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Was, wenn morgen die Welt untergeht?

1. Weltuntergangsängste

atombomb
Atombombe – Quelle: sxc.hu

Seit 33 n. Chr. wurde 119 mal historisch nachweisbar das Ende der Welt vorausgesagt.

Während die 3 Voraussagen der Zeugen Jehovahs zu den Jahren 1914, 1925 und 1975 noch relativ bekannt sind,

ist weithin unbekannt, dass auch Martin Luther in der Angstatmosphäre der Türkenkriege dreimal das Ende der Welt angekündigt hatte: Nämlich 1532, 1538 und 1541.

Die Auswirkungen der Untergangsankündigungen waren zum Teil katastrophal:

Als Papst Silvester für den 31.12.999 den Weltuntergang voraussagte entstand eine Massenhysterie, viele verloren Hab und Gut durch Plünderungen und radikale Christen verlangten die öffentliche Hinrichtung von Hexen und Zauberern.

1910 löst der periodisch wiederkehrende Halleyische Komet eine Massenpanik unter tausenden von Menschen aus: Es geschehen viele Selbstmorde, sogar Sekten bringen Menschenopfer dar, denn man fürchtet durch den Einschlag oder durch den Giftschweif des Kometen zu sterben.

Als Radio-Prediger Harold Camping die Entrückung für den 21.05.2011 und das Ende der Welt für den 21.10.2011 ankündigte, kündigten viele Gläubige ihre Arbeit, ihre Mietverträge, verliessen ihre Ehepartner, begingen Suizid, eine Mutter wollte zuerst ihre zwei Töchter und dann sich selbst umbringen und wurde in letzter Sekunde daran gehindert.

Der Maya-Kalender hat uns die letzte Weltuntergangsankündigung beschert: Das friedliche Bauerndorf Bugarach im Südwesten Frankreichs liegt am Fuße des Pic de Bugarach, dem höchsten Berg, dort versuchten Esoteriker den Berg zu erklimmen, um sich von dort in die Tiefe zu stürzen um im Luftstrudel von einem Alienraumschiff mitgenommen zu werden.

2. Die Lehre der letzten Tage von Seiten der Bibel

Kurze Chronologie der Ereignisse:

a) Die Vorzeichen seiner Wiederkunft / Die große Trübsal Mat.24:21

b) Der Tag des Herrn / Der Tag seiner Wiederkunft 1.Thes.5:2

c) Die Entrückung der Gläubigen / Die 1. Auferstehung der Gläubigen 1.Thes.4:13

d) Der Richterstuhl Christi: Für die Gläubigen 1.Kor.5:10

e) Gericht über die Nationen / Der Feuersee Mat.25:31

f) Das Tausendjährige Reich / Die Bindung Satans Off.20:1-6

g) Die letzte Verführung / Die Lösung Satans Off.20:7-10

h) Die 2. Auferstehung der Ungläubigen / Der 2. Tod / Der Feuersee Off.20:11-15

i) Alter Himmel + Erde verbrennen / Neuer Himmel und neue Erde / Ewigkeit 2.Pet.3:7-13

3. Gläubige und der Weltuntergang

Massiv unterscheiden sich die Weltuntergangsankündigungen und ihre Massenhysterien und Ängste von den Lehren Jesu von den letzten Tagen.

a) Mut statt Angst und Furcht

In Mat.24 schildert uns Jesus selbst ganz authentisch und am klarsten die Umstände, die geschehen werden bei den letzten Tagen.

Auf der einen Seite schildert Jesus die schreckliche Realität der letzten Tage:

Falsche Propheten und falsche Christusse Vers 5, 11
Kriege und Kriegsgerüchte. Vers 6
Hungersnöte, Erdbeben. Vers 7
Verfolgung und Verrat von Gläubigen. Vers 9,10
Die Liebe der Meisten wird erkalten. Vers 12
Der Greuel der Verwüstung (Der Antichrist) Vers 15
Die große Bedrängnis. Vers 21
Dennoch überlässt Jesus uns nicht der kopflosen Angst oder Panik!

Er sagt ermutigend zu seinen Nachfolgern: Seht zu, erschreckt nicht!

Wenn wir unser Leben in Jesu starke Hände gegeben haben, dann sind wir unter der größten und stärksten Herrschaft, die es gibt.

Wenn wir Jesus gehören, brauchen wir Probleme, Drangsale, ja noch nicht einmal den Tod zu fürchten!

Glücklich, wer diese wichtigste Entscheidung in seinem Leben getroffen hat:

Wir sind nicht mehr unter der Herrschaft der Angst!

2.Tim.1:7 „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft, und der Liebe und der Selbstbeherrschung.“

Joh.16:33 „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“

b) Ausdauer statt Lieblosigkeit

Jesus kündigt an, dass viele Gläubige ihre Liebe verlieren werden. Mat.24:12

Weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der meisten erkalten.

Gläubige werden einander hassen und sich sogar gegenseitig verraten.

Wir müssen einfach aufpassen wie wir Böses verarbeiten.

Es gibt so viel Böses was Gläubige tun und einander antun und da ist es wichtig, dass unsere Leidenschaft für Jesus nicht kalt wird.

Dass wir uns nicht miteinander vergleichen: Ja, weil der Pastor die Kasse, hat mitgehen lassen, kann ich auch mal was mitgehen lassen im Supermarkt.

Oder weil der Gläubige unmoralisch handelt, kann ich meine Prinzipien, runter fahren. Nein!

Jesu Lehre hilft uns ernsthaft und bedeutsam zu leben:

Denn morgen könnte schon das Ende sein.

Mat.24:36 Der letzte Tag kommt wie ein Dieb.

Ich lebe jeden Tag, als wenn es der letzte wäre.

Ich lebe in der Kraft seiner Liebe und Gegenwart.

In der freudigen Erwartung seiner Wiederkunft.

Die verfolgten Christen, die in Verfolgung und in einer Welt der Ungerechtigkeit lebten, sagten: Maranatha! Der Herr kommt bald!

c) Statt Kopflosigkeit: Scharfe Unterscheidung und Nüchternheit

Falsche Christusse und falsche Propheten werden auftreten, um Euch zu verführen und die gewaltige Dinge tun:

Die Verführungskraft auch unter Christen von Adolf Hitler.

Aber wir als Gläubige haben die Geistesgabe der Unterscheidung der Geister erhalten.

Wir sind nüchtern in allem und lassen uns nicht auch nicht betrügen durch Ankündigungen von datierten Weltuntergängen.

Noch nicht einmal Jesus in den Tagen seines Menschseins auf Erden wußte von diesem Datum, auch nicht die Engel im Himmel, nur der Vater im Himmel. Mat.24:36

d) Statt Resignation, ein Leben voller Vision!

Trotz aller Bedrängnisse und Verfolgungen und Katastrophen, brauchen wir die Hoffnung nicht wegwerfen, noch resignieren.

Jesus befiehlt uns:

Erschreckt nicht!

Wenn ich wüsste, dass morgen der jüngste Tag wäre, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.” – Der früheste Beleg für den Satz findet sich in einem Rundbrief der hessischen Kirche vom Oktober 1944.

Dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, dann wird das Ende kommen! Mat.24:14

Pastor Mario Wahnschaffe,  Juni 2013

-> Die PPT Datei zur Predigt finden Sie hier.
-> Die Predigt im mp3-Format können hier anhören.

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Die Tugenden des Geistes Teil 1: Liebe

Liebe, die den Unterschied macht. Quelle: sxc.hu

“Beschenkt durch die Tugenden des Geistes”

Teil 1 „Liebe, die den Unterschied macht“

Wikipedia gibt folgende Definition für das Wort Tugend:

Das deutsche Wort Tugend (lateinisch virtus, altgriechisch ἀρετή arete) ist abgeleitet von taugen; die ursprüngliche Grundbedeutung ist die Tauglichkeit (Tüchtigkeit, Vorzüglichkeit) einer Person.

Liebe, die den Unterschied macht. Quelle: sxc.hu
Liebe, die den Unterschied macht. Quelle: sxc.hu

Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Im weitesten Sinn kann jede Fähigkeit, als wertvoll betrachtete Leistungen zu vollbringen, als Tugend bezeichnet werden. In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charaktereigenschaft, die eine Person befähigt, das sittlich Gute zu verwirklichen.

Wenn wir das Wort Gottes studieren unterscheidet der Geist zwischen den “Gaben des Geistes” 1.Kor.12:4
und den “Früchten des Geistes” Gal.5:22

Gaben des Geistes haben folgende Adjektive:
– Sie sind uns “gegeben”, sie “gehören” uns nicht
– Sie operieren punktuell
– Sie sind nicht permanent

Früchte des Geistes haben folgende Eigenschaften:
– Sie sind ein Teil von uns, befruchtet durch den Heiligen Geist
– Sie operieren und sind permanent

Die Früchte des Geistes finden wir in Gal.5:22
“Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit,
Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.”

Über allem thront die Liebe, die alles determiniert und regiert mit ihrem Geiste und Ihrer Mentalität, die direkt aus dem Sinn Christi kommt.

1. Liebe ist kein Nomen!

1.Joh.3:18 „Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit.“

Liebe ist kein Nomen! (Gegenstandswort)

Es gibt eine Geschichte von einem Pastor zu dem ein Ehemann kommt und sich beklagt:
„Pastor! Ich habe keine Liebe mehr für meine Frau!“
Der Pastor antwortet nur kurz und knapp: „Dann liebe deine Frau!“

In diesen kurzen Worten und in diesem Wortspiel liegt eine gewaltige Wahrheit:
Liebe ist nicht ein Nomen – ein Gegenstandswort.
Liebe ist ein Verb – Ein TU-Wort!
Liebe ist nicht ein abstrakter Begriff, Liebe ist lebendige Aktion!
Gottes Wort fordert uns auf und Euch: Einander zu lieben in der Tat, nicht mit Worten!

Und dies bitte nicht falsch verstehen.
Das Wort Gottes meint hier: Nicht mit hohlen nichtsbedeutenden Worten, die nicht mit Taten verbunden sind.
Das Wort Gottes meint hier nicht, Ihr sollt Eure Liebe gar nicht mehr ausdrücken.

Viele Menschen heutzutage sind so belogen von den Medien und glauben, dass Liebe nur ein Gefühl wäre.
Sie denken, dass, wenn sie die Liebe nicht mehr fühlen könnten, die Liebe sie verlassen hätte!

Aber Liebe ist nicht ein Gefühl. Liebe ist eine Tat in schwierigen Umständen.
Liebe ist nicht zu verwechseln mit Sympathie und abhängig von positiven Umständen.

Sympathie ist verbunden mit dem Wort: „Weil“!

Ich liebe Dich, weil Du schön bist.
Ich liebe Dich, weil Du so kommunikativ bist.
Ich liebe Dich, weil wir immer in Harmonie sind.

Das Verb/Tu-Wort Liebe ist eben nicht mit dem Wort „weil“ verbunden.
Wahre Liebe ist mit dem Wort „trotzdem“ verbunden.

Da ist die Geschichte von dem jungen Mann, der zum Pastor kommt und möchte seine Freundin heiraten.
Der Pastor fragt ihn: „Warum möchtest Du dieses Mädchen heiraten?“

Der junge Mann antwortet:
„Weil sie die schönste Frau der Welt ist!
Weil ich mit ihr reden kann, wie mit keinem anderen!
Weil ich solch starke Gefühle zu ihr habe, solche Gefühle habe ich noch nie gefühlt!“

Der Pastor antwortet ihm harsch: „Du bist dumm und noch nicht bereit für die Ehe!
Da werden Zeiten kommen, da ist sie nicht mehr die schönste Frau der Welt.
Da werden Phasen kommen, wo Eure Kommunikation schwierig wird.
Und, Ja!, es werden Wüsten kommen, da werden auch zeitweilig Eure ersten Gefühle verschwunden sein.

Du brauchst ein anderes Fundament als dieses für Eure Ehe!

2. Der Liebes-Substanz Test!

Gott wird deine Substanz testen.
Er kommt und wird Deine Frucht testen.
Er kommt und wird Deine Liebe Testen!

Der Brief an Philemon ist einer der persönlichsten und ungewöhnlichsten Briefe des Neuen Testamentes.
Es ist der Brief eines alten Paulus, der seine letzte Phase des Lebens in den dunklen Kellern des Gefängnisses in Rom verbringt.
Er schreibt hier an einen seiner geistlichen Söhne und Mitarbeiter, Philemon.
Zu diesem hat er ein sehr liebevolles Verhältnis.

Philemon ist ein wohlhabender Bürger, der durch Paulus zum Glauben gekommen ist.
Das Evangelium des Paulus erreichte damals alle Menschen: Reich und arm.

In Vers 8,9 öffnet sich dann der Grund warum Paulus ihm schreibt.
Paulus betont, dass er als der geistliche Vater seinem Sohn Philemon gebieten könnte.
Doch er wolle ihm um der Liebe willen um etwas bitten.

Es ist interessant, welche souveräne Kraft das Evangelium über unsere Umstände hat:
Paulus, obwohl gefangen in einem Körper hat Vollmacht zu gebieten über einen wohlhabenden Bürger, der sich sogar Sklaven leisten kann.
Sklaven zu haben war ein Statussymbol für Reichtum.

Paulus bittet ihn im Namen der Liebe um Gnade für einen seiner entlaufenden Sklaven mit Namen Omnesimus.

Der Test der Liebe

Dieser Sklave war für Philemon ein Ärgernis geworden. Er war ihm ungehorsam, er wollte ihm nicht mehr dienen.
Philemon war ihm böse, ja er hatte sogar das Recht ihn zu töten.

Aber nun kam dieser von ihm gehasste Sklave zurück zu ihm mit einem Liebesbrief von Paulus: Ein Liebestest!

Wenn Du Gott um Gnade bittest für Deine Verfehlungen.
Gott wird Dir jemanden schicken, der Dir etwas schuldig ist, und dem Du Gnade schenken kannst.
Wenn Du Gott um eine Ernte bittest,
dann wird Gott dich bitten etwas zu säen.
Gott schickt Dir Deinen Omnesimus, zusammen mit einem Liebesbrief , mit einem Liebestest.

Gott schickt Dir einen Omnesimus, jemanden der Dir Falsches angetan hat, jemand mit dem Du ärgerlich bist.

Warum tut Gott das?
Er kommt und will wissen, ob Du das umgesetzt hast, was Du gelernt hast.
Er kommt, um zu testen, ob Dein Charakter gewachsen ist.

Omnesimus vom Ungeliebten zum Geliebten.
Omnesimus war seinem Herren Philemon entlaufen und traf Paulus in Rom und traf zusammen mit dem lebendigen Glauben, der einen Sklaven zu einem freien Mann verwandeln kann , selbst in einem Gefängnis.

Auch Omnesimus wurde durch den Glauben ein geistlicher Sohn von Paulus.
Er fand in dem Glauben des Paulus etwas, was ihm aus seinem inneren Gefängnis befreite.
Phil.11  „der dir einst unnütz war, jetzt aber Dir und mir nützlich ist.“
Omnesimus floh von Philemon, denn er konnte mit ihm nicht seine Bestimmung erreichen.
Er konnte mit Philemon nicht sein Potential erreichen.

Philemon reduzierte seine Bestimmung auf Sklavendienste. Er reduzierte ihn auf eine unnütze Natur. Doch sein Name war Omnesimus: „Der Nützliche“
Menschen nehmen Dich und Dein gutes gebendes Herz und halten Dich als Geiseln ihrer Perspektive.

Omnesimus erreichte sein Potiential durch die Kraft der Liebe Jesu.:
Er ist mir nützlich.

In Jesus fand er Gnade, Vergebung und einen Fürsprecher!

Auf Omnesimus wartete der Zorn des Philemon und die Todesstrafe!
Alles was zwischen ihm und dem Tod war, war ein Liebes Brief des Paulus.
Er ist mein Kind, das ich gezeugt habe. V.10
Was er Dir schuldig ist, rechne mir an. V.18
Omnesimus fand jemanden der Gunst hatte mit jemanden, bei dem er keine Gunst mehr hatte.

In Jesus fand er die Liebe und zu seinem Potential!
In Kol.4:9 ist er ein Mitarbeiter des Paulus: Omnesimus, der treue und geliebte Bruder.

Kirchenväter berichten, dass er einer der Schreiber des Paulus war und das deswegen, dieser kleine Liebesbrief in den Kanon des NT kam.
Andere sagen, er war der spätere Bischof von Ephesus und ein Märtyrer.
Was für eine Karriere durch die Liebe Jesu: Vom Sklaven zum Bischof.

Wenn Du mit der Liebe Gottes in Berührung kommst, kommt es nicht so sehr darauf an, ob Dein Start schlecht war, wichtig ist, dass ein gutes Ende kommt.

Autor: Pastor Mario Wahnschaffe im Juni 2013.

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