten des Versagens 

Psalm 51 ist der berühmte Bußpsalm.

Es ist ein Psalm gesungen in der absoluten Tiefe einer Seele die Schuld auf sich geladen hatte.

David hatte die Ehe gebrochen mit Bathseba und als dann ein Kind aus dieser Verbindung gezeugt worden war, hat David unter ganz erniedrigenden Umständen ihren Mann Uria umbringen lassen.

David der Mann nach dem Herzen Gottes, ein erfolgreicher Mann, dem nichts mehr fehlte an politischer Macht. Der Erweckung nach Israel gebracht hatte, so schwer war er gefallen.

Was macht man mit seinem Leben, wenn man solche Schuld hat.

Man wird gequält von seinem schlechten Gewissen.

Man kann sein Herz hart machen nach außen, aber innerlich folgt man seiner Strafe.

Und Sünde hat ihren Preis, bei David war es, dass seine Familie und seine Kinder durch eine tiefe Krise gingen. Zwei seiner Söhne starben dabei. Und eine Tochter wurde vergewaltigt.

Und David in seiner Not folgt nicht der Verdammnis und nicht der selbstauferlegten Sühne, er sucht Gott, aufrichtig und nicht oberflächlich.

„Sei mir gnädig , o Gott, nach deiner Gnade; tilge meine Vergehen nach der Größe deiner Barmherzigkeit!“

Psalm 51:3

Wirkliche Gnade führt uns in tiefere Buße, als Strafe.

Römerbrief 2:4  Es ist die Güte Gottes , die uns zur Umkehr leitet.

Wirkliche Erkenntnis von Gnade und was Gott für uns getan hat, lässt uns die wahrhaftige Größe des Schadens erkennen. Nicht nur gegen Menschen haben wir gesündigt, sondern auch gegen Gott.

Aber David weiß, dass Gott und seine Rettung allein der Weg aus Sünde und Schuld ist.

„Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld!

Erschaffe mir Gott ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist.“   Psalm 51:11,12

1.Korintherbrief 1:30  „Aus ihm aber kommt es, daß ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit wie geschrieben steht: Wer sich rühmt der rühme sich des Herrn!“

Und David sucht die Nähe des Heiligen Geistes, statt ihn aus Scham zu entfliehen:

„Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir! Laß mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist.“   Psalm 51:13,14

Die Lüge des Teufels: Wenn Du sündig bist, dann lehnt Gott dich ab, meide die Gegenwart Gottes.

Aber die Gegenwart des Heiligen Geistes im Lobpreis macht uns frei von Sünde.

1.Korintherbrief 14:24,25  „Das Verborgene des Unkundigen, seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, daß Gott wirklich unter euch ist.“

Johannesevangelium 16:8 Der Heilige Geist überführt von Sünde.

1.Korintherbrief 6:11 Ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Die Kraft des Heiligen Geistes reinigt uns und hält uns heilig.

Mario Wahnschaffe, Juli 2014

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Joseph – Geprüft in der Sonnenhitze des Lebens

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Foto: sxc.hu

Die Predigt als MP3 anhören.

Joseph – Geprüft in der Sonnenhitze des Lebens

1.Mose 37:3-5  Joseph war besonders geliebt von seinem Vater und gehasst von seinen Brüdern. Joseph, der Träumer.

1.Mose 37:26-28  Joseph wird von Juda und seine Brüdern für 20 Shekel in den Tod verkauft.

1.Mose 50:20   „Ihr zwar hattet es Böses gegen mich beabsichtigt; Gott aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“

 

  1. Joseph – Ein Bild auf Jesus Christus

Joseph ist eine der einzigartigsten Persönlichkeiten der Patriarchen im Alten Testament.

In vielen Aspekten spiegelt er die Charaktereigenschaften von Jesus Christus wider:

–       Joseph geliebt von dem Vater, 1.Mose 37:3:

Johannesevangelium 3:35   „Der Vater liebt den Sohn und hat ihm alles in seine Hand gegeben.“

 

–       Joseph wird von seinem Vater zu den Brüdern gesandt, die ihn hassen, 1.Mose 37:14:

Johannesevangelium 1:11  Der Sohn kam in die Welt, und die Seinen nahmen ihn nicht an.

 

–       Joseph wird von Juda und seinen Brüdern für 20 Shekel in den Tod verkauft

Matthäusevangelium 26:15   Judas verrät Jesus für 30 Silberlinge.

 

–       Joseph wird von seinen Brüdern für tot erklärt und gerät in tiefste Sklaverei, Verleumdung und hoffnungslose Gefangenschaft im tiefsten Gefängnis.

Epheserbrief 4:9  Jesus ist gestorben und in die unteren Teile hinangestiegen.

 

–       Joseph wird von Pharao erhoben zum Zweiten Mann im Staate und rettet die ganzen Völker und seine Brüder vom Hungerstod. Er erhält einen neuen Namen vom Pharao: Zafenat-Paneach: „Gott spricht: Er lebt!“ oder „Der Lebenserhalter“.   1.Mose 41:45

Römerbrief 6:4   „Wie Christus aus den Toten auferweckt ist, durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.“

 

–       Juda will sein Leben für Benjamin hingeben, da wird Joseph offenbart.   1.Mose 44:33

Johannesevangelium 15:13  „Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt.“ Hierin wird Christus offenbart in uns, wenn wir einander lieben.

 

Epheserbrief 5:1,2  Werdet Gottes Nachahmer und wandelt in der Liebe.

Joseph ist ein zweifacher Spiegel:

–       Er reflektiert  den Charakter Christi

–       Er ist ein Vorbild für den Gläubigen: Prüfungen des Lebens zu überwinden.

 

  1. Erste Prüfung: Bitterkeit und Unvergebenheit überwinden

 Joseph erlebte in seinem „Arbeitsteam“ mit seinen Brüdern das, was viele Diener im Reich Gottes erleben.

Die Brüder waren neidisch auf ihn, weil Joseph von seinem Vater Jakob bevorzugt wurde und fingen an, ihn zu hassen.

1.Mose 37:3,4

Jedes in die Praxis umgesetzte Unrecht fängt mit einem Gedanken an. Der Hass der Brüder steigerte sich so sehr, dass sie bereit waren ihn zu töten.  1.Mose 37:18

Die Brüder Josephs sind mit Zorn erfüllt über die Ungerechtigkeit des Vaters. Und dieser Zorn entlädt sich ungebremst an dem jüngeren Bruder.

Er spürt am eigenen Leib, wie Zorn über Ungerechtigkeit, wenn er falsch verarbeitet wird, in noch mehr Ungerechtigkeit mündet.

Viele von uns haben die Folgen und die Zerstörung selbst erlebt oder gesehen, die ungezügelter Zorn mit sich bringt.

In Sprüche 16:32 finden wir Gottes Werteskala:

„Besser ein Langmütiger als ein Held, und besser, wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.“

Gott legt die Maßstäbe anders. Es geht ihm nicht so sehr um große Taten und Errungenschaften, für die andere uns loben könnten, sondern, es liegt ihm daran, dass wir unseren Charakter von ihm formen lassen.

Umgang mit Verletzung und Ärger ist eine wichtige Herausforderung für jeden Diener Gottes und laut Sprüche, ist es schwieriger, als eine Stadt einzunehmen.

Es ist eben leichter, sich einfach gehen zu lassen und allen Zorn herauszulassen. Dabei werden aber unsere Mitmenschen in neue Verletzungen verwickelt.

Deshalb haben sich viele Christen dazu entschlossen, ihren Ärger und Ihre Verletzung anders zu verarbeiten: Er wird einfach heruntergeschluckt.

Wir wissen aus verschiedensten Erfahrungen, wie dies auch keine wirkliche Lösung ist.

Wenn Zorn heruntergedrückt wird, dann kommt er an einer anderen Stelle wieder hervor.

Unterdrückter Ärger kann sich in Traurigkeit und zuletzt Apathie und Krankheit ausdrücken.

Sprüche 17:22    „Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“

Unterdrückter Ärger macht stumm und bringt Beziehungen auseinander, statt sie zu heilen.

1.Mose 37:4 Die hasserfüllten Brüder verstummten, bevor sich ihr unterdrückter Ärger darin entlud, Joseph als Sklaven zu verkaufen.

Also auch einfach den Ärger zu verdrängen, ist nicht gesund und führt nicht zur Heilung.

Wir sehen, dass Jesus auch Momente hatte, wo er zornig war und seinen Zorn offen ausdrückte. Denken wir an den Rauswurf der Händler aus dem Tempel.  Markusevangelium 11:15-19

Es gibt psychologische Konzepte, die Menschen darin helfen sollen ihren Ärger gegenüber ihren Eltern oder anderen Menschen zu verarbeiten, in dem sie ihn einfach herauslassen, indem sie auf Sachen herumschlagen oder Objekte zertrümmern.

Dennoch sind diese Konzepte oft nicht ausgereift und führen in der Regel nicht zum Ziel, die Folgen des Ärgers zu heilen.

Ärger einfach auszuleben ist nicht die Lösung.

Arger zu unterdrücken auch nicht. Was machen wir also mit Ärger?

Bill Hybels sagt in seinem sehr zu empfehlenden Buch „Aufbruch zum Leben“

Ärger ist weder gut noch schlecht.

In Epheserbrief 4:26 heißt es „Zürnet, und sündigt dabei nicht! Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn und gebt dem Teufel keinen Raum.“

Zorn ist etwas wertneutrales, kann aber zur Sünde werden, wenn er nicht richtig verarbeitet wird.

Hybels sagt:  Ärger ist eher wie eine Warnleuchte an Deinem Armaturenbrett.

Es nützt weder etwas, deine ganze Konzentration darauf zu richten und sie anzustarren,

noch nützt es etwas, sie zu ignorieren und einfach weiterzufahren.

Aber wenn es Dich dazu bringt, die Motor-Haube deines Autos zu öffnen und zu sehen, was das Problem ist und es zu lösen oder wenigstens den Pannendienst zu rufen, dann war dieses Signallicht nicht ohne Sinn.

Genauso muss Zorn dich dazu bringen herauszufinden, warum du zornig bist und was du an den Ursachen ändern kannst.

Gottes Weg der Heilung

Joseph kann seinen Brüdern vergeben, aber nicht ohne ihnen vorher eine Lektion zu erteilen. Er konnte den Brüdern verständlich machen, was es für ihn an Schmerz bedeutet hatte schutzlos zu sein, wo er den Schutz der Brüder gebraucht hätte.

Erst als Juda 1.Mose 44:16-34, der gleiche Bruder, der ihn als Sklaven kaltblütig verkauft hatte 1.Mos.37:26, sich selbstlos einsetzt und sein Leben anstelle des Lebens von Benjamin geben will, da bricht das Herz von Joseph, denn das war der tiefe Schmerz und Grund gewesen: Der Hass seiner Brüder gegen ihn.

Es ist also wichtig, dass Du herausfindest, was Dich zornig macht:

Es reicht eben nicht auf eine Person zornig zu sein oder gar eine Person zu hassen, sondern, heraus zu finden, was dich zornig macht.

Vielleicht muss der Sohn zum Vater sagen, dass er sich nicht ernst genommen fühlt.

Oder der Ehemann muss lernen, seine Bedürfnisse in seiner Beziehung zu Frau und Kindern zu äußern.

Oder ein Mitarbeiter muss lernen, dem anderen zu signalisieren, dass er sich übergangen oder ungerecht behandelt fühlt.

Solche Gespräche sind oft mega schwierig, denn man muss in ihnen oft, seine gesamten Gefühle offenbaren.

Die Angst davor lässt viele lieber die Flucht antreten und man gibt auf.

Wusstest Du, dass der Hauptgrund, warum Gemeinden zerbrechen oder Pastoren oder Leiter ihren Dienst aufgeben ungelöste zwischenmenschliche Beziehungen sind?

Lass Verletzung und Ärger Dir keinen Grund geben aufzugeben.

Bevor Joseph sein Gespräch mit seinen Brüdern führen konnte, war etwas anderes noch ganz wichtig gewesen: Das Eingreifen Gottes in sein Leben:

In 1.Mose .41:51,52 lesen wir andeutungsweise etwas davon in der Art und Weise, welche Namen er seinen beiden Söhnen gab:

Manasse: „Denn Gott hat mich vergessen lassen alle Mühe und das ganze Haus meines Vaters.

und Ephraim: „Denn Gott hat mich fruchtbar gemacht im Land meines Elends.“

Joseph hatte allen Grund, Gott zu verlassen und aufzugeben. Aber er ließ nicht zu, dass Verletzung durch und Ärger über Menschen ihn aufgeben ließen.

Er kam zu Gott mit seiner Verletzung und er erlebte dass Gott nahe denen ist, die zerbrochenen Herzens sind.  Psalm 34:19

Und Gott ist ein Gott der sich der Schutzlosen und Einsamen annimmt.  Psalm 146:7,8

  1. Zweite Prüfung: Sexuelle Verführung überwinden

Gott verwandelt Josephs Sklavenzeit bei Potifar zum Segen.

1.Mose 39:2   „Der Herr aber war mit Josef, und er war ein Mann, dem alles gelang;

(oder: Ein Mann des Gelingens)

Siehe im Neuen Testament deine Segnung und Identität in Christus:

Epheserbrief 1:3   „Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.“

1.Mose 39:3   „Als nun sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war und dass der Herr alles, was er tat, in seiner Hand gelingen ließ, da fand Josef Gunst in seinen Augen.“

Der Herr hat Dich in Christus gesegnet und lässt es Dir gelingen, damit ein Zeugnis sein kannst, für deine Mitmenschen.

Matthäusevangelium 5:16  „Sie werden eure guten Werke sehen und Euren Vater, der im Himmel ist verherrlichen.“

1.Mose 39:5   „Da segnete der Herr das Haus des Ägypters um Josefs willen; und der Segen des Herrn war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld.“

Als erfolgreicher Verwalter, wurde er zur Zielscheibe des Feindes.

Der Feind hat verschiedenste Variationen, wie er Mitarbeiter im Reich Gottes zum Fall bringen können.

Nun, wir können Satan nicht austricksen, er hat tausende Jahre Erfahrung.

Aber können von Josef lernen, wie wir durch Gottes Furcht und durch das Nachdenken darüber wie es noch einen Grund geben kann nicht aufzugeben, lernen zu überwinden.

Josefs Test im Bereich Sex

Josef wurde zum Objekt der Begierde in den Augen von Potifars Frau.

Die Verführung kam hier durch Worte:

Tagtäglich redete die Frau zu ihm 1.Mose 39:10   (Tagtägliche Bombardierung durch Medien)

Sie sprach in Befehlsform: „Liege bei mir!“ (Sexuelle Abhängigkeiten Familie und am Arbeitsplatz)

Josefs Verhalten:

–          Er konfrontierte Potifars Frau mit einem doppelten Nein   Vers 8

–          Er hörte nicht auf sie   Vers 10

–          Er mied ihre Gegenwart Vers 10

Er hatte mindestens zwei Gründe, um die Verführung dieser Frau zu verneinen:

  • Ehrfurcht vor der Ehe und vor den Gefühlen seines Herrn Potifar.

Er wusste aus seiner Familiengeschichte, welche Zerstörung Sexualität außerhalb der Ehe anrichten konnte. Die Folgen der Vergewaltigung seiner Halbschwester Dina.  1.Mose 34

  • Ehrfurcht vor Gott, nicht gegen ihn zu sündigen.

Sexualität ist nicht etwas Unreines oder etwas, das vom Teufel erfunden wurde.

Sexualität ist von Gott geschaffen und ist etwas Heiliges.

Gott hat Sexualität als etwas Starkes und Mächtiges erschaffen, als „Klebstoff“ zwischen Mann und Frau in der Ehe.

Es ist etwas Heiliges und geht über einen körperlichen Vorgang hinaus.

Materialismus sagt: Sex ist ein normales Bedürfnis, dass gestillt werden muss, egal ob innerhalb oder außerhalb der Ehe.

Gott aber hat Sexualität gemacht mit einer seelischen und geistlichen Dimension.

Durch Sexualität wird eine seelischen Einheit hergestellt.

Sexualität macht zwei Menschen zu einer seelischen und geistlichen Einheit.

Paulus sagt: Das Geheimnis ist groß Epheserbrief 5:32, er deutet es auf Christus und die Gemeinde.

Christus ist mit dem Gläubigen vereint zu einem Geist!

1.Korintherbrief 6:17   Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.

Bei sexuellen Akt erlaubst Du, dass Dein Partner Dich erkennt, das heißt ganz tief wird etwas in deine Seele hineingeprägt.

Gravierend bei Vergewaltigung oder sexuellem  Missbrauch, Homosexualität, hier geschehen tiefe seelische Veränderungen bis tief hinein in die Identität.

Meine große Vermutung ist dass es auch einen Zusammenhang gibt zwischen dem rasanten Anstieg von psychischen Störungen und freier Sexualität. Weil Sexualität immer einen Einfluss hat auf unsere Identität.

Die Bibel warnt vor den Folgen von Sexualität vor oder außerhalb der Ehe.

1.Korintherbrief 6:15,16   „Wisst Ihr nicht, dass eure Leiber Christi Leiber sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne! Oder wisst ihr nicht, dass, wer der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist?“

Sprüche warnt: Ehebruch endet tödlich für deine Seele:

Sprüche 6:32,33   „Wer aber Ehebruch mit der Frau seines Nächsten treibt ist ohne Verstand. Nur wer sich selbst vernichten will, der mag das tun.

Sprüche 5:7-12   Absolutes Verderben durch Ehebruch auf der ganzen Linie!

Josef hat die Kraft mit allen beruflichen Konsequenzen Nein zu sagen zu Ehebruch und trotz Nachteilen für ihn nicht aufzugeben, weil er drei Gründe gefunden hat:

–          Ich werde nicht das Leben anderer Menschen zerstören

–          Ich werde nicht gegen Gott sündigen und ihn verunehren

Ich werde nicht mein eigenes Leben und Gottes Berufung zerstören

  1. Letzte Prüfung: Enttäuschung gegenüber Gott überwinden 

Hundert Prozent gab es Momente in dem Leben von Joseph, wo er vielleicht verzweifelt ist an Gottes Verheißungen und seiner Treue.  

Er hatte in seiner Jugend definitiv zwei Träume von Gott und definitiv ist zunächst erst einmal das Gegenteil davon eingetreten:

Es ging nicht bergauf, es ging bergab und das für mehrere Jahre.

Wie kann man solch eine lange Durststrecke glaubensmäßig durchhalten?

1.Mose 50:20   „Gott aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden.“

“Sagt in allem Dank, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.”

1. Thessalonicherbrief 5,18

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.“   Römerbrief 8:28

Das sagt Paulus. Der, der durch Vision nach Philippi gerufen wurde, und letztlich im Gefängnis landete: Er pries Gott selbst im Gefängnis, denn er wusste, dass Gott der Gott ist der in allen Situationen regiert und alle Situationen zum Vorteil wenden kann.

 

Mario Wahnschaffe